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Jobprotokoll einer Verkäuferin im Einzelhandel: "BHs für 70, 80 Euro landen auf dem B
DPA

Beratung ist ihre Berufung, doch gegen die Wühltischmentalität kommt die Verkäuferin kaum an: Sehen die Kunden Werbung für "20 Prozent auf alles", drehen sie durch.

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Nania 16.12.2018, 22:39
60.

Zitat von Indigo76
Ich kann Ihnen problemlos etwa 120 Personen nennen, die das tun. Sind alles meine Arbeitskollegen.
In meinem Freundeskreis nicht einer.
Warum nicht? Weil die meisten vor 9 Uhr schon unterwegs sind zur Arbeit und erst nach 18 Uhr dann tatsächlich zuhause. Denn nur, weil die Arbeitszeiten von 9:30 / 10 Uhr bis 17:30 / 18 Uhr sind, heißt das nicht, dass man dann auch zuhause ist oder in der Lage einkaufen zu gehen.

Da bleibt dann meist nur noch der Sonntag.

Die damaligen Öffnungszeiten aus den 90ern und waren eigentlich nur haltbar, weil viele Frauen damals noch Hausfrauen waren und tagsüber den Familieneinkauf erledigen konnten.

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MPS 16.12.2018, 22:43
61. Ich bin sehr beeindruckt vom Artikel

.... ich bin sehr beeindruckt vom Artikel und nicht minder erstaunt von den Kommentaren.
Was geht denn hier ab? Da wird mal ein Spiegelchen vorgehalten und sofort greinen alle.

Da gibt es Experten von der Einkaufslogistik (große L läuft), Experten zur Verkaufsraumgestaltung (macht die Musik aus) bis hin zu wahren Experten der Textilbranche (wo ist der Unterschied zwischen Unterwäsche und Jeansabteilung), zur Arbeitszeit (ich kann erst ab 20 Uhr einkaufen) bis hin zum Grösenfetischismus: (mein Gott, nutzen Sie die Größentabellen .... unten habe ich aber 34 ... in der Mitte 40 .... winsel ....), dann noch Performer mit der Ansage: der Kunde ist König! Ganz selten mal eine Blüte. Früher haben mal Kaufhäuser "gelitten", wenn der Chef-Verkäufer der Herrenanzug-Abteilung zum Wettbewerber wechselte. Das ist heute anders. Man kann nicht alles haben. Kauft doch einfach billig aus dem so praktischen Internet. Keine Sorge ... man wird es erkennen. Aber, die, die das wissen, lassen sich nicht abschrecken. Auch bei Peecks und Co. gibt es noch gelernte Leute. Und für den Rest ist das doch eh egal. Etwas erbost über so wenig Empathie.

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lab61 16.12.2018, 22:56
62.

Zitat von Tom Malone
...ja wenn es mal so wäre. Ist es aber nicht. Die Dame vergisst, dass es nicht nur den typischen 9to5 Job gibt sondern auch Leute, die froh wären, bereits um 18 Uhr zu Hause zu sein. Ein bisschen über den Tellerrand schauen wäre hier nicht verkehrt gewesen.
Die Dame guckt sehr wohl über den Tellerrand.
Sie ist nämlich i.d.R. auch erst frühestens um 21 Uhr zuhause.
Zeit für die Kinder? Wird alles überbewertet.

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territrades 16.12.2018, 22:57
63. Da kommt zusammen was zusammen gehört

Wenn wir mal Rabattschlachten wie Black Friday ausnehmen, die genau dafür gemacht sind die Kunden in den Zustand hemmungsloser Kauflust zu bringen, habe ich die beschriebenen Zustände nur in den Billigläden gesehen. Und da kommt dann eben alles zusammen: viel zu wenig Mitarbeiter, schlecht bezahlt, schnell ersetzt und daher ohne Lust oder Ahnung. Ware so billig wie möglich produziert. Kunden ohne Respekt vor der Ware, den Verkäufern oder anderen Kunden. Der perfekte Irrsinn in dem alles billig zu haben und doch nicht wert zu besitzen ist. Ich geh einfach nicht mehr hin.

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wernerz 16.12.2018, 23:03
64. Lobenswerte Handlung!

