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Jobwechsel: Arbeitnehmer in Deutschland sind ihrer Firma treu
DPA

Mal schnell einem besseren Angebot folgen? Angestellte in Deutschland reizt das nicht besonders. Sie bleiben lieber lange beim selben Arbeitgeber, zeigen aktuelle Zahlen. Manchmal sogar sehr lange.

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Rooo 28.04.2017, 15:16
1. Ich vermute eher, dass der Arbeitsmarkt eben doch nicht so rosig ist

Ich vermute eher, dass der Arbeitsmarkt eben doch nicht so rosig ist, wie uns hier jeden Tag per Jubelmeldung glaubhaft gemacht werden soll. Die Arbeitnehmer wissen, dass sie fast alle ersetzbar sind und bekommen eben keine Angebote mit besseren Konditionen von den Wettbewerbern, sondern müssen sich im Alter schon so in das Unternehmen gezeckt haben, dass man sie wenigstens aus Mitleid nicht mehr einfach so kurz vor der Rente entsorgt.

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unaufgeregter 28.04.2017, 15:20
2. Altersfrage

Mit Ende 50, einer bezahlten Immobilie in guter Lage, kann ich dem Ortswechsel nichts mehr abgewinnen. Ab einem gewissen Alter sind andere Dinge wichtiger als die vermeintliche Karriere.

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marthaimschnee 28.04.2017, 15:21
3. und das verwundert auch nicht weiter

Niemand den ich kenne, hat Bock auf die Risiken, die ein Jobwechsel mit sich bringt, noch auf die damit verbundenen Unannehmlichkeiten wie zB Umziehen. In dieser Hinsicht waren die ganzen Flexibilisierungsbemühungen im Zuge der Agenda 2010 ziemlich kontraproduktiv, denn anstatt den Arbeitsmarkt flexibler zu machen, haben sie die Unsicherheit so dermaßen verstärkt, daß viele gerade der besser Qualifizierten sich scheuen, eine grünere Wiese zu suchen, selbst wenn das finanziell attraktiver wäre (sofern überhaupt).

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achterhoeker 28.04.2017, 16:13
4. Klare Sache

Viele Firmen machen es sich auch leicht. Jobangaben klar dargestellt, aber in Summe ist klar zu erkennen das ein Interner die Stelle kriegt. Andere Personalstelle erinnert das eine Bewerbung online gibt. Man musste erstmal suchen bei wem sie abgeblieben ist. Andere Firma schickte Angebote auf eine Initiativbewerbung die absolut nicht dem Bewerberprofil entsprachen.
Das Schlimmste ist, das ab 50 der Ofen aus ist.

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spon_3055608 28.04.2017, 16:15
5. Wie ist's tatsächlich?

Ich vermute, daß die wirkliche Dauer von Arbeitsverhältnissen noch länger ist als in der hier angegangenen Untersuchung, - Man müsst allerdings dazu wissen, wie genau gefragt wurde-, denn so ab etwa 1983 erhielt ein Großteil der Arbeitnehmer nur noch Kurzzeit- Arbeitsverträge (oder gar keine), die aber häufig wiederholt wurden. Ich habe zB. beim gleichen Arbeitgeber mit 4 sich wiederholenden 2-Jahrsvertägen gearbeitet. Und so ging's bei andern Arbeitgebern weiter. Das führt unter anderem die Vorstellungen von Frau Nahles, dass die Betriebsrente ein essenzieller Bestandteil der Altersversorgung sein soll ad absurdum.

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Hamberliner 28.04.2017, 16:41
6. beleidigende Unterstellung einer Chefhörigkeit

Da hat wohl jemand etwas falsch verstanden und aus den Fakten die falschen Schlüsse gezogen. Warum sollte ich die Früchte meiner Forschungsprojekte, meine Erfahrung, meinen Quellcode, meine mathematischen Herleitungen, meine Systemidentifikationsmethoden, meine Stammkunden wegschmeißen und anderswo mit etwas ganz anderem noch einmal ganz von vorn anfangen?
Ich bleibe nicht meinem Arbeitgeber treu, sondern ich bleibe dem treu, was ich mir aufgebaut habe, was meinen Wettbewerbsvorsprung ausmacht, was mir Genuss bei der Arbeit garantiert, was den Unterschied zwischen mir und den Greenhorns frisch von der Uni ausmacht. Ich bleibe mir selber treu. Unsere Geschäftsführerin hat schon einen Mann, der brauche ich nicht treu zu bleiben.

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Sonnenschein11 28.04.2017, 16:54
7. Wir deutsche sind in tiefen inneren introvertiert

Und das mit Recht.
Wenn man den Arbeitgeber die treue hält, hat man unter Umständen vielleicht 100,-€ oder 200,-€ Verlust im Monat. Aber was hat man für Vorteile, wenn man dem Arbeitgeber die treue hält? Man bekommt regelmäßig sein Gehalt, man hat meist mehr Freiheiten u.s.w.
Unterm strich kann ich den Wunsch vieler Arbeitnehmer sehr gut verstehen, die am lieben von der Lehre an bis zum Renteneintritt bei einem und dem selben Unternehmen bleiben wollen.
Die, die immer herumspringen, leben all zu oft in der Gefahr den Zug zu verpassen. Mit der Gefahr, das sie in Harz4 rutschen. Na toll, da haben sie aber was gekonnt.

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HansPa 28.04.2017, 18:34
8. Unfug!

Je länger ich in der Bude bin, desto schwieriger die Kündigung. Das! Und nur das sind die Gründe. Arbeitnehmertreue... selten so gelacht.

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paulhaupt 28.04.2017, 19:33
9. Ach?

Uns wurde doch immer erzählt, wer beruflich vorwärts kommen und Karriere machen muß spätestens alle 18 Monate den Job wechseln und wer der totale Checker sein will wechselt dabei auch gleich die Branche und den Beruf. Nanu? Ist wohl doch nicht so?

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