Forum: Karriere
Klinikärzte vor dem Zusammenbruch: "Sechs Wochen Pause, so ein Glück"
Heike Richter

Wochenenddienste, kaum Zeit für Patienten und jede Menge unbezahlte Überstunden: Drei Klinikärzte erzählen von ihrem Arbeitsalltag - und warum sie froh sind, wenn sie selbst krank werden.

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HarroVonLauerstein 16.04.2019, 13:35
130. @Vanagas

Ich bin übrigens Radiologe an einem Maximalversorger in NRW und habe mir gerade die Wochenendnächte als einziger Diensthabender inklusive teleradiologischer Versorgung von sechs kleineren Häusern um die Ohren geschlagen. Na gut, man weiß ja auch, was worauf man sich eingelassen hat.

Wenn ich die letzte Gehaltsabrechnung inklusive allen Schichtzulagen aufs Jahr hochrechne bin ich bei 63.000€ - und wo ich nur Fragezeichen überm Kopf habe, wenn meine Bekannten aus IG Metall Tarifen etc. mit von "13. Gehalt" "Weihnachtsgeld" "Gewinnbeteiligung" usw. reden und fürs pünktlich den Stift fallen lassen insgesamt mehr Geld bekommen.

Wird sogar noch schärfer, auf Druck der kaufmännischen Leitung werden einem einfach real geleistete Überstunden gestrichen, der Personal-OA sagt "es ist dem kaufmännischen Leiter nicht nachvollziehbar, wie man im Schichtdienst länger bleiben muss". Sowas wie Übergabe, Dokumentation oder wegen eines Notfalls länger bleiben muss scheinbar eine komplette Utopie.

Wie gesagt, ich mag meinen Beruf, weil ich schlussendlich erhobenen Hauptes in den Spiegel gucken kann und weiß, dass meine Arbeit zumindest irgendwie einem höheren Gut dient, wenn ich mit den anderen Kollegen dazu beitrage, Menschen zu behandeln.



Was mir nur gewaltig auf die Eier geht, Herr/Frau Vanagas, ist Ihr respektloser, frecher und beleidigender Argumentationston. Ich kann andere Meinungen verstehen und respektieren, aber dieser Ton, dass Medizinerinnen und Mediziner quasi selbst schuld und augenscheinlich das Hauptproblem selbs sind, ist unfassbar. Ich lade Sie sonst gerne ein, eine Dienstwoche neben mir zu bestreiten und danach zu entscheiden, ob die Bezahlung angemessen ist, zu wenig ist oder schlussendlich doch Ärztinnen und Ärzte sich alle für Ihr "Gejammer" "schämen" sollten.


Beste Grüße aus meinem "Urlaub", in dem ich natürlich mich weiter fortbilde und auf Wunsch meines Chefs ein 130 seitiges Schriftstück der Geschäftsführung auf Durchführbarkeit für unsere Abteilung evaluiere.

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Vanagas 16.04.2019, 19:11
131. #133 HarroVonLauerstein

Wir haben doch schon die Tarifgehälter schon durchgekaut.
63.000Euro. Herzlichen Glückwunsch. Das gibt es sonst nirgends. In nichtakademischen Berufen kaum zu generieren. Vielleicht ein Meister mit einem malten Vertrag? Aber von nun werden Sie aber nicht länger darben müssen. Sollten Sie Karriere machen, ist eigentlich in diesem Beruf fast unausweichlich, geht es gehaltstechnisch steil nach Norden. Lassen Sie sich nieder sind Gehälter jenseits der 300.000Euro normal. Alles gut, aber vergleichen Sie sich bitte nie wieder mit die in der Industrie hart arbeiten und die mit Ach und Krach die 60.000Euro- Marke kratzen. Übrigens hat ein Meister seine Meisterschule selber bezahlt. Nur mal so zum nachdenken!

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DogHoliday1 16.04.2019, 19:54
132. Man nennt ihn auch...

Zitat von Vanagas
Wir haben doch schon die Tarifgehälter schon durchgekaut. 63.000Euro. Herzlichen Glückwunsch. Das gibt es sonst nirgends. In nichtakademischen Berufen kaum zu generieren. Vielleicht ein Meister mit einem malten Vertrag? Aber von nun werden Sie aber nicht länger darben müssen. Sollten Sie Karriere machen, ist eigentlich in diesem Beruf fast unausweichlich, geht es gehaltstechnisch steil nach Norden. Lassen Sie sich nieder sind Gehälter jenseits der 300.000Euro normal. Alles gut, aber vergleichen Sie sich bitte nie wieder mit die in der Industrie hart arbeiten und die mit Ach und Krach die 60.000Euro- Marke kratzen. Übrigens hat ein Meister seine Meisterschule selber bezahlt. Nur mal so zum nachdenken!
1000-Gründe-Martin. Das ist der, den es nach Ihrer Aussage nicht geben kann und es gibt ihn doch in der Realität: Die von Ihnen als kaum zu erreichende Grenze ist für ihn kein Problem und er findet immer Gründe, warum er dafür nicht arbeiten muß.
Bei Ihnen stimmt aber auch gar nichts. Erstens erhält ein Niedergelassener kein Gehalt sondern er generiert einen Umsatz und zweitens ist dieser Umsatz nicht mit dem Nettoeinkommen gleichzusetzen. Ich denke, daß müßte sogar Ihnen einleuchten. Und wenn Sie wissen wollen was sich daraus netto ergibt , dann lesen Sie beim Statistischen Bundesamt und ZI -Bericht und dem Neugebauer-Gutachten nach. Irgendwo dazwischen liegt die Wahrheit. Die jedoch ist meilenweit von Ihrer Fantasiegebilden entfernt.

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pcpero 27.04.2019, 16:45
133. So ist es

Zitat von gatoalforno
Deutsche Ärzte unterliegen einem komfortablen Arbeitszeitgesetz. Wochenarbeitsstunden, Arbeitszeit am Stück... alles geregelt, nach 24h müssen sie nach Hause, und das bei einem überdurchschnittlichen Angestelltengehalt.
Deutsche ÄrzteInnen sind es nie zufrieden: Motiviert durch eine elitäre Ausbildung, Vertreten durch kluge Standesvertreter, sind sie immer wieder bereit Mehr zu fordern, da wo es Viel zu verteilen gibt. Als ob sich arbeitszeitliche Überbeanspruchung durch ein erhöhtes Gehalt kompensieren ließe. Die tatsächlichen Gründe sind immanent, und liegen auf der Hand. Aber dazu müsste die Ärzteschaft bereit sein, Hausputz zu tätigen, und DAS geht gar nicht. Also die Ressourcen so lange schröpfen, so lange an dem Ast sägen, bis Nichts mehr geht. Aber "So what", die Altersbezüge sind grad so üppig wie die letzten Gehälter. Da reicht aber auch kein Hinweis auf die Maßhaltigkeit - es muss ein völlig neues Sozialsystem her! Denn wer die Zeche zahlt, ist doch klar: die Patienten.

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