Forum: Karriere
Kita-Ausbau und Elterngeld: Mütter sind häufiger erwerbstätig
Getty Images

Die Einführung des Elterngelds 2007 und der Ausbau der Kitas in den vergangenen Jahren zeigen Wirkung: Die Zahl der Mütter, die arbeiten gehen, ist laut einer neuen Studie deutlich gestiegen.

Seite 2 von 6
tatsache2011 01.10.2018, 12:57
10. Mythos ?

Zitat von Le Commissaire
... Es ist und bleibt ein Mythos, dass mehr Geld für Familien mehr Kinder bringt. Sowohl im historischen als auch im weltweiten Vergleich ist genau das Gegenteil der Fall.
Sie meinen, weniger Familienförderung bringen in Deutschland mehr Kinder (?).
1) Wer hat den höheren Lebensstandard, Kinderlose oder Familien mit Kindern?
Es ist ein Mythos, dass die geringe Förderung mehr Kinder bringt.
2) Kinderlose können die eingesparten Ausgaben für Kinder in die private Altersvorsorge zahlen (z.B. monatlich 600 Euro).
3) Vergleich mit anderen Ländern hinkt, wenn andere Länder keine Rentenversicherung zu Lasten der nachfolgenden Generation haben.
Kinder sind die Rücklage unserer Rentenversicherung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hugolette 01.10.2018, 12:57
11. Eine Abschaffung des Ehegattensplittings (ENDLICH!) ....

würde für eine höhere Erwerbsquote sorgen, der Anreiz fehlt, so dass viele Mütter nicht oder nur wenig arbeiten gehen.
Eine Abschaffung ist längst überfällig, Alleinerziehende müssen auch arbeiten gehen, ob sie wollen/können oder nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Lykanthrop_ 01.10.2018, 12:59
12.

Zitat von quark2@mailinator.com
Alles super. Stellt sich nur die Frage, wieso früher ein Einkommen reichte, um 4 Menschen zu ernähren. Da sollte es doch bei all dem technischen Fortschritt heute reichen, wenn beide Erwachsenen halbtags arbeiten, oder weniger. Irgendwie hat es jemand geschafft dafür zu sorgen, daß heute beide arbeiten müssen, damit es reicht. Und das sollte doch gar nicht das Ziel der Gleichstellung sein, oder ?
Das ist für mich eine Frage der Ökonomie, nicht eine Frage der Rollenverteilung zwischen Mann und Frau. Meiner Meinung nach hat jeder die Pflicht ein Beitrag zu unserer Gesellschaft bzw. Gemeinschaft zu leisten, unabhängig des Geschlechts. Ich wäre dafür, uns so zu organisieren, dass Mütter und Väter beide Teilzeit arbeiten und trotzdem ihr Auskommen und Zeit für ihre Kinder haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alfredo24 01.10.2018, 13:06
13. Es könnte noch besser werden….

Die Wirtschaftsforscher sprechen von einem "Gewinn für die Gleichstellung der Geschlechter". Wenn es nun gelingen würde, dass über 70 % der Mütter arbeiten und der männliche Teil der Gesellschaft zu Hause bleibt, wäre es bestimmt noch besser. Ich könnte mich als Mann mit dieser Situation gut abfinden, ohne dass ich mich als Mann benachteiligt fühlen würde. Das setzt aber voraus, dass Frauen minderst gleich viel verdienen wie Männer. Das sollte wirklich ein Ziel der Politik sein. Zugleich müsste auch von der Politik sicher gestellt werden, dass ein einziger Verdienst ausreicht, um eine Familie zu ernähren, ohne dass abgehobenen Forderungen für das Leben verlangt wird. Ein Urlaub pro Jahr sollte ausreichen. Ein zweites Auto sollte nur Luxus sein, der Öffentliche Nahverkehr müsste entsprechend angepasst werden, sowie deren Kosten. Vielleicht sollte dies die Politik auch garantieren, zumindest mittelfristig und verbindlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
KlausRutschki 01.10.2018, 13:09
14. Ich finde es toll...

... wenn die Frau nicht arbeiten gehen MUSS und sich dann besser um die Kinder kümmern kann. Wir haben die Möglichkeit und es ist unserer Ansicht nach für die Kinder super, wenn sie ein geregeltes Zuhause vorfinden und nicht von einer Kita in den nächsten Hort geschoben werden. Ist natürlich Ansichtssache, aber das ist eben meine Meinung. Allerdings ist es uns auch schon passiert, dass meine Frau "schräg angeschaut" wird, da sie nicht arbeiten geht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 01.10.2018, 13:24
15.

