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Ironman trotz Vollzeitjob: 40 Stunden arbeiten, 20 Stunden trainieren
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Trainieren, arbeiten, schlafen: Am Samstag tritt der Kölner Torsten Jungbluth beim Ironman auf Hawaii an. Der IT-Projektleiter hat neben seinem Vollzeitjob 20 Stunden pro Woche trainiert - Konflikte mit Familie und Kollegen inklusive.

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nalodü 12.10.2014, 14:23
20. Sinn und Unsinn...

Sport zu treiben ist gesund, am besten im Team, dann hat man auch gleich soziale Kontakte dabei. Verstehe ich. Sich als Nichtprofi über Stunden alleine zu quälen und seine Gesundheit mehr als zu strapazieren und Energie zu verschwenden, die man anders sicher sinnvoller einsetzen könnte, verstehe ich nicht. Es geht vermutlich darum, Anerkennung zu erhalten fuer außergewöhnliche Leistungen. Und die wird ja auch gezollt. Was wiederum zeigt, wie krank unsere Gesellschaft ist: niemand, der Kinder erzieht, Familienangehörige pflegt oder einfach nur jeden Tag seinen Job gut macht, erhält diese Anerkennung.

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Vanagas 12.10.2014, 16:24
21. Suchtverhalten

Sorry , daß ist pures Suchtverhalten gepaart mit extremen Narzißmus welches gesellschaftlich toleriert + goutiert wird .
Es zeigt aber auch wie schlecht es um die Ehe des Herrn " Sportler " + in der Beziehung zu seinen Kindern ( " Halbwaise " ) bestellt sein muß .

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solitaryway 12.10.2014, 17:26
22. Willkommen im

Ich finde es echt unheimlich, wie schnell manche eine "Diagnose" zur Hand haben. Etwas unvernetztes (Halb?)wissen und ein paar Zeilen über einen Menschen scheinen ja dafür schon zu genügen.....

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Zorin 12.10.2014, 18:25
23. Ich

fahre als Hobby "nur" Rad, trainiere jeden Tag mind. 2 und am Wochenende bis zu 10 Stunden. Sicher ist das machbar, aber nach 10 Jahren wird es die letzte Saison werden. Die Zugeständnisse an Freizeit und Familie sind einfach zu gross und die Unterstützung lässt doch irgendwann nach. Trotzdem eine schöne Zeit, denn Sport sorgt einfach für den besten Ausgleich. Keine Spur von Jobmüdigkeit oder Burnout.

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jiddhu 12.10.2014, 19:07
24. Sinn und Unsinn

Zitat von nalodü
Sport zu treiben ist gesund, am besten im Team, dann hat man auch gleich soziale Kontakte dabei. Verstehe ich. Sich als Nichtprofi über Stunden alleine zu quälen und seine Gesundheit mehr als zu strapazieren und Energie zu verschwenden, die man anders sicher sinnvoller einsetzen könnte, verstehe ich nicht. Es geht vermutlich darum, Anerkennung zu erhalten fuer außergewöhnliche Leistungen. Und die wird ja auch gezollt. Was wiederum zeigt, wie krank unsere Gesellschaft ist: niemand, der Kinder erzieht, Familienangehörige pflegt oder einfach nur jeden Tag seinen Job gut macht, erhält diese Anerkennung.
> Sport zu treiben ist gesund, am besten im Team, dann hat man auch gleich soziale Kontakte dabei.

Ich betreibe 3-5 woechentlich Krafttraining. In den jeweils nur ca. 30 Minuten brauche und moechte ich eigentlich niemand um mich herum haben. Aber immer gut zu hoeren, dass jemand weiss wie die beste Art Sport auszuueben zu sein hat.

> Verstehe ich. Sich als Nichtprofi über Stunden alleine zu quälen und seine Gesundheit mehr als zu strapazieren und Energie zu verschwenden, die man anders sicher sinnvoller einsetzen könnte, verstehe ich nicht.

