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"Kinderfrei statt kinderlos": Lehrerin schreibt Manifest gegen das Kinder-Kriegen
DPA

Kinder seien schlecht für die Umwelt: Die Lehrerin Verena Brunschweiger hält nichts vom Kinderkriegen - und tritt damit eine hitzige Debatte los.

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Nania 08.03.2019, 19:26
50.

Zitat von curiosus_
..ist völlig irrelevant was ihr zusteht. Die größte Rente nützt ihr absolut nichts, wenn niemand da ist den sie damit bezahlen kann. Geld arbeitet nicht, das tun immer noch Menschen. Und in letzter Konsequenz führt ihre Einstellung eben genau dazu: Zu viel Kunden und zu wenig Dienstleister. Völlig egal, wie viel "Rentenbeiträge" die Dame in ihrem früheren Leben gezahlt hat.
Und genau daher krankt das System ja schon in sich. Zudem: wieso sollte die Dame kein Recht auf eine Rente haben, wenn Sie die Rentner von heute bezahlt? Vermutlich übrigens schon in einem Verhältnis, mit dem die Erschaffer des Systems wohl damals nicht ganz gerechnet haben. Spätestens mit dem Eintritt der Babyboomer ins Rentenalter wird es mehr Rentner als Erwerbstätige geben und da helfen heute geborene Kinder auch nicht mehr weiter.

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curiosus_ 08.03.2019, 19:27
51. Ist es denn so schwer?

Zitat von Nania
Kommen Sie. Der Generationenvertrag war von Anfang an ein Loch ohne Boden. Das System, und das war den Schaffern klar, hätte nur funktionieren können, hätte die Gesellschaft immer mehr Kinder bekommen. Das war aber damals schon abzusehen, dass das nicht funktioniert. Und jemandem die Rente streichen, weil er keine Kinder bekommen wollte oder bekommen konnte, und dann darauf zu verweisen, dass Kinder ja die Rente zahlen, ist schon arg zynisch. Wollen wir jetzt, dass wir Kinder in die Welt setzen, damit die Renten sicher sind? Was ist denn das für ein Argument?
Ganz einfach deshalb, weil das, was man im Alter mit der Rente bezahlt, nicht von der Rente erbracht wird, sondern von Menschen. Nicht das (Renten-) Geld arbeitet und versorgt die Alten, das tun Menschen aus Fleisch und Blut. Und je mehr Alte auf solche Menschen kommen desto niedriger fällt die Versorgung aus. Völlig egal, ob das Geld mit dem bezahlt wird aus einer Umlage stammt oder in irgend einem Sparstrumpf über Jahrzehnte angespart wurde.

Wenn Sie der Meinung sind, dass "Das System nur hätte funktionieren können, hätte die Gesellschaft immer mehr Kinder bekommt", so hat das absolut nichts mit dem System zu tun. Das ist völlig systemunabhängig!

Hart, aber wahr.

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Annelotte 08.03.2019, 19:27
52. Vor der Pension...

...halten die Kinderlosen denen die Kinder bekommen oder haben in vielen Fällen dafür auch den Rücken bei der Arbeit frei. In meinem kleinen Team wurden nacheinander drei Mitarbeiterinnen schwanger, was dann für alle anderen jeweils mehr (in diesem Fall immer unbezahlte) Abeit bedeutete um das Pensum zu schaffen. Nicht in immer kann eine Schwangerschaftsvertretung gefunden oder eingestellt werden.
Auch nicht alle Kinderlosen sind es freiwillig.
Bitte auch mal bedenken.

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pit66 08.03.2019, 19:28
53. Ich würde sogar noch weiter gehen...

Pro Kind mindestens 5% Steuern rauf, als Umweltabgabe. Und wegen Rente: Für dieses verkorkste umlagefinanzierte System kann ich nichts. Da wir es aber nun mal haben und ich schon seit 30 Jahren in dieses System einzahle, habe ich selbstverständlich auch einen Anspruch auf Rente. Ich bin auch vollkommen einvertsanden damit, das mir zukünftige Kinderlose meine Rente finanzieren. Lieber wäre es mir allerdings ein kapitalgedecktes Rentensystem. Das wäre zum das bessere Rentensystem und zum anderen würden damit sämtliches Anspruchsdenken von Eltern obsolet, die Vergünstigungen für "Ihre" zukünftigen Rentenzahler einfordern.

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roflxd 08.03.2019, 19:28
54.

Zitat von dichris
Die Beiträge, die die gute Frau heute zahlt, sind für die Rentner von heute. Ihre eigene Rente zahlen die Kinder von heute. Aber erst morgen.
Das haben Sie richtig erkannt. Und wenn sie dafür sorgt, dass die heutigen Rentner ihre Rente bekommen, dann hat sie logischerweise auch ein Recht darauf, dass ihre Rente bezahlt wird. Nennt sich ausgleichende Gerechtigkeit.

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curiosus_ 08.03.2019, 19:32
55. Na ja, da hätte ich was..

Zitat von Haarfoen
Ich darf wie folgt richtig stellen: Eine Gruppe der Menschheit, die angesichts einer drohenden Klimakatastrophe für Kinder entscheidet, aber keine signifikanten Änderungen auf den Weg bringt und an überkommenen Systemen festhält, löscht sich selbst aus. Fertig.
..zum dagegenhalten:

"Rund 90 Prozent aller Nationen haben einen negativen SCC", heißt es im Text. Im Klartext: Sie gewinnen durch den Klimawandel."

