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"Kinderfrei statt kinderlos": Lehrerin schreibt Manifest gegen das Kinder-Kriegen
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Kinder seien schlecht für die Umwelt: Die Lehrerin Verena Brunschweiger hält nichts vom Kinderkriegen - und tritt damit eine hitzige Debatte los.

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roflxd 08.03.2019, 19:09
30.

Zitat von Leibdschor
Diese Kinder, die sie nicht will, werden ihr einestages die Pension bezahlen.
Die Frau zahlt Rentenbeiträge, daher steht ihr logischerweise eine Rente zu. Hinzu kommt, dass sie mit ihrer Arbeit Kindergeld mitfinanziert (Kindergeld wird schlussendlich aus Steuerngeldern bezahlt). Denken Sie daran und bleiben Sie sachlich.

Kinder bereichern in erster Linie das EIGENE Leben. Man bekommt sie aus egoistischen Gründen und nicht, weil man sich darauf freut, dass sie eines Tages ins Rentensystem einzahlen.

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dipl.inge83 08.03.2019, 19:10
31. Natürlich hat sie recht.

Nachwuchs zeugen ist hochgradig egoistisch. Oder wer hat schon mal Eltern sagen hören: 'Wir wollten zwar keine Kinder, aber hinsichtlich des Rentensystems, fehlender Fachkräfte und künftiger Steuerzahler haben wir uns doch dafür entschieden.'? Ausschließlich selbstlos sozusagen. Noch nie erlebt.

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sugarland 08.03.2019, 19:10
32. @Leibdschor

Quatsch! Kinderlose, die ihr Leben lang arbeiten und Sozialversicherung zahlen, verdienen ihre eigene Rente redlich. Und finanzieren zudem noch das Kindergeld von Kindern, die mit ihnen nichts zu tun haben. Die Lehrerin hat doch recht?! Wer ist hier egoistisch?

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Actionscript 08.03.2019, 19:11
33. Frau Braunschweiger ist nicht kinderfeindlich.

Ich verstehe, was sie meint. Es geht nicht um die Kinder sondern wie die Gesellschaft die Mütter behandelt. Man bedenke doch nur alleinstehende Mütter, und wenn diese auch noch auf HarzIV sind. Das zeigt auch, dass die Gesellschaft immer noch patriarchalisch orientiert ist, und das wird sich unter einer konservativen bis rechten CDU Regierung nicht ändern. Die AFD ist sogar noch reaktionärer in ihren Ansichten.

Unter Anderem ist es auch eine Frage des Geldes. Das Finanzielle und die Last der Erziehung, denen Mütter ausgesetzt sind, sind zB auch ein Gründe, warum junge Leute in Japan kaum mehr Kinder haben. Man sollte also die Kritik ernst nehmen.

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vera gehlkiel 08.03.2019, 19:12
34.

Ich wette einen hochpreisigen Designer-BH, dass Brunschweiger eine außergewöhnlich befähigte Lehrerin ist, die gerade durch ihre äußerst gesunde Distanz zum kollektivistischen Schwurbel wg Kind aus dem Knäuel eines chronisch selbstunzufriedenen Lehrkoerpers beispielgebend herausragt. Mutterschaft, das habe ich irgendwann, und wie jede fruchtbare Frau chronisch von dem Thema in die Zange genommen, ganz für mich allein erkannt, kann nur aus autonomen, niemals aus original altruistischen Gründen geschehen oder nicht, soll es nicht in eine das Ich auslöschende chronische Schizophrenie münden. Ich war zweieinhalb Jahre mit einem Mann zusammen, der sich sehnlichst ein Kind von mir wünschte, so sehr, dass ich schließlich die absurde Koerpersensation entwickelte, meine eigene Gebärmutter wie isoliert in einem Lederetui im eigenen Bauch spazierenzutragen. Das ging nicht, und so geht es gar nicht, und niemals. Ein Kind, das nicht da ist, kann sich nicht erdacht werden, das ist pseudoreligioeser Murks. Es kann nur entstehen, in mir Frau, als Entwurf auf meine eigene Zukunft. Niemals als etwas, dessen Wert "an sich" als Vollendung einer in sich geschlossenen normierten Welt besteht. Diese irrationale Anforderung an die angeblich in jeder Frau schon versteckt wie ein Alien abwartende Mutter ist männlicher Regulierungswahn. Gekonnt von Brunschweiger, das genau über diese leidige Standard-Maennerdomaene "Rationalisierung" zu konterkarieren.

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Haarfoen 08.03.2019, 19:12
35. Bravo!

Sehr mutig, weil nicht pc. Ich darf noch ein Argument hinzufügen: Es ist klar und wissenschaftlich fundiert, dass künftige Generationen aufgrund der Klimaerwärmung entsetzliche Lebensumstände, wenn nicht sogar den Exitus hinnehmen müssen. Trotzdem bringen die Leute Kinder zur Welt. Ich hätte ja nichts dagegen, wenn diese Eltern gleichzeitig Klimaaktivisten wären - sind sie aber in den seltensten Fällen. Was soll das? Wo bleibt die Liebe und die Verantwortung für diese Kinder? Man schaut in diese Kinderwägen mit den süßen Neugeborenen und es ist so klar, dass die ein schreckliches Leben führen werden, verglühen in der Erwärmung und überrollt von marodierenden Klima- Flüchtlingen. Immerhin nähren sie die Stolz- Gefühle der Eltern, dafür kann man sie wunderbar instrumentalisieren, die armen Wichte.

