Forum: Karriere
Jobmarkt für Absolventen: "Wir wollen Sie!"

Die Jugend kommt gewaltig: Angehende*Absolventen haben derzeit so gute Jobchancen wie nie zuvor, das gilt selbst für Geisteswissenschaftler. Dennoch fühlen sich*nicht alle umworben. Fünf*Bewerber berichten von ihren Erfahrungen - und davon, was schieflaufen kann.

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pappnose 16.11.2011, 11:39
1. ....

Zitat von sysop
Die Jugend kommt gewaltig: Angehende*Absolventen haben derzeit so gute Jobchancen wie nie zuvor, das gilt selbst für Geisteswissenschaftler. Dennoch fühlen sich*nicht alle umworben. Fünf*Bewerber berichten von ihren Erfahrungen - und davon, was schieflaufen kann.
wenn Geistenwissenschafter schon Arbeit finden (ohne Ausgebildeten Fachkräften Arbeit wegzunehmen?) dann ist ja alles in Ordnung. Wenn ich schon sehe, dass studierte Germanisten als Arbeitsvermittler beim Arbeitsamt einigestellt werden, ohne jemals selbst gearbeitet zu haben könnte man kotzen!

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Solid 16.11.2011, 11:43
2. "wie nie zuvor"

Da die Jobaussichten bisher miserabel waren und das über Jahrzehnte hinweg, ist es natürlich nicht schwer, dass selbige jetzt "etwas besser" werden.

Aber da der Kernindikator, das Einstiegsgehalt, nicht steigt, muss man natürlich festhalten, dass es eher wahrscheinlich ist, dass das ein Hype aus der Kategorie "Fachkräftemangel" ist, der dazu dient, billige Migranten auf den Arbeitsmarkt zu spülen.

Und in zwei Jahren wird es mit dem Hype soweiso vorbei sein, wenn Millionen junger Spaniern Italiener und Griechen ins Land strömen, die zu Hause vor einer Arbeitslosenrate unter Jugendlichen von 70% und mehr fliehen...

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wadoe2 16.11.2011, 12:00
3. Wir haben hier einen Historiker in der IT,

der sich um unsere Dokumentation kümmert. Seitdem der hier ist, können wir eigentlich erst von einer Dokumentation sprechen. Der korrigiert hier keine Rechtschreibfehler, sondern lenkt uns IT-ler, dass wir das gut ausdrücken, was der Kunde benötigt. Der Kunde dankt es uns.

Ich kann nur allen "technischen" Unternehmen raten, sich nach Leuten aus technikfernen Bereichen umzusehen und zu prüfen, was die für das Unternehmen leisten können. Es geht immer um die Frage, was der Kunde wünscht. Das ist von Technikern manchmal schwer zu erfassen.

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Medien-Kritiker 16.11.2011, 12:26
4. ???

Zitat von pappnose
wenn Geistenwissenschafter schon Arbeit finden (ohne Ausgebildeten Fachkräften Arbeit wegzunehmen?) dann ist ja alles in Ordnung.
Und ich dachte Geisteswissenschaftler hätten genau so das Recht auf freie Berufswahl wie jeder andere auch...
Über Ihre seltsame Formulierung ("ohne ausgebildeten Fachkräften Arbeit wegzunehmen)hab`ich mich jedenfalls schlappgelacht.

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Wattläufer 16.11.2011, 12:28
5. Studenten

Eine hübsche, fleißige junge Dame vietnamesischer Herkunft, die vielfältig aufgestellt ist und sich in Bescheidenheit übt ist ebenso begehrt wie jemand, der das schwierige, langweilige IT-Studium durchhält. Nichts Neues also.

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Orglmeister 16.11.2011, 12:29
6. Zusammenhang

Zitat von pappnose
wenn Geistenwissenschafter schon Arbeit finden (ohne Ausgebildeten Fachkräften Arbeit wegzunehmen?) dann ist ja alles in Ordnung. Wenn ich schon sehe, dass studierte Germanisten als Arbeitsvermittler beim Arbeitsamt einigestellt werden, ohne jemals selbst gearbeitet zu haben könnte man kotzen!
Wieso, können Sie deren hohem Niveau nicht folgen?
Und erklären Sie mir bitte, warum es Voraussetzung sein sollte, dass ein Arbeitsvermittler vorher selbst gearbeitet haben muss? Haben Sie denn überhaupt einen Überblick über die Aufgaben eines Arbeitsvermittlers bei der Agentur für Arbeit?

