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Klimaschutz: Berliner Unternehmen gibt drei Tage Extra-Urlaub bei Verzicht auf Flugre
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Ab in den Urlaub: Das muss nach Meinung eines kleinen Berliner Unternehmens auch umweltfreundlich gehen. Mitarbeiterinnen, die aufs Flugzeug verzichten, bekommen deshalb länger frei.

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intercooler61 27.05.2019, 16:00
30. @Ryker: sachte, sachte!

Zitat von Ryker
@1: Lüge! Ein Auto produziert pro Personenkilometer WENIGER CO2, als ein Flugzeug (Google: Ökobilanz Auto Flugzeug). Außerdem ist im Text insbesondere auf Bahnreisen verwiesen. @2: Wir haben gerade Krise - nämlich fatale Klimakrise. Wenn wir die nicht noch meistern, sind alle anderen Pillepalle! @3: Text gelesen? Es geht um URLAUBS-, nicht Geschäftsreisen. [...] Glückwunsch zu Ihrer bunten Phantasie! Im Text steht jedenfalls nichts, was zu dieser Annahme berechtigen würde. Nota bene: Ich bin alt, weiß, männlich.
Nur weil Sie mit Google irgendwo irgendetwas gefunden haben, ist es nicht automatisch wahrer als die von Ihnen bezweifelte Aussage.

So pauschal gibt es zwischen Flugzeug und Auto keinen klaren Sieger. Da spielen sehr viele Variablen eine Rolle wie z.B.:
- Entfernung (wg. Start- & Steigfluganteil),
- Orographie und Luftraumstruktur (wg. Umwegen),
- Aufwand für und Auslastung der Straßentrassen (die der Flieger gar nicht braucht),
- Wahl des Pkw (de-facto-Verbrauch),
- Flughöhe und Wetter (wovon manche Schadwirkungen abhängen).

Ergo: Mäßigen Sie bitte Ihren Ton.

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lobro 27.05.2019, 16:04
31.

Zitat von wallabyxxxx
also ich sitze gerade auf dem Flughafen in Norddeutschland warte auf meinen Flug nach Mailand. Die Strecke mit dem Auto gefahren dürfte dank der EU Regeln zurArbeits- und Lenkzeit in unter 1,5 Tagen kaum zu machen sein. Das gleiche für die Rückreise. Das Meeting vor Ort geht extra. Also 4 Arbeitstage für einen Job den icch dank Flieger in 2 schaffe. Die Kosten für Sprit, Maut und Fahrzeugabschreibunng dürften sogar höher sein als das Ticket. Und ob bei 2000km die CO 2 Bilanz eines Autos besser ist als eines Fliegers wage ich zu bezweifeln. Aber das so eine Idee von einem Berliner Unternehmen kommt ist typisch. So wie die arbeiten, möchte ich mal Urlaub machen
Noch besser wäre die Ökobilanz, wenn man auf die ganze Dienstreiserei verzichten würde und stattdessen so etwas wie Videokonferenz nutzen würde. Generell sollten meiner Meinung nach abgehende und ankommende Flüge unter 1000 km verboten werden. Was ebenfalls abgeschafft werden sollte, ist das Dienstwagenprivileg. Bei meinem früheren AG wurden Dienstwagen nach Dienstgrad ab Prokura aufwärts vergeben, ob derjenige einen Wagen dienstlich benötigte oder nicht war egal.

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Bondurant 27.05.2019, 16:08
32.

Zitat von intercooler61
Nur weil Sie mit Google irgendwo irgendetwas gefunden haben, ist es nicht automatisch wahrer als die von Ihnen bezweifelte Aussage. So pauschal gibt es zwischen Flugzeug und Auto keinen klaren Sieger. Da spielen sehr viele Variablen eine Rolle wie z.B.: - Entfernung (wg. Start- & Steigfluganteil), - Orographie und Luftraumstruktur (wg. Umwegen), - Aufwand für und Auslastung der Straßentrassen (die der Flieger gar nicht braucht), - Wahl des Pkw (de-facto-Verbrauch), - Flughöhe und Wetter (wovon manche Schadwirkungen abhängen). Ergo: Mäßigen Sie bitte Ihren Ton.
Im Grunde genommen ist dieser Streit völlig irrelevant, denn es steht fest, dass letzten Endes jede Art von Reisen, wenn man mal vom reinen Fußmarsch absieht, obwohl auch da Zweifel bestehen könnten, umweltschädlich ist. (Neulich stellte man übrigens interessanterweise fest, dass die Haltung eines Pferdes aus Umweltsicht genauso "schlimm" ist, wie einen Pkw im Jahr 25.000 km zu fahren.) Am Ende wird man den Menschen empfehlen, schön zu Hause zu bleiben und Gartenfeste zu feiern. Wenn überhaupt.

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ich2010 27.05.2019, 16:19
33.

äh wie hoch ist nochmal der anteil an weltweitem co2, der von flugzeugen verursacht wird? der beträgt keine 3% und ein kompletter wegfall des flugverkehrs bewirkt gar nichts.

das ist lediglich marketing und sonst nichts. wie wäre es denn damit. home office für mind. 1 tag pro woche für jeden! das holt die leute von der straße, die autos bleiben stehen und die abgase werden reduziert. oder wie wäre es damit: umrüstung der benziner auf gas. reduziert auch den co2 ausstoß. beides deutlich wirksamer. aber man schießt sich halt aufs fliegen ein. das eignet sich so schön um mit dem moralischen zeigefinger auf andere zu zeigen.

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lobro 27.05.2019, 16:33
34.

