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Leseraufruf: Wie sieht es in Ihrem Homeoffice aus?
Westend61/ Getty Images

Von zu Hause arbeiten: Das gilt als Bestandteil der schönen, neuen Arbeitswelt. Aber stimmt das? Schreiben Sie dem SPIEGEL, wie es im echten Leben aussieht - und schicken Sie uns Ihre Fotos aus dem Homeoffice.

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moev 07.10.2019, 16:49
10.

Zitat von Sibylle1969
Meine Firma wollte von mir lediglich unterschrieben haben, dass ich einen geeigneten Heim-Arbeitsplatz habe (Schreibtisch in separatem Arbeitszimmer, schnelles Internet, Drucker).
Unsere Firma würde all das Zeug sogar bezahlen, nur hat da so gut wie niemand Interesse dran sich von der Firma irgendwelchen Kram ins Haus stellen zu lassen.

Man nimmt seinen Laptop mit und fertig. Und ob man dann wirklich damit an dem Schreibtisch sitzt, den man der Firma irgendwann mal gezeigt hat, das kontrolliert keiner mehr.

Und das Finanzamt interessiert es sowieso nur dann, wenn man wirklich versucht einen Heimarbeitsplatz steuerlich abzusetzen. Machen wohl auch nur die allerwenigsten.

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moev 07.10.2019, 16:55
11.

Zitat von Sibylle1969
Die Einhaltung von irgendwelchen gesetzlichen Ergonomie- und Unfallverhütungsvorschriften kontrolliert niemand, und das interessiert bei uns auch niemanden
Das interessiert schlagartig dann, wenn Sie beim Arbeiten zu Hause mal so blöd fallen, dass sie länger als 6 Wochen arbeitsunfähig werden.

Dann sind ihre Krankenkasse und die BG nämlich schlagartig sehr interessiert am genauen Unfallhergang und der Umgebung des häuslichen Arbeitsplatzes.

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twike-fahrer 07.10.2019, 22:09
12. Anreize korrigieren

Die heutige steuerfinanzierte Pendlerpauschale zementiert völlig falsche Anreize. Der Staat bzw die Allgemeinheit kommt für jeden Mehrkilometer auf. Weder für Arbeitgeber noch für Arbeitnehmer ist das ein Anreiz zum arbeitsnahen Wohnen geschweige denn zum HomeOffice. Eine Idee wäre stattdessen die Vergütung von Arbeitszeit je Entfernungskilometer. Würde dies gesetzlich verankert als Leistung der Arbeitgeber, dann hätten sehr schnell die Arbeitgeber ein großes Interesse, dass die Mitarbeiter im HomeOffice arbeiten, um sinnlose Fahrtzeiten zu vermeiden. Mit den zusätzlichen Steuereinnahmen ohne Pendlerpauschale könnten die Arbeitgeber pauschal pro Mitarbeiter entschädigt werden. Der Anreiz wäre Fahrtzeiten zu reduzieren.

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jume93 07.10.2019, 22:48
13.

Je mehr gependelt wird, desto interessanter ist Home Office auch. Bei mir auch. Ich habe gut 130km Strecke pro Tag, mache einen Tag die Woche Home Office, aber würde mir am liebsten 2 oder mehr machen.

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Him 08.10.2019, 09:02
14. Mehr ausbauen und fördern!!

Ich finde es super und LEIDER ist es bei uns aktuell nur ein Tag, den wir von zuhause aus arbeiten können, klar bei Bedarf oder wenn mal was mit dem Kind ist oder so, kann man auch mehr machen.
Alleine schon, dass man sich das Pendeln spart, ist eine riesen Gewinn. Dazu dann, dass man in lockeren Sachen am Schreibtisch sitzen kann, Mittags ein Nickerchen machen kann, sich allgemein den Tag viel freier einteilen kann, ist schon echt ziemlich nett. Ich würde gerne noch viel mehr vom HO aus arbeiten, was auch staatlich viel stärker gefördert werden sollte

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echobravo 08.10.2019, 09:10
15. Warum Homeoffice?

Man unterschreibt einen Arbeitsvertrag, in dem ein Arbeitsort, meist ganz Europa, genannt ist. Also fährt man zur Arbeit. Man fährt abends nach Hause, und ist in der Zwischenzeit für Kunden, Lieferanten, Kollegen und Vorgesetzten ansprechbar. Die Kinder sind derzeit in einer Betreuungseinrichtung, wie Kita, Schule, o.ä. untergebracht. /IRONIE OFF. Ich würde gerne Homeoffice nutzen, da es oft mit meiner Aufgabe korreliert. Jedoch hat die Firma beschlossen, jedem zwei Tage im Monat Homeoffice einzuräumen, was jedes mal durch beide Geschäftsführer genehmigt werden muss. Defacto gibt es so etwas also nicht.

