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Klischees über Frauen: Ich bin 1,60 m - aber nicht süß!
Lia Haubner

Schwanger = arbeitsunfähig, Single = unglücklich, sexy = dumm, dunkelhäutig = aggressiv: Hier erzählen prominente und nichtprominente Frauen, mit welchen nervigen Vorurteilen sie ständig zu kämpfen haben.

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schlaueralsschlau 24.10.2016, 20:11
50. @ Nordstadt Bewohner

Zitat: "Und P.S. Wer meint, alle Schwarzen in Deutschland sprächen "perfekt" Deutsch, der wird im Alltag eines Besseren belehrt werden. Das ist leider Realität. Ich wünschte mir, es wäre anders, aber ein Rundgang durch Hamburgs Altstadt liefert da Klarheit." Von allen sprach glaube nicht einmal ich. Sie scheinen aber nicht aus HH zu kommen, denn die Altstadt hat nicht mal 2000 Einwohner und ist mitnichten repräsentativ. Wir haben dort einige kleine "afrikanische" (Afrika ist groß und sollte nicht verallgemeinert werden!) Läden an der Adenauerallee und den Pavillon als Treffpunkt und Anziehungspunkt für Flüchtlinge vom afrikanischen Kontinent. Klar, dass die nicht Goethe zitieren können. Altstadt hat mit Sicherheit auch die größte Trinker und Bettler- Szene der Stadt, auch das ist nicht repräsentativ. Der Bahnhof zieht einfach alle möglichen Leute an. Ansonsten ist die Altstadt geprägt von Büros und Geschäften. Sie scheinen nicht aus dieser Stadt zu kommen, sonst würden Sie so etwas nicht schreiben.

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schlaueralsschlau 24.10.2016, 20:13
51. @ trompeten Mann

Meine Antwort auf Ihren Beitrag würde leider nich zugelassen. Der Ihren folgende von Thomas Schnitzer erklärt es aber in etwa. (Dank dafür an den Foristen)

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lupenreinerdemokrat 25.10.2016, 09:37
52.

Zitat von Thomas Schnitzer
Im Grundsatz handelt es sich bei diesem Klischee um einen falschen Umkehrschluss: Dumme Frauen nutzen häufiger den Sex-Faktor, um sich einen Vorteil bei Männern zu verschaffen, während schlaue Frauen ihre Intelligenz und ihre Arbeitsleistung dazu nutzen, und es nicht nötig haben, durch Kleidung aufzufallen.
Kann man das in die Kategorie "typisches Geschwätz von Leuten, die Bildung durch Vorurteile ersetzt haben" einordnen?
Ich habe noch nie in meinem beruflichen Umfeld, wie auch vorher in der Hochschule erlebt, dass sexy gekleidete Frauen dümmer gewesen wären, als sagen wir mal völlig unauffällig gekleidete.
Es war sogar oft so, dass gerade sexy gekleidete diejenigen waren, die anhand ihrer Leistungen so überzeugten, dass auch mit sexy Kleidung kein falsches Vorurteil aufkommen konnte.

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lupenreinerdemokrat 25.10.2016, 09:42
53.

Zitat von Thomas Schnitzer
Vereinfacht und überspitzt, die Fragesteller möchten im Kopf die Rassentheorie der Nazis anwenden um aus der genetischen Herkunft Schlüsse ziehen zu können, die man daraus aber nicht ziehen kann. Und deshalb ist es richtig, darauf empfindlich zu reagieren.
Was hat es denn, oh du meine Güte, Herr wirf Hirn! - damit zu tun, wenn ich jemanden frage aus welchem Land er/sie stammt, mit Rassenideologie zu tun, wenn ich daran interessiert bin, etwas über das Land zu erfahren und wie es dort war?
Die Gefragten sind üblicherweise stolz auf ihre Herkunft und berichten gerne, wenn man nicht fragen würde, wäre das ein Zeichen von Desinteresse an der Person.

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01099 25.10.2016, 15:44
54.

