Forum: Karriere
Karriere: Soll ich mich weiter ins Büro schleppen - oder endlich kündigen?
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Der richtige Zeitpunkt für den Absprung ist oft schwer zu finden. Eine Expertin erklärt, wie man ihn ausmacht - und wann man doch besser bleibt.

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langenscheidt 11.05.2019, 09:40
20. #8 Spass

Ich pflichte Ihnen uneingeschränkt zu. Wer Spass auf Arbeit sucht, sollte seinen Arbeitsvertrag überprüfen, ob er nicht Arbeit komplett missversteht. Arbeit heisst, sich zu überwinden, Dinge zu tun, die man nicht unbedingt gern macht. Dazu kann schon der Hausputz gehören. Wer das schon lästig empfindet brauch mir nicht erklären, wie schön seine Arbeit sei. Dann ist sein Arbeitsplatz keineswegs so arbeitsmäßig wie gedacht sondern eher Spass oder Zeit totschlagen. Arbeitsplätze suchen, um Spass zu haben ist eine mainstreamige Marotte einer sich selbstauffressenden Wohlstandsgesellschaft.

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malschauen1234 11.05.2019, 11:57
21. #8 Spaß bei der Arbeit

Harald441 hat natürlich vollkommen recht.
Man sollte sich nicht dann Gedanken machen zu kündigen, wenn man sich jeden Tag lustlos zur Arbeit schleppt... würde es Spaß machen wäre es ja nicht Arbeit!
Nein... in dem Moment wo man gerne zur Arbeit geht sollte man dringend über eine Kündigung nachdenken, denn dann läuft ja offensichtlich etwas vollkommen falsch!
Wo kommen wir denn hin wenn Leute nicht einstimmen in das pauschale Jammern und Klagen einstimmen wie schlimm doch immer alles ist, vor allem die Arbeit! Da muss was dagegen getan werden!

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überich 11.05.2019, 15:16
22. Das kenne ich zu gut....

Zitat von krautrockfreak
die durch Ehrgeiz, Beziehungen o. ä. zu ihrem Job gekommen sind, aber im Prinzip unfähige Chefs sind, d. h. schlechte Führungskräfte. Die Folgen sind Demotivation, Frust usw. Dies ist meine langjährige Erfahrung, zu 90% liegt es nur daran. Einfachste menschliche Verhaltensweisen werden da missachtet, nicht gelobt (kostet null Euro), kurzum, es sind die falschen Personen an der Macht. Die Folgen kennt man ja, über 50% haben innerlich schon gekündigt. Warum wohl?
Christlicher Tendenzbetrieb, - Behindertenhilfe.
Führungspositionen werden nur an Mitglieder der Kirche verteilt, möglichst mit Theologiestudium oder wenigstens ein Diakon.

Die Stimmung in der Belegschaft, die zu 100 % sozialpädagogisch und pflegerisch tätig sind (und nicht missionarisch), ist dementsprechend bescheiden....

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linke_aussenbahn 11.05.2019, 19:54
23. Spaß muß sein

Zitat von malschauen1234
Harald441 hat natürlich vollkommen recht. Man sollte sich nicht dann Gedanken machen zu kündigen, wenn man sich jeden Tag lustlos zur Arbeit schleppt... würde es Spaß machen wäre es ja nicht Arbeit! Nein... in dem Moment wo man gerne zur Arbeit geht sollte man dringend über eine Kündigung nachdenken, denn dann läuft ja offensichtlich etwas vollkommen falsch! Wo kommen wir denn hin wenn Leute nicht einstimmen in das pauschale Jammern und Klagen einstimmen wie schlimm doch immer alles ist, vor allem die Arbeit! Da muss was dagegen getan werden!
Wenn ich an mein vergangenes Berufsleben zurückdenke, muß ich feststellen, daß ich, wie mir scheint außergewöhnliches Glück hatte während meines Berufslebens, fast immer Aufgaben zu lösen hatte, die für mich interessant waren und deshalb Arbeit in gewissem Sinne zum großen Teil mit Spaß verbunden war. Der Rest war normalerweise ertragbar. Natürlich gibt es am Arbeitsplatz Konflikte mit Kollegen, sogenannten Führungskräften, Arbeitsinhalt, Gehalt usw.. Wenn diese lösbar erschienen hat man sich damit arrangiert, wenn nicht, hat man sich zunächst innerhalb oder außerhalb der Firma einen anderen Arbeitsplatz gesucht, was bei vorsichtiger Auswahl etwas Zeit, mitunter Monate in Anspruch nahm, und sich dann anschließend(!) von diesen Problemen verabschiedet. Das bedeutete natürlich, daß man innerhalb der Firma ein gutes Verhältnis zu anderen Abteilungen, Kontakte mit Berufskollegen von anderen Firmen, die man u.a. auf Konferenzen kennenlernte, ehemaligen Kollegen, die jetzt woanders arbeiteten oder ehemaligen Studienkollegen hatte. Da ich nie die Absicht hatte ins Management abzusteigen(!), bin ich fast fünfzig Jahre lang gut damit gefahren. War vielleicht eine andere Zeit......

