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"Kinderfrei statt kinderlos": Lehrerin schreibt Manifest gegen das Kinder-Kriegen
DPA

Kinder seien schlecht für die Umwelt: Die Lehrerin Verena Brunschweiger hält nichts vom Kinderkriegen - und tritt damit eine hitzige Debatte los.

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licht_und_schatten 09.03.2019, 17:49
530.

Zitat von GeMe
Dazu gib-t es bereits Untersuchungen. Diese haben ergeben, dass die Erde bei optimaler Nutzung der Anbauflächen und Umstellung der Ernährung aller Menschen auf ein Minimum an Fleisch ca. 14 Milliarden Menschen ernähren kann. …..
Ich muss Ihnen ganz offen gestehen, dass ich in keiner Weise nachvollziehen kann weshalb eine solche Vermehrung der Menschen sinnvoll sein sollte. Was ist so attraktiv daran, in Wohnsilos auf einigen Quadratmeter vor sich hinzusiechen? Was ist so attraktiv daran, irgendwelche künstlichen Lebensmittel zu sich zu nehmen?
Was ist so attraktiv daran, Klima und Umwelt komplett platt zu machen?
Umso höher die Anzahl der Menschen, umso schwieriger ist der Prozess umkehrbar.

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KlausMeucht 09.03.2019, 17:49
531. Geghenrede

Zitat von Leibdschor
Diese Kinder, die sie nicht will, werden ihr einestages die Pension bezahlen.
Ggf. wird die Pension der Lehrerin gekürzt um die Kinder die Schule und anschließende Arbeitslosigkeit zu zahlen.


Als ich Schüler war galt noch Überbevölkerung als Hauptursache für Armut und Umweltverschmutzung. Jetzt tut man so als sei Geburtenrückgang Ursache für Altersarmut.


Die zur Zeit zunehmende Altersarmut hat nichts und rein gar nichts mit der Demographie zu tun. Wir haben wenige Kinder und die geburtenstarke Jahrgänge sind noch nicht in Rente. Der Abhängigkeitsquotient ist zur Zeit extrem günstig. Der Abhängigkeitsquotient ist der Quotient der Menschen im arbeitsfähigen Alter gegenüber den Menschen im die zu jung oder zu alt zum Arbeiten sind.


Das Problem der Rente in Deutschland ist der Niedriglohn. Mit niedrigen Löhnen lassen sich keine hohen Renten bezahlen. Wir haben seit 17 Jahren ununterbrochen Exportüberschüsse, was nicht anderes bedeutet dass wir mehr Waren herstellen als wir verbrauchen. Ökonomisch lebt Deutschland unter seinen Verhältnissen, ökologisch ist die Bilanz aber umgekehrt. Wir verbrauchen die Rohstoffe eindeutig schneller als sie nachwachsen.


Da mehr und mehr Maschinen die Arbeit der Menschen übernehmen ist die Demographie kein Problem. Wir brauchen immer weniger Menschen für dieselbe Menge an Waren und Dienstleistungen.


Ich verstehe nicht warum man aus der persönlichen Ansicht einer Lehrerin überhaupt ganze Artikel schreibt. Haben wir keine andere PRobleme, wie die Übermacht der Finanzindustrie die der Realwirtschaft mehr und mehr Gelder entzieht? Kann es sein dass die Medienkonzerne bewusst von den eigentlichen Probleme ablenken wollen?


Die Haltung der Lehrerin kann ich teilen. Ganz ohne Kinder wird es nicht gehen, aber eine sinkende Bevölkerung ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll.

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mike301243 09.03.2019, 17:50
532. Recht hat sie

Die Erde kann die 7-10 Milliarden Menschen nicht tragen, sie geht kaputt!
Auch die intelliegenteste Ausbildung der Kinder hilft nichts, die Weltbevölkerung muss schrumpfen. 1 Milliarde ist auch noch zu viel. Vor allem Sekten wie die Katholiken und andere sorgen für die hemmungslose Vermehrung der Menschheit

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adal_ 09.03.2019, 17:54
533. Gute Idee

Zitat von wolle0601
sollte in den Sprachen der Länder veröffentlicht werden, die für die aktuelle Geburtenkatastrophe (Reproduktionsrate 2) verantwortlich sind.
Gute Idee. Besonders die Analphabeten werden afrikaweit die nicht vorhandenen Buchläden stürmen, um dort mit ihrem nicht vorhandenen Geld Tantiemen für Verena Brunschweiger zu generieren. :-)

Die weltweite Reproduktionsrate beträgt übrigens 2,41 oder 2,44, je nach Quelle.
Bei 2,1 würde die Bevölkerungszahl stagnieren, bei 2 schrumpfen.

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siebenachtneun 09.03.2019, 17:55
534.

