Forum: Karriere
Lehrlingsmangel: Warum so viele Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben
WorldSkills Germany

Tische abräumen, Schweinehälften verwursten - dazu haben immer weniger Jugendliche Lust. Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze ist so hoch wie seit 20 Jahren nicht mehr. Schuld haben auch die Betriebe selbst.

Seite 12 von 26
mkh83 08.01.2018, 16:39
110. Eigentlich klar

Mal ganz ehrlich. Ich würde auch nicht Koch lernen. In der Ausbildung kleiner Lohn, und schon nicht die Besten Arbeitszeiten. Aber nach der Lehre sind die Arbeitszeiten ja noch schlechter, und noch ein Hungerlohn am Monatsende.... Kann es den Jungen wirklich nicht verübeln, wenn Sie einen besseren Schulschluss machen, und dann auch dementsprechend mehr verdienen. Die Löhne in den oben genannten Berufen, müssten dringend überarbeitet werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meine Güte 08.01.2018, 16:39
111. Mal eine Anmerkung von mir.

Ich habe 1975 begonnen mit Hauptschulabschluss Zimmerer zu lernen. Die Vergütung war im ersten Jahr 365 DM, im zweiten Lehrjahr 666 DM und im dritten 736 DM bei 40 h/Woche. Werte Ausbildungsbetriebe, sonst noch Fragen? Wie gesagt 1975!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
großwolke 08.01.2018, 16:40
112. Schmalspur-"Ausbildungen"

Restaurantfachkraft, Fachverkäufer, Fachkraft Schutz und Sicherheit - die Liste könnte man sicher mit vielen anderen Beispielen fortsetzen, die vor allem eins sind: Geldschneiderei. Die Grundlagen für den Job kriegt jeder halbwegs lebensfähige junge Mensch in ein paar Wochen beigebogen, und dann wird noch, je nach "Ausbildung" zwischen ein und drei Jahren für das lausige Lehrlingsgeld Vollzeit rabottet. Klar bleiben da die Bewerber weg. Solche Anlerntätigkeiten kriegt man nämlich auch komplett ohne vorherige Ausbildung, und dann immerhin für mindestens den Mindestlohn.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Actionscript 08.01.2018, 16:42
113. Was ist falsch mit der besten Schulausbildung?

Ich finde es richtig, dass Schüler und Eltern die beste Ausbildung sprich Abitur wollen. Da hat man viel mehr Wahlmöglichkeiten, was den Beruf angeht. Ich stimme jedoch einigen Foristen zu, die das veraltete 3-Stufen Schulsystem kritisieren. Das Abitur, wie es jetzt der Fall ist, ist nicht notwendig für eine Universitätsausbildung. Man lernt vieles, zB Latein, was man absolut nicht braucht. Das Wesentliche lernt man sowieso während des Studiums. Man braucht kein Spezial Studium in einigen Fächern während der Schulzeit. Wichtig ist eine Allgemeinausbildung und Anleitung zum Selbststudium.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
K:F 08.01.2018, 16:42
114. Abi als Eintritt in Möglichkeiten

Laut dem GF des Handelsblattes kann ein Politiker ohne Abi kein kein Kanzler sein. Da haben wir es. Ohne Abi biste nichts. Und deswegen raten die Eltern den Kindern zum Abitur.Das die Unternehmen keine Azubis finden, sind sie selbst Schuld. Unternehmen bieten keine Perspektiven und erklären Mitarbeiter zu Kosten. Und Ausbildung kostet nun einmal.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mcmercy 08.01.2018, 16:44
115.

