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Junge Akademiker: Oft zu forsch bei der Bewerbung
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Frisch von der Uni und her mit der Karriere: Eine Studie zeigt, dass junge Akademiker im Bewerbungsgespräch häufig zu ehrgeizig auftreten - und damit Arbeitgeber verprellen.

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Miere 12.08.2016, 04:56
1. Ist das wirklich alles?

Was ist mit "richtige Kleidung und Frisur", gutaussehend, gemeinsamen Bekannten, oder auch so was wie "keine Frau" oder falls doch: "kann überzeugend vortragen dass sie auf keinen Fall Kinder will"?

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bauern-muenchen 12.08.2016, 05:10
2. Demut und Huldigung

Ich fasse also mal zusammen: Die befragten Arbeitgeber hätten es gerne, dass der Kandidat schon mal (fast) kostenlos in Form von Praktikum o.ä. bei denen gearbeitet hat. Weiterhin darf der Bewerber froh sein, wenn die Firma sich dazu herab lässt, ihn einzustellen. Solch Verhalten von Arbeitgebern spricht sich herum. Die Daten sind eventuell dadurch verfälscht, dass sich bei solchen Firmen nur die schlechten Akademiker bewerben. Gute haben es nicht nötig.

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petra.stein 12.08.2016, 06:23
3.

Ich habe beruflich sehr viel mit Studenten zu tun. --Was die als an den Tag legen..da schüttel ich nur mit dem Kopf. Die meinen, nur weil sie studiert haben, können sie jemanden, der über 30 jahre Berufserfahrung hat, das Wasser reichen.

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dbeck90 12.08.2016, 06:28
4. Studies halt

Wollen alles, haben aber keine Arbeitserfahrung. Ausbildung ist da besser. Dauert genauso lang wie Studium + betriebliche Erfahrung. Leider weiß das keiner der Studierenden. Studieren sollte nur, wer mind. den Master will. Bachelor = nix wert.

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n.erd 12.08.2016, 06:29
5. Bereits bekannt ...

In unserem Unternehmen stellen sich die Bologna-Absolventen nicht in die zweite Reihe, um von den "alten Hasen" zu lernen, sonder erkecken sich zu fordern, was das Unternehmen einem bieten kann, um ihn zu halten. Der eine mag dies als gesundes Selbstbewusstsein bezeichnen, ich erkenne hierin eine übertriebene Ich-Bezogenheit und Dreistigkeit.
Wir dürfen auch nicht vergessen, dass selbst Master-Absolventen heute keine Generalisten, sondern konforme Spezialisten sind, denen i.d.R. ein breiter Horizont an Allgemeinbildung fehlt. Dies kann man jederzeit spüren und "erleiden". Bildung und Wissen - die Ressourcen unseres Landes - verkümmern wegen eines dummen Kultussystems.
Wir sollten aus dem Bologna- heraus zu unserem Humboldt-Prinzip zurückkehren und wieder solidarische statt individualistische Erziehung fördern. Denn daraus resultieren diese Ego-Machos.

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_gimli_ 12.08.2016, 06:36
6.

Ich kann den jungen Leuten nur eines raten: Lasst euch nicht von den Personalern an der Nase herumführen und macht nur sehr begrenzt Abstriche bei Anspruch und Gehalt, wenn ihr auf eurem Gebiet wirklich gut seid. Bewerbt euch auch außerhalb Deutschlands. Schaut euch auch nach guten Mittelstandsunternehmen im. Da mag das Gehalt am Anfang etwas geringer sein, man bekommt aber schnell verantwortungsvollViele Aufgaben und kann nach einigen Jahren immer noch wechseln. Unternehmen reden einerseits vom Fachkräftemangel und sind andererseits nicht Willens, attraktive Angebote zu machen. Ich habe schon Bewerber erlebt, die während des Bewerbungsgesprächs aufgestanden sind, sich höflich verabschiedet haben und gegangen sind.

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Subco1979 12.08.2016, 06:59
7. Erfahrung

Wie wörtlich man Karriereberater und sonstige Ratgeber nehmen kann, gehört eben auch zur Berufserfahrung. Ebenso die kritische Selbsteinschätzung.

Schade, dass die Studie das Thema Auslandserfahrung nicht weiter beleuchtet. Ich persönlich stelle mir vor, dass dies je nach Berufsfeld, Position im Unternehmen und Unternehmenstyp unterschiedlich ist.

Ein wirklicher Ersatz für zuverlässige, qualitativ gute Arbeit ist aber weder der Auslandsaufenthalt, noch die Gehaltsvorstellung oder die Endnote im Studium. Nicht unbedingt für den allerersten Job (weiß das Unternehmen oft noch nicht), aber für alles danach.

Und Führungs-Karrieren gehen eh nach anderen Kriterien...

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Actionscript 12.08.2016, 07:08
8. Unterordnen

Es zeigt sich hier, dass die Arbeitgeber junge willige untergeordnete Mitarbeiter wollen, die billig sind und nur tun, was man ihnen sagt. Solche Mitarbeiter mit Auslandsaufenthalt könnten vielleicht Arbeits-Erfahrungen mitbringen, die in Deutschland nicht erwünscht sind. Das wird dann dazu führen, daß mehr Akademiker auswandern.

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klima66 12.08.2016, 07:10
9. Lasst die Mädels und Jungs doch forsch sein!

Wo ist denn dabei das Problem?
Wenn Sie forsch sind - sollen sie sich forsch zeigen.
Problem ist doch eher, dass sich viele so präsentieren wie es ihnen vorgegeben oder empfohlen wird (Bücher, Eltern, Web).
Das funktioniert vielleicht bei einigen möchtergern Personalern ( das sind die, die auch nur Fragen aus den Beratungsbüchern stellen - Wo sehen sie sich in 5 Jahren ).

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