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Karriere: Soll ich mich weiter ins Büro schleppen - oder endlich kündigen?
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Der richtige Zeitpunkt für den Absprung ist oft schwer zu finden. Eine Expertin erklärt, wie man ihn ausmacht - und wann man doch besser bleibt.

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markus_wienken 10.05.2019, 16:22
10.

Zitat von 70-200er_f2.8
...ab dem Tag wo die Katze aus dem Sack ist, geht es Ihnen besser. Es wird sich für die da nichts ändern. Die Zeit für Gespräche können sie sich sparen. Wo in Deutschland wirklich Fachkräftemangel herrscht, ist auf Führungsebenen. Da findet man leider nur sehr selten Führungspersönlichkeiten sondern meistens Fachidioten und noch viel öfter Narzissten. Das ganze System Führung spült zuverlässig genau diese beiden Gruppen mit hoher Zuverlässigkeit in Führungspositionen.
In der Regel kann man wenn man es drauf hat auch seinen Chef - in Grenzen - führen. Klappt mal mehr, mal weniger gut.
Mit den meisten Chefs kann man auch reden. Ob das dann zum gewünschen Erfolg führt wird sich zeigen. Muss halt jeder Angestelle/Arbeiter persönlich entscheiden was man erreichen will, inwieweit man persönlich unzufrieden ist und wie groß die Schmerzgrenze ist.
Benötigt man für ein Gespräch wie im Artikel aufgezeigt die Personalabteilung kann man das in der Regel vergessen. Bedeutet für mich: Man hat es selbst nicht drauf oder der Chef ist völlig unzugänglich. Da sucht man sich besser einen neuen Wirkungskreis.
Und nein, Fachkräftemangen herrscht nicht nur in Deutschland auf vielen Ebenen, sicherlich auch aber nicht nur in den Führungsebenen. Fachidioten werden Sie wenn überhaupt nur in den ganz unteren Führungsebenen finden. In höheren Hierarchien werden andere Qualitäten als Fachwissen verlangt, welches Fachidioten nicht bieten. Und ja, eine gewisse Portion Narzissmus...oder vielleicht besser Selbstvertrauen und Durchsetzungsstärke gehört zu einer Führungskraft dazu.

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matthiasbohnhausen 10.05.2019, 16:23
11. Sie haben überlesen

Zitat von JackGerald
- als würden alle Menschen "im Büro" arbeiten. Außerdem fehlt ein wichtiger Punkt: Wie soll man denn sicher sein, dass es mit einer neuen Stelle nicht noch schlimmer wird? In jedem Beruf und in jedem Arbeitsverhältnis dürfte es hin und wieder Ärger geben - es arbeiten eben unterschiedliche Menschen zusammen, und keine Roboter. Aber man sollte nicht vergessen: Was man hat, das hat man - und was man bekommt, dass weiß man in der Regel nicht.
das es hier wohl um einen Job geht.

Job ist ein Anglizismus, mit dem in der Umgangssprache eine temporäre, eher kurzfristige Tätigkeit ohne besonderen Qualifikationsnachweis oder eine Gelegenheitstätigkeit von Personen zwecks Einkommenserzielung verstanden wird. (wiki).

Was im erlernten Beruf zutreffend ist, ist bei Jobs oft nachrangig - geht es doch nur um den temporären Broterwerb. Da fällt der Abschied leichter.

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zausi 10.05.2019, 16:24
12. Es ist halt leichter...

dem "Minderleister" schuld in die Schuhe zu schieben. Als dem Chef ( wenn er auch noch Geltungssüchtig ist) die Stirn zu bieten und zu sagen "So geht dass nicht"
Also schön dass machen was er sagt und will und nach unten treten.
Erlebe es jeden Tag was für eine gering Schätzung von Bürostuhl nach unten tritt.
Firmen und Einzelhandel wollen auch nichts unternehmen um gute Kräfte zu behalten, denn sind ja noch viele Millionen Arbeitslose vorhanden+ Sklaven Händler Leihfirmen die machen dürfen was sie wollen....

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haarer.15 10.05.2019, 17:21
13.

Zitat von krautrockfreak
die durch Ehrgeiz, Beziehungen o. ä. zu ihrem Job gekommen sind, aber im Prinzip unfähige Chefs sind, d. h. schlechte Führungskräfte. Die Folgen sind Demotivation, Frust usw. Dies ist meine langjährige Erfahrung, zu 90% liegt es nur daran. Einfachste menschliche Verhaltensweisen werden da missachtet, nicht gelobt (kostet null Euro), kurzum, es sind die falschen Personen an der Macht. Die Folgen kennt man ja, über 50% haben innerlich schon gekündigt. Warum wohl?
Wer innerlich kündigt, für den ist Handlungsbedarf angesagt. Aus eigener Erfahrung. Was helfen kann, ist den inneren Schweinehund zu überwinden und das offene und klare Gespräch zu suchen - notfalls bis ganz nach oben. Kritik mit guten Argumenten belegen, dann ist man schon auf der sicheren Seite. Beschwerden bei ungerechter Behandlung, fehlender Wertschätzung oder Nichtwahrnehmung von Interessen werden erst dann registriert und ernstgenommen. Für mich hat sich das ausgezahlt.