Zitat von Holbirn
Es gibt Berufe, da verdient man auch als Meister kaum mehr als die Aushilfskraft.
Den Meister macht man ja auch um einen Betrieb zu führen. Und natürlich verdiene ich als Abteilungsleiter in einer Brotfabrik oder als Filialleiter einer Friseurkette mehr als die Angestellten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
amarildo 08.01.2018, 16:46
116. Meinung

Ach der liebe Fortschritt.
Voe 55 Jahren war alles anders. Man las eine Anzeige in der Zeitung man rief an fuer einen Termin. Stellte sich vor und die Firma eintschied Stelle or nicht.
Vor 50 jahren wanderte ich aus . Am Monatg kam ich in dem anderen Land an. Mittwoch las ich eine Anzeige fuer ein Stelle in der Zeitung. Meine Sprachkenntnisse ware gerade gut genug um die Anzeige zu verstehen. Ich habe angerufen bekam eien Termin fuer Freitag Morgen. Vorstellung dauerte lange aber bei Mittag hatte ich eine Stelle..Vom naechsten Monat an musste ich Steuer zahlen.

Heute ist alles anders und komplizierter. Ein Stueck Papier ist nicht daselbe als eine persoenliche Vorstellung.
Die Sprache hat sich auch geandert . Restaurantfachmannn war frueher Kellner.
Da ich die Deutsche Sprache wie vor 50 Jahre spreche hat viellicht etwas damit zu tun das ich diese Woerter nicht kenne. Vor allem nicht die vielen verdeuschten Englischen Woerter die heutzutage gibt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kuhndi 08.01.2018, 16:46
117. Das ist typisch Geiz ist geil!

Zitat von cabeza_cuadrada
hat nicht jeder so ein Grundgefühl was einem etwas wert ist und ab wann nicht mehr? 20 Euro für eine Pizza? Ich glaub da koch ich mir lieber selbst etwas. Dabei geht es mit nicht darum das der Pizzabäcker zuviel verdient sondern dass mir eine Pizza nun mal keine 20 Euro wert ist.
es geht ja nicht darum, dass die Pizza 20 Euro wert ist, vielmehr ist es ja darum, auswärts essen, geniessen und sich etwas gönnen. Aber ja, ich weiss, deutsche Pfeniigfuchser!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lupenreinerdemokrat 08.01.2018, 16:51
118.

Nun, es gibt da so eine Theorie, die das Ausbleiben von Lehrlingen in den genannten Berufen erklären könnte:

als fertig ausgebildeter Metzger oder Hotelfachangestellter wird man sich schwerlich eine Mietwohnung in unseren Städten, oder in der Nähe von Städten leisten können, genauso wie man Probleme haben wird, die horrenden Stromkosten zu zahlen, ständig steigende Kosten für Benzin oder Diesel, und am allerwenigsten wird man ohne langfristig laufende Kredite sich jemals ein so schön hippes neues E-Auto leisten können.
Wenn dann noch die Maut auf unseren Straßen kommt und die Autobahnen privatisiert sind, lebt es sich sicher ganz toll mit 2500 € brutto (inklusive unbezahlter Überstunden) in diesem unserem Lande.... ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stefan1904 08.01.2018, 16:51
119. Die Jugend kann es den Alten nicht recht machen

Machen die Jugendlichen eine Ausbildung, dann wird ihnen vorgeworfen zu wenig in ihre Bildung investiert zu haben.
Studieren die jungen Menschen BWL oder Jura, dann wird ihnen vorgeworfen nur ans Geld zu denken und dass es davon eh schon zu viele gäbe.
Studieren die jungen Menschen Geschichte oder Politikwissenschaften, kommt sofort "Und was willst Du damit später machen? Taxi fahren"?

Studieren die jungen Menschen Informatik heißt es "Das machen doch nur Nerds. Viel Glück bei der Partnersuche. Ach, und pass auf nicht online-süchtig zu werden. Weißt Du überhaupt wie man einen Nagel in die Wand schlägt?".
Machen die jungen Menschen nichts, heißt es "Was für Schmarotzer, lassen sich vom Staat aushalten und kassieren unser Steuergeld".

Fangen die jungen Menschen einen Job an bei Amazon, DHL und anderen Unternehmen, die händeringend Arbeitskräfte suchen, heißt es "Diese Dummköpfe. Lassen sich mit einem Hungerlohn ausbeuten. Ich hätte schon längst gekündigt."

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 12 von 26