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Konflikt im Job: Soll ich den Kollegen verraten, weil er einen Fehler gemacht hat?
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Es ist ein Dilemma: Der Kollege hat sich einen Fehler geleistet, der ihn seinen Job kosten könnte. Im Team hat das jemand beobachtet. Was tun - den Kollegen beim Chef anschwärzen oder ihn schützen? Ein Experte hilft.

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joke61 24.03.2019, 09:34
90. Bei strafrechtlich relevanten Vergehen,

bezweifel ich, das es sich hier um einen Arbeitsfehler handelt. Bewust gegen Strafrecht verstossen, heißt natürlich sanzeigen! Hört sich hart an, aber ist ja nicht die Wirlichkeit! Polizisten schützen sich gegenseitig. Staatsanwälte schützen sich gegenseitig. Ministerien verhindern Aufklärung um nicht in den Focus zu geraten etc.!
Für Arbeitsfehler gibt es keinen Grund einen Kollegen anzuschwärzen. Eher versuchen, mit Ihm drüber zu reden bzw. sachlich zu diskutieren, um eine gemeinsamme Lösung zu finden den fehler zu korrigieren und zukünftig zu vermeiden!

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ziehenimbein 24.03.2019, 13:00
91. Wo ist da das Problem?

Wenn jemand wegen des Fehlers gefeuert werden könnte, ist entweder der Fehler sehr schwerwiegend oder in der Firma wird nahezu grundlos gefeuert und es herrscht ein Klima der Angst. Da es innerhalb eines Teams zum Fehler gekommen ist, würde ich meinen Kollegen über mein Wissen informieren und darüber, dass ich mich damit nicht zu belasten gedenke. Dann hat er die Möglichkeit den Fehler selber zu melden, dies vielleicht auch im Vorfeld mit den anderen Teammitgliedern, außerhalb der Firma, zu besprechen, aber den ersten Schritt muss er machen. Gegebenenfalls kann man auch eine Frist setzen. Man kann dem Kollegen immer noch eine Brücke bauen, indem man einräumt, dass der Fehler durch andere Organisation der Abläufe in Zukunft vermeidbar wäre. Falls der Fehler ohnehin bekannt wird, könnte es womöglich auch mich treffen. Was ist, wenn der Kollege mal zu meinem Vorgesetzten wird und er den Mitwisser loswerden möchte, um noch weiter nach oben zu kommen?
Meine Loyalität gilt grundsätzlich dem, dessen Name monatlich auf dem Kontoauszug steht! Wenn ich in einem Unternehmen arbeite, wo ich mit dem Betriebsklima nicht klar komme, suche ich mir etwas anderes! Es ist leichter mit weniger Geld als in ständigen Zweifeln zu leben. Ich habe mehrfach so entschieden und es war immer richtig.

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ghp2 24.03.2019, 16:36
92.

Zitat von m-zmann
Und die TäterInnen sollten angezeigt (immer namentlich; anonyme Anzeigen gehören din den Papierkorb!) und bestraft werden! (Die Suchmaschine Ihrer Wahl kann Ihnen die einschlägigen §§ nennen) Daher habe ich "" benutzt. Nicht zuletz auch, weil diejenigen die sich durch ihr eigenes Verhalten unmöglich gemacht haben (0-Leistung bei Teamwork, Denunziantentum, Daueraktivismus a-la "Veggie-Day", eigene Arbeit unzureichend erledigen, aber dafür im Dauer-Small-Talk-Modus und natürlich immer die Stechkarte der anderen mit erledigter Arbeit im Blick,...) und daher (zu Recht!) gemieden werden am lautesten "Mobbing" schreien. Daher genau hinschauen: handet es sich um Mobbing oder "Mobbing".
Dauer-Small-Talk-Modus und dann noch womöglich - Also heute, wie soll man das schaffen?

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JürgenHammerbeck 24.03.2019, 16:46
93.

In gesunden Unternehmen gibt es eine Mitarbeitervertretung, der man sich anvertrauen kann. Davon profitieren beide, AN und AG. Manche AG scheinen das zu vergessen.

