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Kita-Ausbau und Elterngeld: Mütter sind häufiger erwerbstätig
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Die Einführung des Elterngelds 2007 und der Ausbau der Kitas in den vergangenen Jahren zeigen Wirkung: Die Zahl der Mütter, die arbeiten gehen, ist laut einer neuen Studie deutlich gestiegen.

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isar56 01.10.2018, 20:51
40.

Zitat von firefox34
Dann lesen sie nochmal die Beiträge. Familien müssen/sollen nicht in erster Linie über Steuern/Zuschüsse etc alimentiert werden, sondern wir brauchen wieder höhere Löhne, damit Familien auch von einem Gehalt leben können. Davon haben auch die Kinderlosen etwas. @ Lykanthrop; Ja, jeder soll etwas zur Gesellschaft und auch zur Familien beitragen. Aber es muss nicht jeder das Gleiche beitragen. Wenn einer arbeiten geht und einer sich um die Kinder kümmert ist das aus meiner Sicht absolut ok. Ich möchte auch nicht das der Klempner und der Zahnarzt Mittags den Job tauschen, nur damit beide das Gleiche beitragen.
Ich sehe in Ihrem Beitrag keinerlei Widerspruch zu meinen beiden Kommentaren hier zum Thema. Die Niedriglohn-Geiz-Bereicherungs- Konzerne - geduldet und mit getragen von unser aller Regierung- zählt vornehmlich zu den Verursachern dieser Misere.
Warum?
Weil sie es können und Niemand unserer mehr als 700 Bundestagsmitgliedern gezielt dagegen vorgeht.

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Lykanthrop_ 01.10.2018, 21:37
41.

Zitat von firefox34
@ Lykanthrop; Ja, jeder soll etwas zur Gesellschaft und auch zur Familien beitragen. Aber es muss nicht jeder das Gleiche beitragen. Wenn einer arbeiten geht und einer sich um die Kinder kümmert ist das aus meiner Sicht absolut ok. Ich möchte auch nicht das der Klempner und der Zahnarzt Mittags den Job tauschen, nur damit beide das Gleiche beitragen.
M.E. sollten nicht alle das Gleiche zur Gesellschaft beitragen, sondern Leistungsfähige mehr, weniger Leistungsfähige weniger.
In unserer heutigen Gesellschaft ist eher anders herum, anderes Thema.
Ich möchte auch, dass beide Elternteile ein Anspruch haben, gleicher Maßen sich um das Kind zu kümmern, wie die gleiche Pflicht haben für das Einkommen zu sorgen. Es geht dabei um Gerechtigkeit. Diese Gerechtigkeit beginnt mit dem Brechen der traditionellen Rollenbilder. Es ist das Eine, wenn eine Seite zu Hause bleibt, weil es so prakmatisch ist. Es ist etwas Anderes, wenn das auf Grund von ideologisch-konservativen Zuschreibungen geschieht.

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tatsache2011 01.10.2018, 23:07
42. zu wenige Kinder

Zitat von isar56
Und immer wieder der Vergleich zwischen Familien und Kinderlosen. Wer sich für Kinder entscheidet weiß, dass das mit Zeit und finanziellem Aufwand einhergeht. Erwarten Sie von Kinderlosen die Vollfinanzierung Ihrer Kinder, die evtl später Steuern zahlen? Wer keine Kinder hat berappt mehr als 50% seines Einkommens für Steuern und Sozialabgaben die da u.a. sind: Kindergeld, Elterngeld, niedrigere Abgaben, kostenlose Krankenversicherung, Bau und Instandhaltung von Kitas und Schulen plus Personalkosten, jährlich 650 Mio Euro für Unterhalts zahlungsunwillige oder -fähige Elternteile, zig Mio an Jugendhilfemaßnahmen durch Jugendämter, Kita- Zuschüsse, ggf. Zuschüsse aus dem Bildungs- und Teilhabepaket. Für mich steht das Wohlergehen von Kindern an oberster Stelle. Die Verantwortung liegt bei den Eltern. Irgendwann ist es gut. Außerdem wollen, müssen und sollen Rentner, Arbeitslose, Hartzer, Behinderte und Kranke auch was vom Kuchen abhaben.
Es ging um mehr Kinder durch mehr Geld im
Zitat von Le Commissaire
"... Es ist und bleibt ein Mythos, dass mehr Geld für Familien mehr Kinder bringt."
Da geht es um die Entscheidung von Kinderlosen, Kinder aufzuziehen oder kinderlos zu bleiben.
Ja, da vergleichen Kinderlose auch den Lebensstandard und ob Geld für die private Altersversorgung übrig bleibt.

Ihre Darstellung der finanziellen Leistungen der Kinderlosen soll zeigen, dass Kinderlose einen niedrigeren Lebensstandard als Familien haben (?).
Allerdings tragen Eltern auch diese finanzielle Belastung.

Die Kinderzahl ist in Deutschland drastisch gesunken.
Dadurch entfallen jährlich Milliarden Euro Kosten für Kindergeld, Schulen, Lehrer, usw.
Warum jammert der Staat über zu wenige Kinder?

