Forum: Karriere
Karriere mit Knick: Im falschen Job
Ivo Berg/ crazy-ivory.de

Hans Geberts Körper sträubte sich gegen die Arbeit. Paula Heitmann ertrug ihren Job nicht. Johannes Kloss hatte einen Fehlstart ins Berufsleben. Sechs Geschichten von Menschen, die sich für eine Kehrtwende entschieden.

Seite 3 von 5
capitain_future 29.01.2015, 13:31
20. Reform des Arbeits-Marktes

Die Hauptaufgabe der jetztigen Politiker ist es für eine Verbesserung des heutigen mangelhaften Schul und Ausbildungs System von Deutschland zu sorgen.Was Sie gerade eben nicht tunen.

Erstmal sollte die Schule (Schulausbildung) auf Voll Zeit ausgeweitet werden,da es auch gemeinnützige Vereine,Clubs und Lehrwerkstätten bzw. Kultur Einrichtungen gibt ,wo persönl. Talente und Kenntnisse erweitert und getestet werden "müssen".

Und diese derzeit immernoch gratis öffentliche Hallen,Raum und Plätze benutzen dazu per Spenden Quittung und Geschenke genügend Geld für nichts tunen bekommen.

Einmal Aufwachen -bitte!

Auch sollten alle 3 Monate Berufspraktias schon ab Klasse 7 stattfinden
,um den Jugendlichen schonmal die zukünftige Berufs-Realität zu zeigen,also den Ernst der Lage später Geld "herbeizuschaffen" zu müssen.

Auch sollte den Jugendlichen regelmäßig Lehrfilme aus der Berufswelt von Afrika,Indien oder China gezeigt werden z.b. Strassenbau,Steinbruch,Fließband oder Militär.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
euzkadi 29.01.2015, 13:44
21. Der falsche Beruf macht krank

Ich war nach der Schule lange unentschieden und hatte mich für VWL eingetragen. Das war ein Kompromiss, der aber gründlich in die Hose ging, als ich sah, wie stark diese Wissenschaft auf vagen Annahmen und nicht auf Fakten beruhte. Ich habe dann Geschichte studiert und dort kam es viel mehr auf die Suche nach der Wahrheit an, auch wenn man das von außen nicht vermutet.
Eine ähnliche Erfahrung hatte ich 20 Jahre später wieder. Nach der Aufgabe einer tollen Firma, die ich selbst mit aufgebaut hatte, bin ich in den Versicherungsvertrieb gegangen und war kreuzunglücklich, weil es nie um sinnvolle Absicherung, sondern nur um Drücken und Ausschalten von Konkurrenz geht. Nun stehe ich mit Ende 40 vor einem Neuanfang, der nicht einfach ist. Aber eine Richtung ist erkennbar und ich weiss, dass ich auf mein Herz hören muss. Alles andere macht krank.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cabeza_cuadrada 29.01.2015, 14:27
22. Kunst, Kultur, Geschichte, Soziologie oder Philosophie

Zitat von blackpride
Menschen haben in der Tat Vorlieben und Interessen? ... Selbstverwirklichung ist heute kein Wert mehr. Man muss Geld haben oder Ansehen. Grauenhafte Gesellschaft ist das!
- natürlich können sie sich dafür interessieren. Genau wie für Facebook, Boxen oder Playstation. Das hat aber meist mit nicht mit dem Ergreifen eines Berufs zu tun. So etwas nennt man Hobby. Sie finden trotzdem jemanden der sie für ihr Hobby bezahlt? Na bestens, herzlichen Glückwunsch. Aber doch bitte nicht die Gemeinschaft zur Kasse bitten! Ob sie viel Geld und gesellschaftliche Anerkennung bekommen ist mir auch ziemlich egal. Solange sie nicht auf meine Kosten leben dürfen sie gerne ihr Hobby zum "Beruf" machen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cabeza_cuadrada 29.01.2015, 14:32
23. Ach Sie sind das

