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Job-Umfrage: Deutsche wollen sechs Stunden pro Woche weniger arbeiten
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Wie wollen die Deutschen leben und arbeiten? Eine Umfrage zeigt, wovon die Bundesbürger träumen - und wie die Wirklichkeit aussieht.

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spiegelwatcher 01.12.2016, 21:55
110. so ein Quatsch

... ich wäre schon froh, meine Überstunden bezahlt zu bekommen bzw. diese abfeiern zu können.

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KlausMeucht 01.12.2016, 22:13
111. Kann sinnvoll sein

Eine 4 x 400 Meter Staffel ist deutlich schneller als ein 1600 Meter Läufer. Allerdings mit der Gefahr des Stabverlusts. Sollten wichtige Tätigkeiten nicht abgegeben werden können, so ist dies ein hohes Risiko. Sagt einer er kann seine Arbeit nicht teilen, dann schrillen bei mir die Alarmglocken.

Etwas weniger in der Woche arbeiten, bedeutet dass mehr Arbeit für andere bleibt, und damit die Sozialkosten geringer werden. Allerdings führen geringe Löhne dazu, dass die Menschen gezwungen sind, mehrere Jobs anzunehmen.
Politiker können Menschen nicht vorschreiben geringer zu arbeiten, aber sie können z.B. Gewerkschaften stärken, Monopole und Oligopole verhindern. Sie können die Rahmenbedingungen so setzen, dass Arbeitgeber die Produktivitätssteigerung weitergeben. Bei fairen Löhnen, d.h. Kapitalgeber und Arbeiter gleichermassen vom technologischen Fortschritt profitieren, hätten die Arbeitnehmer die Wahl weniger zu arbeiten.
Zu niedrige Löhne schädigen genauso Arbeitsplätze wie zu hohe. Ganz Europa leidet unter der deutschen Niedriglohnstrategie. Und zerbricht der Euro wird die Arbeitslosigkeit in Deutschland wieder steigen. Dann wird es nicht mehr gelingen, die Arbeitslosigkeit zu exportieren.
Individuelle kürzere Arbeiszeiten muss nicht heissen dass insgesamt weniger gearbeitet wird. Noch haben wir genügend Arbeitslose die gerne einspringen würden. Ein zusätzlicher freier Tag kann man für Weiterbildung nutzen, oder für sinnvolle nicht bezahlte Arbeit. Wir erkennen leider häufig nur Erwerbsarbeit als Arbeit an.

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moev 01.12.2016, 23:15
112.

Zitat von interessiertermensch
wenns immer nach Wunsch gehen würde... ein paar Bekannte werden gerade von der glorreichen Vergangenheit eingeholt. In der Jugend die Welt sehen, Indien, Afrika etc. Jetzt reicht die Absicherung vorn und hinten nicht. Es muss gearbeitet werden bis ins hohe Alter. Da strecke ich mich dann aus. Schlau?
NIcht wirklich. Was haben Sie davon? Lieber in der Jugend geprasst und dafür im alter gedarbt als das ganze Leben einfach nur Mittelmaß.

Mal auf einer Safari gewesen zu sein ist ein Erlebnis, viel auf der hohen Kante zu haben das man nicht mehr ausgeben kann weil den ganzen Tag im Bett liegt und vom Pfleger 2x am Tag gewendet und aufs Klo getragen wird hilft einem nicht mehr.

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moev 01.12.2016, 23:17
113.

Zitat von Phil2302
Ich saß schließlich am Schreibtisch als sie ihre Weltreise gemacht haben.
Und jetzt bereuen sie es. All das Geld und die Zeit und der Körper macht es einfach nicht mit all das nachzuholen. Die Chance unwiederbringlich vertan

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oberfrange 02.12.2016, 00:11
114.

Bitte verabschiedet das bedingungslose Grundeinkommen, Arbeit nervt wirklich nur. Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen käme ich gut klar, sofern es für Bürger der BRD gilt und die neu Hinzugekommenen erst mal arbeiten müssen, um darauf zu arbeiten und es zu erwirtschaften. Hab lange genug mitgemacht in dem Laden und befinde mich momentan im Status der inneren Emigration.

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alternativloser_user 02.12.2016, 04:52
115. ...

Ein 6-Stunden Arbeitstag wäre was feines.
So könnten Unternehmen z.b. von 8-14 Uhr die Frühschicht ranlassen und von 14-20 Uhr die Spätschicht.

Hätte für die Leute den Vorteil dass sie vor bzw. nach der Arbeit noch Sachen erledigen oder einkaufen können statt das alles ins Wochenende zu verlagern. Sich um die Familie kümmern wäre auch einfacher wenn die Kinder Vormittags in Kindergarten/Schule sind und ein Elternteil von der Frühschicht zuhause ist wenn die Kinder nach Hause kommen.