Zitat von dodgerone
Ich habe für mich auch beschlossen soweit es geht auf Flugreisen zu verzichten. Machen andere auch...bleiben trotzdem genug schöne Länder übrig :)
Ich verzichte jetzt auch schon seit Jahren auf Flugreisen, aber nicht aus ökologischen Gründen, sondern weil die ganze Fliegerei unterhalb von Business- oder Firstclass mittlerweile nur noch eine einzige Lachnummer ist. Man muss Stunden vor Abflug am Flughafen sein, entwürdigende Sicherheitskontrollen über sich ergehen lassen, darf keine eigenen Getränke mitnehmen und wird eingepfercht wie eine Ölsardine in der Dose. Hinzu kommen vermehrt Flugausfälle, Firmenpleiten und eine schikanöse Preispolitik der Fluggesellschaften, die schon an unlauteren Wettbewerb grenzt, da sie für alles, was früher selbstverständlich war, heute extra kassieren, nur damit sie mit niedrigen Preisen werben können. Ich warte nur noch darauf, dass die Toilettenbenutzung im Flugzeug auch noch extra kostet. In diesem Fall sollten sich Passagiere ein Beispiel an Gerard Depardieu nehmen.

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lobro 27.05.2019, 16:45
35. home office für mind. 1 tag pro woche für jeden?

Zitat von ich2010
äh wie hoch ist nochmal der anteil an weltweitem co2, der von flugzeugen verursacht wird? der beträgt keine 3% und ein kompletter wegfall des flugverkehrs bewirkt gar nichts. das ist lediglich marketing und sonst nichts. wie wäre es denn damit. home office für mind. 1 tag pro woche für jeden! das holt die leute von der straße, die autos bleiben stehen und die abgase werden reduziert. oder wie wäre es damit: umrüstung der benziner auf gas. reduziert auch den co2 ausstoß. beides deutlich wirksamer. aber man schießt sich halt aufs fliegen ein. das eignet sich so schön um mit dem moralischen zeigefinger auf andere zu zeigen.
Dann erklären Sie mir mal, wie der Installateur, der gerade meine Heizungsanlage repariert, oder der Paketbote, der vor einer Stunde hier ein Paket gebracht hat, das per Homeoffice machen soll. Bei weitem nicht alle Leute haben Bürojobs (IT oder irgendwas mit Medien) , die man von zu Hause machen kann.

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roenga 27.05.2019, 18:12
36. Ist denn jetzt schon Märchenstunde?

Zitat von Bondurant
dass es sich bei diesem Unternehmen um einen reinen Frauenbetrieb handelt. Bekanntlich ist es ja so, dass Frauen weniger verdienen, aber besser arbeiten und deshalb im Ergebnis produktiver sind als Männer. Daher kommt natürlich auch Spielraum für Maßnahmen wie die hier geschilderten.
Wenn dem so wäre; welches Unternehmen am Markt würde dann überhaupt noch einen Mann einstellen bzw. beschäftigen, wenn qua primärem Geschlechtsmerkmal determiniert die Effektivität steigt und die Lohnkosten gesenkt werden könnten? Die Antwort ist klar - kein Unternehmen würde auf ein solchen Vorteil verzichten, soweit weibliche Arbeitskräfte am Markt vorhanden sind. Da dies kein Unternehmen auf breiten Front umsetzt, sind diese entweder einfach dumm und blind und können nicht bis drei zählen, oder mit Ihrer Behauptung kann etwas nicht stimmen. Hm...

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draco2007 27.05.2019, 20:16
37.

Zitat von lobro
Dann erklären Sie mir mal, wie der Installateur, der gerade meine Heizungsanlage repariert, oder der Paketbote, der vor einer Stunde hier ein Paket gebracht hat, das per Homeoffice machen soll. Bei weitem nicht alle Leute haben Bürojobs (IT oder irgendwas mit Medien) , die man von zu Hause machen kann.
Weil der Forist auch solche Jobs meinte....na klar...

Anscheinend sind 40% der Jobs problemlos im HO zu erledigen.
3 von 5 Tagen im HO und schon haben sie durchschnittlich 24% weniger Pendler auf den Straßen.

Einfach so. Könnte man ab morgen machen...

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jschm 27.05.2019, 20:44
38. Das wäre der Weg

Zitat von lobro
Generell sollten meiner Meinung nach abgehende und ankommende Flüge unter 1000 km verboten werden. Was ebenfalls abgeschafft werden sollte, ist das Dienstwagenprivileg. Bei meinem früheren AG wurden Dienstwagen nach Dienstgrad ab Prokura aufwärts vergeben, ob derjenige einen Wagen dienstlich benötigte oder nicht war egal.
in die Öko-Diktatur.
Dienstwagen sind eben häufig Gehaltsbestandteil und ersetzen so den Privatwagen. Bekommt eben nicht jeder.

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Jamesteakirk 27.05.2019, 22:26
39. Ideologie der Quantität

@TipTopTap (Nr. 3)

Für Sie hätte der Artikel wohl in "leichter Sprache" erscheinen sollen. Es geht um URLAUBSTAGE. Mehr Urlaubstage, wenn man auf's Fliegen verzichtet. Es geht um das private Reiseverhalten, nicht um Dienstreisen. Das steht mehr als deutlich im Artikel.

Ich finde die Idee durchaus gut. Es wird viel zu viel geflogen, genauso wie zu viel Fleisch gegessen wird. Reisen kann viel entspannter und schöner sein im Zug. Zudem muß man noch nicht mal ins Ausland reisen. Wie überall herrscht auch beim Reisen/Urlaub eine Ideologie der Quantität, ein Machbarkeitswahn. Man denke nur daran, wie man in Deutschland den "Wohlstand" bemißt. Nicht in der Abwesenheit von Obdachlosen, sondern im Bruttoinlandsprodukt.

Verzicht kann ein Mehr an Lebensqualität bedeuten.

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