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Junge Ökonomen: "Den Job bekommt der Karrierist, nicht der Querdenker"

Drei Typen bevölkern die Wirtschaftswissenschaften: Karrieristen, Freizeit-Könige und eine Handvoll Idealisten. Fast alle Studenten suchen allein das Geld und den Erfolg, sagt Lutz von Rosenstiel. Im Interview spricht der Münchner Forscher über den Mangel an Moral bei den Managern von morgen.

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merapi22 06.04.2011, 08:57
1. Nur noch sozial eingestellte Studenten sollten Manager werden!

Zitat von sysop
Drei Typen bevölkern die Wirtschaftswissenschaften: Karrieristen, Freizeit-Könige und eine Handvoll Idealisten. Fast alle Studenten suchen allein das Geld und den Erfolg, sagt Lutz von Rosenstiel. Im Interview spricht der Münchner Forscher über den Mangel an Moral bei den Managern von morgen.
Unverhofft kommt oft! Nur wer sich sozial arrangiert, ein Querdenker ist und Ideen für eine bessere und gerechtere Zukunft hat sollte Kariere machen.
Vielleicht setzt sich das durch wenn das BGE eingeführt wird, darum alle man 8. April zur BGE-Demo nach Berlin, Beginn 14 Uhr am Brandenburger Tor!
http://www.youtube.com/watch?v=fBUuP2XfSQY

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Deepthought42.0815 06.04.2011, 09:11
2. hohle Sprücheklopferei um Progressivität vorzutäuschen

Querdenker zu sein oder zu fordern ist immer nur ein wohlfeiler inhaltsloser Spruch, sowohl von Bewerbern als auch Personalleuten - nahezu egal in welcher Branche, es gibt nur wenige Ausnahmen.
Genommen bzw. bevorzugt wird der aalglatte kantenlose und systemkonforme Schmierölappen. Das ist so, aber man muß ja nicht in oder für solche Firmen arbeiten und kann die ganz wenigen suchen wo das nicht zutrifft.

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J4cky 06.04.2011, 09:24
3. ...

Zitat von merapi22
Unverhofft kommt oft! Nur wer sich sozial arrangiert, ein Querdenker ist und Ideen für eine bessere und gerechtere Zukunft hat sollte Kariere machen.
Genau und der Staat sollte dafür sorgen, dass jeder Mittags sein Hähnchin mit Kartoffeln und Soße bekommt. Ihre und weitere Ideen von Foristen sind quasi auf der Stufe von Zensursula. Im Prinzip eine nette Idee, aber unter Restriktion der Realität eine Totgeburt.

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R1181 06.04.2011, 09:31
4. Entspricht meiner Erfahrung

Ich habe mehrfach an Assessments großer Unternehmen teilgenommen, war aber als Politologe eher Außenseiter. Es war für mich total frappierend, dass die meisten der anwesenden Kandidaten keinerlei Interesse an dem zur Vergabe anstehenden Job hatten. Viele stellten sich nur die Frage, welche Karriere durch einen Einstieg bei dieser Firma später begünstigt würde. Wenn ich denen sagte, ich fände es spannend, die angebotene berufliche Aufgabe anzugehen, erntete ich nur abfällige Blicke. Selbstredend bin ich nicht genommen worden.
Später habe ich bei einem großen Industrieverband gearbeitet. Bei einer Werbe-Tagung für Studenten der Betriebswirtschaft wurde ein junger Manager als Starredner eingeladen, der innerhalb eines Jahres bei drei Firmen war und mit jedem Wechsel eine Stufe der Karriereleiter nach oben geklettert war. Die anwesenden Chefs fanden den super. Die Frage, ob auch nur einer der Arbeitgeber dieses Karrieristen irgendwas von seiner Beschäftigung gehabt hatte, stellte sich offenbar nicht. Die hätten den alle sofort eingestellt. Und priesen ihn als Vorbild für den Nachwuchs an.
Was soll man da noch sagen?

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MarkH 06.04.2011, 09:40
5. Wer studiert den Scheiss

Zitat von sysop
Drei Typen bevölkern die Wirtschaftswissenschaften: Karrieristen, Freizeit-Könige und eine Handvoll Idealisten. Fast alle Studenten suchen allein das Geld und den Erfolg, sagt Lutz von Rosenstiel. Im Interview spricht der Münchner Forscher über den Mangel an Moral bei den Managern von morgen.
um hinterher ohne Kohle dazustehen ???

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MaliMali 06.04.2011, 09:42
6. Einseitig

Nicht nur auf Gewinn ausgerichtete Unternehmen brauchen faehige BWLer, sondern auch NGOs oder Entwicklungsdienste. Es gibt auch genug BWLer, die sich mit dem schnoeden Geldverdienen allein nicht identifizieren koennen und bewusst eine Aufgabe in letztgenannten Strukturen suchen. Ich wage zu behaupten, dass diese Gruppe nach den ersten fuenf Jahren Berufserfahrung immer groesser wird, wenn sich zahlreiche doch einst karriereorientierten BWLer darauf besinnen, dass das Leben doch noch aus anderen Dingen besteht als der grossen Karriere, fuer die die gesamte Freizeit draufgehen soll. Kenne zig BWLer, zumeist Frauen, aber auch Maenner, die bewusst aus der grossen Karriere ausgestiegen sind. Es gibt eben doch nicht DEN BWLer.

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Flowbama 06.04.2011, 09:44
7. Ökonomie vs. Moral?

Ehrlich gesagt finde ich es etwas seltsam, immer einen Konflikt zwischen Moral und Eigennutz heraufzubeschwören. Das muss keineswegs so sein. An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg kann man beim BWL (oder VWL) Studium ein Modul mit dem Namen "Ethik der sozialen Marktwirtschaft" belegen. Diese Veranstaltung ist durchaus eindrucksvoll, weil sie sehr gut die Zusammenhänge zwischen Gewinnstreben (ein legitimes Ziel) und sozialer Verantwortung (ebenso legitim) erläutert.

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saintof7 06.04.2011, 09:48
8. Rettet die Fruchtfliegen!

Erst die Juristen, dann die Betriebswirtschaftler und was kommt danach?

Ich finds ja ok, wenn sich Spiegel Online verschiedenen Berufsgruppen widmet, aber irgendwie habe ich das GEfühl, dass es keine Artikel über Maurer, Friseure und Maschinenbediener geben wird...
Auch über meine Berufsgruppe wird hier nicht so berichtet, höchstens mal ein Beitrag über "Jeans oder Anzug für Ingenieure?"
Naja, seis drum.

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bunterepublik 06.04.2011, 09:52
9. :-)

Zitat von sysop
Drei Typen bevölkern die Wirtschaftswissenschaften: Karrieristen, Freizeit-Könige und eine Handvoll Idealisten. Fast alle Studenten suchen allein das Geld und den Erfolg, sagt Lutz von Rosenstiel. Im Interview spricht der Münchner Forscher über den Mangel an Moral bei den Managern von morgen.
In meinem Bekanntenkreis war es stets Traum aller BWL-Studenten in Konzerne zu kommen, um mal Vorstand zu werden.....
Komischerweise haben die wenigsten tatsächlich die Karriereleiter erklommen. Die Meisten versauern - mal früher mal später - irgendwo.
In den Mittelstand (gerade auch den "kleinen" Mittelstand), wo man sofort Verantwortung übernehmen müsste, wollte niemand bzw. kaum jemand (außer bei familiären Banden). Die die es dennoch gewagt haben, sind heute glücklicher und erfolgreicher....

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