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Job als Selbstverwirklichung: Arbeit, einfach supergeil
StepStone

Früher wurde gearbeitet, um Geld zu verdienen. Heute denken viele, dass der Job gefälligst auch noch Spaß machen soll: Arbeitszeit als Dauer-Happy-Hour. Geht's noch?

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abby_thur 15.12.2014, 14:53
1. Job als Selbstverwirklichung: Arbeit, einfach supergeil

"Leidenschaft geht nicht in Teilzeit, Kreativität und Sicherheit schließen sich aus und leider auch immer noch oft: "Irgendwas mit Menschen" und Geld."

Es tut mir immer für die Leute leid, die das auch wirklich glauben und danach leben.

Leidenschaft geht in Teilzeit, schon alleine, weil der Job dann "kein Leiden schafft", und nicht jeder findet 1.300€ netto wenig Geld für seinen Beruf in der Pflege.

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Tom Joad 15.12.2014, 15:00
2. Arbeitszeit als Dauer-Happy-Hour

Das ist wohl eher ein Phänomen der "Ich mach was mit Medien"- und sonstigen Schickimicki-Berufe. Alle anderen gehen nach wie vor morgens mit dem Henkelmann aus dem Haus, wie im ersten Absatz beschrieben. Aber hey, ein paar von denen haben auch Freude an ihrem Beruf. Dürfen die das?

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abby_thur 15.12.2014, 15:05
3. Nein.

Zitat von Tom Joad
Aber hey, ein paar von denen haben auch Freude an ihrem Beruf. Dürfen die das?
Nein. Womöglich haben die gar nicht studiert. Da hat man gefälligst keinen Spaß zu haben ;-)

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jujo 15.12.2014, 15:10
4. ...

Als ich 1962 mit Seefahrt anfing, war es nicht leicht, man hatte aber schon Freiheiten von denen Gleichaltrige damals nur träumten. Als ich dann in HH Steuermanns und Kapitänspatent machte, in den Semesterferien verschiedene Jobs hatte, morgens in der S-Bahn in die graue Masse der unausgeschlafenen Gesichter sah, ich sah wohl genauso aus? Da wurde mir mein Weg klar, Ich würde nie, nie einer von dieser amorphen Masse sein, Erlebnisse in verschiedenen Betrieben waren nur eine Bestätigung.
Es ist wohl richtig auch in der Seefahrt wird man in ein Korsett geschnürt, Vorgaben müssen erfüllt werden, ist man aber unterwegs lebt und arbeitet man weitgehenst selbstbestimmt. Ich würde es wieder so machen. Wenn ich höre und auch hier bei SPON lese was man sich heute so bieten lassen muss kommt mir das Grauen! Ich würde meine Pfaust wohl nicht nur in der Tasche ballen.

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m.ko 15.12.2014, 15:12
5. Was will uns dieser Artikel sagen?

Tut mir leid bei den ganzen Wendungen, Themenwechsel und querbezügen in diesem Bericht wird einem ja ganz Schwindelig. Was ist denn nun die Aussage? Work-Life-Balance ist doof? Geh gefälligst arbeiten und mecker nicht so viel? oder doch ein Appell an die Frauen oder was denn nun?

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lomexx 15.12.2014, 15:15
6. Oh Mann...

... ein Artikel, wie durch ein Wurmloch aus dem Jahr 2000 ins Hier uns Jetzt gefallen. In welcher Filterblase muss man leben, wenn das, den unschuldigen Leser übrigens recht unangenehm vereinnahmende "Wir" überwiegend aus "Mama-Bloggerinnen" mit tiefsitzender Sehnsucht nach 9 to 3-Jobs und Büro mit Tischtennisplatte besteht... Tipp: Einfach mal wieder raus ins echte leben gehen. Hilft.

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plor 15.12.2014, 15:17
7. Moment

Habe ich den O-Ton des Textes richtig verstanden? Früher war alles besser, weil alles schlechter war?

Natürlich ist es Luxus, einen Job zu haben, der einem Spaß macht, für den man Leidenschaft aufbringen kann, der einem das Gefühl gibt, das richtige zu tun, der einen gut verdienen lässt und bei dem man trotzdem die ominöse Work-Life-Balance wahrt und sich nicht bei 40h/Woche tot schuften muss. Ein Luxus, aber bestimmt keine Utopie. Und auch kein Luxus, für den man sich schämen muss. Vor allem aber ein Luxus, der es wert ist, angestrebt zu werden. Insofern gebe ich die Einleitungsfrage gerne zurück: Gehts noch?

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trader_07 15.12.2014, 15:18
8. Das reicht....

Zitat von abby_thur
und nicht jeder findet 1.300€ netto wenig Geld für seinen Beruf in der Pflege.
Das reicht hier im Münchener Raum nicht einmal für die Kaltmiete, wenn man schön wohnen möchte und nicht in einem 08/15-Betonbunker.

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firoforo 15.12.2014, 15:22
9. Es sind dann doch Gegensätze...

Zitat von abby_thur
"Leidenschaft geht nicht in Teilzeit, Kreativität und Sicherheit schließen sich aus und leider auch immer noch oft: "Irgendwas mit Menschen" und Geld." Es tut mir immer für die Leute leid, die das auch wirklich glauben und danach leben. Leidenschaft geht in Teilzeit, schon alleine, weil der Job dann "kein Leiden schafft", und nicht jeder findet 1.300€ netto wenig Geld für seinen Beruf in der Pflege.
Ganz generell stimmt es doch absolut was die zwei Autorinnen da schreiben. Irgendwo muss man sich entscheiden. Alles gibts nicht. Ok, es gibt immer auch die Ausnahmen. Der Uniprofessor z.B. - aufregende kreative Forschung, guter Verdienst, Sicherheit und wenn er nicht will, schiebt er die Arbeit an die Assisstenten ab. Jetzt reden wir aber nicht davon wie man dort hin kommt. Und wie gesagt: Ausnahmen.
Außerdem sind zumindest in Österreich Halbtagsjobs mit 1300€ nett ziemlich schwer zu finden.

Bei so vielen jungen Berufstätigen beobachte ich eine diffuse Unzufriedenheit deren Ursachen recht gut im Artikel beschrieben werden. Seltsam, denn die meisten Arbeiten am Ende doch in erster Linie fürs Geld.

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