Die Unternehmen würden davon auch profitieren da die Arbeitnehmer motivierter und ausgeruhter und somit produktiver sind.

Ausserdem hätte das erstmal den Vorteil, dass mehr Leute Arbeit hätten. Das was vorher 2-3 Leute gearbeitet haben würde dann von mindestens 4 Leuten erledigt werden müssen.

Bei mehr Leuten in Arbeit sinken die Kosten für Arbeitslose, womit man die Sozialversicherungsbeiträge senken könnte.
Ausserdem werden weniger Leute arbeitsbedingt krank wenn weniger gearbeitet wird, da könnte man also auch Kosten senken.
Dann kommt dazu, dass viele die bisher arbeitslos waren dadurch wieder mehr Geld zum Ausgeben hätten wovon die Binnenwirtschaft profitieren würde, da die Konsumquote bei solchen Leuten vermutlich recht hoch ist.

Die Rentenkasse würde davon ebenfalls profitieren da mehr Leute einzahlen. Man könnte eine höhere Rente auszahlen, Altersarmut bekämpfen und/oder Rentenbeiträge senken.

Und was die geforderte Gehaltssenkung bei reduzierter Arbeitszeit angeht, so könnte man einen Mindestlohn einführen der diesen Namen auch verdient.
Bei ner 30 Stunden Woche und 4,3 Wochen Arbeit pro Monat käme man z.B. mit 12,50 € Mindestlohn auf ca. 1600 € Brutto im Monat. Davon kann man vielleicht keine großen Sprünge machen, aber Leben geht damit (ausser vielleicht in Hamburg, München und Düsseldorf, aber da sind die Gehälter eh höher).

Politisch wäre das kein Problem. Man braucht exakt zwei Gesetze dafür:
1. Gesetz: Die maximale wöchentliche Arbeitszeit beträgt 30 Stunden
2. Gesetz: Der Mindestlohn beträgt 12,50 €
Und man muss es natürlich wollen.

Die beiden Gesetze würden ca. 80% der Bevölkerung in Deutschland was bringen.

Gibt nur eine Gruppe die dagegen sein wird:
- Diejenigen die bisher davon profitieren dass Leute für einen Hungerlohn arbeiten. Und deshalb wird es die beiden Gesetze nie geben.

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sammilch 02.12.2016, 05:23
116.

Zitat von interessiertermensch
wenns immer nach Wunsch gehen würde... ein paar Bekannte werden gerade von der glorreichen Vergangenheit eingeholt. In der Jugend die Welt sehen, Indien, Afrika etc. Jetzt reicht die Absicherung vorn und hinten nicht. Es muss gearbeitet werden bis ins hohe Alter. Da strecke ich mich dann aus. Schlau?
Ihre Bekannten? Ja.
Die haben irgendwann mal begriffen, dass man nicht lebt um zu arbeiten.

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sammilch 02.12.2016, 05:25
117.

Zitat von espet3
Dem Sovietmenschen hat man auch vorgerechnnet, dass er beim Erfüllen der 5-Jahrespläne nur 2 Stunden arbeiten müsse. Man sieht nun, was daraus geworden ist.
Wir sprechen immer nur davon, dass der Kommunismus nicht funktioniert hat.
Warum nicht mal darüber sprechen,. warum der Kapitalismus in z.B. Afrika nicht funktioniert - und eigentlich ei uns ja auch nicht.

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RudiRastlos2 02.12.2016, 06:20
118.

"Demnach arbeiten die Befragten im Schnitt 37,6 Stunden in der Woche."

Das erscheint mir wenig. Bei meinem letzten Bewerbungsmarathon bin ich nicht auf eine einzige Stelle gestoßen, bei der nicht eine Regelarbeitszeit von 40 Stunden bestanden hätte. Selbst kenne ich auch kaum jemanden, der nicht min. 40 Stunden arbeitet. Vermutlich werde hier tatsächlich Teilzeitarbeiter mit eingerechnet. Die Regel sind 37 Stunden jedenfalls nicht, jedenfalls nicht im Median.

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kladderadatsch 02.12.2016, 07:30
119. Immer mehr für immer weniger arbeiten?

Neben dem Wettbewerbsdruck als Folge der Globalisierung und dem Missbrauch von Leih- und Werkarbeit gibt es einen weiteren Grund für die geringeren Nettoeinkommen: die Schulden der Vergangenheit. Die heutige Generation hat die höchsten Steuern- und Abgabenbelastungen. Während in den 80er Jahren es Standard war, dass man mit einem Einkommen eine Familie ernähren und ein Haus abzahlen konnte und danach eine gute Rente bekam, reicht es heute hinten und vorne nicht mehr. Westerwelle titulierte einmal: Mehr Netto von Brutto. Parallel sind immer mehr Sozialleistungen des Staates durch die Arbeitenden quer zu finanzieren.

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