Warum es Frauen immer so verdammt wichtig ist, was andere über sie sagen oder denken, werde ich nie verstehen. Dabei wird uns doch immer weisgemacht, sie stünden mit beiden Beinen im Leben und wären viel selbstbewusster als die Männer... Vielleicht ist das weibliche Geschlecht doch das narzisstischere, wie Freud einst behauptet hat.

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trompetenmann 25.10.2016, 17:09
55. Zustimmung!

Zitat von lupenreinerdemokrat
Kompletter Unsinn, wenn ich mal nach meiner mittlerweile jahrzehntelanger Erfahrung gehen darf. Männer wünschen sich genau das: selbstbewusste (nicht zu verwechseln mit "selbstbewusst auftretend"), gut aussehende und intelligente Frauen! Alles andere ist wohl eher Wunschdenken verklemmter Emmanzen, die sich in ihrer Traumwelt ihre Feindbilder zurechtzimmern und dann hoffen, dass diese irrealen Vermutungen in der Online-Community auf Zustimmung treffen.
Sie haben für meinen Geschmack das wichtigste Vergessen: Charme. Daran mangelt es heutzutage leider den meisten Frauen. Und zwar je emanzipierter, desto mehr. (Aber das ist nur ein gut gepflegtes Vorurteil meinerseits.) Schade, wirklich.

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seelion 25.10.2016, 20:03
56. Ernsthaft?

Zitat von Thomas Schnitzer
Vereinfacht und überspitzt, die Fragesteller möchten im Kopf die Rassentheorie der Nazis anwenden um aus der genetischen Herkunft Schlüsse ziehen zu können, die man daraus aber nicht ziehen kann. Und deshalb ist es richtig, darauf empfindlich zu reagieren.
Das glauben Sie nicht ernsthaft, oder?
Um mal in Ihrer Terminologie zu bleiben - dann muss ich also davon ausgehen dass auch der völlig üblich Einstiegs-Smalltalk unter "Deutschen ohne Migrationshintergrund" nach der Herkunftsregion/-Stadt dazu dient Schlüsse mit Blick auf die Rassentheorie zu ziehen, die nicht gezogen werden können. Und ich persönlich hätte in diesen Gesprächssituationen dann auch immer empfindlich und pikiert auf das Kompliment zu reagieren, dass man mir meine "süddeutsche Herkunft" gar nicht anhören würde.

Das Miteinander wäre schon sehr viel einfacher, wenn viele mal ihren "Empfindlichkeitslevel" runterschrauben und akzeptieren würden, dass Menschen unterschiedlich kommunizieren und auch mal unbedacht aber ohne böse Absicht daherreden können.

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seelion 25.10.2016, 20:15
57.

Zitat von schlaueralsschlau
Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass Deutsche mit ausländischen Wurzeln (nicht alle) einfach als Deutsche gesehen werden wollen? Meist sind sie in Deutschland aufgewachsen und haben nicht das volle Bild der Heimat ihrer Vorfahren. Da ist es kein guter Gesprächseinstand erst einmal nach dem Stammbaum zu fragen und sich auf diese Art, basierend auf Vorurteilen, ein Bild vom Gegenüber zu machen. Es gibt bessere Arten jemanden kennenzulernen. Wenn Sie sich ein Bild von einem fremden Land machen wollen, gibt es bessere Wege als diesen Menschen auf das Heimatland der Vorfahren zu beschränken.
Und woher soll man denn erfahren ob der Gesprächspartner mit "ausländische" Wurzeln als Deutscher gesehen werden möchte oder nicht, wenn man nicht nachfragt?
Bereits 2014 hatten mehr als 4,3 Mio. Menschen in Deutschland neben der deutschen noch eine weitere Staatsangehörigkeit, so dass diese berechtigterweise sich nicht als nur "deutsch" definieren. Mal ganz davon abgesehen, dass sich auch viele "Deutsche ohne Migrationshintergrund" eher über ihre Herkunftsregion denn über die Nationalität definieren.

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