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Kita-Ausbau und Elterngeld: Mütter sind häufiger erwerbstätig
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Die Einführung des Elterngelds 2007 und der Ausbau der Kitas in den vergangenen Jahren zeigen Wirkung: Die Zahl der Mütter, die arbeiten gehen, ist laut einer neuen Studie deutlich gestiegen.

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Lykanthrop_ 01.10.2018, 11:17
1.

Ein Schritt in die richtige Richtung.
Es gibt weitere zu tun, bis wirklich Gleichberechtigung und Gleichstellung erreicht sind.
Kinder sollten im Berufsleben nicht zum Nachteil werden und Mütter wie Väter sollten sich selbstverständlich in gleichem Maße um die Kinderbetreuung kümmern. So wie Mütter selbstverständlich ebenso zum Familieneinkommen beitragen sollten wie Väter. Das eigene Geschlecht sollte einen nicht in eine bestimmte Rolle drängen. Geschlechtergerechtigkeit ist gefragt.

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Le Commissaire 01.10.2018, 11:22
2.

Gehen mehr Mütter arbeiten, weil es Elterngeld und mehr Kitaplätze gibt, oder gibt es Elterngeld und mehr Kitaplätze, weil einfach mehr Mütter arbeiten wollen?

Die höchste Geburtenrate der westlichen Welt haben die USA. Dort gibt es praktisch überhaupt keine Familienpolitik. Und in den Ländern, in denen es die höchsten Geburtenraten überhaupt gibt, erst recht nicht.

Es ist und bleibt ein Mythos, dass mehr Geld für Familien mehr Kinder bringt. Sowohl im historischen als auch im weltweiten Vergleich ist genau das Gegenteil der Fall.

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Pela1961 01.10.2018, 11:34
3. Hat die Studie

auch berücksichtigt, wie sich die Entwicklung des Niedriglohnsektors in der Zeit von 2006 bis 2017 ausgewirkt hat? Wo ein Gehalt zum Leben keinesfalls für eine Familie reicht, steigt zwangsläufig auch deshalb die Zahl der Haushalte, in denen beide arbeiten gehen MÜSSEN, ob sie wollen oder nicht.

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konrad3416 01.10.2018, 11:46
4. Hört sich gut an ..

endet aber Leider häufig in einer Doppelbelastung für die Mütter.
Ein Gehalt sollte ausreichen um vier Menschen gut zu ernähren. So könnte der Partner entspannter nach einem passenden Job suchen, der zu den neuen Lebensumständen passt. Staatliche Zuschüsse sind ungeeignet und versärken nur das Gefühl der Abhängigkeit. Besser ist es den Mindeslohn anzuheben und die Steuerbelastung für Familien zu verringern. Damit die Familie selbstbestimmt agieren können.

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rleu 01.10.2018, 12:05
5.

Zitat von Lykanthrop_
Ein Schritt in die richtige Richtung. Es gibt weitere zu tun, bis wirklich Gleichberechtigung und Gleichstellung erreicht sind. Kinder sollten im Berufsleben nicht zum Nachteil werden und Mütter wie Väter sollten sich selbstverständlich in gleichem Maße um die Kinderbetreuung kümmern. So wie Mütter selbstverständlich ebenso zum Familieneinkommen beitragen sollten wie Väter. Das eigene Geschlecht sollte einen nicht in eine bestimmte Rolle drängen. Geschlechtergerechtigkeit ist gefragt.
Allerdings zeigt sich, dass in 'gleichgestellteren' Gesellschaften die tatsächliche Rückkehr stereotypischer Beschäftigung steigt, siehe Skandinavien. Wenn alle machen dürfen, was sie wollen, werden sie das wohl tun.

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ich2010 01.10.2018, 12:21
6.

Zitat von Pela1961
auch berücksichtigt, wie sich die Entwicklung des Niedriglohnsektors in der Zeit von 2006 bis 2017 ausgewirkt hat? Wo ein Gehalt zum Leben keinesfalls für eine Familie reicht, steigt zwangsläufig auch deshalb die Zahl der Haushalte, in denen beide arbeiten gehen MÜSSEN, ob sie wollen oder nicht.
woher kommt der anspruch dass ein einziges gehalt für eine ganze familie ausreichen muss? wir leben nucht mehr in den 1950ern wo ein land nach einem krieg aufgebaut werden musste. dazu kommt dass heutige ansprüche nicht mehr mit nur einem gehalt finanziert werden können. man denke an 2 autos, handys, 2x urlaub etc.pp.

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hubwood 01.10.2018, 12:28
7. Unsere Situation ist komplett verschieden.

Meine Freundin und ich (beide 33, beide Berufstätig) haben erfolglos versucht unsere kleine Tocher (10 Monate) für eine Kita anzumelden. Wir haben Sie fristgerecht direkt nach der Geburt im November 2017 für Frühling 2019! in 12! verschiedenen Kitas angemeldet.
Bei ALLEN Kitas haben wir absagen bekommen! (Stuttgart)
Mein Gehalt deckt gerade die Warm Miete und Lebensmittel. Ohne finanzielle Hilfe von allen Eltern und Omas stünden wir vor dem Bankrott.

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quark2@mailinator.com 01.10.2018, 12:32
8.

Zitat von Lykanthrop_
Ein Schritt in die richtige Richtung. Es gibt weitere zu tun, bis wirklich Gleichberechtigung und Gleichstellung erreicht sind. Kinder sollten im Berufsleben nicht zum Nachteil werden und Mütter wie Väter sollten sich selbstverständlich in gleichem Maße um die Kinderbetreuung kümmern. So wie Mütter selbstverständlich ebenso zum Familieneinkommen beitragen sollten wie Väter. Das eigene Geschlecht sollte einen nicht in eine bestimmte Rolle drängen. Geschlechtergerechtigkeit ist gefragt.
Alles super. Stellt sich nur die Frage, wieso früher ein Einkommen reichte, um 4 Menschen zu ernähren. Da sollte es doch bei all dem technischen Fortschritt heute reichen, wenn beide Erwachsenen halbtags arbeiten, oder weniger. Irgendwie hat es jemand geschafft dafür zu sorgen, daß heute beide arbeiten müssen, damit es reicht. Und das sollte doch gar nicht das Ziel der Gleichstellung sein, oder ?

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Lykanthrop_ 01.10.2018, 12:54
9.

Zitat von rleu
Allerdings zeigt sich, dass in 'gleichgestellteren' Gesellschaften die tatsächliche Rückkehr stereotypischer Beschäftigung steigt, siehe Skandinavien. Wenn alle machen dürfen, was sie wollen, werden sie das wohl tun.
Ich denke dies stimmt nur in Teilen.
Selbst wenn, die Welt ist voller Paradoxien.
So beklagen Frauen den Gender Pay Gap, wünschen sich aber Partner die mehr verdienen wie Sie selbst. Das Problem ist die Oberflächlichkeit des Feminismus, bzw. der Gender Theorien. Wenn man nicht bei dem eigenen Verhalten anfängt, sondern immer nur alle Vorteile für sich reklamiert und die Schuld bei anderen sucht, ist eine Gesellschaft oberflächlich vielleicht irgendwann gleichgestellt, aber im tieferen Sinn, der stereotypen Verhaltensmuster eben noch lange nicht.
Der Mensch ist das einzigste Wesen, welches fähig ist das eigene Verhalten zu reflektieren, es sollten mehr Menschen Gebrauch davon machen. Die Gleichstellung 1.0 ist nur der erste Schritt.
Weg vom vom biologisch bestimmten Tier, hin zum Menschen mit freiem Willen und Gespür für Gerechtigkeit.

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