Forum: Karriere
Karriere als Unternehmensberater: Aufwärts immer, abwärts nimmer
Helene Endres

Junge Unternehmensberater erwartet ein Leben mit bester Bezahlung und reichlich Bonusmeilen. Ihre Karriere kennt nur eine Richtung: hinauf. Wer das Tempo nicht mithält, muss gehen.

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glen13 17.03.2015, 13:38
10.

Ich frage mich immer, wie 32-jährige Berater mit ihrer Lebenserfahrung Unternehmen überhaupt beraten können. Für mich bedeutet Beratung, dass der Berater aus externer Sicht ein Unternehmen analysiert und daraus die Schlüsse zieht, die zu Verbesserungen führen sollen. Das machen Berater aber schon lange nicht mehr. Sie sind reine theoretische Betriebswirtschaftler, die Kosten und Personal reduzieren und so eine kalte, unmenschliche Atmosphäre in Unternehmen produzieren. Möglicherweise sind die Bilanzen des Unternehmens einige Jahre besser, aber dann folgt der kalte Entzug.
Den Beratern ist das egal. Sie arbeiten an ihrer Karriere und snd schon dabei das nächste Unternehmen unmenschlich zu machen.

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lequick 17.03.2015, 13:41
11.

In meinem Umfeld kenne ich drei Firmen, die sich "Unternehmensberater" ins Boot geholt hatten. Alle drei sind 2 - 3 Jahre danach pleite gegangen, die eine war sogar das größte Bauunternehmen in der Umgebung. Sollten jemals zu uns diese "Berater" geholt werden, kündige ich auf der Stelle. Dämliche BWL/VWL Studenten die nichts ordentliches lernen konnten erzählen einem irgendwas von Marktanalysen und Wachstumschancen. Das kann jede Buchhalterin die nur halbtags arbeitet besser.

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mulhollanddrive 17.03.2015, 13:42
12. Der Begriff

wird mir hier viel zu pauschal und nur auf sog. Top-Beratungen gemünzt eingesetzt. In Wirklichkeit umfasst Unternehmensberatung viel mehr, z.B. Außenwirtschaft, Finanzberatung, technisches Marketing, IT, Personal. Und da gibt es zahlreiche, völlig anders gelagerte Firmen.

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glen13 17.03.2015, 13:42
13.

Zitat von bluenote
Jaja, Berater sind ein Hassthema und alle Nicht-Berater ziehen gerne über sie her (sicherlich auch aus Neid, wie gegenüber allen Eliten). Auch ich war mehr als 3 Jahre in einer der Topberatungen. Alles was im Artikel steht stimmt, aber er lässt zwei wichtige Details aus: 1. Up or Out wird nicht als drohendes Damoklesschwert wahrgenommen. In meiner Zeit wurde nur ganz wenigen Leuten gekündigt. Die "Kündigungsangst" ist sogar geringer als in den Unternehmen, wo ich danach war, wo man der Vorgesetztenwillkür ausgesetzt ist. Die Leute gehen allermeist freiwillig, wenn sie die Zeit reif dafür finden. Auch für mich war es nach 3 Jahren dann einfach genug und dann bin ich halt gegangen. 2. Die Leute kommen ja alle freiwillig zu diesen Firmen, wollen ja sogar um jeden Preis dort arbeiten, die wissen alle, was sie erwartet. Und: Ich habe nie wieder mit einer Gruppe von so guten Leuten arbeiten dürfen wie dort. Das macht wahnsinnig Spass, wenn man Freude an dieser Art Arbeit hat. Das Klima ist dementsprechend auch extrem fördernd, nicht nur fordernd. Ich habe nie wieder in so kurzer Zeit so viel gelernt und beruflich so intensiv und konzentriert gearbeitet wie in den 3 Jahren Beratung. Jedem, der sich des Preises bewusst ist, kann ich diese Erfahrung nur allerwärmstens empfehlen!
Warum sind Sie denn gegangen, wenn Umfeld, Kollegen und Arbeit so toll waren?

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ramuz 17.03.2015, 13:42
14. So ist es!