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Diskutierender 16.11.2011, 12:45
7. Wählerische Dünnbrettbohrer in Deutschen Unternehmen

Zitat:
"Zwar sind Unternehmen heute schon zu Kompromissen in Sachen Examensnote oder Studienfach bereit, wichtiger geworden scheinen aber Person und Persönlichkeit. Wer Begeisterung und Belastbarkeit, Neugier und Durchsetzungswillen ausstrahlt, dazu noch das Gefühl auslöst, er passe gut ins Team, hat beste Chancen auf den Job - auch mit mäßigen Noten oder als Geisteswissenschaftler."

Selbst Schuld, wenn die Unternehmen nun über ihren mit dieser Vorgehensweise hausgemachten Fachkräftemangel jammern. Offenbar stellen die Dünnbrettbohrer aus den Personalabteilungen auch nur persönlichkeits- und kommunikationsstarke Dünnbrettbohrer ein, um dann zu klagen, dass es keine qualifizierten Fachkräfte gibt, die sich mit der Materie auskennen.

Ich hatte selbst das Problem, dass ich als promovierter Physiker mit BWL-Zusatzstudium sehr hoch qualifiziert bin, mich aber beim Bewerben mit diesem Persönlichkeitsschwachsinn im Vorstellungsgespräch sehr schwer getan habe. Man muss sich hier auch fragen, wie charakterlich verkommen ein Mensch sein muss, um hier mit Fangfragen und Psychospielchen zu arbeiten.

Am Ende hat sich dies übrigens als mein Glück erwiesen. Da habe ich dann eine adäquate Stelle in der Schweiz (hohes Gehalt, niedrige Steuern, schöne Landschaft, keine EU, harte Währung) gefunden, und zeigen diesen arroganten Unternehmen und ihren Personalfritzen in Deutschland nun eine richtig lange Nase. Hier war man nämlich an meinen wirklichen Fähigkeiten interessiert, und nicht an irgenwelchem Persönlichkeitszirkus.

Den Personalfritzen sei nur gesagt: Das Verhalten im Vorstellungsgespräch sagt so gut wie nichts darüber aus, wie sich der Bewerber anschliessend am Arbeitsplatz gibt.

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Andr.e 16.11.2011, 13:00
8. .

Zitat von Diskutierender
Den Personalfritzen sei nur gesagt: Das Verhalten im Vorstellungsgespräch sagt so gut wie nichts darüber aus, wie sich der Bewerber anschliessend am Arbeitsplatz gibt.
Das ist richtig, aber Sie können doch nicht eine gesamte Branche arbeitslos machen;)

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Kanzleramt 16.11.2011, 13:07
9. Bachelor zu lang, Master zu kurz?

Zitat von SpOn
Dafür erwartet das Allianz-Tochterunternehmen einen Masterabschluss ("Der Bachelor funktioniert für uns in Deutschland nicht - die Absolventen haben zu wenig praktische Erfahrungen, brauchen zu lange, bis sie im Arbeitsalltag einsetzbar sind"), Zeugnisnoten im oberen Fünftel sowie ein "internationales Profil".
Moment mal... war es nicht gerade "die Wirtschaft", die sich um den Bachelorabschluss gerissen hat? Ambivalenter als in dieser Aussage geht es ja wohl nicht:
Zu wenig praktische Erfahrung? - Wurden Praktika mit dem Bachelorstudium nicht zur Pflicht?
Sie brauchen zu lange, um einsetzbar zu sein? - Aha, deswegen braucht man einen Master, damit es noch länger dauert... Bzw. ein Masterabvsolvent ist generell nach dem Studium schneller eingelernt als ein Bachelorabsolvent? Aha...


Man sucht also man wieder die eierlegende Wollmilchsau, die am besten keine Lohnansprüche und keine eigene Meinung hat. Jemanden in der Firma einzulernen, dafür ist auch gar keine Zeit. Bachelor, ja bitte - aber ne, dann doch unbedingt den Master, weil der Bachelor zu lange dauert und weil die Praxis und die Qualifikation fehlt. Ach so, der Master dauert noch länger und bietet nicht unbedingt mehr Praxis? Hmmm, naja dann bleiben ja noch "oberes Noten-Fünftel" und "internationales Profil" als Auswahlkriterien.

Zum Auswachsen, dieses Business-Talk-Geseiere...

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