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muckp 08.10.2019, 09:35
16. Homeoffice hat für mich nur Vorteile

im Homeoffice gehen mir die ergonomische Vorschriften ziemlich am Hintern vorbei. Die weiche Bürostühle im Büro sind unangenehm. Im HO habe ich ein Eckbank aus Holz und fühle mich pudelwohl dadrauf. Sämtliche Rückenschmerzen verschwinden sofort wenn ich mich am Holz anlehnen kann. Wieso meinen irgendwelche Spezialisten mir vorschreiben zu können was gut für mich ist? Den Bildschirm und das Licht stelle ich so ein wie es für mich bequem ist. Nicht so wie es Besserwisser gerne hätten. Der AG kommt mir nicht ins Haus und das FA sollte es auch nicht interessieren weil der Raum zum Absetzen nicht geeignet ist.
Kleine Kinder sind groß geworden und nicht mehr im Haus. Es ist schön sich ab und an mit meiner Frau über ihre und meine Arbeit unterhalten zu können. Ich lerne was von ihr und sie lernt was von mir. Im Großraumbüro muss man alle 2 Minuten irgendwelche Leute grüßen die man nicht einmal kennt oder höchstens vom Sehen. Am Abend werde ich sicherlich nicht gestört weil ich gar kein Firmenhandy habe und Telefonate/Meetings nur über Skype laufen. Wenn der Laptop also runtergefahren wird, gibt es also keine Kommunikation mit der Firma mehr.
Kommen noch die ganze Vorteile dazu: ich spare mir die Zeit mit der Hin- und Herfahrerei, spare mir Spritt und Kilometer (gut für die Umwelt und für mich). Der AG könnte sich Platz sparen und weniger Miete für das Gebäude ausgeben. Eine Win-Win-Situation.
Für wichtige Meetings fahre ich rein wobei auch die eigentlich locker über Skype abgehandelt werden könnten. Wenn man im Team arbeitet (was ich kaum tue) kann es tatsächlich sinnvoll sein sich persönlich zu treffen. Ist vielleicht effektiver aber kann ich so nicht beurteilen.
Fazit: für mich persönlich hat HO nur Vorteile. Ich gehöre aber auch zu den Leuten die in der glücklichen Lage sind 100% HO machen zu können. Soziale Kontakte zu Kollegen/Innen sind mir nicht wichtig. Die habe ich im Privatleben genug.

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Sibylle1969 08.10.2019, 10:35
17. @11 moev

Neulich gab es doch ein Urteil, wonach ein Unfall im Home Office beim Gang auf die Toilette kein Arbeitsunfall ist, sondern dem privaten Lebensbereich zuzuordnen ist. Die Wahrscheinlichkeit, beim Sitzen am Schreibtisch, einen Unfall zu erleiden, ist doch eher gering. Sobald ich vom Schreibtisch aufstehe, bin ich dann im privaten Lebensbereich, der sowieso nicht von der gesetzlichen Unfallversicherung abgedeckt ist. Das Hauptproblem ist denke ich eher die Ergonomie des Bildschirmarbeitsplatzes.

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k70-ingo 08.10.2019, 12:54
18.

Zitat von moev
Die BildscharbV gilt auch für Telearbeitsplätze. Wie genau der AG vom AN den Nachweis verlangt, das zu Hause ein der Verordnung entsprechender Arbeitsplatz existiert kann jede Firma für sich entscheiden. Bei uns wurde bei Antragsstellung ein Foto des vorgesehenen Arbeitsplatz, ggf. ergänzt um nicht direkt ersichtliche Angaben, verlangt. Und ich bezweifele nach wie vor, das sich die meisten Heimarbeiter auch nur im geringsten ergonomie orientiert sind. Da wird der Laptop auf der Couch, dem Esstisch oder der Terrasse eher die Regel als die Ausnahme sein, selbst wenn anderswo im Haus sogar ein entsprechender Schreibtisch vorhanden ist
Sie haben kein Homeoffice, wie an Ihren Äußerungen zum Thema unschwer zu erkennen ist.

Selbstverständlich sind wir Teletubbies äußerst auf Ergonomie bedacht - es geht ja um unsere Bandscheiben, unsere Augen und unser Wohlbefinden.

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k70-ingo 08.10.2019, 13:02
19.

Zitat von Sibylle1969
Meine Firma wollte von mir lediglich unterschrieben haben, dass ich einen geeigneten Heim-Arbeitsplatz habe (Schreibtisch in separatem Arbeitszimmer, schnelles Internet, Drucker). Das Finanzamt wollte ein Foto vom Arbeitszimmer haben. Die Einhaltung von irgendwelchen gesetzlichen Ergonomie- und Unfallverhütungsvorschriften kontrolliert niemand, und das interessiert bei uns auch niemanden. Es wäre auch weltfremd anzunehmen, sämtliche Home-Office-Arbeitsplätze entsprächen den einschlägigen Vorschriften. Im Übrigen entsprachen auch etliche meiner bisherigen Büroarbeitsplätze nicht den Vorschriften.
Ebenso ist es bei mir, nur daß das Finanzamt kein Foto haben wollte.

Bei meinem Arbeitgeber (Versicherung) konnte ich mir Möbel und Ausstattung aussuchen. Genommen habe ich nur einen Stuhl und einen Schreibtischcontainer. Einen hochwertigen Schreibtisch besaß ich schon und Aktenschränke brauche ich nicht.

Das Einzige, was ich aus arbeitsschutzrechtlichen Gründe zwangsweise annehmen mußte, war eine monströse Lampe,
ein 1,8 m hohes, scharfkantiges Trumm à la Seziertischbeleuchtung. Das Ding ist gleich im Keller gelandet.

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