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jela 10.05.2019, 19:35
14. Nur mit Spaß überdurchschnittliche Ergebnisse

@harald441: 8. Bereits bei den Ratschlägen
Selbstverständlich ist es gut wenn die Arbeit Spaß macht. Das gilt von niedriger bis hoher Qualifikation. Nur wer auch Spaß bei der Arbeit hat kann überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen. Analog in der Schule.
Richtig wäre höchstens, dass es nicht nur Spaß machen kann und es auch Aufgaben gibt die man dann aus fleiß und vielleicht mit Mühe erledigt.
Alles andere ist eine destruktive Einstellung...

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danido 10.05.2019, 21:00
15.

Zitat von harald441
fiel mir auf, daß andauernd der Begriff "Spaß" auftauchte, der bei der Arbeit ein grundlegend falscher ist. Spaß gehört zu einer Geisterbahnfahrt mit der Freundin oder zu einer total lustigen Silvesterparty. Arbeit ist zuallererst einmal das Erfüllen einer notwendigen Pflicht, damit ich mich und meine Familie ehrlich ernähren kann. Wenn diese mir nach einer Einarbeitungszeit das Gefühl der Zufriedenheit vermittelt, weil ich etwas erreicht habe, dann ist das begrüßenswert und gut, denn in der Regel bedeutet ja Arbeit, daß man diese an die vierzig Jahre tun muß. Nur: Mit Spaß hat das nichts zu tun. Aber ich wundere mich nicht, daß die in Kindergarten und Schule ("Lernen muß Spaß machen" - auch so ein Unsinn) zur Spaßgesellschaft erzogene Jugend von heute bei Arbeitsproblemen dazu neigt die Flinte in's Korn zu werfen, anstatt diese zu lösen versuchen, denn es gibt immer einen Weg.
Sie sind der Traum eines jeden Arbeitgebers. Ich kann mir richtig gut bildlich vorstellen wie Sie morgens in die Firma kommen und wie Ihr strahlendes Lächeln alle Anderen motiviert.

Hätten Sie etwas mehr Spaß in der Schule gehabt hätten Sie wohl heute auch mehr Spaß im Job

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PRAN1974 10.05.2019, 23:05
16.

Zitat von danido
Sie sind der Traum eines jeden Arbeitgebers. Ich kann mir richtig gut bildlich vorstellen wie Sie morgens in die Firma kommen und wie Ihr strahlendes Lächeln alle Anderen motiviert. Hätten Sie etwas mehr Spaß in der Schule gehabt hätten Sie wohl heute auch mehr Spaß im Job
Also ich muss harald441 da zustimmen. Arbeit und Spaß gehen auf Dauer nicht zusammen und das gilt in meinem Fall für jede denkbare Tätigkeit. Einen Traumberuf gibt es für mich nicht, denn auch angeblich sehr schöne Berufe haben ihre Schattenseiten, beliebte Berufe vielleicht sogar mehr als unbeliebte. Natürlich kann eine Arbeit trotzdem zufrieden machen, vor allem beim Blick auf das Bankkonto und wenn man sich mit einfachen Arbeitern vergleicht, die harte und eintönige Aufgaben erledigen müssen. Dann kann man sich selbstverständlich glücklich schätzen. Vergleiche ich mich jedoch mit den Privatiers, die dank einiger Millionen auf dem Konto nicht arbeiten müssen, würde ich sofort tauschen.

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landei23 11.05.2019, 08:29
17. Fürchterlich

Ein derart realitätsfernes, abstraktes Gequatsche bringt den ganzen Berufsstand der Coaches in Verruf - schlimm, dass so etwas hier verbreitet wird.

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danduin 11.05.2019, 09:01
18. in vielen unternehmen falsche Führung

Ich war in klein, mittleren Unternehmen und in einem Konzern. Ich kann sagen, sofern jemand seine Mitarbeiter nicht führen kann, nimmt das Unternehmen schleichend und heimlich Schaden. Die Mitarbeiter werden stark unzufrieden und bringen sich nicht in der Arbeit ein und verbreiten die schlechte Stimmung an andere. Oder Projekte stehen unter fachlich unfähiger Führung und alles verzögert sich oder geht in die falsche Richtung.
Und alles nur weil jemand durch Beziehungen an die Macht gekommen ist.

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kub.os 11.05.2019, 09:38
19. Führung, Führung, Führung

Egal welcher Beruf, egal welche Tätigkeiten. Führung heißt das Zauberwort für Mitarbeiterzufriedenheit. Und an dieser Stelle wird meist kläglich versagt. Führungspersonal wird häufig dann zum Führungspersonal, weil es sich um ausgezeichnete Fachleute handelt. Diese Fachleute haben aber nicht unbedingt Führungsqualitäten. Das wird übersehen und es kommt zwangsläufig zu Dissonanzen mit den Mitarbeitern. Ein Aspekt fehlt mir völlig. Kündigen klingt einfach und in diesem Bericht wie eine folgerichtige Entscheidung. Und dann? Bekomme ich irgendwo ad hoc einen gleichwertigen Job? Wer verdient denn dann die Brötchen? Das bedeutet dann leider Durchhalten bis zu einer irgendwie gearteten Erkrankung. Wohl dem, der in dieser Lage völlig unabhängig ist.

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