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Internetkonzern Yahoo: Mayer verärgert Mitarbeiter mit unfairem Bewertungssystem
REUTERS

Prädikat Minderleister: Yahoo-Chefin Marissa Mayer hat mit einem umstrittenen Leistungssystem ihre Mitarbeiter aufgebracht. Es kann Manager dazu zwingen, auch guten Angestellten schlechte Bewertungen zu geben. Bei Yahoo sollen so schon 600 Mitarbeiter entlassen worden sein.

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el-gato-lopez 12.11.2013, 12:33
1. Schade!

Schade! Da haben doch jahrelang die ganzen Gender-, Leadership- und XY-Expert_Innen lauthals erklärt wie "anders" doch "weibliche Führung" sei. Offen, verständnisvoll, dialogorientiert... wo doch die Männer die pösen zahlenfixierten Excel-Hengste sind, die ihre Mitmenschen rein nach quantitativen Kriterien bewerten. Und jetzt sowas... Ach nö, die schöne Ideologie... existiert halt nur in den Uni-Seminaren und hat mit der Wirtschaftspraxis nichts gemein.

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felisconcolor 12.11.2013, 12:34
2. diese Bewertungsschema

ist auch in Deutschland schon längst angekommen.
Chefs quer durch die ganze Hierarchie sind angehalten die sogenannte Gauss Kurve in den Bewertungen einzuhalten.
Entscheider werden gezwungen ihre Mitarbeiter schlechter zu bewerten, weil es sonst ein "schlechtes Bild" auf andere Abteilungen werfen könnten.
Ende vom Ganzen, die Leistungsprämie hat den Inflationsausgleich unterschritten, noch mehr Mitarbeiter haben keine Lust mehr sich am Nasenring durch die Manege führen zu lassen.
Hohe Fluktuation bei den Mitarbeitern...
...Ende mit der Firma der Institution.

Ja so sieht halt gut Mitarbeiterführung aus.

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hostie64 12.11.2013, 12:37
3. Hoffentlich bekommt Internet-Barbie bald die Quittung

Hoffentlich bekommt Frau Mayer bald die Quittung für ihren reaktionären Führungsstil. Wenn es im Valley wieder gut läuft, sollen ihr die kreativen Leute weglaufen.

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budweiser1 12.11.2013, 12:37
4. Selten so gelacht....

Quarterly Performance Reviews - jetzt wissen wir auch, womit sich Yahoo größtenteils beschäftigt. Ein Unternehmen, dass seine Mitarbeiter vierteljährlich bewertet, mit Druck "low-perfomer" hervorbringt und eine Kultur der Angst und der Missgunst begünstigt - statt Teamwork und Vertrauen - kann nur den Bach runtergehen.

Tja, offensichtlich versucht Marissa Mayer noch mit alten, überholten "Management" Methoden den Laden auf Vordermann zu bringen. Das Ende ist abzusehen: die besten Mitarbeiter werden das Unternehmen verlassen, Kreativität und Mut, Dinge bei Yahoo auszuprobieren, werden auf der Strecke bleiben. Kundenunzufriedenheit, sinkende Marktanteile und Umsätze werden die Folge sein. Und Marissa Mayer wird dann, wenn die Zahlen nicht mehr stimmen, mit einem goldenen Handschlag gefeuert. Der nächste CEO darf dann das Trümmerfeld wieder aufräumen.

Mein Gott, so was von old school Management. Zum kotzen!

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Andr.e 12.11.2013, 12:43
5.

Zitat von el-gato-lopez
Schade! Da haben doch jahrelang die ganzen Gender-, Leadership- und XY-Expert_Innen lauthals erklärt wie "anders" doch "weibliche Führung" sei. Offen, verständnisvoll, dialogorientiert... wo doch die Männer die pösen zahlenfixierten Excel-Hengste sind, die ihre Mitmenschen rein nach quantitativen Kriterien bewerten. Und jetzt sowas... Ach nö, die schöne Ideologie... existiert halt nur in den Uni-Seminaren und hat mit der Wirtschaftspraxis nichts gemein.
Weil die Gender-Diskussion schon im ersten Beitrag wieder alle ermütend, langweiligen Klischees bedient, setz ich noch eins drauf: Danke für das Bild - ich hätte den Artikel sonst gar nicht beachtet.

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Bundestrainer 12.11.2013, 12:44
6. Forced Rankings

Wie der Autor schon schreibt, sind diese Methoden bei amerikanischen Konzernen üblich. Ich arbeite bei einem globalen IT-Riesen (HAL Deutschland) und hier läuft es genauso mit den genannten Auswirkungen: gute Mitarbeiter werden systematisch schlecht bewertet, die Unzufriedenheit wächst und Gehaltszuwächse werden mit Verweis auf das (unfaire) Ranking versagt. Und das deutsche Management "exekutiert" ohne Widerspruch!

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Belle 12.11.2013, 12:54
7. das schlimme an manchen Managern ist...

das es KEINE Unternehmer sind ! Manager denken nicht wie Unternehmer oder Gründer. Manager denken, wahrscheinlich aufgrund ihres viel zu hohen Gehaltes, in egozentrischen und mit Machtphantasien geschwängerten Kategorien, die einem erfolgreichen und selbstbewussten Unternehmer einfach fremd sind. Vielleicht leiden viele Manager auch, trotz Ihres Gehaltes, an Minderwertigkeitskomplexen und treffen deshalb Entscheidungen, die dem eigentlichen Unternehmenssinn zuwider laufen. Oder vielleicht ist die Erklärung noch viel einfacher: Manche können es einfach nicht.

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ofelas 12.11.2013, 12:55
8. Club

Zitat von hostie64
Hoffentlich bekommt Frau Mayer bald die Quittung für ihren reaktionären Führungsstil. Wenn es im Valley wieder gut läuft, sollen ihr die kreativen Leute weglaufen.
Die hat halt gute Beziehungen, wer zum Club gehoert wird geschuetzt

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radio eriwan 12.11.2013, 12:55
9. schon Gauss wusste es schon....

es gibt eine natürliche Verteilung...
und die ist lebendig und hält bei Laune (:-))
war und Ist in der deutschen Tarifverträgen nicht anders wenn sie eine bestimmte summe verteilen wollen z.B. 16% Leistungszulage muss man ja bewerten und da kommt ähnliches dabei raus; bloss redet keiner drüber denn den Gewerkschaften wäre es peinlich

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