Zitat von thomweb
Ich habe die meisten der Lebensläufe durchgelesen. Am meisten angetan hat es mir die 47-jährige Versicherungskauffrau, die es aus Köln nach München geschafft hat und nun ihren Traumjob verloren sieht. Ich bin 3 Jahre älter. Vor 16 Jahren bin ich aus dem Städtebau in die Internetprogrammierung gewechselt. Vor 6 Monaten stand bei mir die Entscheidung an: In der Firma bleiben, dumm werden und den Anschluss an die Entwicklungen noch weiter verlieren, den Terror gegen die Kollegen weiter ignorieren, nur Dosenfraß fressen, jeden Tag 4 Stunden KVB oder doch etwas Sinnvolles tun? Ich habe mich für das Sinnvolle entschieden. Nun bin ich seit 5 Monaten arbeitslos, programmiere endlich wieder auf der Höhe der Zeit für Internetprojekte und bin dabei, die Lücke der letzten Programmierumgebung zu schließen. Zum ersten Mal in meinem Leben kann ich nun unter zahlreichen Angeboten auswählen, und der Prozess ist von beiden Seiten nicht leicht. Manchmal muss man im Leben Risiken eingehen. Ich habe lange genug Hass- und Wutattacken gehabt, ausgelöst durch das Unternehmen, in dem ich 13 Jahre lang tätig war, und durch die negativen Veränderungen und Geringschätzung, die uns dummem Dreckspack arbeitsfauler Nichtskönner (Sichtweise der Geschäftsführung) jeden Tag in die Ohren gebrüllt wurden. Ich war noch wenig betroffen, der GF war 8 Meter entfernt, ich habe ich mehr als einmal zusammengeschissen. Die Kündigung war dann nur Ausdruck extremer Unzufriedenheit. Ich kenne genug Leute, die den Kopf einziehen, lieber Trinken, Frau und Kinder verprügeln und Prostituierte schlachten. Ich kämpfe lieber. Nun hat das Leben wieder Farben und Perspektiven. Und ich habe keine Angst mehr vor der Zukunft.
der das Internet programmiert hat.
Nein im ernst, Glückwunsch dass es bei ihnen geklappt hat. Wenn die Zustände bei ihrem alten AG wirklich so furchtbar waren, hätten sie schon eher gehen sollen. Aber hey....besser spät als nie!

PS: Sie kennen echt Leute die Prostituierte schlachten?
Davon hätte ich doch schon in den Nachrichten hören müssen. Erlaubt ist das sicher nicht......

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cabeza_cuadrada 29.01.2015, 14:36
24. Also wenn 77 ihr Baujahr ist

Zitat von veritas77
Ich hab genug Beruflichen Stress gehabt... ich war 5 Jahre in nem Call-Center und mir wurde eingeredet: Mach lieber so eine Arbeit für dein Geld anstelle einer schlechteren Arbeit... aber ich bin daran zugrunde Gegangen. Hörsturz, .....
und FISI Fachinformatiker Systemintegration, verstehe ich ihre negative Einstellung nicht. Das wird schon! Beruflich kann man damit sehr viel anfangen da man nicht so eingeschränkt auf eine Branche ist! Es liegt an ihnen selbst!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cabeza_cuadrada 29.01.2015, 14:39
25. da haben ihre Schüler mit 21

Zitat von capitain_future
Fragen Sie mal normale Schüler der 8 Klasse einer normalen Schule nach ihren Berufswünschen. Und fragen Sie Sie 4 Jahre später,wo Sie dann 20 oder 21 Jahren alt sind,was dabei rausgekommen ist als Ergebnis. Die harten Euros.. Mitten in.....
aber auch schon mindestens 2 Ehrenrunden gedreht. So kanns natürlich nix werden.....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
florian_peiper 29.01.2015, 15:15
26. Meditieren als Beruf?

Ein Berufsbasketballspieler, der seinen Job aufgibt um nur noch Freunde zu treffen und zu meditieren? Die Geschichte wirft doch viele Fragen auf. Z.B. wie verdient der Mann sein Geld? Wieso gibt der Text darueber keine Auskunft? Ist er Erbe oder lebt von Sozialleistungen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kulifumpen 29.01.2015, 15:22
27.

