Forum: Karriere
Jobprotokoll einer Verkäuferin im Einzelhandel: "BHs für 70, 80 Euro landen auf dem B
DPA

Beratung ist ihre Berufung, doch gegen die Wühltischmentalität kommt die Verkäuferin kaum an: Sehen die Kunden Werbung für "20 Prozent auf alles", drehen sie durch.

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Listkaefer 26.12.2018, 08:20
120. Verkaufen in Warenhäusern ...

... funktioniert mal nun einfach so: Rabatt, Gedudel, Ramsch, Gedränge ... Ok, so ein Konzept legt die Firmenleitung fest, das ist nicht mein Bier. Aber es geht mich etwas an, wenn ich nicht ejngearbeitet werde, oder mich nicht hinsetzen darf, oder wenn wir zu wenige für zu viel Arbeit sind. Das muss und darf nicht so sein. Als Mitarbeiter habe ich Anspruch auf Wertschätzung. Das kann ich auch durchsetzen, denn es gibt einen Betriebsrat und auch eine Gewerkschaft und ich selbst kann mich auch selbst mit meinen Kollegen zusammen stark machen - ich muss eben auch selbst für meine anständige Behandlung kämpfen. Das lohnt sich und ich bin keineswegs machtlos.

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smickey 26.12.2018, 08:37
121. Kaufhäuser und co sind bereits tot

Die Zeit von physischen Einkaufsorten (sei es klein laden oder Kaufhaus) ist vorbei. Bald kommt noch eingeschränkte Mobilität durch Fahrverbote dazu, die macht den Rest. Wozu eigentlich in einen Laden gehen? Beratung ist sowieso nicht da und de facto auch gar nicht notwendig, die Auswahl ist nie und nimmer so groß und diversifiziert, wie in einem online handel. Wozu mit dem Auto im Stau stehen? Parken? Pakete tragen? Alles, wofür der Handel mit Läden einmal stand, ist Geschichte.

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hexenbesen.65 26.12.2018, 10:01
122.

Hm...wenn ich mir dann die "Beratung" der Verkäuferinen anseh....da sieht man aus wie Tante Erna aus den 70ern, und wird einem noch als "Chic" verkauft. Blusen, die an der Oberweite spannen, wird als "passend" abgetan.. Sorry, 8 Stunden rennen und stehen tu ich auch... Arbeite am Fließband...bei Gestank, Hitze, Lärm und Akkord. 8 Stunden, dazwischen mal 30 Minute Pause und 20 Minuten "persönliche Verteilzeit" (für Toilettengänge). Und WENN ich mal ne Beratung bräuchte (ich kenn mich in den Ami-Größen nicht aus ), muss ich erst mal suchen...oder in einem Elektro"fachmarkt"... Obwohl, seit bei uns eine große Kette umgebaut hat, haben die auch in Verkäuferinen/ Beraterinen investiert (dafür steht jetzt alles kreuz und quer durcheinander...wo früher eine "XXL-Abteilung" war, muss ich jetzt nach Firma "XY" suchen (was juckt mich das, ob mein T-Shirt von XY ist oder AB ? Hauptsache, es passt und gefällt mir. Und da ich nicht alle "XXL-Firmennamen" kenne, such ich mir nen Wolf...) Diese Verkäuferinen , die seit neuestem Beraten (zb bei meinem Sohn, fast 2 m groß- in Jeans)...total lieb und nett...bekommt auch ein herzliches Lächeln und ein ehrliches Dankeschön von uns (gelbe Aufkleber hab ich an keinem Kleidungsstück erkannt). Wenn allerdings so eine muffelnde Dame meint, alles mit "ham wir nicht" oder "nur noch das, was auf der Stange hängt" zu kommentieren....geh ich eben in ein anderes Geschäft. Ich frage JEDEN Mitarbeiter freundlich erst mal mit einem "Guten Tag"....wenn die mir dann aber schon sooooo ne Fresse hindrückt, weis ich, dass das ein kurzes Gespräch wird... (und ich hab selber in einem Discounter mit Streßfaktor- gerade Weihnachten / Ostern / Feiertage gearbeitet).

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egonv 02.01.2019, 06:16
123.

Eigentlich kann ich zum Artikel nicht viel beitragen. Kann so stimmen, ich sehe das, wenn ich mal in Kaufhäusern bin - zugegeben eher selten -, nicht so krass. Überwiegend ordentlich und die deutliche Mehrheit der Leute verhält sich angemessen.
Was ich aber haarsträubend finde: Die ständigen Beschwerden über die unmenschlichen Arbeitszeiten. Die Wochenarbeitszeit der Angestellten würde doch (i.d.R.) nicht erhöht, sondern nur die Arbeitszeit teilweise verschoben. Die Angestellten sollten sich freuen: Ihr Arbeitsplatz ist sicherer, weil mehr Stunden abgedeckt werden müssen, also mehr Angestellte gebraucht werden. Diese albernen Argumente von wegen mit der Familie essen etc. es heißt doch nicht, dass jemand, der das auf keinen Fall will, immer die Spätschicht hat?!? Das kommt mal vor, mal! Nochmal: Wenn jemand Teilzeit 20 Std. pro Woche arbeitet, wird er nur weil das Geschäft länger auf hat nicht plötzlich 25 Std. für das gleiche Geld arbeiten. In jedem halbwegs gut organisierten Betrieb haben die Angestellten Einfluss auf ihre Einteilung in den Schichten. Und ja, es ist zumutbar, dass die Arbeitszeiten von Tag zu Tag einige Stunden variieren, es gibt außer bei Behördenjobs oder einige wenige Produktionsbetriebe doch nirgends mehr die fixen Zeiten?!?

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