Zitat von rosinenzuechterin
Der Diskriminierung von Kinderlosen kann man einfach entgegenwirken: Lasst sie die Kosten der Kinder der Gesellschaft tragen! Wenn sie dafür bezahlen müssen, dass andere die Kinder großziehen, von denen sie selbst später gepflegt werden, ist das Zusammenleben von Familien und Luxuspärchen plötzlich viel harmonischer. Im Moment ist eine Entscheidung für Kinder eine gegen üppige Urlaube, schicke Autos und vieles andere Angenehme. Umgekehrt meist genauso. Verteilt die Lasten gerecht, dann muss sich niemand rechtfertigen: Eltern den Stress, Nichteltern die Kosten. Ökodemografischer Ablasshandel sozusagen. Wer auf welcher Seite stehen möchte, sollte jeder selbst entscheiden können. Ohne Neid. Ohne Rechtfertigungszwang.
Genau. Lasst die Diskriminierten dafür zahlen. Was ist eigentlich mit Personen, die keine Kinder bekommen oder zeugen können? Muss man dann ein ärztliches Attest vorlegen? Was ist mit Homosexuellen? Was ist mit Personen mit Erbkrankheiten, die dann auch auf Kinder übertragen werden und ggf. zu starker Einschränkung der Kinder führt, was vielleicht eine lebenslange Intensivepflege benötigt und nie einen Job ausführen kann oder nur geringfügige Beschäftigungen ausführen kann. Das belastet zahlreiche Bereiche.

Selbst wenn ich ein Kind haben wollte, könnte ich mir das nicht leisten. Ich könnte nur noch halbtagsarbeiten und wäre abhängig von ALG.

Lasst doch einfach die Menschen selbst entscheiden, wenn ich mich nicht falsch erinnere, steigen die Geburtenraten in Deutschland wieder an. Da kommt es auf die ein oder andere Frau, die keine Kinder bekommen kann oder möchte auch nicht drauf an.

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planet335 09.03.2019, 17:55
535.

Zitat von Gerlinde66
Vor folgendem Hintergrund, kann ich die Ansicht von Verena Brunschweiger gut nachvollziehen, denn wie kinderfeinlich unsere Gesellschaft ist, wird zwar oft beschworen, jedoch fehlen empirische Studien, die einmal aufdecken, unter welch entsetzlichen Umständen viele Kinder ihr Leben zu fristen haben. Wie werden Kinder in ihren Familien behandelt? Ich fürchte so gemein wie die Alten, die sich nicht mehr wehren können, die man treten kann und tritt, weil sonst niemand da ist, der unter einem stünde. Ich fürchte Hunde und Katzen werden generell liebevoller behandelt als zerbrechliche Kinder und gebrechliche Alte. Der deutsche Kinderschutzbund teilt mit, dass fast jeder zweite Sozialhilfeempfänger in Deutschland ein Kind ist, konkret: eine Million. Erziehungsberechtigte können grundsätzlich mit Kindern machen, was sie wollen. Sie können sie ungestraft seelisch und sozial vernachlässigen und isolieren, quälen und demütigen. Viele Kinder leben familiär nicht in Paradiesen, sondern in Höllen. Einen Erziehungsschein aber, analog zu einem Führerschein, können die Behörden nicht vorschreiben, weil allzuviele Eltern bei der Prüfung durchfallen würden. Weil die ungeheuere Willkür und Gewalt, der viele Kinder bei uns ausgeliefert sind, einer kollektiven Verschwörung zur Verleugnung unterliegen muss, soll nicht die individuelle Katastrophe als allgemeine erkannt werden. Laut Unicef-Studie vom September 2003 sterben in den reichen Industrieländern jedes Jahr etwa 3.500 Kinder an den Folgen von Gewalt und Vernachlässigung. Allein in den USA werden pro Jahr 60.000 ! Kinder von ihren Eltern getötet. Da ist es doch tausendmal besser diese Kinder wären nicht geboren. Angesichts der hoffnungslosen Zunahme der Weltbevölkerung wird man wie auch immer, um eine Beschränkung der Geburtenrate nicht herumkommen – ob es uns passt oder nicht.
Ich kann ihnen nur zustimmen. Man reibt sich verwundert die Augen bei den Kommentaren der vielen Kinderfreunde hier in diesem Forum.
Die Realität sieht leider wirklich anders aus. Schaue ich mich nur in meinem Umfeld um, mit Scheidungen, Trennungen, Rosenkriege auf dem Rücken der Kinder, und Väter, die sich plötzlich nicht mehr verantwortlich für ihre Nachkommen fühlen und keinen Unterhalt bezahlen. Auf der anderen Seite die Wohlhabenden, die sich oft Ihre Kinder wie Statussymbole halten. Der biologische Drang der Frauen KInder gebären zu wollen, trotz schlechter Beziehungsprognosen ist aber immer wieder verblüffend. Kinder sind aber halt kein modisches Accessoire, dass man sich eben mal so anschafft und dann irgendwann wieder entsorgt wenn es nicht mehr passt. Ich habe oft den Eindruck, dass vielen jungen Müttern diese Tatsache bei der Entscheidung zur Mutterschaft nicht so ganz bewußt ist.

