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Job-Umfrage: Deutsche wollen sechs Stunden pro Woche weniger arbeiten
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Wie wollen die Deutschen leben und arbeiten? Eine Umfrage zeigt, wovon die Bundesbürger träumen - und wie die Wirklichkeit aussieht.

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Mister Stone 01.12.2016, 11:12
40.

6 Stunden weniger arbeiten? Und dann noch bei höherer Rente früher in Rente gehen? Lachhaft! Sowas geht gar nicht, denn dann hätten wir ja fast schon französische oder gar niederländsiche oder gar skandinavische oder gar schweizerische oder gar österreichische Verhältnisse...

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behemoth1 01.12.2016, 11:14
41. Stimmt nur zum Teil

Zitat von loncaros
In die Altersarmut rauschen auch so schon genug mit 40-Stunden-Woche. Der hochgefragte Experte jedoch, der kommt auch mit 10 Stunden pro Woche aus, wenn er grad keine Lust hat. Hat also nichts mit der Arbeitszeit zu tun.
Es stimmt nicht ganz, denn die vielen Minijobsangeboten der letzen Jahre haben auch eine sehr geringen Anteil an der Altersrente erwirtschaftet.
Das das notwendige Einkommen geringer geworden ist, dass hat Ursachen im bestehenden politischen und wirtschaftlichen System, aber dann muss man doch nicht noch freiwillig sich die Lohn und Gehaltseinkünftemöglichkeit herabsetzen wollen, dass machen nur Leute, die keine Lust zum Arbeiten, mit wenig zu frieden sind, oder Aussteiger, alle andere benötigen eine bestimmte Summe zum Leben.
Wenn ihre Experten 10 Std. für ausreichend halten, dann träumen sie zu viel vom einstigen Paradies, was sich so nie umsetzen lassen wird.
heutzutage klagen hauptsächlich alldiejenigen, die Minijobs nachgegangen waren und es nun weiterhin auch bei ihrer rente spüren.
Wer allerdfings auf dem Land lebt, kaum Bedürfnisse hat und Selbsverpfleger ist, der kann auch mit einer Minirente recht gut leben und kommt dann mit einer 10 Stundenwoche aus, aber es dürften nur sehr wenige sein, alle andere brauchen mehr Geld zum Leben.

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christian-h 01.12.2016, 11:14
42. Angabe

Zitat von Phil2302
Wer soll eigentlich den einen Tag die Woche, den ich nicht da bin, das Projekt leiten?
Jemand anderst, der auch eine 32h Woche hat, oder glauben Sie, Sie sind der einzige der so etwas kann?

Schauen Sie sich doch die Daten für Jahresarbeitsvolumen, Beschäftigungszahl, Vollzeit- Teilzeitarbeitsplätze im Zeitraum 1991 - 2015 an, dann wissen Sie wohin die Reise geht.

Lau einer Studie von Volkswirten der ING-Diba, auf Grundlage diverser anderer Studie zu diesem Thema, könnten durch Automatisierung/Digitalisierung in den nächsten Jahrzehnten bis zu 18mio Arbeitsplätze wegfallen.

http://www.ingenieur.de/Themen/Industrie-40/Roboter-koennten-18-Millionen-Deutsche-arbeitslos

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almeo 01.12.2016, 11:16
43.

Zitat von Phil2302
Ich frage mich daher immer, warum es eigentlich hier so viele Burnoutfälle gibt. Was war denn früher, als die Menschen noch viel härter gearbeitet haben?
Eigentlich simpel, damals gab es noch mehr Burn-Out Fälle. Ist doch irgendwie logisch, oder? Die hießen halt nicht so und wurden nicht als solche auffällig. Herzinfarkte, Gewalt in der Ehe, Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, Suizid...
"Burn-Out" als Zustand ist ja eigentlich nur eine psychische Zustandsbeschreibung, der verschiedene Erkrankungen, Süchte oder negative Verhaltensänderungen folgen können, wenn man an der Situation des "Burn-Outs" nichts ändert.

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Creedo! 01.12.2016, 11:17
44.

