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Kündigungen wegen Digitalisierung: Kann mein Chef mich gegen einen Roboter austausche
DPA

Die Digitalisierung beunruhigt viele Angestellte. Martina Benecke, Professorin für Arbeits- und Wirtschaftsrecht, erklärt, was der Einsatz von Algorithmen und Robotern bedeutet - und ob Grund zur Panik besteht.

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Marvel Master 17.05.2019, 11:38
1.

Als jemand, der ein wenig Ahnung von dieser Materie hat, kann zumindest all denen versichern, die ein Handwerk ausüben, dass die auf lange Zeit nicht gegen Maschinen ausgetauscht werden.

Maschinen können zum Bsp keine Haare schneiden oder Fliesen legen. Auch können sie keinen Klinker am Haus hoch ziehen. Alleine ein Loch buddeln können sie auch nicht.
Maschinen werden auch keine offene Herz OP oder einen Gehirntumor wegschneiden können.

Sorgen müssen sich allerdings die Leute machen, die Routinearbeiten am PC machen. Zum Bsp Rechnungen prüfen bei einem Krankenkassenabrechner. Oder Leute generell in der Buchhaltung. Mahnverfahren vom Anwalt. Das können heute schon Algorithmen.
Auch die Analyse von Röntgenbildern kann heute schon Software übernehmen.

Auch werden wohl langfristig LKW Fahrer, Busfahrer, Taxi, Bahnfahrer etc. von autonomer Software ersetzt. In den nächsten 10 bis 50 Jahren. In Singapur fährt heute zum Bsp kein Mensch mehr die UBahn.

Lagerarbeiter kann man auch durch Roboter ersetzen.

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isi-dor 17.05.2019, 11:47
2.

Die Lösung wäre relativ einfach: Die Digitalisierungsgewinne sollten so hoch besteuert werden, dass die Sozialkassen davon infolge der Digitalisierung geschaffene Arbeitslosigkeit finanzieren und sozial abfedern kann. Nur so macht Digitalisierung überhaupt Sinn.

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Georg_Alexander 17.05.2019, 11:51
3. Freut euch doch

Die Produktivität steigt von Jahr zu Jahr - seit Jahrzehnten!
Dies ist auch und gerade den neuen Technologien zu verdanken.
Weniger Arbeit bei steigender Produktivität muss zu verringerter Lebensarbeitszeit bei mindestens gleichbleibendem Lebensstandard für alle führen.
Aber man kann natürlich auch weiter in der 40-Stundenwoche (+ÜS) verharren und die drastisch gestiegenen Gewinne den großen Kapitalanlegern gönnen...
Es gab Zeiten, da ist man auch bei der 60-Stundenwoche noch fast verhungert.
Es wird höchste Zeit für eine 30 Stundenwoche!
Gewinne müssen auch bei den Leistungsträgern ankommen - und nicht nur bei den Frühstücksdirektoren.

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isi-dor 17.05.2019, 11:58
4.

Die Lösung wäre relativ einfach: Die Digitalisierungsgewinne sollten so hoch besteuert werden, dass die Sozialkassen davon infolge der Digitalisierung geschaffene Arbeitslosigkeit finanzieren und sozial abfedern kann. Nur so macht Digitalisierung überhaupt Sinn.

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flaps25 17.05.2019, 12:01
5. Wer es glaubt wird selig...

... es gibt zahlreiche Unternehmen, in denen es nur junge Mitarbeiter gibt. Die schaffen es also doch irgendwie, ältere Arbeitnehmer wegzumobben. Die Aussagen der Professorin in allen Ehren, aber das ist sehr theoretisch, was sie da sagt. Die konkrete Praxis ist oft anders.

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ossimann 17.05.2019, 12:03
6. Selten komische Frage ....

Warum schafft man denn ein Roboter an ? Im Kapitalismus wird niemand investieren wenn nicht Profit am Ende rauskommt und die Eigner / Investoren Kasse machen . Der Roboter kostet erst mal eine hohe Summe . Dafür reicht dann ein paar Spezialisten ( Wartung / Programmierung etc..) um eine Produktionssteigerung zu erwirken . Keine Sozialkosten 8Rente,Krankenkasse etc.) , kein Urlaub , keine Krankheit , keine Mutterschaft , keine Gewerkschaft/Streik , keine Ermüdungserscheinungen , keine Erschöpfung/Burn Out , rund um die Uhr im Einsatz ohne Pausenzeiten usw. usw. Das ist letztlich das Ziel von Industrie 4.0 , durch Vernetzung , Automatisierung eine Produktionssteigerung mit möglichst weniger Arbeitskräften . Das Problem der ausbleibenden bzw. geringeren Einnahmen in den Sozialkassen ist dann ein gesellschaftliches Problem , ob die Politik sich traut von den Gewinnen einen Obolus für die soziale Absicherung zu verlangen mag bezweifelt werden . Alle bisheruge Massnahmen wurden durch Steuergeldzuschüsse , Leistungskürzungen oder Belastungen der Kassen mit fremden Leistungen kaschiert ohne das diese Kernfrage der Zukunft einer ernsthaften Diskussion unterzogen wird . Wenn eines Tages Maschinen/Computer Werte schaffen und neben wenige Gross-/Gutverdiener die Masse prektäre Jobs hat , wo bleibt dann die soziale Absicherung ? Eigentlich müsste eine Abnahme der Bevölkerung da vom Vorteil sein .

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Hirschkuh 48 17.05.2019, 12:03
7. Für mich

kein Grund zur Panik. In ein paar Jahren macht eine Software meinen Job und ich gehe mit dicker Abfindung endlich raus aus dem Rattenrennen. Ich freu' mich auf Industrie 4.0

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großwolke 17.05.2019, 12:21
8. Man strukturiert einfach um

Den individuellen Arbeitnehmer abzustoßen weil sein spezieller Arbeitsplatz entfällt, ist sicher nicht ganz so einfach. Aber wer schonmal miterlebt hat, wie ganze Abteilungen dichtgemacht und umverteilt wurden, um einzelne missliebige Angestellte abstoßen zu können, der weiß, wie's geht: man zeichnet einfach ein paar neue Organigramme, in denen nicht mehr auftaucht, wer nicht mehr gebraucht wird. Dann wird zu der betriebsbedingten Kündigung vielleicht noch eine kleine Abfindung gereicht, und fertig ist die Modernisierung.

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SpeedyGTD 17.05.2019, 12:45
9.

Da ich selber in dem Bereich arbeite, der Automatisierungsprodukte anbietet, kann ich nur aus Erfahrung sagen, dass die meisten Kunden keine Leute entlassen sondern diese intern entweder auf andere Positionen setzen oder warten bis Arbeitsplätze aufgrund von Renteneintritt oder Kündigung von Seitens der Arbeitnehmer frei werden und diese werden dann nicht mehr neu besetzt.

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