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Karriere-Hilfe: Schluss mit dem Burnout-Gejammer!

Nicht jedes Leistungstief ist auch ein Burnout. Das B-Wort ist ein Modebegriff geworden*- und dient vielen als willkommene Entschuldigung für Selbstmitleid, meint die Berufsberaterin Uta Glaubitz.*Wirksames Gegenmittel: Sehen Sie sich nach einem Job um, mit dem Sie glücklich werden.

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faceman99 16.11.2011, 00:17
330. ...

Zitat von ich.frage.mich
...wie alt Sie sind? Es ist eine Tatsache, dass manche Menschen die von Ihnen beschriebene Lebensweise bis ins "gut" geht. Es ist aber auch eine Tatsache, dass viele Menschen das nicht durchhalten - und dann eben ein "burnout" geschieht. Als Vergleich: Manche Menschen (ja ich keenne solche)haben ihr Leben....
Ich kann Sie beruhigen ich gehe auf die vierzig zu und arbeite auch schon seit ich 20 bin Vollzeit. Während der Schule und Abi hatte ich einen Nebenjob und war leider nicht von Beruf Sohn.

Ich gebe Ihnen Recht, dass man es nicht vorher weiß. Daher sehe ich es schon als wichtig an sich damit zu beschäftigen, die Anzeichen zu kennen und sich regelmäßig zu überprüfen und in sich zu gehen. Die Akzeptanz für ein BurnOut und für die Betroffenen wird jedoch nicht dadurch gefördert, in dem man es zur Allerweltsdiagnose heranzieht.

MfG

Faceman99

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bikesmith 16.11.2011, 11:30
331. --

Bei einem Blick auf die Homepage der Autorin und da in die Beispiele, wo sie Leute erfolgreich von einem "unzufriedenen" Job in den "passenderen" beraten hat, fällt auf: viele Menschen waren zuvor in einem IT-Job. Soviel zu der sonst überall gerne als lukrativ angepriesenen Branche.

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Bondurant 16.11.2011, 13:23
332. Ernste Frage

Werden wir alle weniger widerstandfähig?
Burnout, Depresion, Trauma: z.B. scheint jeder zweite Afghanistan-Heimkehrer unter einer behandlungsbedürftigen posttraumatischen Belastungsstörung zu leiden. Als Opa von der Ostfront und drei bis acht Jahren Kriegsgefangenschaft nach Hause kam, scheint das alles ganz anders gewesen zu sein. Opa hat dann noch volles Programm bis zu seinem 65. gearbeitet, ganz ohne Burnout.

Was ist denn nun geschehen?
Die ganz ernste Frage ist, ob wir früher einfach mehr an "Schmerzen" für normale Tatsachen des Lebens gehalten haben und nun die Jahrzehnte des Wohlstands unsere Widerstandskraft herabgesetzt haben. Oder ist es eine Masche der Psychoindustrie, jede Befindlichkeitsbeeinträchtigung für ein schweres seelisches Problem zu halten?

Oder auch: Wieso sind eigentlich Selbständige viel weniger oft krank als Beamte?

Wer kennt die Antwort?

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Roy Bergschneider 16.11.2011, 15:37
333. Sozialdarwinismus

Was soll das sein? Ein Loblied auf die Ellenbogengesellschaft? Ich muss kotzen, wenn ich derart zynische und selbstgefällige Aussagen lesen muss. Der ganze Artikel strotzt nur so vor neoliberaler Kälte. Alles ist eine Frage der Stärke; wer jammert, soll sich ein Beispiel an den "Erfolgreichen" nehmen.
Statt mehr Humanität in der Arbeitswelt zu fordern, glorifiziert Frau Glaubitz einfach die Rücksichtslosen respektive ihrer Methoden, obwohl wir es nicht zuletzt denen (vor Allem Schröder und Kohl) zu verdanken haben, dass alles Soziale aus unserer Mitte verdrängt wurde bzw. wird.
Unsere Gesellschaft wird immer Menschenverachtender, alle sozialen Errungenschaften werden abgebaut aber Frau Glaubitz findet das alles fein und wer das nicht aushält soll halt etwas anderes machen. Und schließlich war es nach dem Krieg ja auch nicht leicht. Geht’s noch?
Als hätten Alle noch die Wahl. Als ob jeder sich seinen Job heute noch aussuchen könnte. Als wären Sozialabbau, Arbeitslosenquoten und Ellenbogenmentalität ein natürlicher Teil der Arbeitswelt und wer sich nicht behaupten kann ist eben im falschen Job. Sind sie zu stark bist du zu schwach, oder was? Das ist Sozialdarwinismus in seiner reinen, hässlichen Form.
Sie postuliert, sich zu wappnen (Zitat: „Kieferschutz, Ellbogen und Sturzhelm“). Sie fordert sogar zur Rücksichtslosigkeit als „Polster“ auf! Ist Arbeit Krieg oder was? Zieht man in die Schlacht, anstatt zur Arbeit zu gehen?
Frau Glaubitz scheint es genau zu wissen. Im Job gibt es keine Freundschaften, Kollegen sind unsolidarische Egoisten, Kunden sind stets undankbar und wer es mit Freundlichkeit versucht ist selbst schuld. Alles andere ist ein Mythos.
Ist es das, was man als Berufsberater lernt? Statt die Leute zu einem human, herzlichen und damit seelisch zu ertragenden Umgang aufzufordern der ein würdiges Berufsleben ermöglichen würde fordert diese Person Härte und Rücksichtsloses Verhalten.
Was stimmt nicht mit dieser Dame? Ich unterstelle ihr soziopathische Verhaltensstörungen und spreche ihr ihre Kompetenzen als Berufsberaterin ab.