Zitat von napu
Heute allerdings gibt es zu viele diffuse Jobs und prekäre Randexistenzen. Früher gab es klar eingegrenzte Berufe: Schlosser, Feinmechaniker, Elektriker, Kommunikationselektroniker, Konstrukteur, Buchhalter, Verkäufer, Tischler usw. Aber heute gibt es praktisch keine dieser schönen Berufe mehr. Wo wird denn heute noch etwas von Hand getischlert? Wo dengelt noch ein Feinblechner?
Ich hatte heute morgen erst den Tischler-Meister zu Hause weil seine Firma etwas für uns machen soll und die dort beschäftigten ausgebildeten Tischler und Azubis bisher immer gute Arbeit geleistet haben. Auch die ca. 200 Bauarbeiter die ich hier aus meinem Büro jeden Tag sehe, sehen mir nach echten Praktikern aus.

Den Feinblechner, Maschinenbauer, Werkzeugbauer o.ä. sollten Sie einfach mal im nächsten mittelständischen Maschinenbau Unternehmen suchen. Ja die machen noch was selbst.

Alle Berufe die Sie aufgezählt haben, gibt es heute noch. Andere haben zu genommen, das ist richtig aber es gibt auch die Klassiker.

Gesellschaften verändern sich nun einmal oder meinen Sie wir bräuchten heute noch einen Papyrus-Hersteller?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fast_weise 29.01.2015, 16:20
28. naja

Zitat von blackpride
Wenn man Mama und Papa heute sagt, man möchte Linguistik studieren, Soziologie, Kunst - da fangen die glatt an zu weinen. Das Kind ist für immer verloren. Selbstverwirklichung ist heute kein Wert mehr. Man muss Geld haben oder Ansehen. Grauenhafte Gesellschaft ist das!
ich will Ihnen ja emotional recht geben als Geistes- und Sozialwissenschaftler der ich bin, aber meinen Job im studierten Bereich mit vernünftigem Gehalt erhalten zu haben, muss man schon als Lottogewinn betrachten. Ich kenne genügend andere Beispiele, wo man selbst mit Promotion etc. nie ein geregeltes Leben schafft. Man mag über Geldfixiertheit schimpfen, aber Familiengründung, Unabhängigkeit etc. sind damit verbunden. In meiner Arbeit erlebe ich viele Praktikanten, die spätestens nach Studienabschluß oder Zielgerade große Selbstzweifel haben bei Geistes- und Sozialwissenschaften und ohne Häme muss man zur Kenntnis nehmen, dass es für die Quantität an Studenten dieser Fächer nicht die gleiche Quantität adäquater Jobs gibt.

Da wird Selbstverwirklichung eben relativ und zeigen Sie mir eine Gesellschaft, wo dies möglich ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
01099 29.01.2015, 17:01
29. Nur ein Teil der Wahrheit

Ich lese oft die Stories von Menschen, die "ausgestiegen" sind oder eine berufliche Veränderung vorgenommen haben. Bei vielen fällt allerdings auf, dass sie sich das auch nur leisten können, weil sie mächtig Geld auf der hohen Kante haben oder lange von ihren Eltern gelebt haben. So auch bei dem Studenten hier, den seine Eltern offensichtlich oft "gepampert" haben. In solchen Lebensumständen dürften sich aber nur die Wenigsten wiederfinden. Für eine Friseurin oder den Kassierer an der Kasse eines Supermarktes stellen sich Fragen nach einem Lebenswandel oder dem Ausstieg erst gar nicht. Schlicht deshalb, weil solche Dinge nicht finanzierbar sind. Ist man über 30, hat sich das mit dem BaFöG erledigt und nebenbei soviel zu arbeiten, dass man studieren und leben kann, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Das Gleiche gilt für eine Ausbildung. Man muss schon vorher gut verdient haben, um sich einen Umschwung leisten zu können. Das ist die Realität.
Die wenigsten von uns dürften soviel Geld gebunkert haben, dass sie sich einfach mal ein Wohnmobil kaufen können um für ein Jahr die Welt zu umreisen. Da schlägt schon die Krankenkasse mit ca. 160 Euro im Monat zu Buche. Von den restlichen Kosten will ich erst gar nicht sprechen.
Der Großteil von Menschen verharrt im "Hamsterrad", weil um die Ecke das Monster "Hartz4" und der gesellschaftliche Abstieg um die Ecke schaut. Aber dagegen geht keiner auf die Straße. Dann lieber die Chimäre von der "Islamisierung des Abendlandes" aufbauen. Gute Nacht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 5