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"Kinderfrei statt kinderlos": Lehrerin schreibt Manifest gegen das Kinder-Kriegen
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Kinder seien schlecht für die Umwelt: Die Lehrerin Verena Brunschweiger hält nichts vom Kinderkriegen - und tritt damit eine hitzige Debatte los.

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curiosus_ 08.03.2019, 19:17
40. Noch einmal, es..

Zitat von roflxd
Die Frau zahlt Rentenbeiträge, daher steht ihr logischerweise eine Rente zu. Hinzu kommt, dass sie mit ihrer Arbeit Kindergeld mitfinanziert (Kindergeld wird schlussendlich aus Steuerngeldern bezahlt). Denken Sie daran und bleiben Sie sachlich. Kinder bereichern in erster Linie das EIGENE Leben. Man bekommt sie aus egoistischen Gründen und nicht, weil man sich darauf freut, dass sie eines Tages ins Rentensystem einzahlen.
..ist völlig irrelevant was ihr zusteht.

Die größte Rente nützt ihr absolut nichts, wenn niemand da ist den sie damit bezahlen kann. Geld arbeitet nicht, das tun immer noch Menschen. Und in letzter Konsequenz führt ihre Einstellung eben genau dazu: Zu viel Kunden und zu wenig Dienstleister. Völlig egal, wie viel "Rentenbeiträge" die Dame in ihrem früheren Leben gezahlt hat.

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Nania 08.03.2019, 19:17
41.

Zitat von HARK
Und jeder kann sich an einem Finger abzählen, wie die Zukunftsperspektive eines Lebewesens aussieht, das die Kinderlosigkeit propagiert: Diese Ideen sind nicht Fortpflanzungsfähig.
Stimmt. Unser Planet krankt ja geradezu daran, dass wir zu wenige Menschen sind.

Und mit Biologie hat das auch wenig zu tun: Selbst, wenn Sie sich entscheiden, zehn Kinder in die Welt zu setzen, kann es passieren, dass alle zehn später keine eigenen Kinder wollen. Sie können noch so liebevoll zu ihren Kinder gewesen sein, nicht jeder Mensch will und muss heute noch Nachwuchs bekommen.

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Dustinthewind 08.03.2019, 19:18
42. Verständnis für diese Frau ...

Wenn man als Lehrerin oder Lehrer sieht, wie "verzogen" bzw. unerzogen Kinder heute sind oder sein können, kann man die Lust aufs Kinderkriegen und Kindergroßziehen in der Tat verlieren.

Denn beides gehört ja irgendwie zusammen, was vielen Eltern aber ziemlich wenig kümmert, denn dort herrscht bezüglich der eigenen Kinder vielfach die Einstellung vor, ALG II, Schule und Erziehungshilfe sollen es doch bitte "richten", wobei es schichtspezifische Besonderheiten geben mag.

Darüber hinaus sieht man als Pädagoge oder Pädagogin vielleicht eher und "in geballter Ladung", wie viel - grundsätzlich - falsch laufen kann bei der elterlichen Erziehung. Dass der Lehrer oder die Lehrerin dies - in nicht wenigen Fällen - dann (s. o.) alles "richten" soll, ist natürlich eine Sache der Unmöglichkeit; dennoch sehen sich Lehrer oft genug mit dieser Erwartungshaltung konfrontiert; gerade von denen, die sich vor dieser anspruchsvollen Aufgabe ducken oder wegdrücken.

Dass man sich dieses "Glück" dann nicht auch noch privat antun möchte - wer wird es dieser Pädagogin verübeln?

Deutschland stirbt nicht aus, wenn der eine oder andere Lehrer auf die Fortpflanzung verzichtet - und der Steuerzahler darf sich auch gleich mitfreuen dabei.

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deb2011 08.03.2019, 19:19
43.

Zitat von Spiegelleserin57
Verena Brunschweiger beruft sich in ihrem Buch "Kinderfrei statt kinderlos - ein Manifest" auf eine Studie zum CO2-Ausstoß. Demnach könne man jährlich 58,6 Tonnen CO2 einsparen, "wenn wir nur ein Kind weniger in die Welt setzen", sagte sie im "Focus"-Interview. In fast allen Punkten gebe ich ihr Recht , nur diese Passage hinkt etwas da man wohl andere Einsparungen vornehmen kann. Wer Kinder bekommen möchte sollte mal Ruhe darüber nachdenken in was für eine Welt er diese Kinder setzt die sich ihr Leben lang damit auseinandersetzen müssen was wir ihnen hinterlassen haben. Herr Gerst hat schon aus der ISS auf diese Erben hingewiesen , zu Recht!
Was haben 'wir' ihnen denn hinterlassen? Jetzt werde ich aber neugierig. Bitte nicht den Unsinn vom 'menschengemachten Klimawandel', sondern ein paar Fakten. Danke.

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shotaro_kaneda 08.03.2019, 19:19
44.

