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Karrieretypen: Siegeszug der Schüchternen
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Große Klappe, großer Erfolg? Diese Formel geht nicht mehr auf. Karriereberater Martin Wehrle beobachtet, dass Maulhelden in vielen Firmen nicht mehr gefragt sind - sondern Introvertierte.

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eulenspiegel1979 13.04.2017, 16:21
30.

Der Trens ist bei uns definitiv noch nicht angekommen. Ein Introvertierter würde in meiner Branche als Führungskraft keinen Monat überleben. Aber bitte, wenn es denn Trend, wer auch immer das behauptet oder festlegt und wenn es im SPON steht, dann muss je stimmen, oder?

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upalatus 13.04.2017, 16:22
31.

Dieses Jetztanders und Jetztneu für sog. Erfolg in der stets so unglaublich superfortschrittlichen Arbeitswelt ist was für den säuselnden Blätterwald und Menschen, die tatsächlich das als brandaktuelles Uptodate annehmen. Wischet man das ganze brandheisse Be- und Geschreibe beiseite, bleibt nur ein beherrschender Erfolgstypus über, und der ist sicher nicht der reinen und zurückhaltend schüchternen Natur. Es gilt ein Sich Zeigen. Nicht nur dem übergeordneten Chef, sondern dem Arbeitsvolke gegenüber. Schüchternheit zeugt von Angst, wobei es vollkommen egal ist, ob die echt vorhanden ist oder nicht. Nur keine Irrtümer generieren. Einer Fassade der Schüchternheit kann man sich aber sehr wohl und gut für ausgefeilte Ambushzwecken bedienen.

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eunegin 13.04.2017, 16:25
32. reality check: durchgefallen.

In meinem Unternehmen (Konzern), in dem ich bis vor wenigen Jahren lange Zeit in der Personalabteilung tätig war, entspricht das keineswegs der Realität. Unter Führungskräften haben sehr sehr klar die Alpha-Männchen das Sagen. Und das schlimmer als je zuvor, da die Komponente der sozialen Verantwortung und die Identifizierung mit dem Unternehmen schwächer geworden ist. Das "Ich" zählt - bis hin zu Charakteren, die einen an Trump erinnern. Mit dem im Artikel beschriebenen Personenkreis kann man sich aber gerne umgeben. Als loyale Mitarbeiter.

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keine-#-ahnung 13.04.2017, 16:36
33. Das kann ja auch daran liegen ...

Zitat von Laprivan
Nachwievor wird derjenige befördert der das Gleiche fünfmal vorträgt statt derjenige der jedesmal etwas neues zu sagen hat.
... das der Beförderte fünfmal das gleiche Richtige vorträgt, und der Übergangene neuen Schwachsinn :-)

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dwg 13.04.2017, 16:59
34.

Nach einer Litanei über über den lärmenden "Lars" kommen vier magerer Absätze über Introvertierte. Gerade für das angegebene Beispiel des Vertriebsleiters braucht es etwas Kontaktfreudiges - Introvertierte haben da so gut wie keinen Platz - so gut wie Nirgendwo im Vertrieb.
Der Artikel beschränkt sich auf das Verdammen eines Schwätzers, um damit den Introvertierte etwa als Führungskraft zu rechtfertigen? Das geht höchstens, wenn der als "Guru" im Zentrum sitzt und kontaktfreudige "Jünger" ausschickt. Der Artikel transportiert bestenfalls Wunschdenken.

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jschm 13.04.2017, 17:28
35. introvertiert?

ist nicht das Gegenteil von Hochstapler sondern von extrovertiert. Schüchtern ist das Gegenteil von lautstark. Ihr Beispiel des Vertriebskaspers Lars ist ein Beispiel des typischen Hochstaplers oder Blenders. Ich glaube nicht, dass die Unternehmen heute vor allem auf Leute setzten, die ihre Meinung nicht ausdrücken oder verteidigen können und in Besprechungen den Mund nicht aufbekommen. Die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte!