Zitat von Sibylle1969
Mir geht es aber genauso. Wenn ich mal Kleidung kaufe, probiere ich auch im Schnitt 5-10 Teile an, bevor ich eines davon nehme. Der Grund ist: an der Stange sieht das Teil toll aus, an mir leider nicht. Ich hab leider nicht die perfekte Figur, viel Oberweite, kaum Taille, untenrum 1-2 Kleidergrößen weniger als oben. Da passt leider bei Hosen, Blusen oder Kleidern nicht jeder Schnitt, und das sieht man dem Teil am Kleiderbügel nicht immer an. Oder die Größen fallen unterschiedlich aus: mal passt mit was in Größe 42, fällt es jedoch klein aus, brauch ich eine 44. Die ist manchmal nicht mehr da. Die Figuren von Frauen haben eine viel größere Bandbreite als die von Männern, weshalb es massiv auf den Schnitt ankommt. Die Retourenquoten bei Zalando und Co kommen nicht von irgendwo her. Ich bevorzuge daher den Klamottenkauf im stationären Handel, wo ich anprobieren kann. Ich kaufe nicht im Versandhandel, weil ich wahrscheinlich viel zu viel zurückschicken müsste. Eine Ausnahme gibt es aber: bei Jeans bieten viele Firmen jahrelang dieselben Schnitte an. Hier geh ich einfach in den Laden, suche die Marke, den Schnitt und die passende Größe und werde schnell fündig. Ich kaufe schon seit 13 Jahren denselben Jeansschnitt.
Ich gehe jedoch davon aus, dass Sie die Teile, welche Sie nicht ausgewählt haben, zurück zur entsprechenden Stange bringen werden. Insofern geht es ja nicht um um die Unsitte, nicht Ausgewähltes einfach liegen zu lassen, seien es 4 oder mehr Stücke.

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Korken 16.12.2018, 23:19
65. Gelbe Sticker

Gelbe Sticker zur Verkaufserfolgsmessung? Der Schwachsinn kann nur von einem BWLer kommen.

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mb88 16.12.2018, 23:20
66. Andere Öffnungszeiten??

An alle Schlauberger die hier meinen die Geschäfte sollten ihre Öffnungszeiten den Kunden anpassen und noch länger Geöffnet haben. Was meint ihr eigentlich wer in diesen Geschäften arbeitet? Etwa die Hälfte davon sind Teilzeitkräfte die Zuhause ihre Familien und Kinder haben und die auch gerne mit der Familie zusammen essen würden. Ich selber erlebe es immer wieder das bei diesen tollen Moonlightshoppings, wo ihr doch mal endlich in Ruhe einkaufen gehen könntet, das Kaufhaus leer ist...
Außerdem ist die Dame die diesen Text verfasst hat in der Textilbranche und bei einer 40 Stunden Woche wird man es denke ich schon schaffen sich eine Hose an einem Samstag zu kaufen.

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capote 16.12.2018, 23:21
67. Fachgeschäft

Zitat von ctwalt
Von 1989-1992 gelernt, Während und danach GERN die letzten vier Wochen vor Weihnachten 60h pro Woche gearbeitet weil Kunden,Betriebsklima und Bezahlung den Stress ausgeglichen haben. Ab Ende der 90er ging es dann los mit der www Konkurrenz, Berstung gern umsonst mitgenommen, Geld dann anderweitig ausgegeben. Die Personaler haben dann versucht, mit viel billigem Personal gegenzuhalten. Fähige, eloquente und sachkundige Verkäufer hatten aber wenig Lust darauf und haben gekündigt. Wer sich heute in ein Fachgeschäft begibt, ist bis auf ganz wenige Ausnshmen nach wenigen Minuten genervt. Wie es gar nicht geht, zeigen MediaMarkt und Saturn aber die Götter der Geschäftsleitung wissen immer alles besser!
MediaMarkt und Saturn sind aber offenbar die Zukunft,
jedenfalls, was den Geschäftserfolg angeht.

Ich brauche Hemden mit extra langem Arm (+ 5 cm) und entsprechende Hosen. Ich bin Jahre lang 250 km nach Stuttgart gefahren und 250 km zurück aber ich wusste, am Abend hatte ich, was ich wollte. Ich erwarte von einem "Fachgeschäft" ja nicht, dass es eine Riesenauswahl an solchen Sachen gibt, ein weisses, ein blaues und ein karriertes oder gestreiftes Hemd und fertig, aber gar nichts ist auch etwas wenig.