Man könnte auch sagen zum richtig stellen.

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tatsache2011 08.03.2019, 19:33
56. Leistungsgesellschaft

Zitat von roflxd
Die Frau zahlt Rentenbeiträge, daher steht ihr logischerweise eine Rente zu. Hinzu kommt, dass sie mit ihrer Arbeit Kindergeld mitfinanziert (Kindergeld wird schlussendlich aus Steuerngeldern bezahlt). Denken Sie daran und bleiben Sie sachlich. ...
1) Die Frau zahlt Rentenbeiträge zur Versorgung ihrer Eltern.
Es ist nicht logisch, daraus einen Anspruch gegen die nachfolgende Generation (die heutigen Kinder) zu erklären.

2) Zum Ihrem Einwand "Kindergeld aus Steuergeldern":
Das Kindergeld hat sie mitfinanziert z.B. 30% von 200 Euro = 60 Euro.
Für 40 Jahre monatlich 60 Euro hat sie logisch ca. 20 Jahre 120 Euro Anspruch erwirtschaftet.

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ottorichard-stallmann 08.03.2019, 19:33
57. Ist sie eine Kandidatin für den Darwin Award?

Bei dem Punkt Originalität habe ich aber meine Zweifel:
https://de.wikipedia.org/wiki/Darwin_Award#Kriterien

Darwin Award
Der Kandidat bzw. Preisträger muss die folgenden Kriterien erfüllen:

Fortpflanzungsunfähigkeit: Der Kandidat muss aus dem Genpool ausscheiden, also sterben oder zumindest unfruchtbar werden.
Originalität: Es muss eine außergewöhnlich dumme Fehleinschätzung stattfinden, mehr als die „übliche Blödheit“.
Eigenes Verschulden: Der Kandidat muss sein Ausscheiden aus dem Genpool selbst herbeigeführt haben. Zudem führt der Tod eines Unbeteiligten zur Ablehnung der Geschichte.
Reife: Der Kandidat muss ein urteilsfähiger Mensch sein. Kinder, deren Urteilsvermögen noch nicht voll ausgebildet ist, oder Menschen mit geistigen Störungen sind ausgeschlossen.
Richtigkeit: Das Ereignis muss bestätigt oder zumindest plausibel sein.

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otto_lustig 08.03.2019, 19:36
58. Hat sie nicht!

Zitat von Stäffelesrutscher
Diesen Kindern hat sie aber 18 bis 25 Jahre lang das Kindergeld und die Schule finanziert.
Das wird von den Steuerzahlern finanziert und nicht von einer Lehrerin. Vielmehr zahlen diese Kinder später ihre Pension. Ich kann verstehen, dass viele Frauen Angst vor einer Schwangerschaft haben. Das artet manchmal auch aus, wie hier. Das versucht man dann in abstrusen Theorien zu entschuldigen. Etwa dann, wenn diese Frau oft gefragt wird, warum sie keine Kinder hat. Da bastelt man halt irgendwas, als Anwort, zusammen, um sein Gewissen zu beruhigen.

Die Frau kann einem nur leid tun. Die weiß doch garnicht was ihr entgeht. Ich habe einen Enkel, der im Juli drei Jahre alt wird. Da ich mit Sohn und Schwiegertochter zusammenlebe, habe ich täglich viel Spaß mit ihm und wir sind dicke Kumpel. Er kann aber auch richtig anstrengend sein, Das ist aber nun mal so und betrifft alle Kinder.

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Nania 08.03.2019, 19:37
59.

Zitat von phillyst
Die Rente, hier vielfach postuliert, ist doch das kleinste Problem. Würde sich die Menschheit der Denkweise anschliessen wäre sie relativ schnell ausgestorben. Was sollte man denn mit der Rente anfangen, wenn keiner mehr da ist, der jung und fit genug ist, Nahrungsmittel etc. zu produzieren? Ich gönne je jedem seine Meinung, aber mehr ist das nicht - und die sachlichen Argumente gegen Kinder sind völliger Humbug, vor allem die ökologisch begründeten; gäbe es keine folgenden Generationen wäre die Hemmschwelle zur Zerstörung der Welt noch geringer, da keiner was davon hätte, wenn sie weiter bestünde.
Es gibt da eine Sache, die ich mich in solchen Diskussionen frage: Warum immer alles auf die Spitze treiben? Die Frau spricht nicht davon, KEINE Kinder mehr zu bekommen, sondern WENIGER Kinder. Und zudem: es gibt derzeit circa 7,63 Milliarden (!) Menschen auf der Welt und es werden - wenn vielleicht nicht hier - immer mehr! Zu denken, dass wir aussterben werden, ist schlicht übertrieben und ein ziemliches Nicht-Argument angesichts der erschlagenden Zahl an Menschen, die es bereits gibt.
Und es ist ja nicht so, als gäbe es nicht Möglichkeiten, dass Menschen auch nach Deutschland kommen um hier mitzuarbeiten. Aber das wollen dann viele auch nicht: die wollen dann lieber kleine blonde Kinder und nicht Menschen anderer Hautfarbe neben sich sehen....

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