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Kameraüberwacher im sozialen Brennpunkt: "Ich passe auf alle auf!"
Pia Lenz/ NDR

Wie viel Kontrolle verträgt die Freiheit? Klaus Noll kann die Bewohner der Hochhaussiedlung "Hudekamp" per Kamera bis zur Wohnungstür verfolgen. Die Überwachung ist bei vielen verhasst, doch Noll, den großen Bruder am Monitor - ihn mögen die Mieter.

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niska 19.07.2013, 09:26
40.

Zitat von loeweneule
Auf diese Weise können solche Vermieter wenigstens sicher sein, daß überhaupt Miete gezahlt wird. Schwieriges Thema, diese Überwachungsgeschichte. Wird natürlich am lautstarksten von Leuten kritisiert, die in gepflegt-renovierten Altbauvierteln wohnen, im Bioladen einkaufen und den umliegenden Kneipen verbieten lassen, nach 22 Uhr noch Außengastronomie zu betreiben.
Das ist schon etwas ungerecht und aus der verallgemeinernden Klischeeschublade. Auch in unseren gepflegt-renovierten Altbauwohnungen hatten wir schon mit Mietnomaden mit E-Klasse zu kämpfen. Und verbieten lasse ich nichts.

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loeweneule 19.07.2013, 10:27
41.

Zitat von niska
Das ist schon etwas ungerecht und aus der verallgemeinernden Klischeeschublade. Auch in unseren gepflegt-renovierten Altbauwohnungen hatten wir schon mit Mietnomaden mit E-Klasse zu kämpfen. Und verbieten lasse ich nichts.
Klar ist das aus der Klischeeschublade. Die öffne ich halt allzugern. Trotzdem gibt es das von mir beschriebene Klientel, genau so wie das, das multiethnische Schulen fordert, die eigenen Alexanders und Laras aber auf die Privatschule schicken.

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jujo 19.07.2013, 11:40
42. ...

Zitat von Manitou-01@gmx.de
Video-Überwachung von Hausfluren ist unzulässig, es sei denn, alle Mieter haben dieser vorab zugestimmt.
Das mag juristisch so sein, besteht aber nicht den Praxistest!
Hätten Sie immer noch die gleiche Meinung, wenn Sie dort in irgendeiner Form verantwortlich wären oder nur schlicht und einfach dort in Ruhe ohne größere Belästigungen u.s.w. leben wollten oder müssten?

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MichaelZetti 19.07.2013, 11:51
43. Schnittstelle Mensch

Natürlich gibt es da ein Grummeln im Bauch. Jemand weiß was vor meiner Wohnungstüre passiert- Fast so wie früher auf dem Land. Und dann auch noch dokumentiert.

Endscheidend ist: WER hat darauf zugriff- und wie nutzt dieser die Information zu WELCHEM Zweck?
Ist dieser Jemand vertrauenswürdig und loyal im Bezug auf mich und die Hausgemeinschaft und damit HILFREICH für mich und meine Nachbarn? Werden meine Persönlichkeitsrechte rechtskonform respektiert?

Dann kann so eine Überwachung durchaus auch als- na ja- Segen betrachtet werden.

Sitzt dagegen ein Erfüllungsgehilfe des Staates am Monior, wäre es mehr als naiv,daß nur ein Punkt dieser Anforderungen erfüllt würde.

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tabernakelmenetekel 19.07.2013, 20:39
44. würde ich mir auch für unsere Straße

Wünschen. Dann könnte ich besser schlafen und müsste morgens nicht nach den Ventil kappen der Autoreifen, dem abgetretenen spiegel, dem fahrrad Motorrad oder roller suchen etc. Langfinger haben nämlich auch lange beine und wissen wo es was zu holen gibt

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Kernspalter01 20.07.2013, 13:20
45. Überwachung

Ich kenne solche Häuser weil ich jahrelang Aufzüge entstört habe. Und vor allem in solchen Häusern gibt es unglaublich viele Vandalismusschäden, dass es absolut Sinn macht per Videokamera Hausflure und auch Aufzüge zu überwachen. Das hat nichts mit Freiheitseinschränkung zu tun, sondern es ist blanker Selbstschutz der Hauseigentümer. Weil die Kosten für die Instandsetzung sonst in wahnsinnige Höhen schnellt. Und wenn nebenher noch Dinge wie Drogendeal und Einbrüche und andere kriminelle Dinge aus den Häusern rausgehalten werden ist das absolut positiv. Aber den Grundursachen geht man damit natürlich nicht an den Grund, sondern man schützt eher die vernünftigen Mieter vor Kriminalität und Verrohung.

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bjuv 20.07.2013, 14:36
46. Einfach besser benehmen

und die Videoüberwachung wäre nicht notwendig. Warum Vandalismus stets positiv mit sozialem Status zusammenhängen MUSS, ist unbegreiflich. Leider muss ich die gleichen Erfahrungen auch aus einer westdeutschen Mio-Stadt. bestätigen: Erst nach Cam-Überwachung konnte der Rettungsdienst auch ohne Polizei wieder zu den Patienten in bestimmten Problemvierteln.

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