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fördeanwohner 02.10.2018, 08:16
43. -

Zitat von SanchosPanza
Die renommierte englische Tageszeitung The Guardian berichtet über wissenschaftliche Erkenntnisse, dass Kinder bis zum siebten Lebensjahr in ihrer kognitiven Entwicklung hoch signifikant profitieren, wenn die Mutter zuhause ist. Die Betreuung zuhause kann sogar eine fehlenden akademischen Titel der Mutter kompensieren. Ich weiß, das ist politisch nicht korrekt aber jeder kann das nachlesen: https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2016/dec/03/childs-cognitive-skills-linked-time-with-mother
Leider weiß man nicht, wie das mit Vätern ist, da man dazu zu wenig Data hat.
Ich würde mal behaupten, dass eine 1-zu-1-Betreuung mit dem richtigen Stimulus immer zur Folge hat, dass ein Kind sich in puncto kognitive Fähigkeiten besser entwickelt. Dabei muss man aber beachten, dass dann besagte Betreuer jeden Abend mit dem Kind (Das Ergebnis der Studie betrifft ja eigentlich nur das Erstgeborene.) lesen, ihm alle möglichen Dinge erklären ... Außerdem trifft das Ergebnis auch nur auf überdurchschnittlich Gebildete zu. Keinen akademischen Abschluss zu haben, heißt ja nicht, dass man doof ist. Man muss es sich zur Aufgabe gemacht haben, sein Kind super zu fördern, ohne Rücksicht auf die eigenen Bedürfnisse. Geil!
Wenn diese Studie ein Plädoyer dafür sein soll, dass doch Mütter bitte schön zuhause bleiben solle, am besten noch bis das Kind in die Schule kommt, dann vergisst man leicht, dass Mütter auch Menschen sind, die sich nicht nur den Bedürfnissen aller anderen unterwerfen müssen. Manche mag das glücklich machen, aber das Gros der intelligenten Frauen wird sich schön bedanken.
Gleichzeitig sieht man wieder, dass Männer außen vor sind. Ich bin davon überzeugt, dass Männer bis auf das Gebähren;-) alles genauso gut wie Mütter können. Daher ist die einzige Lösung eine familienfreudlichere Arbeitswelt mit größerer Flexibilität. Warum sollte es denn nicht gehen, dass beide Partner 3/4 arbeiten? Und weshalb gibt es in Betrieben nicht flächendeckend Kinderbetreuung, so dass Eltern dort die Möglicheit haben präsent zu sein?

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tatsache2011 02.10.2018, 08:39
44. Ihr Fehlschluss

Zitat von isar56
... Erwarten Sie von Kinderlosen die Vollfinanzierung Ihrer Kinder, die evtl später Steuern zahlen? ...
Woraus schließen Sie, dass ich Kinder haben muss?
Der Erfinder unseres Rentensystems Herr Schreiber forderte doppelten Rentenbeitrag für Kinderlose.
Schließen Sie daraus, dass er Kinder hat?
Falsch, er ist kinderlos.

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astsaft 02.10.2018, 09:09
45. Und das ist jetzt toll, weil...?

Ich frage mich ernsthaft, ob es das Ziel unserer Bemühungen sein sollte, dass Mütter so schnell wieder arbeiten gehen sollen. Mir geht es dabei gar nicht um das Thema Gleichberechtigung sondern um das Wohl des Kindes. Ich bin mir sicher, dass dem Kind kein Gefallen damit getan wird, wenn es so früh von seiner Mutter zwangsgetrennt wird. Sowohl kurzfristig als auch in der längerfristigen emotionalen Entwicklung wird das Spuren hinterlassen, und das sind bestimmt keine positiven.
Unser Ziel sollte viel mehr darin liegen, dass Kinder die ersten drei-vier Jahre bei ihren Familien aufwachsen, um eine positive Bindungsfähigkeit und ein Grundvertrauen entwickeln zu können.

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fördeanwohner 02.10.2018, 09:39
46. -

Zitat von astsaft
Ich frage mich ernsthaft, ob es das Ziel unserer Bemühungen sein sollte, dass Mütter so schnell wieder arbeiten gehen sollen. Mir geht es dabei gar nicht um das Thema Gleichberechtigung sondern um das Wohl des Kindes. Ich bin mir sicher, dass dem Kind kein Gefallen damit getan wird, wenn es so früh von seiner Mutter zwangsgetrennt wird. Sowohl kurzfristig als auch in der längerfristigen emotionalen Entwicklung wird das Spuren hinterlassen, und das sind bestimmt keine positiven. Unser Ziel sollte viel mehr darin liegen, dass Kinder die ersten drei-vier Jahre bei ihren Familien aufwachsen, um eine positive Bindungsfähigkeit und ein Grundvertrauen entwickeln zu können.
Ganz ehrlich, ich habe beruflich mit den Prinzen und Prinzessinnen, die ganz viel Mama hatten, zu tun. Da geht es nur "Ich, ich, ich ..." Hinzu kommt die Erwartungshaltung, dass sofort sämtliche Bedürfnisse befriedigt werden. Das ist nämlich die Kehrseite der Medaille. Stimmt, Frau könnte ja drei oder mehr Kids bekommen, dann lohnt sich das Zuhausebleiben jedenfalls.
Da ich wie gesagt mit Kids arbeite, kann ich Ihnen sagen, dass es nicht darauf ankommt, dass vier Jahre lang immer ein Elternteil zuhause ist, sondern die Zeit, die die Kids mit der Familie verbringen gut sein muss. DAS ist das Entscheidende.