Viel oder wenig Arbeitszeit ist doch relativ. In meiner Bekanntschaft gibt's zwei Selbständige, die 50 bis 60 Stunden die Woche arbeiten. Das ist für die total selbstverständlich und die wollen es auch gar nicht anders haben. Meine Lebensgefährtin hat gerade von 39 St./Wo. auf 33 Stunden reduziert. Ich selbst würde gerne mehr arbeiten, wenn ich damit entsprechend mehr Geld verdienen würde. Was ich im Grunde tue, da ich zwei Jobs habe.
Fakt ist aber, dass das "gemeine" Arbeitsjahr eh nur ca. 220 Arbeitstage hat. Sprich, mehr als 1/3 der Tage im Jahr arbeitet man so oder so nicht. Von den 24 Stunden der Arbeitstage ist man 8 Stunden auf Arbeit. Dazu verschleudert man noch 2 Stunden für den Arbeitsweg und Pausen (das ist individuelle natürlich sehr unterschiedlich). D.h. man ist von 24 Stunden ca. 10 Stunden mit seiner Arbeit beschäftigt. Auf die Stunden gerechnet ist man ca. 25% des Jahres mit seiner Arbeit beschäftigt. Muss halt jeder selbst wissen, ob das dann tatsächlich so viel zu viel ist.
Was den Wunsch nach Arbeitszeitreduzierung betrifft, ist es sicher eine Geldfrage. Wer viel geld verdient kann sich auch weniger Arbeitszeit leisten. Der hohe Lebensstandard sinkt leicht, na und? Geringverdiener können sich eine Arbeitszeitreduzierung nicht erkaufen. Die würden wahrscheinlich sogar mehr arbeiten wollen, um nicht jeden cent zweimal umdrehen zu müssen. Menschen mit teuren Zielen (Eigenheim z.B.) wollen wahrscheinlich auch mehr arbeiten und mehr Geld verdienen. Singles und junge Pärchen neigen vielleicht auch zu mehr Arbeit und Mehr Geld. Arbeitnehmer mit Kindern wollen dagen wohl weniger Arbeiten, um mehr Zeit für die Familie zu haben (oder sie wollen mehr arbeiten, um weniger von den Blagen genervt zu werden ;)
Wer mit sein Job Spaß macht, würde sicher auch mehr arbeiten wollen. Die Arbeitnehmern, denen ihre Arbeit keinen Spaß macht (das dürfte die Mehrheit sein), würden sicherlich gerne reduzieren.

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Dr. Murks 01.12.2016, 11:22
45. Manch würden gern überhaupt arbeiten

aber Altersdiskriminierung ist wohl kein Thema für die Presse.
Die freuen sich lieber über "hochqualifierte" Fachkräfte deren Kenntnisse so solide sind wie die Studienabschlüsse oder Dissertationen mancher Politiker.

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vonpreungesheim 01.12.2016, 11:23
46. Irgendwas falsch verstanden?

Zitat von interessiertermensch
wenns immer nach Wunsch gehen würde... ein paar Bekannte werden gerade von der glorreichen Vergangenheit eingeholt. In der Jugend die Welt sehen, Indien, Afrika etc. Jetzt reicht die Absicherung vorn und hinten nicht. Es muss gearbeitet werden bis ins hohe Alter. Da strecke ich mich dann aus. Schlau?
Produktivitätssteigerungen werden nicht in mehr Freizeit umgesetzt, sondern in mehr Kapitalakkumulation. Es geht hier nicht um den Menschen, sondern nur ums Geld. Das ist gerne unter seinesgleichen und möchte sich gern auf immer größeren Haufen tummeln. Wenn Sie kein Haufenbesitzer sind, haben Sie zu buckeln!

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Dr. Murks 01.12.2016, 11:24
47. Geldausgleich für Überstunden

Zitat von ericus
Wichtig bei der Arbeitszeit ist weniger die absolute Wochenarbeitszeit, sondern die Frage, ob Überstunden in Zeit oder Geld gutgeschrieben werden. Brennt die Hütte, ist bei uns jeder bereit mehr zu ackern weil er weiss, dass die Mehrstunden irgendwo auftauchen. Und er auch den Freiraum bekommt, die Gleitzeit flexibel wieder abzubauen. Das ist aus meiner Erfahrung extrem wichtig bei Unternehmen für MA-Zufriedenheit. Unbezahlte Mehrarbeit, keine Abbaumöglichkeiten der Gleitzeit und geringes Grundgehalt sind Frust-Booster.
macht bei Steuerklasse 1 eher den Finanzminister und die Sozialkassen glücklich.

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nolabel 01.12.2016, 11:26
48. Einfach machen,

der Rest ergibt sich von allein. Ich habe schon im zarten Alter von 40 schrittweise reduziert und dann drei Jahre vor Rentenbeginn ganz aufgehört. Die finanziellen Einbußen werden mehr als aufgewogen. Oder kennen Sie jemand, der sich auf dem Totenbett grämte: Hätte ich doch bloß mehr Zeit im Büro verbracht?

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wiegesagt 01.12.2016, 11:27
49. Wäre schön

Ich wäre ja schon froh über eine normale 40-Stunden-Woche, 50 bis 60 Stunden sind die Realität. Das Problem ist meiner Meinung nach die Mentalität. Klar würden die Deutschen gerne weniger arbeiten, aber das trauen sie sich schlussendlich dann doch nicht. Denn wer viel arbeitet, ist angesehen, fleißig, und die Firmen erwarten immer 120 Prozent Einsatz. Viel zu arbeiten ist normal und wird erwartet. Um es kurz zu machen: Das Leben der Deutschen ist die Arbeit.

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