Zitat von Martellus83
Leitungskräfte, die Rückgrat haben brauchen keine Berater, durch die sie sich Legitimation erkaufen, sondern fällen ihre eigenen Entscheidungen und verantworten diese dann auch.
Noch zu ergänzen: .. und die zusätzlich Kenntnisse, Wissen, Verstand und eigene Fähigkeiten haben, vulog: Ihren Job KÖNNEN! Wer das alles nicht hat, holt sich gleichartige Consulter ohne all das. Versager: beide.

Notabene an die Verfasserin. Warum reden Sie nur mit den Fröschen, nicht mit den anderen Bewohnern des Sumpfes, den es auszutrocknen gilt? Wollten Sie sich etwa nicht dem Einfluss des fundiertern Wissens aussetzen?

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Alex Müller 17.03.2015, 13:45
15. Clever...

... macht das McK. Anstatt sich noch eine teure HR-Abteilung aufzubürden wird den eh schon mit All-you-can-work-Verträgen ausgestatteten Beratern auch noch das Vorstellungsgespräch aufgedrückt. Natürlich mit der Banane vor der Nase dass das der Karriere hilft (Stichwort: Zielvereinbarung). Ist branchenüblich.

Mittlerweile ist die Pyramide hingegen überhaupt nicht mehr so üblich. Viele gehen Richtung "Diamant". Die Karrieremodelle bleiben allerdings die selben. So schafft man es erfahrene Mitarbeiter die viele Jahre auf einem Level bleiben gleichzeitig zu vertrösten (nur wenn du mehr Verantwortung bekommst, bekommst du mehr Geld) sie aber dazu parallel dem Kunden teuer in Rechnung zu stellen: "sehr erfahren". Man nennt sie liebvoll um auch hier im Beraterslang zu bleiben die cash-cows.

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yogi65 17.03.2015, 13:54
16. Auf ein Wort

Habe großen Respekt vor Experten die mit ihrem Spezialwissen, sei es IT, Finanzen oder Recht, Unternehmen auf Zeit unterstützen. Aber diesen ganzen Strategie-Hokuspokus der im Text genannten Beratungen braucht kein Mensch. Nur überforderte Aufsichtsräte oder Vorstände dokumentieren mit dem Engagement von McKinsey &Co. dass Sie ihr exorbitantes Gehalt nicht wirklich verdienen. Habe schon Heerscharen dieser stromlinienförmigen, genormten Highperformer kommen und gehen gesehen. Geblieben ist jeweils nur ein Fundus an schönen ppt-Charts und ein gepündertes Konto. Die klauen Dir die Uhr, um gegen Geld zu sagen wie spät es ist.

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anti-empath 17.03.2015, 13:55
17. überflüssig

Wenn ein Geschäftsführer eine Unternehmensberatung braucht, ist er sofort rauszuwerfen. Gute Manager lösen Probleme selber und verkünden Unangenehmes selber. Dies auf Dritte = Unternehmensberater abzuschieben zeigt Schwäche. Gäbe es nur gute Manager, gäbe es keine Unternehmensberatungen. Dies wäre der volkswirtschaftliche Optimalzustand

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kakadu 17.03.2015, 14:00
18. Vorurteile

In jedem Berufsfeld gibt es die Blender und die Professionals, die sich in einem Wissengebiet sehr breit informieren und praktizieren. Sie merzen ihre Wissensschwächen aus und vernetzen sich mit anderen Experten, um gute Lösungen für individuelle Unternehmensprobleme auszuarbeiten. In diesem Forum konnte ich bisher nur Unwissenheit und Vorurteile lesen. Wäre der Artikel über Psychologen, hätte es hier im Forum durchweg geheissen: "Die können nichts. Einfach nur locker bleiben, du hast nichts, dann wird es wieder" (ich weiß bescheid. du nicht. du machst fehler. ich nicht, deswegen bin ich schlauer. (falsche Annahme))

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vogt27 17.03.2015, 14:09
19.

Was machen Berater?

Gibt es ein paar Beispiele für Aufgaben soz. aus dem Leben eines Beraters?

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