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Konflikt um Hebammen: Schnelle Abhilfe, aber keine Dauerlösung
DPA

Explodierende Haftpflichtprämien sind für viele Hebammen kaum noch bezahlbar, ohne Versicherung dürfen sie ihren Job nicht ausüben. Mehrere rot und grün regierte Länder fordern nun eine langfristige Lösung. Doch CDU-Gesundheitsminister Gröhe will sich nicht festlegen.

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noalk 14.03.2014, 15:47
1. ist mir unverständlich

Wenn die Haftpflichtversicherungsprämien so hoch sind, lässt das den Schluss zu, dass Hebammen eine Tätigkeit ausüben, die ein großes Risiko für das Neugeborene darstellt.Warum wird diese Tätigkeit dann nicht verboten? Wer kann mir das mal erklären?

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kaktebenestydno 14.03.2014, 16:14
2. Das unverfälschte alternative Gutmenschentum

"...ja, wir machennatürlich nur Hausgeburt, weil Kiniken so schrecklich sind und wir kennen da eine gaaaaanz tolle Hebamme, die -Name einsetzen-, mit der verstehen wir uns auch privat supi."
Dann Geburt, dann geht was schief...
"Die verklagen wir, das ist das Mindeste, was unseren Schmerz lindern kann, mindestens 250000 Euro, ich mein, 10000 wollen wir ja spenden, wir haben da ne super Rechtsanwältin, mit der verstehen wir uns auch privat..."

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robeuten 14.03.2014, 16:21
3.

Zitat von noalk
Wenn die Haftpflichtversicherungsprämien so hoch sind, lässt das den Schluss zu, dass Hebammen eine Tätigkeit ausüben, die ein großes Risiko für das Neugeborene darstellt.Warum wird diese Tätigkeit dann nicht verboten? Wer kann mir das mal erklären?
Tja, genau das ist das Thema, dem sich aber (potentielle) Mütter, Hebammen und Politik erfolgreich verweigern - eigentlich ganz schön krank!

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mrsheep 14.03.2014, 16:24
4.

Wenn man den ersten Kommentar liest, lässt das den Schluss zu, dass derjenige nicht weiß was Hebammen machen. Warum man die Tätigkeit nicht verbietet... Liebe/r noalk, was machen Hebammen deiner Meinung nach?

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Askari 14.03.2014, 16:25
5. Gesetz der kleinen Zahl

Zitat von noalk
Wenn die Haftpflichtversicherungsprämien so hoch sind, lässt das den Schluss zu, dass Hebammen eine Tätigkeit ausüben, die ein großes Risiko für das Neugeborene darstellt.Warum wird diese Tätigkeit dann nicht verboten? Wer kann mir das mal erklären?
Stellen Sie sich einmal vor, Sie wollen eine Haftpflichtversicherung für Hebammen betreiben. Die Statistik sagt Ihnen, auf 100.000 Hebammen kommt ein Großschaden von einer Million. Wenn Sie 100.000 Hebammen versichern, ist die Rechnung einfach. Um diesen einen Schaden zu finanzieren, brauchen Sie eine Prämie von 10 EUR.

Was ist aber, wenn Sie nur 2.000 Hebammen versichern? Die Gefährlichkeit des Berufs und die Schadenstatistik bleiben die gleiche. Aber Sie benötigen für den Fall der Fälle eine Prämie von 500 EUR.

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analyse 14.03.2014, 16:42
6. Wieso Herr Gröhe ? Zuständig sind die Kassen, die sollten

die Versicherung für Hebammen übernehmen !Oder lohnt sich das nicht ?

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ajf00 14.03.2014, 16:43
7.

Zitat von noalk
Wenn die Haftpflichtversicherungsprämien so hoch sind, lässt das den Schluss zu, dass Hebammen eine Tätigkeit ausüben, die ein großes Risiko für das Neugeborene darstellt.Warum wird diese Tätigkeit dann nicht verboten? Wer kann mir das mal erklären?
Genau, so eine Geburt ist wirklich unverantwortlich! Man sollten die Kinder wirklich dringend auffordern im Bauch ihrer Mutter zu bleiben.

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count_zer0 14.03.2014, 16:45
8.

Zitat von noalk
Risiko
Da kann man nur beipflichten. Schwangerschaften gehoeren endlich abgeschafft. Fuer eine zivlisierte Gesellschaft sind solche archaischen Risikobraeuche einfach nicht mehr tragbar. Schon wenn man an den volkswirtschaftlichen Schaden denkt den diesse Schwangerschaften anrichten. Da kommt jedem BWL/VWLer das Grausen.

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robeuten 14.03.2014, 16:50
9.

Zitat von Askari
Stellen Sie sich einmal vor, Sie wollen eine Haftpflichtversicherung für Hebammen betreiben. Die Statistik sagt Ihnen, auf 100.000 Hebammen kommt ein Großschaden von einer Million. Wenn Sie 100.000 Hebammen versichern, ist die Rechnung einfach. Um diesen einen Schaden zu finanzieren, brauchen Sie eine Prämie von 10 EUR. Was ist aber, wenn Sie nur 2.000 Hebammen versichern? Die Gefährlichkeit des Berufs und die Schadenstatistik bleiben die gleiche. Aber Sie benötigen für den Fall der Fälle eine Prämie von 500 EUR.
Hm, 1) stimmt Ihre Rechnung so nicht und 2) widerspricht das ja der Argumentation, daß es nur deshalb so teuer wäre, weil es nur noch einen Anbieter gibt - damit sollten sich hypothetisches Risiko und Realität ja besser angleichen ;-). Abgesehen davon, daß es offensichtlich ein so super-Geschäft ist, daß die Gesellschaften Schlange stehen, die lieben Hebammen zu versichern :-(
Man kann es also wenden, wie man will - offensichtlich erzeugen die Hebammen zu hohe Kosten für ihre Haftpflichtprämien - also, weniger Kinder schädigen, oder höhere Prämien zahlen...

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