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"Kinderfrei statt kinderlos": Lehrerin schreibt Manifest gegen das Kinder-Kriegen
DPA

Kinder seien schlecht für die Umwelt: Die Lehrerin Verena Brunschweiger hält nichts vom Kinderkriegen - und tritt damit eine hitzige Debatte los.

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thomas.kahne 09.03.2019, 11:38
330. Ein Leben ohne Kinder ist sinnlos.

In diesen Kommentaren wird oft darauf hingewiesen, wie sehr man in DEUTSCHLAND dem Rechtfertigungsdruck keine Kinder zu bekommen ausgesetzt sei. Das sehe ich überhaupt nicht. Hier ist der Egoismus leider Standard und wird weitgehend akzeptiert. Ein paar Fragen wann man den Kinder bekomme, sollte man deshalb locker aushalten können ohne sich gleich wieder diskriminiert zu fühlen. In anderen Ländern LIEBT man Kinder und sieht darin keine CO2 Emittenten oder simple Renteneinzahler.

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halrick 09.03.2019, 11:40
331. Antwort #311

Zitat von mtergeman
Der Mensch ist ein "Säugetier", kann sich aber dank seines Bewusstseins gegen Nachwuchs entscheiden. Dem einzelnen sei es gegönnt, doch allen kann es nicht erlaubt sein, da ohne Kinder und den Eltern die sich um deren Zukunft sorgen keine Nachhaltigkeit, keine Zukunftsvisionen mehr nötig sind.
Wollen Sie also einer Gesellschaft, die sich überwiegend, durch allen Bevölkerungsschichten, frei entscheidet keine Kinder zu bekommen, dazu zwingen dies zu tun? Na dann Gute Nacht!

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madameping 09.03.2019, 11:40
332.

Zitat von spot78
da fällt einem nix mehr ein...
Stimmt. Da fällt Ihnen wirklich nix anderes ein, als zu pauschalisieren. Wenn Sie den Artikel gelesen und verstanden hätten, wäre Ihnen vielleicht was eingefallen; zum Beispiel, dass es auch sehr altruistisch sein kann, auf Kinder zu verzichten.

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curiosus_ 09.03.2019, 11:41
333. Sie argumentieren..

Zitat von Corona17
Sie schreiben: Es ist doch ziemlich.. ..simpel. Eine Gruppe die aufs Kinderkriegen verzichtet ist nach kürzester Zeit ausgestorben. Zitatende. Echt? So simpel? Die Entscheidung Kinder in die Welt zu setzen, wird also genetisch von Generation zu Generation vererbt? Ihre Kinder haben also in dieser Frage keinen freien Willen? Ja, ja, schön wär‘s, wenn alles so simpel wäre. Wenn Sie schon biologitisch argumentieren, tauchen Sie bitte tiefer in die Reproduktionsbiologie. Da werden Sie feststellen, das die Reproduktionsraten und -strategien von Art zu Art sehr schwanken und auch voneinander abhängen, und in der Folge alle gut auskommen. Ihr lineares Argument à la Mehr Hilft Mehr ist einfach nur Quatsch, selbst ohne freier Wille.
..vom Einzelfall her. Den habe ich gar nicht betrachtet, ich habe das Ganze betrachtet. Und das durchaus logisch schlüssig.

Es geht nicht um "schwankende Reproduktionsraten und -strategien". Es ist nun mal simpel: Weniger als ein sich selbst wieder ebenso reproduzierender Nachwuchs pro Kopf (als Mittelwert!) führt schon rein mathematisch zwangsläufig zum Aussterben. Solange man daran nichts ändert.

"Als Mittelwert" bedeutet natürlich das, was es bedeutet: Es ist durchaus möglich dass ein Paar keine Kinder hat und dafür andere eben 3. Um das geht es nicht. Es geht darum solche Bedingungen zu schaffen, dass sich dieser Mittelwert freiwillig einstellt. Eine Gesellschaft, die das nicht schafft hat damit automatisch ihr Gesellschaftmodell ad absurdum geführt. Schlicht, weil sie (und ihr Modell) nicht überleben wird.

Ob einem das passt oder nicht - irrelevant, darum schert sich die Natur nicht.

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madameping 09.03.2019, 11:43
334.

Zitat von Mara Cash
Wenn die Dame keine Kinder will, ist das ihre Sache. Ihre Eltern waren anderer Auffassung und setzten tatsächlich eine Umweltverschmutzerin in die Welt.
Und die "Umweltverschmutzerin" hat's kapiert, dass sie eine Umweltverschmutzerin ist und zieht ihre Lehren daraus. Welch ein Egoismus, an folgende Generationen auf diesem Planeten zu denken...