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Nania 08.03.2019, 19:12
36.

Zitat von jkleinmann
"Kinderfeindlich sei sie übrigens nicht - im Gegenteil. "Ich muss sie nur nicht unbedingt selbst auf die Welt bringen." - damit widerspricht sich die Dame selbst. Sie rechnet Anderen vor, wie schlecht es sei, Kinder in die Welt zu setzen, rudert dann aber zurück, dass es nur um sie selbst geht. Soll also jeder für sich entscheiden.
Sie sagt, wie viel CO2 es einspart, ein Kind weniger in die Welt zu setzen und das ist keine falsche Aussage.
Natürlich "kosten" Kinder. Geld, C02, Nerven. Wer dennoch Kinder haben möchte, der soll das tun und aus dem Artikel herausgehend sehe ich da keinen Grund, der Frau Kinderfeindlichkeit vorzuwerfen. Man kann sehr wohl Kinder lieben, und keine wollen bzw. sich darüber beschweren, in manchen Fällen auch zu Recht, dass in einigen Situationen Familien mit Kindern vorgezogen werden. Da kann man jetzt von halten was man will, aber ich kenne auch solche Fälle.
Da versucht eine Frau seit 10 Jahren in einem großen Team mit 13 Mitarbeitern, von denen 2/3 Kinder haben, eine bestimmte Woche in den Sommerferien freizubekommen. Seit 10 Jahren ist sie immer wieder mit dem Verweis auf die Familien mit Kindern "auf das nächste Jahr" vertröstet worden. Solche Situationen sind natürlich nicht direkt gerecht den Leuten ohne Kinder gegenüber, sie sind aber manchmal notwendig, um Familien mit Kindern eine gemeinsame Zeit zu ermöglichen.

Außerdem: sie spricht ja auch von der Gesellschaft. Und da ist schnell der ohne Kinder verantwortlich für sinkende Renten (obwohl das ganze System marode ist) oder für die benötigte Zuwanderung, weil man ja nicht genügend Nachwuchs "produziert". Aber das sollten NIE Gründe für Kinder sein.
Und bitte: die Gesellschaft soll aufhören, Frauen ab 25 und bis 45 zu fragen "wann den Kinder geplant" sind und bitte, wenn dann die Antwort "Nein" kommt, nicht sagen: "Ach, das wird sich noch ändern." Genau solche Bilder prägen nämlich auch Rollenvorstellungen und treiben Menschen dazu, Dinge zu tun, die sie eigentlich nicht wollen.

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Nania 08.03.2019, 19:14
37.

Zitat von rolandni
Jedem, der sich dafür entscheidet keine Kinder zu bekommen ohne sehr gute Gründe nennen zu können, sollte die Rente gestrichen werden. Die Rente basiert auf dem Gedanken des Generationenvertrages, der m. E. n. durch solche Leute bewusst gebrochen wird. Die steuerlichen Vergünstigungen für Ehepartner sollte man auch sofort streichen und einfach an die Kinderzahl koppeln. Eine Heirat ist keine Grundlage für Vergünstigungen dieser Art.
Kommen Sie. Der Generationenvertrag war von Anfang an ein Loch ohne Boden. Das System, und das war den Schaffern klar, hätte nur funktionieren können, hätte die Gesellschaft immer mehr Kinder bekommen. Das war aber damals schon abzusehen, dass das nicht funktioniert.

Und jemandem die Rente streichen, weil er keine Kinder bekommen wollte oder bekommen konnte, und dann darauf zu verweisen, dass Kinder ja die Rente zahlen, ist schon arg zynisch. Wollen wir jetzt, dass wir Kinder in die Welt setzen, damit die Renten sicher sind? Was ist denn das für ein Argument?

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dichris 08.03.2019, 19:15
38. @30

Leider Unsinn. Die Rentenversicherung heißt zwar so, ist aber eine Umlagefinanzierung, wie jeder weiß. Die Beiträge, die die gute Frau heute zahlt, sind für die Rentner von heute. Ihre eigene Rente zahlen die Kinder von heute. Aber erst morgen.

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Nania 08.03.2019, 19:16
39.

Zitat von posthysterisch
... keine Kinder kriegen. Und natürlich ist es egoistisch Kinder zu bekommen, nennt sich Evolution, glaub ich... Aber in Sachen CO2-Einsparungen gibt es sicherlich bessere Maßnahmen, z.B. nicht mehr heizen, mit Sonnenuntergang ins Bett gehen usw. was man da wohl an CO2 einsparen könnte. Kann das mal bitte jemand ausrechnen? Ganz ehrlich, so ein Buch klingt irgendwie nach Wichtigtuerei.
Tatsächlich sind Kinder einer der größten CO2-Faktoren überhaupt. Das können Sie nicht mit im Winter um 16 Uhr ins Bett gehen und Nicht-Heizen wettmachen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/klima-weniger-kinder-bekommen-hilft-das-a-1157812.html

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