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nadelstich 16.12.2018, 23:24
68. #57

Danke für Ihren Zuspruch (#54) aber ich bin wohl älter als Sie denken. Ich habe diese Erkenntnis längst alleine gemacht.
Trotzdem Danke.

Keine Ahnung in welchem Laden das war ; vllt auch in NL oder USA da gab es neben den Umkleidekabinen so eine Art Boxen in denen die Kunden ihre Anprobierten Sachen ablegen konnten.

In meinen Augen war & ist das sehr sinnvoll.
Den seien wir mal ehrlich; ein Kunde im "shoppingstress" legt die Sachen nie wieder so schön gefaltet zurück wie ein neuer Kunde seine Sachen vorfinden möchte vllt legt er sie sogar falsch ab oder (bei billiger Qualität) beschädigte Ware zurück in die Auslage.

Sachen die einem nicht gehören, egal aus welchem Grund, einfach so auf den Boden zu werfen ist einfach nur Asozial.
Da beißt die Maus keinen Faden ab.
Ende der Diskussion.

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capote 16.12.2018, 23:44
69.

Zitat von tmayer
wieder haben wir eine Berufsgruppe gefunden, die am jammern ist. Mal waren es die Erzieherinnen, mal die Lockführer. Jetzt haben wir die Verkäuferin als Opfer ausgemacht. Ich habe selber jahrelang im Baumarkt als Veräufer gearbeitet. Hier mussten 25kg schwere Säcke geschleppt werden. Dagegen sind die paar Klamotten, die sie rumtragen muss, ein Kinderspiel. Zudem ist es normal, als Verkäufer/in den ganzen Tag zu stehen. Und wer im Verkauf zu tun hat, hat mit Menschen zu tun....eben auch mit schlecht erzogenen. Lassen sie sich umschulen und machen sie einen Bürojob. In Deutschland herscht freie Berufswahl! Soll ich ihnen was sagen? Ich bin jetzt Betriebsleiter in der Garten- und Landschaftspflege, verantwortlich für 70 Mitarbeiter. Meine Jungs müssen bei jedem Wetter raus. Bei Hitze/Kälte/Regen/Schnee. Sie dagegen arbeiten in einem klimatisierten Verkaufsraum. Heute morgen hatten wir einen Winterdiensteinsatz. Meine Mitarbeiter mussten schon um 4 Uhr raus (am Sonntagmorgen!). Gejammert hat da keiner. Die Arbeit muss halt gemacht werden. So einfach ist das.
Ich bin 2-fach studierter Akademiker (MINT-Fächer) wenn bei uns Not an Mann war, musste ich auch raus, Service leisten, na und ? Dann hatte eine unserer deutsche Niederlassungen Grippewelle, man hat Personal aus der Schweiz angefordert, also musste ich auch antreten. 1 Jahr später, der selbe Kunde aus Deutschland, er brauche Hilfe, ob ich kommen könnte.... muss ich erst mal fragen, ob ich darf.... ich durfte..... also, man hätte jeden Morgen eine Betriebsstörung beim Anfahren der Anlage und der Tag würde um 06.00 Uhr beginnen.... Kein Problem, also morgen um 06.00 Uhr bei Ihnen. .... 2 Stunden später ein Anruf, das ginge nicht, man hätte Zusatzaufträge und müsse den Betrieb um 04.30 Uhr starten. Auch gut, also ich bin um 04.30 Uhr bei Ihnen auf der Matte. ... Alles geklappt wie geplant, ich war 1 Stunde zu früh da, weil ich Nachts nur einen Bruchteil der Fahrzeit brauchte. Problem analysiert und geklärt, es war das Prozessleitsystem und nicht unsere Anlagen. Um einen technischen Fachmann um 04.30 Uhr zu bekommen, muss man Hilfe aus der Schweiz anfordern, das sagt ALLES. ...und dann noch einen doppelten Akademiker, der eigentlich einen Bürojob hat.
Man würde den Verkäuferinnen am besten sagen, Sie bleiben am Besten gleich ganz Zuhause und müssen sich dann nicht mehr durch den Job hier gestört fühlen, Sie sind entlassen !

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