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Stromboli69 13.04.2017, 18:52
36.

Zitat von eunegin
In meinem Unternehmen (Konzern), in dem ich bis vor wenigen Jahren lange Zeit in der Personalabteilung tätig war, entspricht das keineswegs der Realität. Unter Führungskräften haben sehr sehr klar die Alpha-Männchen das Sagen. Und das schlimmer als je zuvor, da die Komponente der sozialen Verantwortung und die Identifizierung mit dem Unternehmen schwächer geworden ist. Das "Ich" zählt - bis hin zu Charakteren, die einen an Trump erinnern. Mit dem im Artikel beschriebenen Personenkreis kann man sich aber gerne umgeben. Als loyale Mitarbeiter.
Reality check meinerseits.

HS Test 67 von 75 Punkten
In meinem Unternehmen (Dax-Konzern 71xxxx) gestern.
Lackierroboter 11 und 21 werden nach 12 Jahren Dienst wegen Verschleiß die Lebensadern gekappt und Sie gehen mit anderen ihrer Art von uns. Sie waren fleißig und haben Ihren Job sehr gut gemacht und prima funktioniert. Ich habe mich dabei erwischt meine Hand auf die alte Achse 1 zu legen und mir gesagt. Guter Kollege es war eine schöne Zeit für mich bei Deiner Inbetriebnahme! Da gab es kaum Schaumschläger und die Besserwisser waren wenigstens stumm….
Derzeit erlebe ich auch leider ein „schlimmer als je zuvor“ und von daher finde ich den Artikel sehr gut als gerade noch loyaler Mitarbeiter.

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ItchyDE 13.04.2017, 19:19
37.

Kann noch jemand erklären, in wieweit Kompetenz mit Schüchternheit korreliert? Als ob jedes stille Mäuschen automatisch fleißig und schau wäre.

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lotoseater 13.04.2017, 19:47
38. Reine Fiktion

Der Artikel ist, wie schon mehrfach angemerkt, reines Wunschdenken. Großmäuler wird es auf absehbare Zeit geben und sie werden auch immer auf Kosten anderer Arbeitsergebnisse parasitär absaugen, zu ihrem eigenen Nutzen und zum Schaden anderer. Dazu ein schönes Zitat:

"In unserer heutigen Zeit und Welt neigt man dazu, Künste, Fertigkeiten und Werkzeuge und mit ihnen sich selbst zu verkaufen. Mehr als die Frucht achtet man die Blüte, und es zählt allein der Schein." (Miyamoto Musashi, um 1644)

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germ 13.04.2017, 20:59
39.

Zitat von jschm
ist nicht das Gegenteil von Hochstapler sondern von extrovertiert. Schüchtern ist das Gegenteil von lautstark. Ihr Beispiel des Vertriebskaspers Lars ist ein Beispiel des typischen Hochstaplers oder Blenders. Ich glaube nicht, dass die Unternehmen heute vor allem auf Leute setzten, die ihre Meinung nicht ausdrücken oder verteidigen können und in Besprechungen den Mund nicht aufbekommen. Die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte!
Naja, sagen wir's mal so: "Introvertiert" steht hier als Synonym des "nicht lärmenden Großmauls". Diese Leute haben mich noch nie beeindruckt - und es ist mir im Leben immer gelungen solche Leute auszutricksen. Solche Typen haben nämlich kein Blick für Details, die ihnen aber irgendwann um die Ohren fliegen. Und ganz ehrlich, am Ende habe ich es doch immer so gemacht wie ich es für richtig gehalten haben. Nur weil man ein stiller sachlicher Mensch ist, ist man ja nicht blöd oder uninformiert, eher das/im Gegenteil. Oft ist man psychologisch sogar ein bisschen cleverer. Aber Großmäuler austricksen ist bei mir eigentlich ein Naturtalent ;-)

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