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Informatiker: "Unser Wissen ist in 18 Monaten nichts mehr wert"

Mit 35 zu alt für die IT-Welt? Quatsch! Deutsche Software-Spezialisten sehen sich auch jenseits der 40 noch als gefragte Fachleute. Vier Informatiker berichten, wie sie sich gegen jüngere Kollegen behaupten.

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zeus47 29.04.2013, 12:33
30. Quatsch

es geht wie immer ums drücken von Gehalt/Lohn/freiberuflichen Bezügen. Wer da schreibt, wie er sich "gegen" jüngere durchsetzt, geht an der Problematik völlig vorbei. Die besten Teams, und nur um die kanns gehen, bestehen aus einem "gesunden" Gemisch von alt und jung, männlich und weiblich. Leider steht die politische Entwicklung des Arbeitsumfeldes dem entgegen durch "gezielte Förderungen" wie z.B. Frauenquote und fehlendes in-die-Pflicht-nehmen der Unternehmer für eine angemessene Bezahlung. Ich bin IT-Berater, 65 Jahre alt und habe lange Jahre eine IT-Abteilung geleitet.

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snoook 29.04.2013, 12:36
31. Sorry, aber das ist sowas von weltfremd!

1. Wie bitte soll ein 20-jähriger in Deutschland sich "Entwickler" nennen können? Da ist er entweder noch im Studium oder hat gerade die Ausbildung abgeschlossen. Mag aber sein, dass die Inder jünger einsteigen.
2. Was bitte soll ein 20-jähriger ohne Fachkenntnis außerhalb der IT programmieren? Mir fällt nur ein Taschenrechner ein.
Wie soll man z.B. eine Lagerhaltung programmieren, wenn man überhaupt nicht weiß, was ein "Lager" ist?
Insofern braucht man IMMER Leute in einem bestimmten Alter und mit einer bestimmten Erfahrung!

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dani216 29.04.2013, 12:43
32. Es gibt grundsätzlich keine

Zitat von sysop
Mit 35 zu alt für die IT-Welt? Quatsch! Deutsche Software-Spezialisten sehen sich auch jenseits der 40 noch als gefragte Fachleute. Vier Informatiker berichten, wie sie sich gegen jüngere Kollegen behaupten.
alten oder jungen Mitarbeiter in Berufen, die geistige, intellektuelle, wissensbasierende Voraussetzungen benötigen. Anders als z.B. in handwerklichen Berufen, in denen die körperlichen Voraussetzungen eine entscheidende Rolle spielen, die mit dem Alter ja bekanntermassen nachlassen.
Es gibt nur gute oder schlechte Mitarbeiter.
So einfach ist das.

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gsm900 29.04.2013, 12:54
33. Weiterbildung als Privatsache?

Also unbezahlt, denn das ist natürlich den Plutokraten an liebsten.

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lanre 29.04.2013, 13:04
34.

Zitat von sonntagsbrötchen
Böse Zungen behaupten das Informatiker und Programmierer disjunkte Menschenmengen sind :-) Meine Erfahrung: Ein guter Informatiker muss ein guter Programmierer sein, ein guter Programmierer muss ein guter Informatiker sein. Es gibt aber nur wenige davon die wirklich "gut" sind, und bei denen ist aber auch das Alter egal. Am wichtigsten ist für einen guten ITler ist: "Kreative Faulheit". Der unbedingte Wille Tagesgeschäft zu automatisieren um sich den neuen Spannenden Dingen widmen zu können ohne dass das Tagesgeschäft darunter leidet.
Sie werden feststellen müssen, dass Ihre erste Aussage nicht wirklich stimmt, auch IT Service Management gehört zur IT, wird aber leider oft vergessen. Diese Leute sind gut darin den ganzen laufenden Betrieb der IT zu organisieren, können aber kein Stück programmieren. Im Gegenzug versagen Programmierer leider kläglich dabei, effektive Arbeitsabläufe zu erstellen, weil sie oft nicht nach links und rechts schauen.

Das ist nur ein kleines Beispiel. Prinzipiell wird vor allem hier bei SPON immer gerne sehr kurz gegriffen. Es zählt IT = Entwickler. Das dies nur ein kleiner Teil der IT ist wird gerne vergessen.

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sonntagsbrötchen 29.04.2013, 13:24
35.

