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"Lehrende" statt "Lehrer": Hannover führt gendergerechte Sprache ein
DPA

Herr und Frau wird es als Anrede nicht mehr geben, Lehrer und Wähler auch nicht: Die Stadt Hannover wird E-Mails, Pressemitteilungen, Broschüren, Formulare, Flyer und Briefe künftig an genderneutral formulieren.

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phantasierender... 22.01.2019, 17:01
450. Es wäre höchste Zeit das in Europa mal wieder

Ein Krieg ausbricht. Ja es tut mir fast schon weh solche Zeilen zu schreiben, denn ich bin bekennender Europäer. Aber ich fürchte es geht nicht anders damit die Gesellschaft bzw. deren Probleme mal wieder geerdet werden.

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teacher20 22.01.2019, 17:01
451.

Zitat von giggs1999
Toll, wie schnell die wirklich wichtigen Probleme in Deutschland gelöst werden.
Da fällt einem doch glatt das Hauptproblem der Feuerwehren in Deutschland ein, das eine leibhaftige Professor*in neulich wissenschaftlich messerscharf diagnostizierte.
Zu wenig moderne Fahrzeuge und Ausrüstung, zu wenig Nachwuchs im Zeichen des "demographischen Wandels"? Weit gefehlt!
Es ist die Dominanz weißer Männer aus dem mittleren Alterssegment der Arbeiterschaft und das weitgehend fehlende weibliche, sonst-geschlechtliche und migrantische Element.

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remedias.cortes 22.01.2019, 17:03
452.

Zitat von berther
Vielleicht täte es Frauen gut, sie würden sich mehr bemühen, Frauen zu sein, anstatt mit Macht und mit aller Gewalt Männer sein zu wollen.
ich bin weiblich, aber wie kann ich mich bemühen, eine Frau zu sein? Offensichtlich ist das ja ein aktives Tun und mit einem Blick zwischen die Beine nicht getan.
Zum Thema Mann sein wollen sagte schon die römische Kaiserin Livia: "Eine Frau, die ein Mann sein will, hat keinen Ehrgeiz."

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austromir 22.01.2019, 17:03
453. Spannend

Zitat von Lesenkönner
Ist der Oberbürgermeister jetzt Oberbürgermeisternd??? So ganz verstehe ich die Logik nicht. Bewirbt man sich in H um die Stelle „Lehrend“ am Gymnasium, denn die Stelle eines Lehrenden ist ja genderungerecht.... Irre, die Vögel da!!!
Die Antwort ist klar. Bevor er sich um Bedeutungsloses gekümmert hat statt um Wichtiges war er sowohl Oberbürgermeister als auch ein oberbürgermeisternder. Jetz ist er letzters ganz offensichtlich nicht mehr wirklich und ersteres vermutlich bald auch nicht mehr.

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Markus_210 22.01.2019, 17:03
454. Was ist schlimmer : Der Unsinn an sich oder die Political Correctness?

Irgendwann ganz am Anfang der Gender-Debatte hat mal jemand den Unterschied zwischen grammatikalischem und natürlichem Geschlecht nicht verstanden, also das Konzept des generischen Maskulinums. Das wäre nicht schlimm gewesen. Schlimm wurde es erst, als viele Leute feststellten, das sie sich, wenn ihnen dieses Thema egal ist, auf die Seite der Gender-Aktivisten schlagen müssen, um weniger angreifbar zu sein, da diese Aktivisten als Kritiker viel lauter und aggressiver agieren als andere nicht organisierte Kritiker irgendwelcher Standpunkte. Dadurch fühlten sich irgendwann alle möglichen Leute bemüßigt auf den Zug aufzuspringen, um sich unangreifbar gegenüber entsprechenden Benachteiligungs-Kritikern zu machen, und irgendwann viel viel später weiß niemand mehr, wie viele wirkliche Verfechter dieser Ideologie es eigentlich gibt und wie viele andere Leute einfach nur mitlaufen, um das Thema nicht gegen sich wirken zu lassen. Dabei gibt es keine Mehrheit von Leuten, die für diese zahlreichen inkonsistenten und unvollständigen Sprach-Änderungen sind, sondern es gibt nur eine Mehrheit von Leuten, die nicht auch noch aus dieser Richtung angegriffen werden wollen und es daher mitmachen. Irgendwann kam das Thema dann auch in der Verwaltungssprache an und seit der Stein am Rollen ist, kann ihn niemand mehr aufhalten, weil er eher als ewig gestrig als als vernünftig eingeschätzt werden würde. In vorauseilendem Gehorsam kommen stattdessen immer neue Vorschläge für weitere Änderungen, natürlich in gewohnter inkonsistenter Qualität daher und verbreiten sich wie Krebsgeschwüre. Was kann man daraus lernen? Das wir insbesondere seit der flächendeckenden Verbreitung des Internets an vielen Stellen weit davon entfernt sind bzw. uns immer weiter davon entfernen, auf der Sach-Ebene sinnvolle Entscheidungen zu treffen und falsche Entscheidungen der Vergangenheit revidieren zu können, weil die Haupt-Motivation der Entscheidungsträger inzwischen nicht mehr irgendeine politische Zukunfts-Vision oder der Wähler-Wille ist, sondern die Minimierung der argumentativen Angriffs-Fläche (vor allem des Teils dieser Fläche, bei dem sich Aktivisten bereits als talentierte Mücke-zu-Elefant-Aufbläser bewiesen haben) in öffentlichen Diskussionen. Es geht also nur darum, als Politiker unbeschadet möglichst lange dem geplanten Karriere-Weg folgen zu können. Diese Grundeinstellung der Entscheider den lautesten Schreihälsen am meisten gefallen zu müssen, wird uns noch massive Probleme in der Zukunft bereiten. Die Frage ist doch nicht, ob eine gendergerechte Sprache wirklich gerechter ist, und jede noch so kleine Minderheit daher das Recht erhält, die Sprache der Mehrheit ändern zu dürfen, sondern die Frage sollte sein, ob der Nutzen den Aufwand rechtfertigt und wie langzeitbeständig diese Änderungen wären. Nur wenn sie nebem einem vermuteten Gerechtigkeits-Aspekt auch noch logischer, konsistenter und von einer 2/3 Mehrheit für richtig befunden werden, sollten sie eingeführt werden, um sprunghafte Änderungen, die von Minderheiten gehyped werden, verhindern zu können.