Zitat von Lykanthrop_
Das ist für mich eine Frage der Ökonomie, nicht eine Frage der Rollenverteilung zwischen Mann und Frau. Meiner Meinung nach hat jeder die Pflicht ein Beitrag zu unserer Gesellschaft bzw. Gemeinschaft zu leisten, unabhängig des Geschlechts. Ich wäre dafür, uns so zu organisieren, dass Mütter und Väter beide Teilzeit arbeiten und trotzdem ihr Auskommen und Zeit für ihre Kinder haben.
Tja, nur erfordern manche Jobs halt Vollzeit bzw. sogar mehr als das. Würde die Masse nur Teilzeit arbeiten, wären wir schreiend ineffizient gegenüber Ökonomien, die klassisch teilen. Und leider trifft das auch gerade auf die noch nicht automatisierbaren Intelligenzlerjobs zu. In der Praxis liefe das vermutlich darauf raus, daß man halbtags bezahlt wird und dann zuhause weiter über seine Software oder sein Hochhaus nachdenkt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
friespeace 01.10.2018, 13:28
16. Viel interessantere Statistik

Ich habe kürzlich einen Beitrag darüber gelesen, welcher Anteil der Alleinerziehenden in Vollzeit arbeitet.
Ergebnis: Alleinerziehende Männer arbeiten 3-4x häufiger in Vollzeit als Frauen. Aber so eine Statistik wird eher ungern diskutiert..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mynameisroman 01.10.2018, 13:31
17. Wird das hier echt als Positiv dargestellt?

Der einzige Grund warum man nach einem Jahr bereits arbeiten geht ist i.d.R. ein finanzieller. Das Geld reicht nicht also geht man nach dem einen Jahr Elterngeld wieder arbeiten um die Lücken zu füllen.
Das Kind muss dann mit einem Jahr in eine Kita. Ein Jahr alt! schon bei drei Jahre alten Kindern ist die Umstellung nicht leicht. Die Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen. Da ist schon fast traumatisch für die kleinen wenn die nun täglich in eine Kita müssen. Hier werden die Menschen, sprich die Kleinkindern und auch die Familie als ganzen hintenangestellt nur damit es finanziell wieder passt. Aber 2 Eltern die nach einem Arbeitstag nach Hause kommen, dann Kind abholen, Dann Haushalt machen, um Kind kümmern etc. dann nachts vielleicht noch 1-2x geweckt werden vom Kind etc. und dass für 1-2 Jahre durchmachen... Das ist die Hölle auf Erden für Familien. Besonders wenn bereits zwei oder mehr Kinder da sind. Und da eine Kita für Kindern unter 3 in manchen Bundesländern über 300€ im Monat kostet schmälert den finanziellen Gewinn deutlich falls man nur halbtags arbeiten geht. Macht also wirklich nur Sinn wenn es finanziell sehr eng ist.
Was gefördert werden muss ist dass Familien wieder entlastet werden und mal zur Ruhe kommen können wenn man Kindern hat. 3 Jahre Auszeit bis ein Kind das richtige Alter für den Kindergarten hat sollten wieder die Norm sein. Lieber Elterngeld etwas reduzieren und dafür 3 Jahre zahlen um diese Lücke zu füllen. Das wohl des Kindes und der Familie MUSS an erster Stelle stehen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
monro 01.10.2018, 13:33
18.

Zitat von KlausRutschki
... wenn die Frau nicht arbeiten gehen MUSS und sich dann besser um die Kinder kümmern kann. Wir haben die Möglichkeit und es ist unserer Ansicht nach für die Kinder super, wenn sie ein geregeltes Zuhause vorfinden und nicht von einer Kita in den nächsten Hort geschoben werden. Ist natürlich Ansichtssache, aber das ist eben meine Meinung. Allerdings ist es uns auch schon passiert, dass meine Frau "schräg angeschaut" wird, da sie nicht arbeiten geht.
Ich finde es auch toll, dass mein Mann nicht arbeiten gehen MUSS und sich daher besser um unser Kind kümmern kann. Wir haben die Möglichkeiten und wir finden es super für unser Kind, dass er eine Bezugsperson hat, die permanent zu Hause ist, so dass er nicht mit anderen Kindern in der Kita spielen muss.
Allerdings ist es uns oft schon passiert, dass meinem Mann Bewunderung ausgesprochen wurde, während ich als Alleinversorgerin schräg angeschaut wurde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
g_bec 01.10.2018, 13:42
19. Hat es das?

Zitat von quark2@mailinator.com
Alles super. Stellt sich nur die Frage, wieso früher ein Einkommen reichte, um 4 Menschen zu ernähren. Da sollte es doch bei all dem technischen Fortschritt heute reichen, wenn beide Erwachsenen halbtags arbeiten, oder weniger. Irgendwie hat es jemand geschafft dafür zu sorgen, daß heute beide arbeiten müssen, damit es reicht. Und das sollte doch gar nicht das Ziel der Gleichstellung sein, oder ?
Hat ein Einkommen wirklich gereicht, um vier Menschen zu ernähren? Das könnte so gewesen sein, ich halte das aber für eine Legende der "Früher war alles besser"-Fraktion. Außerdem kennt ein großer Teil unseres Landes diese Zeiten gar nicht und steht einem solchen Lebensmodell doch eher kopfschüttelnd gegenüber. Außerdem ist "Ernährung" ja nur die Erfüllung eines Grundbedürfnisses. Da sollten wir aber schon ein bisschen weiter sein. Zumal bezahlte Arbeit ja schon ein Wert an sich ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 6