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"Kinderfrei statt kinderlos": Lehrerin schreibt Manifest gegen das Kinder-Kriegen
DPA

Kinder seien schlecht für die Umwelt: Die Lehrerin Verena Brunschweiger hält nichts vom Kinderkriegen - und tritt damit eine hitzige Debatte los.

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wizzard74 09.03.2019, 10:27
270.

Zitat von ayee
Behaupten Mütter und Väter, sie hätten ihre Kinder für das Rentensystem oder gar die Gesellschaft bekommen? Natürlich ist der Kinderwunsch eine rein private Angelegenheit. Und so wie ich (leider) niemandem verbieten kann, Kinder zu kriegen, gilt das gleiche für die eigene Entscheidung gegen Kinder.
Bravo! Vollkommene Zustimmung. Das sollten sich alle mal hinter die Ohren schreiben. Diese Hochstilisierung von Fortpflanzung (das bekommen eigentlich alle Säugetierarten ganz gut hin) als Akt der Rettung des Rentensystems ist einfach nur lächerlich. Wenn die Leute schon ihren privaten Vorlieben folgen wollen und Kinder in die Welt setzen, dann sollen sie doch nicht so tun, als wäre das für Rentensystem. Dann kann man auch gleich noch das Mutterkreuz wiedereinführen.

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Timmy Heute 09.03.2019, 10:28
271. Ego-Problem der Gesellschaft

Ich bin selber Vater und mag Kinder sehr, aber man muss auch mal ehrlich sein: Die Lebensqualität nimmt mit Kindern stark ab und oft dienen sie dann den eigenen Eltern nur noch als Identifikation, als eine Art Statussymbol, das hat nichts Natürliches mehr. Meistens sind es sehr starke Frauen, die entscheiden, dass sie all das nicht nötig haben und diese werden dann kritisert, obwohl sie ein Leben lang Steuern unter Anderem für die Finanzierung der Kinder der anderen zahlen.
Wenn man an die Zukunft denkt, kann man zwei Probleme gleichzeitig lindern, indem die Menschen in Deutschland weniger Kinder bekommen: Umweltverschmutzung und Zuwanderung!
In der Summe werden die Menschen ja nicht weniger, sondern immer mehr, sie sind nur ungleich auf dem Globus verteilt!

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gankuhr 09.03.2019, 10:28
272.

Ich denke, sie drückt es etwas krass und pauschal aus, aber im Prinzip hat sie recht. Ich würde es so formulieren: solange die Gesamtbevölkerung der Erde wächst, sollten einzelne nicht moralisch verpflichtet sein, Kinder zu bekommen. Wenn es so weiter läuft, dass sich die Weltbevölkerung alle 30 Jahre verdoppelt und wir tatsächlich inzwischen darüber reden, ob wir nicht so langsam anfangen sollten, uns von Insekten zu ernähren, weil anders diese Menge an Menschen nicht langfristig zu ernähren ist kann es nicht sein, dass wir mit dem Argument des Rentensystems dazu gedrängt werden, Kinder zu bekommen. Denn selbst wenn Deutschland in 40 Jahren komplett entvölkert wäre - würde ich meine Altersvorsorge komplett allein managen, würde ich damit im Alter sehr wohl klar kommen, da, wenn es so weiterläuft, 2080 dann ca 15 Mrd Menschen diesen Planeten bewohnen. Das Argument der fehlenden Arbeitsleistung zieht daher in meinen Augen nicht, zumindest nicht, wenn man es global betrachtet.

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gerlach-norbert 09.03.2019, 10:28
273. allen Kritikern

möchte ich die Frage stellen : gibt es ein ungebremstes Wachstum? was ist mit der kommenden Bevölkerungsexplosion?
Von den derzeit 7 Milliarden Menschen leben max die Hälfte unter menschenwürdigen Umständen.
in den letzten 40 Jahren haben sich die Fischbestände in den Meeren halbiert.
Ohne den Einsatz von Kunstdünger hätten wir bereits heute Hungerkatastrofen. Wir können nicht allen Familien ein Haus, Auto, ... zur Verfügung stellen.
Weniger Menschen bedeutet mehr Lebensqualität.

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A-B-C 09.03.2019, 10:28
274. Oh je, ...

