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Japan: Frauen sollen im Job weiter stöckeln - sagt der Minister
Kim Kyung-Hoon/REUTERS

Tausende Menschen in Japan verlangen ein Ende der vielerorts geltenden Pflicht, hochhackige Schuhe im Job zu tragen. Doch aus der Regierung kommt Widerstand - von einem Mann.

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lindatreder 07.06.2019, 08:19
10. "Notwendig und angemessen"

Was soll bitte daran notwendig sein?
Ich möchte nur einen vernünftigen Grund hören, warum es notwendig ist, sich am Arbeitsplatz nicht vernünftig bewegen zu können und sich nachweislich bleibende körperliche Schäden zuzufügen.
Hochhackige Schuhe haben allein den Zweck, gut auszusehen. Frauen diese unter Schmerzen aufzuzwingen, nur damit sie anderen schöne Augen machen, lässt sich mit keinem anderen Wort als Sexismus betiteln.
Japan hat in Sachen Feminismus noch einen weiten Weg vor sich.
Ich bin sehr froh, hier leben zu dürfen.

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SusiWombat 07.06.2019, 09:06
11.

Zitat von Akira
"Aber zumindest können sie immer wieder Männern lange Hosen, Hemd und Krawatte vorschreiben, während die Kolleginnen deutlich luftiger im Sommer unterwegs" Und dann schwitzt man sich in Anzug und Krawatte im Büro tot, während die Kollegin im luftigen, kniekurzen Rock und ärmelloser Bluse die Klimaanlage auf 27°C dreht, weil es ihr zu kalt ist. Aber wehe man sagt was dagegen, sofort folgt ein Besuch bei der weiblichen Gleichstellungsbeauftragten mit dem Vorwurf der Geschlechterdiskriminierung.
Dort, wo tatsächlich Anzüge für Männer vorgeschrieben sind, sind ja meist auch Seidenstrümpfe für Frauen vorgeschrieben. Wenn Sie aber mit Ihren Kolleginnen nicht klarkommen - danach klingt ihr Beitrag - könnte eine Kleidervorschrift daran allerdings nichts ändern.

Absätze sollte nur tragen, wer das auch gerne möchte. Nicht jeder Fuß, nicht jedes Knie, nicht jeder Rücken sind dafür geeignet. Vor allem in Jobs, in denen man viel stehen muss, halte ich eine solche Vorschrift für ein No-Go.

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MioMioMimi 07.06.2019, 10:14
12.

Es ist mal wieder schön zu sehen, wie ein Mann festlegt, was Frauen tragen müssen. Vor allem finde ich es fatal, da es hier nicht nur um das eigene Wohlbefinden sondern auch um die Gesundheit geht.

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spellbound 07.06.2019, 10:14
13.

Zitat von SasX
Gute Frage. Aber zumindest können sie immer wieder Männern lange Hosen, Hemd und Krawatte vorschreiben, während die Kolleginnen deutlich luftiger im Sommer unterwegs sein dürfen.
Und welche körperlichen Schäden, die Ihnen ein Leben lang Schmerzen *) bereiten, bekommen Sie vom Tragen einer langen Hose oder einer Krawatte?
*) z.B. deformierte Füsse, Bandscheibenvorfälle, Arthritis

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Akira 07.06.2019, 10:44
14. Spannender Vergleich

"Dort, wo tatsächlich Anzüge für Männer vorgeschrieben sind, sind ja meist auch Seidenstrümpfe für Frauen vorgeschrieben. Wenn Sie aber mit Ihren Kolleginnen nicht klarkommen - danach klingt ihr Beitrag - könnte eine Kleidervorschrift daran allerdings nichts ändern"

Sie vergleichen tatsächlich Seidenstrümpfe mit der vollen Montur eines Anzugs? Lässt tief blicken. Auf den zweiten Absatz Ihres Postings gehe ich erst gar nicht ein. Was Sie alles aus 3 Sätzen implizieren können...

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siggisprengstoff 07.06.2019, 11:21
15.

