Forum: Karriere
Korruption zum Fest: Schmutzig Schenken

Korrupte oder*korrekte Weihnachten?*Viele Geschenke kommen vom Christkind,*manche auch von Geschäftsfreunden. Doch nach Korruptionsskandalen wie*bei Siemens grassiert die Angst vor Präsenten, jetzt muss selbst ein bisschen Marzipan versteuert werden. Hört da der Spaß endgültig auf?

Seite 1 von 4
indosolar 21.12.2011, 10:12
1. bigottes Deutschland

Zitat von sysop
Korrupte oder*korrekte Weihnachten?*Viele Geschenke kommen vom Christkind,*manche auch von Geschäftsfreunden. Doch nach Korruptionsskandalen wie*bei Siemens grassiert die Angst vor Präsenten, jetzt muss selbst ein bisschen Marzipan versteuert werden. Hört da der Spaß endgültig auf?
wirkliche Korruption fällt unter den Tisch und die Beseitigung der Grundsatzes: "Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft !" wird als Korruptionsbekämpfung ausgegeben. Gleichzeitig wird der Beamtenapparat noch mit geldwerten Vorteil, nämlich Lohn für zusätzliche Steuerbeamte die den verzapften Mist verwalten, bedacht. Prost Mahlzeit so froh kann Weihnachten in Deutschland sein!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Palmstroem 21.12.2011, 10:14
2. Die verlogene Republik

Zitat von sysop
Korrupte oder*korrekte Weihnachten?*Viele Geschenke kommen vom Christkind,*manche auch von Geschäftsfreunden. Doch nach Korruptionsskandalen wie*bei Siemens grassiert die Angst vor Präsenten, jetzt muss selbst ein bisschen Marzipan versteuert werden. Hört da der Spaß endgültig auf?
Nur Journalisten scheinen davon noch nicht betroffen zu sein! Und ob diese den geldwerten Vorteil immer versteuern, wage ich zu bezweifeln!
"Ein Journalistenrabatt (auch Presserabatt oder Journalistentarif genannt) ist eine spezielle Vergünstigung für Journalisten. Es lassen sich zwei Arten unterscheiden:
Unternehmen bieten seit jeher Vergünstigung in engem Zusammenhang mit der journalistischen Tätigkeit zum Zweck der Berichterstattung an (z. B. freien Zutritt zu Veranstaltungen, Rezensionsexemplare von Büchern oder von Software oder kostenlose Pressereisen).
Journalisten erhalten darüber hinaus auch Vergünstigungen, die keinen direkten Bezug zur Berichterstattung haben (z. B. verbilligte Reisetickets für den Privaturlaub). In der Regel wird die Vorlage eines Presseausweises verlangt, um solche Vergünstigungen zu erhalten.

Journalistenrabatte sind berufsintern umstritten: Sie werden kritisch betrachtet, weil sie als mögliche Form der Vorteilsnahme oder Bestechung die journalistische Berichterstattung prägen könnten. Die Gegenposition lautet, dass Rabatte Journalisten nicht beeinflussen, sofern sie nicht im direkten Zusammenhang mit der Berichterstattung gewährt und in Anspruch genommen werden. Aus ethischer Sicht wird betont, dass nicht nur das Angebot von Journalistenrabatten durch Unternehmen, sondern auch die Nachfrage durch Journalisten bedenklich ist. Eine abweichende Meinung lautet, dass die zunehmend schlechtere Honorierung Freier Journalisten diese zwingt, Vergünstigungen anzunehmen."(wikipedia)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
GeMe 21.12.2011, 10:14
3. Kleine Aufmerksamkeiten

Unser Unternehmen hat noch nie große Geschenke an Kunden verteilt. Als Aachener verschicken wir an weiter entfernte Kunden Aachener Printen (Werksverkauf senkt die Kosten) oder an Kunden in der Nähe belgische Pralinen.

Der Wert je Präsent beträgt ca. 10 Euro. Man zeigt damit, dass man an den Geschäftspartner gedacht hat, aber man kommt nicht in den Verdacht der Bestechung.

Von unseren Lieferanten erwarte ich keine Geschenke, freue mich aber auch wenn jemand z.B. eine Flasche Rotwein schickt. Einem Lieferanten, der vor Jahren mal teure Geschenke geschickt hatte, habe ich gesagt, er möge, statt teure Geschenke zu schicken, lieber die Preise senken.
Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, große Geschenke lassen mich über die Gewinnmargen des Schenkenden nachdenken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kairenken 21.12.2011, 10:28
4. Unglaubliche Hysterie