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cypeak 09.03.2019, 11:44
335. so falsch liegt sie nicht!

einerseits wissen wir dass wir in zukunft immer mehr automatisieren werden und dass weniger personal, allerdings mit höherer qualifikation, benötigt wird. auf der anderen seite erzählt man uns das wir eine überalternde gesellschaft werden die quasi ausstirbt - kinderkriegen wir sozusagen zur nationalem überlebensaufgabe erhoben.
auch finde ich die schwarzweiss denke etwas platt: es geht nicht darum dann nun alle frauen aus "ökologioschen gründen" kinderlos bleiben sollen, sondern dass der sinn des lebens eben nicht darin besteht sich zu vermehren, auch wenn das einige hier immer wieder anführen. wie sagte schon agent smith aus "matrix": der einzige andere organismus der sich vermehrt und ressourcen verbrät um dan "weiterzuziehen" und das ganze zu wiederholen ist der virus. zugegeben ein sehr drastischer vergleich, aber es ist mit sicherheit so dass die menschheit alles andere als vernünftig agiert.
insofern ist die these eigentlich: kindergriegen ja, aber nicht aus dem einzigen selbstzweck nachkommen in die welt zu setzen, weil man sonst nicht vermag einen anderen sinn in seinem leben zu sehen/finden.

ach ja: sehr populär scheint der vorwurf zu sein dass die heutigen kinder dann später auch die kinderlosen mitversorgen und pflegen müssen. ich habe da einen hinweis: das machen die kinderlosen sowie eltern heute auch: sie arbeiten und versorgen/pflegen die heutigen (kinderlosen) rentner! nennt sich "generationenvertrag".

ps: ja, ich bin kinderfrei.

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Wahrheit2011 09.03.2019, 11:45
336.

Zitat von noalk
Warum wird über einen solchen ausgemachten Blödsinn überhaupt diskutiert?
Vielleicht, weil manche Leute es nicht für Blödsinn halten und die Diskussion lohnt. Ich zum Beispiel finde es auch Blödsinn, dass die Frau privat und beruflich sogar Gegensätzliches tut. (Einmal fürKinder zu sein und einmal dagegen.)

Keinen Blödsinn finde ich aber, einer Frau es selber zu überlassen, ob sie schwanger werden will oder nicht. Das ist das Recht einer jeden Frau. Und ob er Vater werden will oder nicht, sollte jeder Mann wiederum auch frei entscheiden können. Ohne, dass sich Frauen und Männer dafür schämen müssten, warum auch?

Wie sehen Sie das?

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curiosus_ 09.03.2019, 11:45
337. Genügend

Zitat von ruhuviko
mag stimmen, was Sie sagen, wenn 100% aller Frauen der ganzen Welt sich so entscheiden wie die Autorin. Aber 1. wie wahrscheinlich ist das denn? Und 2. welche "Spezies" der Welt "seit der Entstehung des Lebens vor ca. 3,8 Mrd. Jahren, die so etwas BESCHLOSSEN hat", gab es denn schon vorher?
Denn es sind genügend ausgestorben. Ob bewusst beschlossen oder nicht ist egal, das Ergebnis ist das selbe.

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Mara Cash 09.03.2019, 11:52
338. Bevölkerungsexplosion

Mit der Anzahl der Menschen auf der Erde steigt die Umweltverschmutzung - dies ist Fakt. Kinder zu bekommen, sollte selbstverständlich mit Verantwortung eng verknüpft sein - kann ich nicht für meine Kinder sorgen oder meine Zweifel daran haben, dann sollte ich es lieber sein lassen. Konsequente ökologische Politik würde v.a. in armen Entwicklungsländern mit Bildung, Aufklärung, kritischem Umgang mit Religionen, Verhütungsmethoden und Enttradionalisierung der gesellschaftlichen Familienstrukturen ansetzen. Die Erde wird mit Sicherheit in der Bilanz nicht dadurch weniger verschmutzt, wenn in den reichen Ländern immer mehr auf erneuerbare Energien umgestellt wird, während gleichzeitig in den ärmeren Regionen die in verschiedenen Bereichen versorgungsbedürftige Bevölkerungsanzahl (inclusive damit verbundener Umweltverschmutzung) rasch anwächst. Wenn ich z.B. den aktuellen nationalistischen brasilianischen Präsidenten (mit der Verantwortung der exzessiven Rodung von Urwaldflächen) betrachte, dann sind sämtliche Bemühungen der Europäer in Sachen Umweltschutz nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

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mens 09.03.2019, 11:53
339. @330 richtig

NIEMAND interessiert es in diesem Land, wenn jemand kein Kind hat. Außer im engsten Umfeld aus Empathie. Groß ist das Thema nervende Kinder im Restaurant und blöde Elternzeit-Kollegen die nicht richtig arbeiten wollen (das natürlich ganz pc nur hinter vorgehaltener Hand)

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