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Ironman trotz Vollzeitjob: 40 Stunden arbeiten, 20 Stunden trainieren
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Trainieren, arbeiten, schlafen: Am Samstag tritt der Kölner Torsten Jungbluth beim Ironman auf Hawaii an. Der IT-Projektleiter hat neben seinem Vollzeitjob 20 Stunden pro Woche trainiert - Konflikte mit Familie und Kollegen inklusive.

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josephkaesemacher 11.10.2014, 17:51
1. Guter Beitrag

9:10 ist eine Klasse Leistung, und Ironman ist eine reine Disziplinfrage wie jeder Ausdauersport. Ich habe davon schon 6 gemacht, alle zwei Jahre einen, bin knapp 50 und die Familie macht es mit, man kann von 4-8:30 locker 140 km fahren am Wochenende und keiner merkt was. Triathleten oder generell regelmäßige Sportler - egal was - sind bessere Mitarbeiter - ich hoffe, dass jeder Mitarbeiter genügend Energie und Gesundheit hat, sich mindestens dreimal die Woche für eine Stunde zu bewegen. Es macht einfach Freude, aber Ironman ist ne harte Nummer

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barlog 11.10.2014, 17:56
2.

Zitat: "Sein Hobby kostet ihn 20 Stunden die Woche in der Rennvorbereitung - eine Halbtagsstelle für den Sport. Fußballprofis trainieren deutlich weniger."

Ein Fußballprofi, also ein hauptberuflicher Leistungssportler trainiert "deutlich weniger" als 4 Stunden pro Tag (Mo bis Fr angenommen)? Das glaube ich nicht.

Zitat: "Umfragen unter Sportlern legen nahe, dass es vor allem ehrgeizige und gut ausgebildete Besserverdiener in den Triathlonsport zieht. Das liegt zum einen an den Kosten - neben teuren Rennrädern und etlichen Laufschuhen sind beim Ironman-Wettkampf neben Flug- und Übernachtungskosten etwa 500 Euro Startgebühr fällig."

Wenn man Triathlet mit Ironman-Teilnehmer gleichsetzt, ist an dieser Aussage vielleicht was dran.
Der überwiegende Rest der Menschen, die sich für Triathlon begeistern, muss sich nicht dauernd neue Laufschuhe und mehrere Rennräder kaufen, weswegen diese Sportart auch von "ehrgeizigen und gut ausgebildeten" Normalverdienern ohne Probleme ausgeübt wird.

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walter_e._kurtz 11.10.2014, 18:35
3. Respekt und viel Glück!

Joah, Ausdauerspocht ist sche..e zeitintensiv.
Ich glaube auch nicht, daß er auf dem Niveau mit 20h/Woche auskommt.
Viele vergessen die Vor-/Nachbereitung - da geht auch nochmal hübsch Zeit drauf, die sich mit jeder weiteren Trainingseinheit läppert.
@ barlog;
ich kann die im artikel getroffene Aussage bestätigen - hören Sie sich mal um, was die Triathleten im Verein bei Ihnen um die Ecke so beruflich machen ;-)

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hintensitzer 11.10.2014, 19:32
4. Tri

Die Zeit, die man fürs Training für die Langdistanz investiert, ist wirklich enorm. Ich habe einen Ironman mit 10:26 absolviert, hatte aber hinterher keine Lust mehr, noch einmal so viel Zeit in die Vorbereitung zu stecken. Seitdem erfreue ich mich an OD und Sprint, aber habe größten Respekt für die Sportfreunde, die sich wöchentlich 15-20 Stunden abknapsen.

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phboerker 11.10.2014, 19:34
5. Fußballprofis

Ich denke, die Aussage zum Training von Profifußballern bezieht sich auf die summierte Wochenarbeitszeit von 40 Stunden Job und 20 Stunden Training.

Was im Artikel unerwähnt bleibt: auch der gesamte Urlaub geht für Trainingslager und Wettkampfreisen drauf.

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mrsdoubtfire3 11.10.2014, 20:06
6. Vielen Dank für diesen Beitrag!

Ich pflege diese Art des Lebenstils ebenfalls und habe mich deshalb sehr über diesen Artikel gefreut. Zwar im Moment noch ohne Familie, dafür aber parallel zur Arbeit, zum Studium, ohne BAföG und finanzieller Unterstützung. Da es wie mit allen Hobbys ist; desto länger man diese betreibt, desto weniger ist man bereit diese aufzugeben. Und natürlich dem permanenten privaten Kampf nicht zu vergessen. Dennoch möchte ich ebenfalls in Hawaii starten und bin durch diesen Bericht nun um ein weiteres Mehr motiviert. Sport frei!

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t76 11.10.2014, 20:26
7.

Ich hätte mir eine etwas kritischere Auseinandersetzung mit dem Thema gewünscht. Es geht nicht nur um die zeitliche Investition, sondern es hat bei vielen Triathleten schon Züge einer Sucht und nach Jahren bleiben bei vielen Athleten z.T. erhebliche Folgeschäden an den Gelenken (v.a. Knie) zurück.

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hintensitzer 11.10.2014, 20:32
8. Tri

Die Zeit, die man fürs Training für die Langdistanz investiert, ist wirklich enorm. Ich habe einen Ironman mit 10:26 absolviert, hatte aber hinterher keine Lust mehr, noch einmal so viel Zeit in die Vorbereitung zu stecken. Seitdem erfreue ich mich an OD und Sprint, aber habe größten Respekt für die Sportfreunde, die sich wöchentlich 15-20 Stunden abknapsen.

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OK_62 11.10.2014, 21:07
9. Hawaii Qualifikant 2002/03

Zunächst mal meinen Respekt, dass man das trotz Familie noch schafft. Ich hatte mich 2002/03 (damals noch ohne Familie) für Hawaii qualifiziert. Allerdings hatte ich auch nie mehr als 10h/Woche trainiert. Dafür aber zwei 1-wöchige Trainingslager in der Vorbereitungszeit.
Jetzt mit 2 Kindern kann und will ich mir das nicht mehr antun, denn die Zeit mit heranwachsenden Kindern kann man nie mehr zurückholen.

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