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GeMe 09.03.2019, 17:57
536. @Lebonk Heute, 16:56: CO2 Ausstoß

Zitat von Lebonk
Bedenkenswert ist das schon : Wir quälen uns hier mit der CO2 Reduktion rum und jeder weiß, dass der Mensch durch die Atmung CO2 ausstößt. Je mehr er sich bewegt umso mehr.
Ein Mensch produziert durch Atmung je nach körperlicher Belastung zwischen 170 und 2000 Kg CO2 pro Jahr.
Da wir nicht immer schlafen und auch nicht ständig Marathon laufen nehmen wir den Mittelwert von ca. 1 Tonne.
Das entspricht etwa der Menge, die bei einer Urlaubsreise mit dem Flugzeug von Deutschland nach Mallorca produziert wird.
In 2017 reisten knapp 14 Mio Menschen per Flugzeug nach Mallorca.
Weltweit wurden 2017 4,1 Milliarden Fluggäste gezählt, um diese zu transportieren, wurden ca. 1 Mrd Tonnen CO2 produziert. Das entspräche umgerechnet der Atemluft von ca. 1 Mrd Menschen bei mittlerer körperlicher Belastung.

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SuperWeidi 09.03.2019, 17:59
537. Von 4Mrd auf 8Mrd Menschen

in nur 40 Jahren. Wir erfahren Flucht vor Hunger und sehen längst die Auswirkungen. Weniger Vermehrung in den Wohlstandsregionen, umso mehr in den armen Regionen. Das Thema sprechen nicht viele an, aber zu viele Menschen sind ein Problem. Lemminge lösen es auf ihre Weise.

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jamguy 09.03.2019, 18:05
538.

Zitat von Neandiausdemtal
Das ist m. E. der anzustrebende Zustand.
ich kenn das ,ich hatte einen smaltalk mit einer fremden Frau und da kam das Thema Kinder kriegen und das der Verlobte darauf besessen wär aber Sie Kinder gar nicht mochte und so wenig angeblich das Sie draufhauen wollte und möglich wegen Dem unter Druck setzen auch von Seite der Eltern die mit Enkeln bubeln möchten und Die fragte also mich und ich riet Ihr direkt ab bloß keines zu machen wenn Sie es nicht wolle und sich nicht darauf zu verlassen das Interesse kommen würde wenn es erst mal da sei .Die Frau greift also nach jedem Strohhalm um die Nichtinteresse zu rechtfertigen scheint mir.

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max_schwalbe 09.03.2019, 18:05
539. Warum es wirklich faschistoid ist

Anstatt den Wert von Kindern anzuzweifeln, sollte Frau Brunschweiger darüber nachdenken, mal auf die eine oder andere Flugreise oder Kreuzfahrturlaub zu verzichten. Damit spart sie so viel CO2 dass sie dafür 3 Kinder großziehen könnte. Dass ihr Urlaubsluxus offenbar wichtiger erscheint als Kinder, ist schon eine exzessiv gelebte Selbstbezogenheit - allein das mag unsympathisch sein aber noch im Rahmen individueller Selbstbestimmung liegen. Ich weiß nicht ob Frau Brunschweiger sich wirklich gern auf Kreuzfahrten sonnt, spielt aber keine Rolle denn selbst wenn nicht, könnte sie sich in ihrer öffentlichen Ansprache zur CO2-Einsparung gegen solchen dekadenten Luxus wenden anstatt gegen Kinder! So aber lässt sie eine unfassbare Geringschätzung Kindern gegenüber erkennen, vor der jedem das Gruseln kommt der selbst schon einmal ein Kind war. Sicher muss man aufpassen, Frauen nicht immer gleich als potentielle Mütter zu sehen. Würde ein Mann sich so äußern, gäbe es vermutlich keinen Aufreger. Da liegt sicherlich was im Argen. Dennoch muss sie sich den Vorwurf grundsätzlicher Menschenverachtung gefallen lassen, wenn sie bei CO2-Einsparung zuerst an vermeidbare Kinder denkt, sie stellt damit ihren eigenen CO2-Ausstoß auf eine höhere Stufe als den CO2-Ausstoß anderer Menschen und stellt dabei sogar das Leben anderer Menschen infrage. Das ist menschenverachtend, wenn nicht gar faschistoid.

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