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Junge Akademiker: Oft zu forsch bei der Bewerbung
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Frisch von der Uni und her mit der Karriere: Eine Studie zeigt, dass junge Akademiker im Bewerbungsgespräch häufig zu ehrgeizig auftreten - und damit Arbeitgeber verprellen.

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Hamberliner 12.08.2016, 09:13
30. Ehrgeiz und Überheblichkeit ist zweierlei.

Der Artikel verwechselt Ehrgeiz mit Überheblichkeit. Es ist nicht ehrgeizig, besonders schnell "Karriere" machen oder ein besonders hohes Gehalt ergattern zu wollen, sondern es ist ehrgeizig, sich an besonders schwierigen fachlichen Problemen zu versuchen. Warum sollten Arbeitgeber gegen zweiteres etwas einzuwenden haben?
Was sehr schlecht ankommt ist, wenn Praktikanten oder frisch gebackene Absolventen versuchen, uns uns älteren erfahrenen Spezialisten zu erklären, wie wir unsere Arbeit zu machen haben.

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Plasmabruzzler 12.08.2016, 09:15
31.

Zitat von tpro
Willkommen in der Realität. Gäbe es den Fachkräftemangel wirklich, wären die Tageszeitungen, wegen der Stellenanzeigen, jeden Tag 10cm dick.
... und stattdessen findet man in einschlägigen Job- und Karriereportalen sowie Zeitungen und Aushängen in Hochschulen überwiegend Angebote von Zeitarbeitsfirmen, Arbeitnehmerüberlassungen und dergleichen. Gäbe es den Fachkräftemangel wirklich, würden die Fachkräfte sofort unbefristet eingestellt bei der Firma, die angeblich jemanden sucht. Ggf. noch mit Komfortleistungen wie Dienstwagen klimatisiertes Büro usw. Statt dessen darf man sich durch Assessment-Center quälen. Früher ging sogar noch der Handwerksmeister in Hauptschulklassen und suchte nach Lehrlingen. Heute ist auch dort der Bewerber-Irrsinn mit allen erdenklichen Schikanen angesagt.

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Spiegelleserin57 12.08.2016, 09:22
32. oh nein...

Zitat von bauern-muenchen
Ich fasse also mal zusammen: Die befragten Arbeitgeber hätten es gerne, dass der Kandidat schon mal (fast) kostenlos in Form von Praktikum o.ä. bei denen gearbeitet hat. Weiterhin darf der Bewerber froh sein, wenn die Firma sich dazu herab lässt, ihn einzustellen. Solch Verhalten von Arbeitgebern spricht sich herum. Die Daten sind eventuell dadurch verfälscht, dass sich bei solchen Firmen nur die schlechten Akademiker bewerben. Gute haben es nicht nötig.
das wäre das andere Extrem!
Ich habe sehr sehr viele Studenten erlebt und diese fordern anstatt ihre eigenen Fähigkeiten zu sehen und zu akzeptieren dass sie wieder am Anfang stehen ..dieses Mal des Arbeitslebens.
Man muss nicht glauben dass man mit einem Studium gleich der Chef eines Unternehmens ist.
Daher kann den Artikel durchaus nachvoll ziehen.
Jeder Arbeitnehmer muss auch schauen was er dem Unternehmen zu BIETEN hat. Ein Studium ist da noch zu wenig!

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Spiegelleserin57 12.08.2016, 09:24
33. bei erfahrenes Chefs wirkt dies...

Zitat von klima66
Wo ist denn dabei das Problem? Wenn Sie forsch sind - sollen sie sich forsch zeigen. Problem ist doch eher, dass ......
überheblich und arrogant! Werwill schon einen neuen Arbeitnehmer der sich gleich als Chef darstellt und seine Qualifikation gar bewiesen hat.

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hajoschneider 12.08.2016, 09:27
34. Das Geheimnis ...

... dürfte Authenzität heißen. Was nützt es, wenn ich forsch auftrete, auf jeder erfahrene Personaler die heiße Luft dahinter spürt. Lasst euch nicht zu etwas überreden, was ihr nicht seid.Sei ehrlich und verkaufe Dich. so wie Du bist. Was ja nicht heißt, dass man alle Schwächen auf den Tisch legen soll.

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ecki_aus_f 12.08.2016, 09:27
35. Arbeitgeber im Tiefschlaf

Vielleicht sollten sich die Arbeitgeber an die neue Zeit anpassen. Die Kriterien, nach denen sie auswählen, sind nicht mehr up-to-date, aus den 60ern. So kann man den Fachkräftemangel auch herbeireden.

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Spiegelleserin57 12.08.2016, 09:30
36. man darf nicht vergessen dass der Trend...