Ich kann den Herren Richter und Röttger nur zustimmen. Es sollte alles mit Augenmaß behandelt werden. Statt dessen greift eine Hysterie um sich, die ihresgleichen sucht. Interessant wird es übrigens erst richtig, wenn sich die Frage stellt, ob ein Unternehmen als "sonstige Stelle" im Sinne des §11 StGB gilt und deren Mitarbeiter damit als Amtsträger eingestuft werden können, ohne dass ihnen und/oder den Kunden das überhaupt bewusst ist. Denn in diesem Moment geht es nicht mehr um §299 StGB, sondern um Straftaten wie Vorteilsannahme/Gewährung bzw. Bestechung/Bestechlichkeit; da hört der Spaß wirklich auf!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
diefreiheitdermeinung 21.12.2011, 10:39
5. Tu felix Austria ...

dort greift jeder ungeniert zu: der Postbote, der Paketzusteller, die Muellabfuhr, der Schornsteinfeger und ab und zu auch die Minister selbst. Wie im Kleinen so im Grossen. Aenderung ist nicht in Sicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
akrisios 21.12.2011, 10:56
6. Klarer Fall

Zitat von diefreiheitdermeinung
dort greift jeder ungeniert zu: der Postbote, der Paketzusteller, die Muellabfuhr, der Schornsteinfeger und ab und zu auch die Minister selbst. Wie im Kleinen so im Grossen. Aenderung ist nicht in Sicht.
Ist das nicht dieses Land zwischen den Bergen von dem man oft solche merkrwürdigen Familien-Kellergeschichten liest. Verstehe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
papayu 21.12.2011, 10:58
7. Arbeitsplaetze ?

Zitat von kairenken
Ich kann den Herren Richter und Röttger nur zustimmen. Es sollte alles mit Augenmaß behandelt werden. Statt dessen greift eine Hysterie um sich, die ihresgleichen sucht. Interessant wird es übrigens erst richtig, wenn sich die Frage stellt, ob ein Unternehmen als "sonstige Stelle" im Sinne des §11 StGB gilt und deren Mitarbeiter damit als Amtsträger eingestuft werden können, ohne dass ihnen und/oder den Kunden das überhaupt bewusst ist. Denn in diesem Moment geht es nicht mehr um §299 StGB, sondern um Straftaten wie Vorteilsannahme/Gewährung bzw. Bestechung/Bestechlichkeit; da hört der Spaß wirklich auf!
Auf einer Kreuzung am Glockengiesserwall war in den 50er ein Podest, besser eine hoehere Plattform, auf dem ein Verkehrspolizist den Verkehr regelte.
Huebsch war es in den Weihnachtstagen anzusehen, wie so mancher Autofahrer, die Wagentuer oeffnete und eine Flasche oder ein Paeckchen auf die Strasse legte. Niemand regte sich darueber auf, im Gegenteil, manche Fussgaenger freuten sie sogar. Schliesslich war die Polizei damals noch sehr beliebt.

Auch ich war in den 90Jahren ein Praesentempfaenger. Meistens erfolgte die Uebergabe durch den Geschaeftpartner und so lernte ich viele, die ich nur am Telefon kannte, persoenlich kennen.
Ein Bekannter von mir in DE arbeitet als Werbemittelvertreter. Der ist sofort seinen Job los mit 45 Jahren.
Natuerlich muss alles seine Grenzen haben. Ich kannte einen Fall, da bekam der Versandleiter jedes Weihnachten ein neues Auto, versichert und versteuert fuer 1 Jahr. Das ist ja schon Bestechung.
Aber das ist ja nur eine Lapalie gegenueber dem jetzigen Skandal.

Lasst doch den kleinen Leuten ihre kleinen Geschenke!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ex rostocker 21.12.2011, 11:03
8. So ändern sich die Zeiten!

Als der Postbote noch Beamter war und 16 Euro pro Stunde verdiente, durfte man ihm ganz legal einen Schein zu Weihnachten übergeben. Heute, wo Leiharbeiter der Post 4,15 Euro pro Stunde bekommen, darf es gar nichts mehr sein.

Ein Ministerpräsident darf aber schon mal 12.000 Euro Zinsersparnis annehmen oder 45.000 Euro für Bewerbung seine Buches und braucht dafür weder das Finanzamt noch den Staatsanwalt fürchten.
Wieder mal wird den Deutschen Frust ohne Ende zugemutet!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
watermark71 21.12.2011, 11:11
9. Alles Schmarrn

Hier ist wohl etwas Individualität gefragt. Freiheit gem. GG.:

Mein Postmann bekommt. Mein Müllmann bekommt. Und was sonst noch so regelmässig aufschlägt ebenfalls. 10 Euro und eine Flasche Normalo Sekt.
Und nein - ich bin nicht im Rentenalter. Eher noch weit davon entfernt.
In Zeiten in den Ministerpräsidenten völlig skrupellos 5stellige Geschenke annehmen können (als Zinsverbesserung und Buchgeschenk) - da darf sich auch der Postbote, Müllwerker und Co ein geringwertiges Gut einverleiben. Und wer es nicht mitnehmen will - der lässt es halt liegen. Aber das Schenken zur Weihnachtszeit verbieten - wie Deutsch bin ich denn?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4