Forum: Karriere
Junge Franzosen in Deutschland: "Alles ist besser, als in Frankreich zu sein"
Hanna Gieffers

Vom Spießerland zum Jobmagnet: Um der Arbeitslosigkeit in ihrer Heimat zu entfliehen, zieht es immer mehr junge Franzosen nach Deutschland. Doch nicht für alle geht der Traum vom festen Job in Erfüllung.

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Crom 03.04.2014, 11:58
70.

Zitat von satissa
Zu guter letzt: Welches G7 Land hat die niedrigsten Fremdsprachenkenntnisse: England oder USA?
Kann ja nur die USA sein, da England ja gar nicht G7-Staat ist sondern nur ein Teil von UK.

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denkdochmal 03.04.2014, 18:42
71. Lassen Sie doch diese dümmlichen Kommentare weg!

Zitat von comment09
Das sozialistische Experiment ist auch hier gescheitert. Wenn es mehr Personen gibt, die vom Staat Einkommen beziehen, als solche, die an den Staat bezahlen, kann die Rechnung nur mit einem Defizit enden.
Beginnen Sie einmal mit dem Schuldenstand vor Kohl, genannt Birne (niemanden wird es schlechter gehen, "blühernde Landschaften"), und verfolgen Sie, wie er sich unter welchen Finanz- und Wirtschaftstitanen entwickelt hat.
Wem geht es schlechter? Ca, 80% der Bevölkerung, Rentner eingeschlossen. Die Finanzsachverständige Calamity Angie erdreistete sich, den West-Rentnern eine "Erhöhung"=dreiste Veralberung von sage und schreibe 0,25% zu gönnen, wobei vermutlich die Umstellung mehr gekostet hat als das elende Bare, das bei Rentnern gelandet ist.
Kann ein Facharbeiter allein noch seine Familie ernähren?
Wie steht es mit der Zwangsunterstützung der Industrie beim Strom, durch den "kleinen Mann", bei dem eine verkommene sPD auch noch den dicken Max macht?
Was ist mit dem Faß ohne Boden und bester Rendite bei den Agierenden im sogenannten "Gesundheitswesen"?
Wie hat sich der Reichtum bei der Lobbyisten-Klientel entwickelt?
Das mal nur für den Anfang.
So, nun arbeiten Sie mal schön und melden Sie sich wieder, wenn Sie ein wenig klüger und einsichtiger geworden sind.
Einen schönen Abend!

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frankubags 04.04.2014, 05:51
72. ...und andersrum...

...habe vor 2 Monate im Alter von 54 einen Job in Paris angefangen. Das geht auch!

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Olaf 04.04.2014, 08:18
73.

Zitat von sysop
Vom Spießerland zum Jobmagnet: Um der Arbeitslosigkeit in ihrer Heimat zu entfliehen, zieht es immer mehr junge Franzosen nach Deutschland. Doch nicht für alle geht der Traum vom festen Job in Erfüllung.
Willkommen in Deutschland und viel Glück bei der Jobsuche!

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Ngt 04.04.2014, 10:34
74.

Bin auch ein Expat aus Frankreich. Leben hier ist unvergleichbar. Ich bleibe hier bestimmt noch für Jahren...

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Maya2003 04.04.2014, 12:56
75.

Zitat von powerranger
Und wer hat's verursacht? Genau... der Hollande und seine Sozialisten.....
Die Strukturprobleme frankreichs sind weit älter - und Sarkozy wurde abgewählt weil auch bei hm auf Ankündigungen keine Taten folgten.
Hollande mag versagt haben, die Grundprobleme mangelnde Wettberwerbsfähigkeit und schlechte Chancen für Jugendliche gab es schon lange Zeit.
Der Weg Sarkozys war ohne erfolg, der von Hollande augenscheinlich auch. Mit "Sozialismus" hat das, wenn überhaupt, nur am Rande zu tun.

Hollande wird Frankreich jetzt "verschrödern" - ob das ein Fortschritt ist sollen die Franzosen selbst entscheiden. Jedenfalls sollten sie den Blick, im Gegensatz zu Deutschland, doch lieber auf die "Verlierer" richten anstatt kritiklos Scheinerfolge zu feiern die nur einer Minderheit dienen. Es ist nicht alles Gold was über dem Rhein glänzt; auch wenn der neoliberale Mainstream uns immer wieder als "Modell" für Frankreich hinstellt.

Der Nationalstaat kann heute nur noch agieren wenn er sich der Kapitalseite unterwirft. Schröder hat das 2003 gelernt, Hollande weigert sich NOCH das zu akzeptieren. Money rules - so einfach ist das. Und Menschen sind dabei nur noch ein "Kostenfaktor".
Frankreich wird jetzt als letztes großes Land "fallen". Die Märkte werden jubeln und immer neue "Reformen" anmahnen.

Hierzulande weiß man was das bedeutet - unsere französischen Freunde werden es auf die harte Tour lernen. Ob das ganze dann ein Fortschritt ist darf hinterfragt werden.

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andreu66 04.04.2014, 22:56
76. Schröder war's

Chirac hat nicht reformiert, Sarko auch nicht und -hollande macht alles nur noch schlimmer.
Wie einst Blair von Thatcher so profitiert heute Merkel von Schröders unpopulären Reformen. Dabei lebt sie von der Substanz und so wie Britannien inzwischen wieder unten ist, wird es auch Deutschland gehen, wenn in einer globalisiertn Welt nicht weiter reformiert wird.

