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Klage der Gleichstellungsbeauftragten: Ausgerechnet Frauenministerium diskriminierte
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Drei Stellen waren im Frauenministerium ausgeschrieben, alle gingen an Männer. Weil die Gleichstellungsbeauftragte nicht ausreichend beteiligt wurde, haben Berliner Richter nun entschieden: Die Besetzungen waren rechtswidrig.

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Corbinian 08.05.2014, 18:08
1. Nicht das Geschlecht darf entscheiden

Schlimm soetwas! Die Männer waren vielleicht auch noch qualifiziert für diese Arbeit. Aber im Ernst: Am besten ist es, nacht Qualifikation zu entscheiden und nicht nach gleicher Anzahl von Männern und Frauen.

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cato. 08.05.2014, 18:09
2.

Zitat von sysop
Ausgerechnet Frauenministerium diskriminierte Frauen Drei Stellen waren im Frauenministerium ausgeschrieben, alle gingen an Männer. Weil die Gleichstellungsbeauftragte nicht ausreichend beteiligt wurde, haben Berliner Richter nun entschieden: Die Besetzungen waren rechtswidrig.
Ich hab jetzt diesen Artikel und auch auf Juris: Verletzung der Rechte der Gleichstellungsbeauftragten durch Besetzungspraxis im Bundesfamilienministerium gelesen. Kann aber nicht feststellen wo Frauen diskriminiert worden sind. Es handelt sich hierbei doch um einen Streit ob die Gleichstellungsbeauftragte rechtzeitig informiert wurde, sodass sie ihre Meinung hätte beisteuern können. Insofern wurde genau eine Frau diskriminiert bzw. ihr Amt.
Oder hab ich jetzt irgendwas falsch verstanden?

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Kurremkarmerruk 08.05.2014, 18:18
3. Diskriminierend

"...um Weichenstellungen im Vorfeld beeinflussen zu können"
Das klingt nach, bevor wir eine faire Entscheidung aufgrund der Qualifikation treffen, lassen wir die Gleichstellungsbeauftragte erst einmal aussieben, wer ihr nicht passt.
Das eine Gleichstellungsbeauftrage dafür zu sorgen hat, dass es keine Diskriminierung in der Belegschaft gibt, ist selbstverständlich. Dass sie jedoch der Personlabateilung vorgreifend Bewerber aufgrund ihres Geschlechts bevorzugen oder ablehnen können soll, ist schlichtweg diskriminierend.

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supulsinac 08.05.2014, 18:22
4. Warum?

Warum brauchen wir "Gleichstellungsbeauftragte" überhaupt?
Besteht dabei nicht auch die Gefahr, daß ein Mann die Stelle nicht erhält, obwohl er besser qualifiziert ist, nur weil die "Frauenqoute" nicht erfüllt ist?
Das kann es doch wirklich nicht sein.
Wenn ich Unternehmer bin, so muss es mir z.B. gestattet sein, einer Alice Schwarzer oder einem Michel Friedmann einen Job zu verweigern, egal wie qualifiziert sie für diesen Job sein mögen!!!
Allein darum weil ich meine, sie passen nicht in meine Firma.
Und manchmal hat man mehr Erfolg, einen vermeintlich "nicht so qualifizierten" Mitarbeiter einzustellen, weil er mehr unter dem Hut hat, als man vermutet, und vor allem auch soziale Kompetenz hat.
Man kann und darf das nicht am Geschlecht fest machen, das ist "Planwirtschaft", und davon distanziere ich mich auf´s heftigste!!!
Auch in einem Einstellungsgespräch bzw. der daraus resultierenden Entscheidung muss das "Bauchgefühl" seinen Platz haben dürfen.
Natürlich gibt es Fehlentscheidungen, aber wie gesagt, eine Einstellung am Geschlecht fest zu machen, beispielsweise: "Ich kann nur eine Frau einstellen, da ich sonst die Quote nicht erfülle!" impliziert doch zwangsweise die Diskriminierung der Männer. Sie fallen aus dem Auswahlverfahren heraus, nur aufgrund ihres Geschlechts.
Bei allem Respekt, das ist einfach nur krank.

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LinkesBazillchen 08.05.2014, 18:22
5. Geschlecht soll entscheiden

Zitat von Corbinian
Schlimm soetwas! Die Männer waren vielleicht auch noch qualifiziert für diese Arbeit. Aber im Ernst: Am besten ist es, nacht Qualifikation zu entscheiden und nicht nach gleicher Anzahl von Männern und Frauen.
Weit gefehlt 'Corbinian'. NUR das Geschlecht soll entscheiden.
Das geht solange weiter, bis sich die Männer endlich wehren, oder bis unsere Tussykratie die Männer vollends mundtot gemacht hat.

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kabian 08.05.2014, 18:25
6. Bravo

Eine Gleichstellungsbeauftragten die tatsächlich ihren Job ernst nimmt und nicht nur als Feigenblatt dienen möchte.

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ijf 08.05.2014, 18:26
7. Horrorvorstellung

Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie die Stelleninhaber sich jetzt fuehlen - was erwartet die siegreiche GS-Beauftragte jetzt? Dass die Stellen neu ausgeschrieben und die drei Maenner vom Hof gejagt werden? Oder geht/ging es ihr "nur" darum, Recht zu behalten - und die Stelleninhaber duerfen ihre Jobs dank der Gnade von Frau Rose-Möhring behalten, wenn sie lieb darum bitten? Wie ist das eigentlich - geniesst eine GS-Beauftragte den gleichen umfassenden Schutz wie ein gewaehlter Betriebsrat oder kann man sich von so einer Person auch trennen?

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steelman 08.05.2014, 18:28
8. optional

Diskriminierend war also nur, dass die Gleichstellungsbeauftragte nicht in den Entscheidungsprozess involviert wurde. Die Entscheidung, dass "nur" Männer ausgewählt wurden, ist etwas völlig anderes. Solange da nach Qualifikation entschieden wurde, ist doch alles ok. Wieso dann die Überschrift?

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fiftysomething 08.05.2014, 18:37
9. Die Quote ist längst da

Wenn eine Gleichstellungsbeauftragte vor den eigentlichen Entscheidungen im Vorfeld die Bewerber aussiebt, wird sie wohl nach welchen Prinzipien vorgehen? Genau. Männerdominanz verhindern. Ich finde, das Bundesministerium für Kinder, Frauen und Senioren sollte seinem Namen gerecht werden und garkeine Männer mehr einstellen. Was wissen Männer schon von der Lebenswirklichkeit von Frauen? Das wäre doch mal ein wirklich großartiges Experiment. Nur noch Frauen. Und dann mal schauen, wie es so läuft mit der Gleichberechtigung.
Halt! Einen Mann gäbe es ja dann auf jeden Fall: den GleichstellungsbeauftragteN. Aber nur pro forma.

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