Die gute Frau ist auch der Meinung, dass Kinderlose im Ruhestand mit einer üppigen Summe belohnt werden sollten. Fraglich nur, wer die Summe zahlen soll. Weiterhin sinkt die Weltbevölkerung auch nur mit ein oder zwei Kindern, der Klimaaspekt fällt damit auch schon einmal weg. Meiner Meinung nach sucht die gute Frau nur nach einer Rechtfertigung für sich selbst, kinderlos zu bleiben. Das kann sie gern machen, braucht aber andere nicht belehren oder maßregeln, dass diese Kinder in die Welt setzen. Dies wirkt nämlich doch arg menschenfeindlich. Es steht der guten Dame übrigens frei, selbst Konsequenzen aus ihrer Haltung zu ziehen, indem sie einfach die Nahrungsmittelaufnahme einstellt. Klingt zwar böse, ist aber die Endkonsequenz ihrer aufgestellten Thesen. Die Krönung der ganzen Sache ist natürlich noch, dass sie Lehrerin und verbeamtet ist. Sie wirft anderen Egoismus vor, scheint aber selbst äußerst egoistisch und selbstbezogen zu sein. Engeagiert sie sich eigentlich auch selbstlos und unentgeltlich fürs Klima oder nur, um ihr Buch zu verkaufen? Alles nur ein Marketinggag?

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Haarfoen 08.03.2019, 19:19
45. Korrektur - gerne!

Zitat von grizzlor
@curiosus_ Sie haben es sehr gut erklärt, eine Gruppe der Menschheit, welche sich gegen Kinder entscheidet, löscht sich selbst aus. Fertig.
Ich darf wie folgt richtig stellen: Eine Gruppe der Menschheit, die angesichts einer drohenden Klimakatastrophe für Kinder entscheidet, aber keine signifikanten Änderungen auf den Weg bringt und an überkommenen Systemen festhält, löscht sich selbst aus. Fertig.

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dimsche 08.03.2019, 19:19
46.

Als Vater von5 Kindern habe ich nicht das Gefühl, egoistisch zu sein. Wir richten unser Leben finanziell, gesellschaftlich und persönlich komplett auf die Kinder aus.
Anders geht das nicht. Ich beneide kinderlose Menschen nicht darum, sich nur um sich selbst kümmern zu müssen, nicht mit den Ängsten und Sorgen von Eltern leben zu müssen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Diese Menschen können sich anderweitig einbringen. Ich lebe Gott sei Dank in einem kinderfreundlichen Umfeld in den USA. Vielleicht ist es aber besser, wenn manche Menschen keine Kinder haben.
Materiell und am Livestile gemessen, sind die Eltern die Verlierer. Die meisten werden aber durch ein glückliches und sinnvolles Leben entlohnt.

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Haudegen 08.03.2019, 19:22
47. Hätte nie gedacht, dass eine Frau ...

die ja von der ganzen Veranlagung darauf ausgerichtet ist, Kinder auszutragen und auf die Welt zu bringen, dermaßen rational vernünftig argumentieren kann. Sie hat Recht! Die ganzen Argumente, die in diesem Forum dagegen gerichtet sind, funktionieren nur scheinbar - sind also allenfalls Scheinargumente. Beispiel Rente: Was nutzt diese in einer kaputten Umwelt? Außerdem brauchen auch Kinder eine Altersversorgung! Es sollte endlich ein Umdenken stattfinden und keinem Automatismus gefrönt werden, der dann in eine Zeigefingermentalität gegen Kinderlose ausufert und in eine Hand, die sich die eigene Lust auf Kosten der Allgemeinheit bezahlen lassen will. Die Politik unterstützt das zwar - aber hier versagt sie ebenso, wie schon in den Weichenstellungen, die uns Wohnungsnot, steigende Mieten, schlecht bezahlte Arbeit u.s.w. bescherten. MfG

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Haarfoen 08.03.2019, 19:24
48. Renten

Zitat von Nania
Wollen wir jetzt, dass wir Kinder in die Welt setzen, damit die Renten sicher sind? Was ist denn das für ein Argument?
In konservativen Kreisen wird das leider so gesehen.

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phillyst 08.03.2019, 19:26
49.

Die Rente, hier vielfach postuliert, ist doch das kleinste Problem. Würde sich die Menschheit der Denkweise anschliessen wäre sie relativ schnell ausgestorben. Was sollte man denn mit der Rente anfangen, wenn keiner mehr da ist, der jung und fit genug ist, Nahrungsmittel etc. zu produzieren? Ich gönne je jedem seine Meinung, aber mehr ist das nicht - und die sachlichen Argumente gegen Kinder sind völliger Humbug, vor allem die ökologisch begründeten; gäbe es keine folgenden Generationen wäre die Hemmschwelle zur Zerstörung der Welt noch geringer, da keiner was davon hätte, wenn sie weiter bestünde.

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