Zitat von lanre
Sie werden feststellen müssen, dass Ihre erste Aussage nicht wirklich stimmt, auch IT Service Management gehört zur IT, wird aber leider oft vergessen. Diese Leute sind gut darin den ganzen laufenden Betrieb der IT zu organisieren, können aber kein Stück programmieren. Im Gegenzug versagen Programmierer leider kläglich dabei, effektive Arbeitsabläufe zu erstellen, weil sie oft nicht nach links und rechts schauen.
Jemand im IT-Servicemanagement, der sich aufgrund fehlenden Bezug zur Technik nicht wirklich vorstellen kann wie Abläufe realisierbar sind, kann man sich auch schenken. Solche Personen verursachen nur Aufwände, welche man ohne Sie nicht hätte. Das sind die Leute die ganz dolle "Aris" Prozesse malen die in der Praxis aber dann aus diversen Gründen nicht funktionieren. Wer keine Ahnung von der Technik hat sollte die Finger davon lassen. Erst recht im Management. Ein guter Informatiker wird sich im Gegenzug immer fragen: Lässt sich das einfach/mit angemessenem Aufwand realisieren/lösen ?"

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SunSailor 29.04.2013, 13:27
36. Optional

Zitat von gsm900
Also unbezahlt, denn das ist natürlich den Plutokraten an liebsten.
So eine Aussage kann eigentlich nur von jemandem kommen, für den schon die Schule ein greul war und der lernen als lebenslange Aufgabe vom grundheraus ablehnt. Dass man damit auf dem Abstellgleich landet ist mehr als gerecht.

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rational_bleiben 29.04.2013, 13:30
37.

Zitat von jeze
Das ist in etwa so, wie wenn sie sagen dass ein Journalist die aktuelle Nachrichtenlage nicht kennen muss, weil er ja die deutche Sprache beherrscht und es die schon lange gibt.
Ja?
Ein Journalist mit besten Deutsch-Kenntnissen, der nach Kind und Sabbatical 3 Jahre ausgestiegen war, ist seinem jungen Kollegen, der die aktuelle Nachrichtenlage bestens kennt aber im Artikel schreibt "Wohnungspreise wieder teurer" mit Sicherheit im Vorteil. Er wird wieder einen Job finden, der junge Typ, der saloppes Deutsch schreibt, wird seinen hingegen nicht behalten - aktuelle Nachrichtenlage hin oder her.

Ein 5-Sekunden-Strohfeuer ist nun mal nichts wert im Vergleich zum schwerfälligen dicken Holz, das langsam aber zuverlässig 5 Stunden vor sich hin glüht.

Eine Berechnungskomplexität eines von einer bestimmten Firma benötigten ganz speziellen Gruppierungsalgorithmus von n^2*log(n) ist nun mal besser als n^3, macht schnell mal 2 Sekunden zu 2 Minuten Unterschied. Wer das Muster der Problemstellung als solche erkennt, wird dem jungen Freak gegenüber, der seit dem 16. Lebensjahr alles auf die Schnelle selbst hackt ohne groß über die Berechnungskomplexität nachzudenken, immer im Vorteil sein. Nur ein Beispiel. Und diese Grundlagen ändern sich nicht. Sie schienen aufgrund unerhörter Prozessorleistungen und Speicherkapazitäten zwar immer unwichtiger, tatsächlich werden sie aufgrund unerhörter Datenmengen und Bandbreiten eher immer wichtiger.

"Computer Science is no more about computers than astronomy is about telescopes. " - Dijkstra.

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Peter Werner 29.04.2013, 13:39
38.

Zitat von gsm900
Also unbezahlt, denn das ist natürlich den Plutokraten an liebsten.
Wenn Sie sich für etwas interessieren, werden Sie sich darin auch weiterbilden. Die besten ITler verbinden Hobby und Beruf. Wenn Sie sich privat aus interesse mit einer neuen Technologie beschäftigen, so profitiert hiervon auch der Beruf - und umgekehrt.
Wenn Sie sich nicht für IT, neue Techniken interessieren, so ist dies auch der falsche Beruf.

Desweiteren:
gerade in der IT sind Erfahrung und Menschenkenntnis mit die wichtigsten Merkmale. Wie will ich die Bedürfnisse eines Kunden umsetzen, wenn ich nicht mit diesem kommunizieren kann, und die Anforderungen danach entsprechend einordne?
Meine Arbeit kann technisch noch so perfekt sein, wenn sie am Kundenbedürfnis vorbei geht, ist sie nichts wert.
Die Beherrschung der entsprechenden Werkzeuge zur Umsetzung hingegen ist eine Selbstverständlichkeit. Doch auch hier gilt: Erfahrung macht vieles einfacher.

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choongaboonga 29.04.2013, 13:42
39. 18 monate halbwertszeit für Wissen?

Wieso gibt es dann 30 Jahre alte Fachbücher die nach wie vor als Standardwerk gelten. Die Aussage ist einfach falsch.

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