Muessen Sie auch nicht. Genausowenig, was fuer fuer jeden nun Verschwendung bedeutet.

> Es geht vermutlich darum, Anerkennung zu erhalten fuer außergewöhnliche Leistungen.

Den Grund gibt es - und jede Menge Andere.

> Und die wird ja auch gezollt. Was wiederum zeigt, wie krank unsere Gesellschaft ist: niemand, der Kinder erzieht, Familienangehörige pflegt oder einfach nur jeden Tag seinen Job gut macht, erhält diese Anerkennung.

Was hat das Eine jetzt genau mit dem Anderen zu tun? Und wer ist 'die Gesellschaft'?

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dlmb 12.10.2014, 19:15
25. Nicht so oft krank?

Klar, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Gelenke so weit abgenutzt sind, dass der Bewegungsapparat ordentlich Probleme macht - und das schon lange vor dem Rentenalter.
Was der da macht, ist reiner Abnutzungssport.

Es kommt halt wie immer im Leben auf die richtige Dosis an...

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dlmb 12.10.2014, 19:17
26.

Zitat von t76
Ich hätte mir eine etwas kritischere Auseinandersetzung mit dem Thema gewünscht. Es geht nicht nur um die zeitliche Investition, sondern es hat bei vielen Triathleten schon Züge einer Sucht und nach Jahren bleiben bei vielen Athleten z.T. erhebliche Folgeschäden an den Gelenken (v.a. Knie) zurück.
Richtig. Es ist eine Art Suchtverhalten, bei dem auch der Körper (bzw. vor allem die Gelenke) einem Abnutzungswettkampf unterzogen werden.

Mit gesunder Bewegung hat das doch schon lange nichts mehr zu tun.

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dlmb 12.10.2014, 19:23
27.

Zitat von solitaryway
Ich finde es echt unheimlich, wie schnell manche eine "Diagnose" zur Hand haben. Etwas unvernetztes (Halb?)wissen und ein paar Zeilen über einen Menschen scheinen ja dafür schon zu genügen.....
Nun, in der Ausprägung kann man kaum noch etwas anderes dazu sagen. Was wird wohl passieren, wenn er mal ein oder zwei Tage nicht trainieren soll? Bekommt er das ohne jegliche Entzugserscheinungen hin?

Wie bei echten Drogen leidet sein soziales Leben (Familie) und seine Gesundheit. Der einzige Unterschied ist, dass viele so was für besonders toll halten.

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big t 12.10.2014, 20:06
28.

ICh trainiere auch nur mit dem Rennrad, habe 2 Kleinkinder und mache in der Woche im Schnitt 6h(3x2h) neben Beruf und Familie, und diese 6 Stunden nur irgendwie (inkls. WE) unterzubekommen ist extrem schwer, wenn die Frau nicht alleine dastehen will. 20 Stunden reine Trainingszeit (+ ~10 Stunden drumherum=30) sind quasi unvorstellbar,das geht wohl nur in der freien Wirtschaft.

Ich würde gerne öfter trainieren, am Wochenende auch mal ein paar Runden über 100-200 km drehen, geht aber nicht, wegen der Familie, so ist es halt.

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hanskie 12.10.2014, 23:06
29. Abnutzung

durch zu viel Sport gibt es vor allem beim (vielen so heiligen) Fußball mit seinen vielen (unnatürlichen) Querbewegungen. Ansonsten ist es genau anders herum: Das Knie leidet unter Bewegungsmangel und nicht unter zu viel Bewegung. Der menschliche Körper funktioniert eben NICHT wie ein Auto, sondern ist eher auf einen täglichen Marathon ausgerichtet. Z.B. kann das Knieinnere nur bei andauernder Be- und Entlastung durch rausgepresste und wiedereingesaugte Gelenkflüssigkeit mit Nährstoffen versorgt werden.
Die Vorstellung von Verschleiß durch Bewegung ist an Dummheit nicht zu überbieten.

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