Wieder so ein reißerischer Mann-Frau-Artikel. Anstatt gegeneinander zu kämpfen, könnten auch ganz neutral, die Kleidervorschriften in der Berufswelt hinterfragt werden. Als negative Beispiel bei den Frauen, die High Heels / Sexy Kleidung und bei den Männern der Anzug / Krawatte. Gerade Japan bietet hier Potential für beide Seiten. Oder hat sich der Minister gegen Anzüge ausgesprochen?

In den Kommentaren wird der Kampf gleich übernommen. Da wird aufgelistet welche Kleidung mehr benachteiligt, Opferbingo, anstatt Solidarität mit dem anderen Geschlecht.

Außerdem ist es völlig egal, ob der Minister ein Mann oder eine Frau ist, seine Entscheidung / Meinung ist anzugreifen. Gutes Beispiel, hätte er sich gegen High Heels ausgesprochen, wäre es wahrscheinlich plötzlich irrelevant, ob er in diesem Fall männlich ist.

Ich gewinne immer mehr den Eindruck, daß eine Kluft zwischen Mann und Frau getrieben werden soll. Leider lässt sich der Feminismus auf dieses Spiel ein. Jede Benachteiligung sollte beachtet werden, unabhängig vom Geschlecht, der Rasse, Religion oder sonstigen Unterschieden. Es ist egal ob in einem Bereich 63 % der Frauen leiden und nur 37 % der Männer, es sollte allen geholfen werden und nicht so getan werden, als sei es dann lediglich ein Frauenproblem. Gilt natürlich auch andersrum.

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Zita 07.06.2019, 11:29
16.

Schon mal "Seiden"strümpfe (sind ja gar keine, sondern fiese Kunstfaser) bei 30°C getragen? Also, da wäre mir ein Baumwollanzug deutlich lieber.

Aber egal, lustig ist bei so vielen Antworten hier, dass gar nicht auf die hohen Hacken eingegangen wird, sondern sofort wegen was völlig anderem rumgejammert wird.

Ich habe Spreizfüße, in Schuhen mit Absatz bekomme ich höllische Schmerzen im Ballen, ich könnte darin unmöglich arbeiten. Völlig idiotisch, solche Schuhe, die nachweislich gesundheitsschädlich sind, zur Pflicht zu machen.

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t_mcmillan 07.06.2019, 13:18
17. Mimimi

Nein, nicht der Protest gegen die wirklich blödsinnigen und extrem ungesunden Highheels. Sondern das Gejammer wegen des Anzugs. Müsst halt auch mal protestieren.

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benmartin70 07.06.2019, 13:19
18.

Zitat von SusiWombat
Dort, wo tatsächlich Anzüge für Männer vorgeschrieben sind, sind ja meist auch Seidenstrümpfe für Frauen vorgeschrieben. Wenn Sie aber mit Ihren Kolleginnen nicht klarkommen - danach klingt ihr Beitrag - könnte eine Kleidervorschrift daran allerdings nichts ändern. Absätze sollte nur tragen, wer das auch gerne möchte. Nicht jeder Fuß, nicht jedes Knie, nicht jeder Rücken sind dafür geeignet. Vor allem in Jobs, in denen man viel stehen muss, halte ich eine solche Vorschrift für ein No-Go.
Kurze Hosen sind für Männer in nahezu keinem Büro erlaubt - und die Damen dürfen tragen was sie wollen.
Sorry gerecht geht anders.

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Der Held vom Erdbeerfeld 07.06.2019, 13:59
19. Pragmatismus, Komfort und Eleganz ...

... müssen sich nicht ausschließen. Hier feiern aber mal wieder Whataboutism und fehlendes Differenzierungsvermögen fröhlich Urständ. - Selbstverständlich sollten weder Männlein noch Weiblein (oder meinetwegen Diverse) gezwungen sein, gesundheitsschädliche oder auch nur der Tätigkeit, Witterung etc. unangemessene Kleidung zu tragen. Und ebenso selbstverständlich ist es absolut möglich, sich trotzdem vernünftig zu kleiden und eine Dresscode zu erfüllen. Dieser braucht einfach nur ein bißchen mehr Hirn und etwas weniger überholte Traditionen.

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