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IQ-Tests bei Bewerbungen: Je schlauer, desto Chef
Frauke Thielking/ SPIEGEL JOB

Was unterscheidet Top-Kräfte von 08/15-Mitarbeitern? Glück, Skrupellosigkeit, emotionales Geschick? Auch, aber weniger, als man denkt. Köpfchen zählt! Deshalb sollten Firmen den IQ von Bewerbern testen.

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kf_mailer 21.01.2014, 17:02
60.

haha das widerspricht ja jeder Praxis, der "Manager" ist zum aller größten Teil zu einem unproduktiven und arbeitsverhindernden Bürokraten verkommen, wie könnte die Produktivität gesteigert werden, wenn man pauschal 50 Prozent des Managements vor die Tür setzen würde! und ich spreche mit 18 Jahren Berufserfahrung als Freelancer in verschiedenen Dax und Dow Jones Unternehmen.

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kfp 21.01.2014, 17:11
61.

Zitat von danido
Allerdings bezweifle ich, dass Leute besonders beliebt sind deren Leistung darin besteht anderen weiß machen zu wollen sie seien besonders intelligent ...
Aus Ihrem Post geifert geradezu jedes Vorurteil gegen intelligente Menschen, das in unserer Gesellschaft herumgeistert und weswegen diese ihre Begabung letztlich auch i.d.R. verstecken müssen. Zu ein paar Ihrer Punkte:

1. "Allerdings bezweifle ich, dass Leute besonders beliebt sind" - Es kann nicht Ziel und Bestimmung von jedem sein, beliebt zu sein. Manchen fällt es in den Schoß, weil ihre Talente entsprechend gelagert sind (und evtl. Gesichtszüge u.ä. auf andere Menschen anziehender wirken). Andere müssen sich ständig abmühen, auch nur einigermaßen akzeptiert zu werden. Sollen die jetzt alle ihre Energie dahinein verpulvern, am Ende doch bestenfalls nur nicht negativ aufzufallen, oder sollten sie sich besser auf ihre wahren Talente konzentrieren? Wie gesagt, wenn man sich jetzt den Underdog im Sport vorstellt, würde man sofort applaudieren, aber wehe, das Talent ist Intelligenz.

2. "anderen weiß machen zu wollen sie seien... zu höherem geboren" - Das wird Intelligenten ständig unprovoziert unterstellt, i.d.R. von Leuten, die gerne von sich auf andere schließen. Und während die Intelligenten, denen von klein auf eingetrichtert wurde: "Der Klügere gibt nach", dann ständig ihre Fähigkeiten verstecken, um diesen völlig unbeabsichtigten Eindruck ja nicht mehr aufkommen zu lassen, brüsten sich die anderen lautstark weiter und werden Chef.

3. "eine leichte Form von Autismus, die produktiv nur einen sehr geringen Wert hat" - Was für einen Wert eine Persönlichkeitseigenschaft hat, hängt davon ab, ob man erlaubt, dass sie im geeigneten Umfeld ausgelebt werden kann. Wer gut mit Menschen kann, wird ermutigt, einen sozialen Beruf ergreifen, der künstlerisch Begabte einen künstlerischen. Der intelligente Mensch dagegen soll seine Intelligenz verstecken, sich für Defizite in allen anderen Bereichen ständig entschuldigen und seine Energie darauf verwenden, immer fröhlich, gesprächig, einfühlsam zu allen Mitmenschen zu sein und auf jeder Party mittanzen und sich dabei für alle zum Affen zu machen (weil für wirkliches Beliebtsein reicht's "bei solchen sozialen Nieten" eh nicht).

4. "Menschen, in einer sozialen Gruppe, als Chef zu führen" - Die meisten Chefs, die ich kenne, zeichnen sich auch nicht für besondere "people skills" sondern eher Rücksichtslosigkeit und Karrieredenke aus... Übrigens sind soziale Fähigkeiten gerade dann am nötigsten, wenn die "soziale" Gruppe, die zu führen ist, selbst eher dürftig mit denen bestückt ist. - So schreien gerade die Abteilungen mit dem miesesten sozialen Umfeld nach der "Teamfähigkeit" von Bewerbern, weil sie von sich aus nie auf die Idee kämen, dass mit einem freundlichen "Hallo" fast jeder neue Mitarbeiter von sich aus gerne auf seine neuen Kollegen zuginge...

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socrateased 21.01.2014, 17:16
62. Richtig

Zitat von ohne_benutzername
Als jemand mit sehr hohem IQ, ist das ein wirklich hoher IQ von den anderen ganz generell als Krankheit empfunden wird und somit auch als unerwünschter Fremdkörper wahrgenommen wird (von denen, die über einen stehen).
Das kenne ich nur zu gut. Es wird einem dann unterstellt, man habe ein "verkümmertes Gefühlsleben", sei "einseitig begabt" oder gar "leicht irre".

Ganz abgesehen davon ist "Intelligenz" anhand Darstellung eines singulären Zahlenwertes ohnehin ein tendenziell unwissenschaftlicher und mithin kulturell bedenklicher Begriff. Viel besser wäre es hier nämlich, die einzelnen Felder der kognitiven Leistungsfähigkeit/Effizienz in Form eines umfassenden Potentialmusters darzustellen, was in den Matritzentests ja auch stäker berücksichtigt wird, in den klassischen IQ-Test jedoch weniger. Ob letztere Einsicht jedoch Allgemeingut in einer Gesellschaft werden wird, die jeden Tag bestrebt ist, mehr oder weniger konsequent die eigene Lebensgrundlage zu unterlaufen und auch noch in völlig absurder Weise um Letzteres konkurrieren läßt, darüber läßt sich mit Sicherheit streiten.