Zitat von Plasmabruzzler
Auch in SPON Artikeln wird regelmäßig gepredigt, dass man forsch auftreten sollte - nun das Gegenteil. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Es kann bspw. nicht sein, dass man als diplomierter Ingenieur im Maschinenbau 30.000 EUR als Anfangsgehalt geboten bekommt (obwohl man ggf. als Geselle schon mehr bekommen hat), dem Personaler den Vogel zeigt und der sich dann beschwert, dass man zu fordernd sei. Wohlgemerkt: es gibt die Probezeit, um jemanden kennen zu lernen, von daher zieht es nicht, wenn man behauptet, das Anfangsgehalt wäre ja nur zum Kennenlernen. Es gibt sehr viele Akademiker, die jedes Jahr auswandern. Ich glaube kaum, dass diese zu fordernd auftreten, sondern ihren Preis kennen und der woanders gezahlt wird.
zur Zeit dahin geht dass billigere Arbeitskräfte die Arbeit der Akademiker erledigen und das kann auch funktionieren denn es gibt sehr viele Leute die nicht studiert haben durchaus akademische Qualifikationen besitzen ohne Studium.
Ein Anfangsgehalt dient wohl eher dazu dass der Bewerber erst mal seine Qualifikationen dem Arbeitgeber beweisen soll und auch Berufserfahrungen sammeln soll die er nicht hat. Erst mit diesen kann er auch ein höheres Gehalt fordern.

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acitapple 12.08.2016, 09:35
37.

Zitat von petra.stein
Ich habe beruflich sehr viel mit Studenten zu tun. --Was die als an den Tag legen..da schüttel ich nur mit dem Kopf. Die meinen, nur weil sie studiert haben, können sie jemanden, der über 30 jahre Berufserfahrung hat, das Wasser reichen.
Natürlich. Die Bildungsanstalten müssen ihre eigene Leistung auch verkaufen und trichtern denen sowas dann ein. Hatte auch mal so einen bekommen, der dann gleich am ersten Tag meinte er zeige uns jetzt mal wie unser Job "richtig" gemacht wird. Er hatte KEINE Ahnung vom Berufsleben und vom Fach nur ansatzweise theoretische Kenntnisse. Hat er alles durch Selbstbewußtsein wettgemacht. Die Ernüchterung kam schnell...

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Meconopsis 12.08.2016, 09:40
38. Viele von denen werden noch oft auf die Nase fallen

Zitat von n.erd
Wir dürfen auch nicht vergessen, dass selbst Master-Absolventen heute keine Generalisten, sondern konforme Spezialisten sind, denen i.d.R. ein breiter Horizont an Allgemeinbildung fehlt.
Schöner und prägnanter kann mans nicht sagen.

Was mich immer wieder erschreckt, ist das ungeheure Selbstbewusstsein in einem relevanten Teil der Generation unter 25. Auch und gerade bei vielen Mädels. So waren wir in den 80er und 90er-Jahren jedenfalls nicht. Da gab es zwar immer auch einzelne dieser Gattung, aber nicht diese Häufung von Gestörten, wie wir sie heute sehen können. Smartphone & Co. und die damit verbundenen grundsätzlichen Veränderungen in der Kommunikation dürften maßgeblich dazu beitragen. Es wird generell weniger reflektiert und analysiert und es werden rasch Urteile gefällt und feste Meinungen geäußert, obwohl die Lage meistens gar nicht so klar ist. Hauptsache schnell - ganz schnell was gesagt, bevor der andere überhaupt zu Wort kommt.

Viele von denen werden noch oft auf die Nase fallen. Ob und was sie daraus lernen, wird man sehen. Tiefere Kenntnisse kommen jedenfalls erst mit der Erfahrung im Berufsleben und nach vielen Projekten.

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acitapple 12.08.2016, 09:42
39.

Zitat von raddy
Wenn jemand dies alles vorweisen kann, kann ich nur jemanden nehmen der von zu Hause stark gefördert wurde. Was ich wichtiger finde: 1. Vorab eine Ausbildung 2. Wenn jemand nebenher gearbeitet hat, nicht kellnern sondern in seinem Studienbereich. Dann kann das Studium auch mal 2 Semester länger dauern und die Note ist 2,5 statt 1,5 3. Eigene Wohnung. Dies ist wichtig, denn ich will einen belastbaren selbstständigen Mitarbeiter und keinen von Beruf Sohn/Tochter Mitarbeiter.
Gab es nicht erst kürzlich einen Artikel in dem beschrieben wurde wie sogar Studenten mittlerweile von ihre Helikoptereltern in die Uni begleitet werden um sich zu organisieren ? Selbständigkeit scheint kein hoch bewerteter Faktor mehr zu sein.

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