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Kirche als Arbeitgeber: "Das Urteil ist überfällig und wegweisend"
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Einem katholischen Chefarzt darf nicht gekündigt werden, weil er ein zweites Mal geheiratet hat. Die Reaktionen auf das Gerichtsurteil sind positiv. Das Erzbistum Köln will die Begründung "intensiv prüfen".

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severus1985 20.02.2019, 18:16
1. Warum überhaupt?

Warum gibt es überhaupt katholische Krankenhäuser? Das ist doch ein Widerspruch in sich. Die katholische Kirche hat sich der Medizin lange verweigert und diese bekämpft. Die beste Medizin sei das Beten. Wird Zeit, dass man diesen rückwärtsgewandten Haufen sämtliche Privilegien streicht und Religion auf gotteshäuser und die eigenen 4 Wände beschränkt.

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Paul Caster 20.02.2019, 18:17
2. Auf der Erde sind alle gleich....

...aber die Kirche gehört zum Himmelsreich!..(Satire Ende).
Ein sehr gutes und überfälliges Urteil um dieser selbstherrlichen Kirche mal zu zeigen wie die Welt unterdessen aussieht.

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gesternheutemorgen987 20.02.2019, 18:29
3. Intensiv geprüft

... gehören mal die rechtsstaatlichen Grundsätze, die es überhaupt ermöglichen, dass ein Verfahren so kompliziert verhandelt werden muss. Dritter Weg, dass ich nicht lache. Da subentionieren wir die Kirchen mit Steuermillionen (https://www.welt.de/politik/deutschland/article13583390/Warum-der-Staat-der-Kirche-jaehrlich-Millionen-zahlt.html), der Staat treibt für sie die Kirchensteuer ein, und dann schafft es der Verein noch, x Gerichte 10 Jahre lang mit einer diskriminierenden Vertragspraxis zu beschäftigen, geschützt vom Grundgesetz. Wie kann sich der Staat selbstgewählt so auf der Nase rumtanzen lassen von einer x-beliebigen ideologischen Vereinigung. Unfassbar. Der Rechtsstaat läßt sich vorführen wie ein Pfingstochse. Aber angesichts einer notwendigen 2/3-Mehrheit für eine Grundgesetzänderung (die im Prinzip ja sehr begrüßenswert, aber da wahrscheinlich ziemlich hinderlich ist), ist wenig Hoffnung, dass das in naher Zukunft anders wird.

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dulcineadeltoboso 20.02.2019, 18:36
4.

Zitat von severus1985
Warum gibt es überhaupt katholische Krankenhäuser? Das ist doch ein Widerspruch in sich. Die katholische Kirche hat sich der Medizin lange verweigert und diese bekämpft. Die beste Medizin sei das Beten. Wird Zeit, dass man diesen rückwärtsgewandten Haufen sämtliche Privilegien streicht und Religion auf gotteshäuser und die eigenen 4 Wände beschränkt.
Warum wollen denn so viele Leute ausgerechnet bei der katholischen Kirche arbeiten? Warum wollen so viele Eltern ihre Kinder in katholische Schulen schicken? Wenn die doch so aus der Welt sind und nur was vom Beten verstehen.

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im_ernst_56 20.02.2019, 18:49
5.

Zitat von severus1985
Warum gibt es überhaupt katholische Krankenhäuser? Das ist doch ein Widerspruch in sich. Die katholische Kirche hat sich der Medizin lange verweigert und diese bekämpft. Die beste Medizin sei das Beten. Wird Zeit, dass man diesen rückwärtsgewandten Haufen sämtliche Privilegien streicht und Religion auf gotteshäuser und die eigenen 4 Wände beschränkt.
Die beste Medizin sei Beten - das verwechseln Sie vielleicht mit den Zeugen Jehovas, die Bluttransfusionen ablehnen. Katholische Krankenhäuser (Hospitäler) gibt es seit dem Mittelalter (vor der Reformation) und hat es sogar in der atheistischen DDR gegeben. Ihre Annahme, die katholische Kirche habe sich der Medizin verweigert, ist also falsch. Woher haben Sie diese Information eigentlich?

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ludwig49 20.02.2019, 18:57
6. Die Politik hat den Rahmen geschaffen...

....dass die katholische Kirche als Arbeitgeber Regeln bestimmen kann, die nicht mehr mit dem Gesetz vereinbar sind. Deswegen müssen Gerichte beschäftigt werden. Abgesehen davon werden katholische Einrichtungen prozentual übergewichtig aus anderen Mitteln betrieben, nämlich Steuergeldern und Beiträgen anderer Kassen.
Es ist ziemlich töricht von den katholischen Kirchenfürsten, nach allen Skandalen über Mißbrauch auch noch Extra-Würste braten zu wollen, die dieser Kirche bestimmt keinen Zulauf bescheren werden.

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lanzarot 20.02.2019, 19:03
7. Sehr gutes Urteil

"Laut Arbeitsvertrag war der Arzt verpflichtet, die Grundsätze der katholischen Glaubens- und Sittenlehre zu beachten" Diese Herrschaften halten sich doch selbst nicht an ihre Sittenlehre, sonst gäbe es nicht soviele Missbrauchsfälle. Typisch für die Verlogenheit des katholischen Bodenpersonals.

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brutus972 20.02.2019, 19:04
8. Wer bezahlt bestimmt auch die Musik!

Das System gehört auf die Füsse gestellt. Egal ob Krankenhäuser, Seniorenheime oder Kindergärten, der Staat zahlt fast alles und die Kirchen haben ihr eigenes ...soziales Arbeitsrecht. Katholische Priester vergreifen sich an Kindern, die Staatsanwaltschaft schaut zu.
Es wird Zeit, die Parallelgesellschaften, die den Staat aussaugen, nicht mehr weiter zu hofieren. Wie kann es angehen, dass sogar Atheisten einen größeren Steueranteil für die Kirchen zahlen?

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thseeling 20.02.2019, 19:14
9. "lebenswirklichkeit"

Die Lebenswirklichkeite, also das Privatleben, geht meinen Arbeitgeber genau gar nichts an.
An dem Urteil gibt es nichts "intensiv zu prüfen". Es muss schlicht und einfach umgesetzt werden. Das Krankenhaus hat hochkant verloren und der Kommentar, dass es nach heutigem Recht anders zu beurteilen wäre, ist vollkommen unerheblich. Aus dieser Bemerkung spricht immer noch die Arroganz, vielleicht ein weiteres Schlupfloch zu finden und das Verfahren weiter in die Länge zu ziehen.
Ich gehe auch davon aus, dass der Arbeitgeber das Gehalt seit dem Kündigungstermin nachzahlen muss, hoffentlich inkl. Zinsen.

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