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anitapastor 21.01.2014, 17:21
63. Was ist Intelligenz?

Zitat von marthaimschnee
Ist es denn wirklich die Intelligenz, die man testet? Das ginge doch nur, wenn die Testperson die Aufgabe noch nie gesehen, geschweige denn gelöst hat. Selbst wenn er aus einer anderen bekannten Aufgabe Rückschlüsse ziehen kann, ist das keine Meßgröße für Intelligenz mehr, sondern für Erfahrung, für Weisheit, für etwas Erworbenes, nicht für etwas grundlegend Vorhandenes bzw Fehlendes.
Die Intelligenztests beziehen sich zu 80% auf die Lösung von mathematischen Problemen. ZB. hatte ich in Mathe immer eine Blockade kann aber 6 Sprachen fließend sprechen. Bin ich jetzt dumm? Was ist denn mit der emotionalen bzw musikalischen Intelligenz? Entsprechende Testergebnisse werden nie zu dem von Ihnen geforderten Elitebegriff führen. Dies kann nur über sehr komplexe und facettenreiche Prozesse erfolgen. Ein Intelligenztest in der heutigen Form bringt gar nichts, da er nur auf momentane situativ abrufbare oberflächige Lösungen beruht.

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kfp 21.01.2014, 17:23
64.

Zitat von der_da1234
Ein Mitarbeiter kann noch so Intelligent sein wenn er keine Lust am Arbeiten hat.
Und ein weniger intelligenter Mitarbeiter ist auch nicht produktiver, wenn er keine Lust am Arbeiten hat. Und ob ein Mitarbeiter Lust am Arbeiten hat, hat i.d.R. nichts mit Intelligenz zu tun, sondern mit dem Arbeitsumfeld der Abteilung...

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ohne.mich 21.01.2014, 17:43
65. na dann

wer testet die tester?
und wer die minister?
und übergewichtige dürfen erst abnehmen und dünne erst zu.
und dumme müssen halt klüger werden. kein problem.

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h.hass 21.01.2014, 18:05
66.

Zitat von ohne_benutzername
Als jemand mit sehr hohem IQ, ist das ein wirklich hoher IQ von den anderen ganz generell als Krankheit empfunden wird und somit auch als unerwünschter Fremdkörper wahrgenommen wird (von denen, die über einen stehen).
Vielleicht sollten Sie armer IQ-Geplagter Ihre Intelliganz mal auf die deutsche Rechtschreibung richten.

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ginthos 21.01.2014, 18:05
67. Eher nicht so

Zitat von fred2013
Der Mensch ist ein Gesamtkunstwerk, ein Gebilde in dem viele Komponenten ineinandergreifen. Was nutzt mir da ein Wert um jemanden zu beurteilen. Ein intelligenter Mensch muss nicht unbedingt lebensfähig sein. Man denke an die sprichwörtlichen verhuschten Professoren, die nix auf die Reihe kriegen. Als ITler mit fast 30 Jahren Berufserfahrungen habe ich sie alle kennengelernt, den Selfmade Man mit Hauptschulabschluss, intelligent, eloquent und ehrgeizig, der sich vom Schalterbeamten bei der Post bis zum RZ Leiter eines Großrechenzentrums hochgearbeitet hat, bis zum Akademiker, der leider, leider an einfachsten Aufgabenstellungen gescheitert ist, trotz Dr. Titel. Schön, wenn man intelligent ist, aber wirklich hilfreich muss es nicht sein
Ich denke, das sind eben genau diese "Einzelfälle". Wobei dieses Hocharbeiten aber dann halt so eine Sache ist. Ich habe es erlebt, dass ein hochgearbeiteter Hauptschüler mein Chef war. Ebenfalls in der IT. Und das war einfach schlimm. Der machte alles nach einem saudummen Ansatz, der halt irgendwie funktionierte und war dann auch noch stolz auf seinen Obermurks, bei dem aber ja keiner dreinreden durfte.
In dieser Firma herrschte denn auch allgemein irgendwie so der Grundtenor, dass Gymansiasten oder gar Akademiker unbrauchbar sind. Weil sie nicht "praktisch" genug denken würden etc...
Nun ja, dort haben sich jedenfalls viele "hochgearbeitet". Mit dem Ergebnis, dass diese (sehr große) Firma ein Pleitefall wurde.
Von daher bin ich immer nicht so begeistert angesicht hochgearbeiteter Hauptschüler.

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Utx 21.01.2014, 18:06
68. Giga-Society

Zitat von sysop
Aufnahmebedingung ist nichts anderes als jene Eins-zu-eine-Milliarde-Formel. [...] Weltweit gibt es neun Mitglieder.[/url]
Also gibt es offensichtlich keine Eins-zu-eine-Milliarde-Formel.

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mehrhirnbitte 21.01.2014, 18:07
69. Intelligenz alleine ist nicht gut für eine Gesellschaft

Für Karrieren sind hohe IQs nützlich, und Karrieren geben hohe organisatorische Hebelwirkung: Macht. Was damit gemacht wird bestimmt aber die Keativität, Menschenfreundlichkeit etc. und hat mit IQ wenig gemein. Wer nur einen hohen IQ hat, müsste immer zum Schluss kommen, dass für Ihn als nur einmal lebendes Wesen am meisten herausspringt, wenn man sich nur taktisch altruistisch verhält und ansonsten den Eigennutz maximiert. Vor, nach, und neben mir die Sintflut: Assad ist bestimmt auch mit einem hohen IQ gesegnet.
Die Evolution hat uns anders gestrickt, auf dass unser Verhalten evolutionär stabil ist: eine Population reiner Intelligenzler wäre längst ausgestorben.

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