über dieses Konstrukt würde ich an ihrer Stelle nochmal nachdenken.
Das Rentensystem ist ein einfaches Umlagesystem (und heute schon defizitär und muss aus dem Fiskus gestützt werden). D.h. es muss in Zukunft schon jemand da sein, der ihre Rente zahlen kann/muss/möchte. Sonst geht das Licht aus.
Mit der heutigen Geburtenquote ergibt sich sogar schon ein notwendiger Produktivitätszuwachs, eine längere Lebensarbeitszeit oder alternativ eine Zuwanderungsquote - wohlgemerkt für Erwerbsfähige und dann -tätige. Aber dieser Gedanke ist schon was für Fortgeschrittene.
Das reine Anspruchsdenken aufgrund erreichter Rentenpunkte ist kausal zutreffend - aber keineswegs zukunftssicher.

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cvk 09.03.2019, 10:29
275. Zwickmühle!

Der Preis für diese Publicity ist extrem hoch. Frau Braunschweiger kann jetzt unmöglich Kinder bekommen ohne sich selbst zu widerlegen bzw. als Heuchlerin dazustehen. Oder sie zieht es durch und lernt das leere Gefühl kennen, mit 55 alleine unter dem Weihnachtsbaum zu sitzen. Sie hat sich selbst in diese Lage manövriert. Das Geld wird es nicht wert sein.

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fassadensprayer 09.03.2019, 10:29
276. Ja stimmt

Kinder großziehen ist extrem anstrengend und aufwändig und vermutlich weiß das Frau B. Viele würden sich das vielleicht anders überlegen, wenn sie wüssten was da auf sie zukommt. Aber fast keiner macht sich das klar. Kinder zu haben ist aber auch eine, wenn nicht sogar DIE Bereicherung im Leben, einfach großartig! Und wir können als Gesellschaft sehr viel dafür tun, dass das Leben mit Kindern besser eingebettet ist. Davon profitieren auch kinderlose und diese gegenseitigen Neiddebatten haben ein Ende.

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daktari223 09.03.2019, 10:31
277. CO2-Einsparungen

Wenn ich mir so die Lebensweisen meiner kinderfreien Freunde anschaue, nehme ich mal an, dass die 58t CO2-Einsparungen gut kompensiert werden durch intensives Reisen... Das sei Ihnen gegönnt, sollte man aber in der Rechnung nicht vernachlässigen. Und niemand reist aus meiner Erfahrung mehr als Kinderfreie Lehrer (Zeit UND Geld zum Reisen im hohem Maße)

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Jester 09.03.2019, 10:33
278. Argumente aus dem 18. Jahrhundert

In den Kommentaren ist wunderbar zu lesen, wie das Bild der Frau im Jahre 2019 AD immer noch geprägt ist. Dazu passend das Familienbild (Vater, Mutter, Kind) aus uralter Tradition. Reduzieren wir die Menschen auf die Funktion. Vater (Geldverdiener und Ernährer), Mutter (die drei K's --> Kinder, Küche, Kirche), Kinder (Sorgen für die Rente) Es wird versucht das Problem, welches die Politik vor über dreißig Jahren geschaffen hat, mit eben diesen veralterten Mitteln und Vorstellungen einer Gesellschaft zu lösen.
Die Mitforistin Nania hat es wunderbar auf den Punkt gebracht.
Wenn wir nicht endlich zum respektvollem Miteinander in dieser Welt kommen, stirbt unsere Kultur genauso aus wie die der Mayas, der Römer, der Ägybter etc. Der Mensch, das einzige Tier das nichts aus seiner Geschichte lernt aber auch garnichts, oder ist die Stimmung innerhalb Europas nicht die gleiche die das dritte Reich begünstigt hat?
Wann lernen wir endlich wirklich miteinander und füreinander anstatt gegen alle und nur für mich das meiste?

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JackGerald 09.03.2019, 10:33
279. @ spon:

Kann es sein, dass halbwegs sachliche Kontra-Argumente mal wieder nicht gern gesehen sind? Anstatt einen solchen Blödsinn als bare Münze zu verkaufen sollten Sie Beiträge zur ernsthaften CO2-Verminderung bringen. Dieser Artikel und die meisten Kommentare sind ja nur noch albern.

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