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spdf 16.11.2011, 15:58
334. re:

Zitat von bikesmith
Bei einem Blick auf die Homepage der Autorin und da in die Beispiele, wo sie Leute erfolgreich von einem "unzufriedenen" Job in den "passenderen" beraten hat, fällt auf: viele Menschen waren zuvor in einem IT-Job. Soviel zu der sonst überall gerne als lukrativ angepriesenen Branche.
Ein Informatik-Professor hat gemeint, dass die meisten seiner Absolventen ungefähr 7 Jahre in der Branche bleiben und dann was komplett anderes machen bzw. machen müssen.

Davon unabhängig sollte sich jeder auch Grenzen nach oben setzen. Irgendwann kann Karriere auch ziemlich uncool werden. Das hängt allerdings auch davon ab, ob die Frau zu Hause bereit ist finanzielle Verantwortung zu übernehmen.

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SIBO 16.11.2011, 16:17
335. ...

Zitat von henrywotton
Dieses Buch ist, ebenso wie der Artikel, einfach nur dümmlich, menschenverachtend und hämisch. Beide Autoren m/w haben sich nullkommanull mit Psychiatrie beschäftigt, aber meinen der Welt ihre Stammtischplattitüden zum Thema aufdrücken zu müssen. Ich war selten von einem Buch so ......
Danke! Unterschreibe jedes einzelne Wort, das Sie da schreiben.

Vor allen Dingen ist man mal damit konfrontiert, mutet einen selbst das irgendwie surreal an.
Man kann sich zunächst einmal gar nicht vorstellen wegen so etwas zum Arzt zu gehen, was dann straight away dazu führt, dass man naturgemäß oft viel zu lange wartet.
Und Therapieplätze, da muss man schon kurz vor dem Suizid stehen, um einen solchen zu ergattern.
Unser System der Krankenversicherung ist präventiv meilenweit hinten dran, inbesondere was seelische Krankheiten angeht. Man wartet bis es für die Betroffenen unerträglich wird, und die dürfen sich nebenbei hier im Netz auch noch solch einen Schwachsinn zu Gemüte führen, "Jammerfaktor" "quersitzender Furz" und lauter so ein Kram.
Aber ..., schön dass wir darüber geredet haben.

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projektraum 16.11.2011, 19:47
336. aha-

so ist das also! schätze der/die verfasserin haben keine kinder, sind keine alleinerzieherInnen, sind nicht selbständig, können ev. auf einen finanziellen background zurückgreifen etc. wie nennt man dann das syndrom, wenn auf frau all die vorhin genannten charakteristika nicht zutreffen??? = also: alles in allem mind. 50% unsinn-

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tw2 16.11.2011, 20:07
337. Abgesichert, aber öde

Zitat von Bondurant
Wieso sind eigentlich Selbständige viel weniger oft krank als Beamte?
Selbständige dürfen nicht nur kreativ denken - sie sind sogar dazu gezwungen. Schauen Sie sich dagegen eine Sachbearbeiterin der Stadtverwaltung an, die für das Friedhofsamt tätig ist. Was wollen Sie denn da erwarten? Bei so einem stinklangweiligen Käse wird man automatisch krank. Soviel Kaffee kann man gar nicht morgens trinken, um sich über eine solche Tätigkeit - finanziell abgesichert bis zum Lebensende - freuen zu können!

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knupperkirsche 16.11.2011, 21:09
338.

Find ich jut, dass das mal gesagt wird. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

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JaIchGenauIch 16.11.2011, 21:59
339. Tendentiell beleidigend

Frau Glaubitz pflegt mittlerweile einen beleidigenden und verachtenden Ton. Denwerlaube ichmir jetzt auch einma ein bisschen, ich soll ja mit dem jammern aufhören: vielleicht überlegen Sie, sich endlich einen Job zu suchen, der besser zu Ihnen passt. Sie geben ein paar Hinweise selbst darauf, schauen Sie nur:

"Nach 1945 - und das betrifft noch die Generation unserer Eltern und Großeltern - musste jeder nehmen, was kommt." Soll das heute auch so sein? Es wird schwierig, weil schon unsere Vorstandsvorsitzenden und Firmenchefs bekennende Selbstverwirklicher mit sozialdarwinistischem Duftkerzenappeal sind. Am besten, Sie nehmen den 1000jährigen Wirtschaftsboom direkt auch als Referenz - da gab es gar keine Murren und Maulen.

"Es kam nicht einmal jede Woche ein Arbeitssicherheitsbeauftragter vorbei, um zu schauen, ob sich beim Nähen vielleicht der Rücken verzog." Also, im Billigst-Lohnsektor kommt gar keiner vorbei, um nach der Gesundheit zu schauen, denn die leute verdienen zu wenig, um Berufsrechtsschutzversicherungen abzuschließen, um z.B. Vergiftungen in Textilbillgstmärkten einzuklagen. Da muss keiner Angst haben.

"Wenn Sie nicht mehr können, gehen Sie zum Arzt, zum Psychotherapeuten oder in die Klinik. Hören Sie auf, sich die Probleme schönzureden," - Genau, ich kann nicht mehr. iIch kann mir Ihr abwertendes Leistungsriegen-Gestammel nicht mehr anhören. ja, ich höre auf, mir die Probleme schön zu reden und überlege mir lieber, ob Ihre Aussagen aufgrundihresaufhetzenden Charakters juristisch nicht schon als Beleidigung gelten können.

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