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isar56 02.10.2018, 12:49
47.

Zitat von tatsache2011
Es ging um mehr Kinder durch mehr Geld im Zitat von Le Commissaire "... Es ist und bleibt ein Mythos, dass mehr Geld für Familien mehr Kinder bringt." Da geht es um die Entscheidung von Kinderlosen, .....
Auch Ihrem Beitrag widerspreche ich keineswegs.
Dass zwei Vollzeitbeschäftigten mehr übrig bleibt als einer Familie ist logisch und richtig.
Ich möchte meine hohen Steuergelder und Sozialabgaben sehr gerne bei den Familien sehen - die werden von unseren Politikern allerdings anderswo verblasen. Es wäre genug da. Mein Mann und ich zahlen zusammen im 81. Jahr Steuern etc. - sponserten außerdem zwei junge Leute während des Studiums, weil auch hier seitens der Politik gegeizt wird. Bildungsnotstand nenne ich das.
Alt gegen jung, Migranten gegen Menschen die hier geboren oder seit Jahren integriert sind, Familien gegen Kinderlose, Ostdeutsche gegen Westdeutsche........ und umgekehrt. Damit lässt sich das Volk gut untereinander ausspielen und *da oben" gehts weiter wie gehabt.
Will sagen: wir müssen da nicht mitmachen und ich beklage weder einen niedrigen Lebensstandard als ihn Familien haben, noch meine hohen Abgaben wenn sie vernünftiger für unsere Kinder verwendet werden.
Allerdings sehe ich eine Hauptverantwortung bei den Eltern. Letztendlich würden nur höhere Einkommen wirklich helfen.

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isar56 02.10.2018, 12:55
48.

Zitat von fördeanwohner
Ganz ehrlich, ich habe beruflich mit den Prinzen und Prinzessinnen, die ganz viel Mama hatten, zu tun. Da geht es nur "Ich, ich, ich ..." Hinzu kommt die Erwartungshaltung, dass sofort sämtliche Bedürfnisse befriedigt werden. Das ist nämlich die Kehrseite der Medaille. Stimmt, Frau könnte ja drei oder mehr Kids bekommen, dann lohnt sich das Zuhausebleiben jedenfalls. Da ich wie gesagt mit Kids arbeite, kann ich Ihnen sagen, dass es nicht darauf ankommt, dass vier Jahre lang immer ein Elternteil zuhause ist, sondern die Zeit, die die Kids mit der Familie verbringen gut sein muss. DAS ist das Entscheidende.
Da stimme ich Ihnen zu (Sozialarbeiterin in einem Jugendamt).
Wo Mütter erst nach 6 oder 7 Jahren wieder in den Beruf zurückkehren, oder gar nicht, sich aber kaum um Kinder kümmern (Glotze, Konsum, verrauchte Bude, statt Bilderbücher, Märchen, Basten, Backen, Sandkasten) läuft die Zeit für die Kinder ins Leere oder es wird hektisch zwischen Chinesisch-Unterricht und Ballett hin und her gestresst. Das Geheimnis lautet liebevolle und konsequente Zuwendung und Erziehung.

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monro 02.10.2018, 12:57
49.

Zitat von SanchosPanza
Die renommierte englische Tageszeitung The Guardian berichtet über wissenschaftliche Erkenntnisse, dass Kinder bis zum siebten Lebensjahr in ihrer kognitiven Entwicklung hoch signifikant profitieren, wenn die Mutter zuhause ist. Die Betreuung zuhause kann sogar eine fehlenden akademischen Titel der Mutter kompensieren. Ich weiß, das ist politisch nicht korrekt aber jeder kann das nachlesen: https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2016/dec/03/childs-cognitive-skills-linked-time-with-mother
Bitte den Inhalt des Artikels richtig wiedergeben. Hier steht nichts von Betreuung zuhause, es wird betont, dass soviel wie möglich Zeit gegeben werden sollten. Ebenso berichtet der Artikel, dass Zeit investiert in bildungsrelevante Aktivitäten, z.B. Lesen die kognitiven Fähigkeiten fördert. Hierbei haben Kinder von Müttern, die vollständige bzw. bessere Bildungslaufbahn durchlaufen haben, besser abgeschnitten als die Kinder, deren Mütter die Schule vorzeitig verlassen haben.

Der Artikel sagt ebenfalls, dass die Studie bei der Untersuchung des Einflusses des Vaters zu kurz kommt und daher kein komplettes Bild abgibt.

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