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Titanus 24.03.2019, 17:39
94. Gespräch mit dem Kollegen

Also ich würde nie einen Kollegen beim Chef verpetzen. Insbesondere im medizinischen Bereich passieren viele Fehler, auch schwerwiegende, aber man kann und sollte das immer auf niederschwelligem Niveau regeln - von Mitarbeiter zu Mitarbeiter. Was der Chef nicht weiß, macht ihn nicht heiß.

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TaGe 24.03.2019, 22:37
95. Einzelfall

, in meinem Berufsleben habe ich es immer so erlebt, dass man mit den (dem) Kollegen gesprochen hat und sich eine Lösung ergeben hat. Wenn es in den strafrechtlichen Bereich geht, keine Nachsicht: Meldung mit allen Konsequenzen

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TaGe 24.03.2019, 22:44
96. @mswr

Siehe StGB $ 13

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ghp2 24.03.2019, 22:53
97.

Zitat von Titanus
Also ich würde nie einen Kollegen beim Chef verpetzen. Insbesondere im medizinischen Bereich passieren viele Fehler, auch schwerwiegende, aber man kann und sollte das immer auf niederschwelligem Niveau regeln - von Mitarbeiter zu Mitarbeiter. Was der Chef nicht weiß, macht ihn nicht heiß.
Und manchmal weiß er's dann doch irgendwann und stellt die durchaus berechtigte Frage - Wer hat davon gewusst?
Und gerade bei schwerwiegenden Fehlern (ganz besonders im medizinischen Bereich!) sollte man sich fragen mit wem man eine Vertrag hat - mit den Kollegen, mit dem Chef? Ganz sicher nicht.
Gegenüber Vertragspartnern kann man durchaus eine Loyalitätspflicht
erkennen. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass man den nächsten (schwerwiegenden) Fehler mit verantwortet.

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The Independent 25.03.2019, 07:20
98.

Zitat von mswr
Wie soll sich die Person denn durch Unterlassen strafbar machen?
Eine sehr gute Frage.
Der Arbeitnehmer ist nach § 241 Abs. 2 BGB - soweit für ihn möglich und zumutbar - verpflichtet Schaden vom Betrieb abzuwenden.
Wird also eine den Betrieb direkt schädigende Tat beobachtet, kann er auch unterhalb des strafbaren Verhaltens (eines Kollegen) schuldrechtlich verpflichtet sein dies dem Arbeitgeber mitzuteilen, da die Mitteilung in dessen Interesse liegt.
Die Rechtsprechung verlangt außerdem grundsätzlich, dass sich der "Whistleblower" zuerst um eine innerbetriebliche Klärung bemüht. Das BAG sagt auch, dass ein Arbeitnehmer auch unterhalb der Schwelle eines strafbaren Verhaltens dabei auf die Persönlichkeitsrechte seiner Kollegen bzw. Vorgesetzten Rücksicht nehmen muss (Stichwort: Wahrung des Betriebsfriedens).

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Hans-Dampf 25.03.2019, 07:24
99.

Zitat von Cascara LF
Dann schreiben Sie doch das, was Sie vermeintlich meinen und poltern nicht das, was alle Welt kennt, wenn man einen feststehenden und klar definierten Begriff liest. Das Kommentarfeld ist groß genug, um ganze Abhandlungen zu verfassen - das sollten Sie schon gemerkt haben bei den vielen unterschiedlich langen Kommentaren hier.
"Was alle Welt kennt?" Ich wette, dass über 90% nicht den Unterschied zwischen einer Ordnungswidrigkeit und einer Straftat nennen können - höchstens anhand von Beispielen, nicht anhand der Definition. Und wenn Eltern ihre Kinder wegen Missverhaltens "bestrafen", bemühen diese mit Sicherheit auch ein ordentliches Gericht dafür. Ist richtig. Ich schlage vor, sie schauen einmal im Duden nach, was Strafe so alles bedeuten kann.

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