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Maya2003 05.04.2014, 10:15
77.

Zitat von andreu66
Chirac hat nicht reformiert, Sarko auch nicht und -hollande macht alles nur noch schlimmer. Wie einst Blair von Thatcher so profitiert heute Merkel von Schröders unpopulären Reformen. Dabei lebt sie von der Substanz und so wie Britannien inzwischen wieder unten ist, wird es auch Deutschland gehen, wenn in einer globalisiertn Welt nicht weiter reformiert wird.
In welche Richtung soll denn reformiert werden ? Richtung Kongo vielleicht ?
"Wir" müssen opfer bringen - aber was nicht dazugesagt wird: Damit die Eliten KEINE bringen müssen.

Das 21.Jh. wird wie das 19.; voll von Aufständen, Rebellionen, Revolutionen - die soziale Frage wird wieder aktuell, ist es schon.
Die Gesellschaft muß die Frage beantworten ob sie es weiter zulässt daß wenige profitieren und viele dafür ihrer Lebenschancen beraubt werden.
Aber die Mehrheit wird, wie immer, erst dann aufwachen wenn es ihr an den eigenen Geldbeutel geht. Und ich fürchte daß es dann Blut auf den Strassen geben wird - Frankreich hat damit große Erfahrung, während hierzulande Ruhe erste Bürgerpflicht ist, d.h. die Deutschen beugen noch den Rücken wenn andere schon handeln.

Unsere Kinder und Enkel werden den Preis der verfehlten Politik seit 1989/90 zahlen und uns für unsere Kurzsichtigkeit, den verengten Blick NUR auf den Mammon, einst verfluchen.
Es gibt eben Dinge die wichtiger sind als Bilanzen - gerade Parteien die sich "christlich" oder sozial" nennen sollten einmal darüber nachdenken.
Hollande mag das getan haben und in seiner Naivität vergessen haben wer WIRKLICH die Richtung bestimmt in der sich Frankreich und seine Gesellschaft bewegen sollen. Er wird sich jetzt seiner Machtlosigkeit bewusst - zehn Jahre nach Schröder.

Das neoliberale Rollback geht unbegrenzt weiter. Und alle die es immer noch loben erkennen nicht daß sie nur ersetzbare kleine Ameisen sind im Spiel des großen Geldes und seiner Vasalllen in Politik und Medien. Das Zeitalter der Alternativlosigkeit eben.

Frankreich erlebt jetzt das was uns seit Jahren vertraut ist.

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Avantime2000 05.04.2014, 11:43
78.

Zitat von Maya2003
In welche Richtung soll denn reformiert werden ? Richtung Kongo vielleicht ? Frankreich erlebt jetzt das was uns seit Jahren vertraut ist.
Reformen, die zum Beispiel helfen würden, wären eine Entlastung von Steuern und Sozialabgaben gerade für Kleinbetriebe und den Mittelstand.

Aber jetzt eine Frage: Was erlebe ich jetzt konkret in Frankreich, was Ihnen seit Jahren vertraut ist?

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JannisKomplizis 05.04.2014, 14:12
79. Geht mal raus und guckt euch um..

Zitat von postmaterialist2011
Sarkozy hat den Karren tief in den Dreck gefahren, erst unter Hollande zeigte sich wie dünn der Zuckerguss war. Deutschland als Vorbild taugt meiner Meinung auch nicht unbedingt, kein Mindestlohn, Dauerpraktika, Befristung bis zum Abwinken gibt jungen Leuten auch nicht gerade die gesuchte Perspektive. Bei uns allerdings haben Schröder und Merkel den Karren gemeinsam in den Dreck gefahren, mir graut schon vor all den Armutsrentnern in 10 bis 15 Jahren die auf der Strasse nach Essbarem suchen müssen weil die Minirente kaum mehr für ein menschenwürdiges Leben reichen wird. Vor 25 Jahren konnte ein Facharbeiter eine 4-köpfige Familie versorgen, im Sommer in den Urlaub fahren, Eigentum schaffen und für die Zukunft sparen. Heute ist dies selbst einer doppelverdienenden Akademikerfamilie immer seltener möglich. Dafür haben die Top 10% in Deutschland einen ungeahnten Vermögenszuwachs erzielt und wissen oftmals gar nicht wohin mit all dem Geld.
DANK dem Postmaterialisten. So isses. Hier kann sich der Normalo außer Futter und Dosenbier nichts im Überfluss leisten. Akademiker"flut", angeblich Facharbeiter"mangel", Bolognaprozess, G8-Gymnasium, duale Ausbildung, hört mir auf, Mensch! Die Politik lässt sich von Lobbyisten vor den Karren spannen, wie es gerade passt und was angesagt ist. Fahrnse mal mit der Stadtbahn durch Köln und gucken Sie sich die "Menschenleben" hier an. Das ist hier Mindestlohnstandard...Die Franzosen kommen nur wegen der Perspektivlosigkeit hierher und nicht, weil sie den deutschen Michel lieb gewonnen haben. Das erzähle ich gerne der Akademiker-Elite-Autorin von SPON, die jetzt nach unzähligen Highend-Praktika zurück an die Deutsche Journalistenschule in München gehen darf, um noch mehr Geld für ihre Karriere auszugeben...Mir reicht langsam die Verdrehung des Erlebten im Alltäglichen durch derlei Berichte.

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