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Gunni1 22.01.2019, 17:04
455. SPD auf 5-%-Kurs?

Ich dachte immer, die SPD kümmere sich um die Mieter (na ja, Mieter*innen) in Großstädten, um prekär Beschäftigte, Personen in Rente, soziale Fragen, öffentliche Sicherheit … aber nein, jeder noch so alberne Genderquatsch wird mitgemacht. Wenn die SPD zur Partei der sich langweilenden Soziologen und Politologen wird, wird sie auch nur von diesen gewählt werden.
Schade und diese Partei ….

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helgegroßklaus 22.01.2019, 17:04
456. Richtig gendern

Der Duden hat sich der Problematik schon lange angenommen, es sollte theoretisch nicht möglich sein, die Sprache willkürlich zu verbiegen. Jeder/Jede (ha, ha, ich gebe zu. dass ich mich mit den Regeln noch nicht beschäftigt habe), der/die korrekt gendern will, sollte dieses Buch auf dem Schreibtisch haben: https://www.duden.de/Shop/Richtig-gendern. Die Einführung des nominalisierten Partizips halte ich für eine Sprachvergewaltigung, die man kaum konsequent durchhalten und somit auch nicht zur Regel machen kann. Es mag ja noch erträglich sein, wenn aus dem Lehrer und der Lehrerin der (oder die?) Lehrende wird, ebenso kann meinetwegen aus dem Studenten der (oder die?) Studierende werden. Was aber wird dann aus dem Koch? Der Kochende? Aus der Friseurin? Die Frisierende? Aus Busfahrerern? Busfahrende? Aus Lokomotivführern? Lokomotivführende? Nun ja, vielleicht sollte ich doch mal einen Blick in besagtes Buch werfen.

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vulcan 22.01.2019, 17:04
457.

Zitat von K. Larname
Englischsprachige haben es da wesentlich einfacher, weil "Gender" im Englischen deutlich seltener ist (z.B. "the officer" = "das Polizist", männlich, weiblich, divers - es gibt keine "officeress") Franzosen geht es vermutlich ähnlich wie uns, kennt jemand den dortigen Stand von "gender correctness" in der Sprache bzw. im Amtsfranzösisch? Ich persönlich finde sprachliches Umdenken teilweise sinnvoll und erforderlich, und teilweise schlägt "Sprachextremismus" m.E. auch über die Stränge. Ja, gerade Amtsdeutsch, das immer auf Allgemeingültigkeit bedacht sein muss, darf m.E. schon derartige Überarbeitungen machen. Aber im normalen Leben kann sich auch die "Malerin" mit dem "Maurer" unterhalten, hier müssen es keine "Handwerkenden" sein.
Sie haben es nicht verstanden - es unterhalten sich dann Malende und Mauernde, im Höchstfall noch Maler*in und Maurer*in, wobei sich jeder aussuchen kann, ob er im jeweils anderen einen Mann oder eine Frau sieht bzw. natürlich eine Frau oder einen Mann. Wen darf man denn jetzt zuerst nennen? Eigentlich niemanden, das wäre ja ungerecht. Also müssen wir....ja, was eigentlich? Ach ja, Männer und Frauen gibt es ja nicht mehr; ist ja inzwischen alles dasselbe.

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neonerl 22.01.2019, 17:05
458. Der eigentliche Wahnsinn

ist die Umkehrung der Vernunft. Wenn wegen einer verschwindenden, nichtnatürlichen Minderheit in die Freiheit der Mehrheit eingegriffen wird um die Interessen der Randgruppe zu berücksichtigen, dann ist das Prinzip der Demokratie falsch verstanden. Demokratie richtet sich nach der Mehrheit, nicht nach der Minderheit. Minderheiten werden in Demokratien lediglich geschützt, aber nicht gefördert. Die besondere Ironie dahinter ist, daß der Demokratiemissbrauch ausgerechnet durch Profiteure der Demokratie erfolgt.

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zwiebel75 22.01.2019, 17:05
459. oje

Wo soll das noch hinführen? Ich w habe Diskriminierung erlebt und leite heute ein mittelständisches Unternehmen. Aber nicht, weil ich mich gegen Formulierungen gewehrt habe, sondern mein Können vor Arschgrapschern bewiesen habe. Mir ist die aktuelle Diskussion als Frau nur peinlich.

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