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karlsiegfried 11.05.2019, 23:27
24. Liebe Frau Schabel,

Ihre Ratschläge sind nett, aber ohne Fundament. Beweis Ihr Zitat: 'Trotzdem gilt: Am Ende kann ihnen leider niemand die Entscheidung abnehmen - Ihre Kündigung müssen Sie selbst unterschreiben.' Das hat jeder Leser auch schon vorher gewusst. Oder glauben Sie nicht?

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Einhorn 12.05.2019, 17:06
25.

Zitat von kub.os
Egal welcher Beruf, egal welche Tätigkeiten. Führung heißt das Zauberwort für Mitarbeiterzufriedenheit. Und an dieser Stelle wird meist kläglich versagt. Führungspersonal wird häufig dann zum Führungspersonal, weil es sich um ausgezeichnete Fachleute handelt. Diese Fachleute haben aber nicht unbedingt Führungsqualitäten. Das wird übersehen und es kommt zwangsläufig zu Dissonanzen mit den Mitarbeitern. Ein Aspekt fehlt mir völlig. Kündigen klingt einfach und in diesem Bericht wie eine folgerichtige Entscheidung. Und dann? Bekomme ich irgendwo ad hoc einen gleichwertigen Job? Wer verdient denn dann die Brötchen? Das bedeutet dann leider Durchhalten bis zu einer irgendwie gearteten Erkrankung. Wohl dem, der in dieser Lage völlig unabhängig ist.
Der Weg in einen anderen Job steht immer offen. Der Weg ist nicht leicht, die Angebote sind längst nicht so zahlreich, wie Jobbörsen einem vorgaukeln wollen, aber wenn ich weiß, was ich suche, wenn ich weiß, wie ich mir eine Führungskraft vorstelle, dann finde ich auch eine adäquate neue Stelle. Und, ja, auch ich halte es für wichtig, gerne zur Arbeit zu gehen, egal ob man das jetzt "Spaß" nennt oder Zweckoptimismus, aber es wird eben viel gelacht und das ist mir wichtig.

Ich habe viele schlechte Führungskräfte gesehen, aber auch Mitarbeiter, die ihr Potenzial maßlos überschätzen. Die sich "übergangen" fühlen, nur weil das Unternehmen keine weitere schlechte Führungskraft verträgt. Bei denen wäre es wichtig dass sie gehen, bevor sie die Stimmung mehr als nötig vergiften.

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xireney 12.05.2019, 18:56
26. harte gründe für Zeitpunkt der kündigung

ich kann dieses "spass" am job gedudel von hr managern nicht mehr hören. guter Zeitpunkt zum kündigen gibt es nur wenige: wenn ich ein gleichwertiges angebot habe, ohne die Familie zu gefährden (finanziell), beim burnout. andere Gesundheitsgründe lottogewinn.

nur wenige können aus spass wechsrln, da das reale leben mitspielt. vergessen hr Manager/consultants im Büroalltag leider oft....

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timo.funken 12.05.2019, 21:02
27.

Der Inhalt des Artikels klingt nach gesundem Menschenverstand. Der Versuch die Problematik zu verstehen, anzusprechen und wenn keine Veränderung eintritt: der Jobwechsel.

Liebe Grüße,
Timo Funken

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skeptiker-today 13.05.2019, 06:55
28. Ganz einfach

Love it, change it _ or leave it.
Alles andere führt nur zu Frust - auf beiden Seiten, Chef und Mitarbeiter (und evtl. dessen Mitarbeitern).
Und privat hält man einen solchen Spagat auch nur vorübergehend aus, und dann fängt die Unzufriedenheit an, das Privatleben zu beeinträchtigen

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Hans-Dampf 13.05.2019, 07:54
29.

Unabhängig von dem hier geschilderten Fall:
Warum soll oder muss eine Arbeit Spaß machen? Der Tag hat 24 Stunden und die Arbeit dauert i. d. R. 8 Stunden, also rund 1/3 des Tages. Berücksichtigt man die Schlafphase, hat man immer noch mehr als 8 Stunden täglich Zeit, um Spaß zu haben (am Wochenende und im Urlaub erheblich mehr). M. E. reicht das. Abstrahiert man das Ganze, ergibt sich doch, dass Arbeit der Eintausch von Lebenszeit gegen Geld ist. Damit sollte man klar kommen, finde ich. Wer unbedingt Spaß bei der Arbeit benötigt, sollte eher sein Privatleben bzw. seine Einstellung hinterfragen.
Natürlich meine ich nicht damit, dass man Mobbing, Unterforderung und dergleichen ertragen sollte - das subsummiere ich ja auch nicht als nicht-Spaß-haben.

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