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Lampenfieber: Pille und Promille im Orchestergraben

Voller Klang und volle Dröhnung: Profi-Sänger und Musiker in klassischen Orchestern greifen oft zu Alkohol und Tabletten. Viele können das Lampenfieber kaum ertragen, leiden an massiver Bühnenangst. Insider berichten über ein Leben zwischen Valium und Adrenalin.

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ironbutt 06.03.2013, 10:15
1. Aus Liebe zur Musik

sollte man besser nicht Orchestermusiker werden. Diese Liebe kann man auch sehr gut zu Hause ausleben - und muss dies nicht auf der Bühne vor Publikum tun. Wer aber von seiner Liebe leben und dafür bezahlt werden will, der muss eben seine Leistung vor Publikum bringen; sonst ist er im falschen Geschäft! ........ Jede Parallele ist ebenso eindeutig wie selbstverständlich.

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!!!Fovea!!! 06.03.2013, 10:18
2.

Zitat von sysop
Voller Klang und volle Dröhnung: Profi-Sänger und Musiker in klassischen Orchestern greifen oft zu Alkohol und Tabletten. Viele können das Lampenfieber kaum ertragen, leiden an massiver Bühnenangst. Insider berichten über ein Leben zwischen Valium und Adrenalin.
Das zu lesen wird aber den Vertretern der klassichen Musik nicht passen, die der Rockmusik immer unterstellten, dass drogenabhängige Krachmacher sind, die keinen künstlerischen Effekt erstellen.

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BettyB. 06.03.2013, 10:25
3. Tja, falscher Beruf

Auch wer sein Hobby zum Beruf machen will, sollte sich überlegen, in welches "Haifischbecken" er sich begibt und ob er Lust und Kraft zum Schwimmen hat. Leider merken aber viele viel zu spät, dass sie es beim Hobby hätten belassen sollen, und wissen dann nicht, wovon sie anstelle der Musik leben sollen.

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Doc Holliday 06.03.2013, 10:42
4.

Zitat von sysop
Voller Klang und volle Dröhnung: Profi-Sänger und Musiker in klassischen Orchestern greifen oft zu Alkohol und Tabletten. Viele können das Lampenfieber kaum ertragen, leiden an massiver Bühnenangst. Insider berichten über ein Leben zwischen Valium und Adrenalin.

Das ist ziemlich uebertrieben. Mein Vater war Solo-Klarinettist und hat weder Alkohol noch Pillen genommen. Dafuer hat er aber soviel geuebt, dass er sich sicher war, dass sein Solo gelingt.

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compuholic 06.03.2013, 10:48
5. Da kann man durch nur den Kopf schütteln

Manchmal frage ich mich, was in den Köpfen solcher Leute vorgeht.

Wenn ich Flugangst habe, wähle ich doch sicher nicht Flugbegleiter oder Pilot als meinen Beruf. Wenn ich Höhenangst habe, werde ich ja sicher nicht auf die Idee kommen, dass ich gerne Hochspannungsleitungen repariere.

Und es ist ja nicht so, dass die Anforderung auf einer Bühne zu stehen, überraschend kommt und man es einfach tun muss.

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rulamann 06.03.2013, 11:04
6.

Zitat von sysop
Voller Klang und volle Dröhnung: Profi-Sänger und Musiker in klassischen Orchestern greifen oft zu Alkohol und Tabletten. Viele können das Lampenfieber kaum ertragen, leiden an massiver Bühnenangst. Insider berichten über ein Leben zwischen Valium und Adrenalin.
Verstehe ich nicht, wenn man dort ist hat man es geschafft Beamtenstatus und gesellschaftsalimentiert auf Lebenszeit für durchschnittliche Instrumentenbeherrschung.

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zensor0815 06.03.2013, 11:13
7. Betablocker...

hört man sofort bei den Probespielen. Langweilig!
Und 8 Flaschen Bier während einer Aufführung habe ich noch nie geschafft ;-)
Aber es stimmt, Musiker sind anfällig für Drogen. So wie Politiker, Wirtschaftsfachleute, Journalisten, Manager etc etc etc....Gähn!

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leserin_45 06.03.2013, 11:23
8. Gut vorbereitet sein und dann Spaß haben!

Wer dieses Gefühl nicht liebt, auf der Bühne zu stehen, im Rampenlicht, im Mittelpunkt, und wer dabei nicht den starken Wunsch verspürt, dem Publikum etwas zu geben, zu sagen, ein unverwechselbares Erlebnis zu bereiten, der wird vermutlich Opfer seiner Angst. Die Angst (=Lampenfieber) kann man aber zu einem Großteil überwinden einerseits durch Routine, andererseits durch den genannten positiven Willen. DER Augenblick des Konzertes ist doch das Ziel eines jeden Musikers, er sollte Lustempfinden auslösen – nicht Angst. Mir hat vor einem Konzert ein Compagnon den Tipp gegeben: habe Spaß! – das hat Wunder gewirkt, das Adrenalin kann dann tatsächlich für Intuition und Kreativität genutzt werden, so dass die Aufführung sämtliche Proben an Qualität übertreffen kann. Drogen/ Alkohol braucht man dazu nicht. Im Gegenteil – sie schwächen die Konzentration und führen dazu, die Sache nicht mehr in der Hand zu haben.

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Karl_Lauer 06.03.2013, 11:23
9. Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

Zitat von compuholic
Manchmal frage ich mich, was in den Köpfen solcher Leute vorgeht. Wenn ich Flugangst habe, wähle ich doch sicher nicht Flugbegleiter oder Pilot als meinen Beruf. Wenn ich Höhenangst habe, werde ich ja sicher nicht auf die Idee kommen, dass ich gerne Hochspannungsleitungen repariere. Und es ist ja nicht so, dass die Anforderung auf einer Bühne zu stehen, überraschend kommt und man es einfach tun muss.
Nun, wie der Artikel auch andeutet befinden sich viele Musiker in einer Zwickmühle. Sie machen leidenschaftlich gern Musik und wollen dies auch vor einem geneigten Publikum tun. Das änder aber nichts an der Tatsache das es für die meisten Menschen einfach eine Situation die bei vielen Menschen enormen Stress verursacht. Das muss nicht per se negativ sein, wie der Artikel ebenfalls andeutet, denn ohne einen gewissen (oft selbstgemachten) Druck entsteht selten eine gute Performance.
Das absurde ist, zumindest für mich, dass der Moment in dem man auf der Bühne steht natürlich nicht überraschend kommt sondern der Kulminationspunkt oft monatelanger Vorbereitung ist. Das ändert aber trotzdem nichts an dem psychischen Druck der dadurch entsteht dass man sich vor hunderten Menschen auf ein Podest stellt.
Im übrigen ist man in bester Gesellschaft denn Lampenfieber ist sicher so alt wie die Musik selbst und auch viele Profimusiker kommen nie wirklich darüber hinweg. Man lernt damit zu leben, auf die ein oder andere Art und Weise.

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