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Leseraufruf: Wie sieht es in Ihrem Homeoffice aus?
Westend61/ Getty Images

Von zu Hause arbeiten: Das gilt als Bestandteil der schönen, neuen Arbeitswelt. Aber stimmt das? Schreiben Sie dem SPIEGEL, wie es im echten Leben aussieht - und schicken Sie uns Ihre Fotos aus dem Homeoffice.

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k70-ingo 08.10.2019, 13:18
20.

Zitat von jume93
Je mehr gependelt wird, desto interessanter ist Home Office auch. Bei mir auch. Ich habe gut 130km Strecke pro Tag, mache einen Tag die Woche Home Office, aber würde mir am liebsten 2 oder mehr machen.
Da kommt richtig was zusammen. Ich habe eine ähnliche Fahrstrecke ins Büro, und mein Telearbeitsplatz (1x die Woche ins Büro) spart mir trotz leidlich sparsamen Diesel ca.2500 EUR allein an Spritkosten im Jahr.
Nach jetzt 10 1/2 Jahren Homeoffice ist das ein erkleckliches Sümmchen, und da sind der geringere KFZ-Verschleiß und die Unmengen an Lebenszeit und Nerven gar nicht eingerechnet.

Auch wenn es albern klingt: ein Homeoffice hat weniger Ausgaben für Kleidung und Kosmetik zur Folge. Die Businessklamotten halten länger, man braucht sich nicht zu stylen und kann die alten Gemütlichkeitsklamotten auftragen.

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moev 08.10.2019, 14:01
21.

Zitat von k70-ingo
Sie haben kein Homeoffice, wie an Ihren Äußerungen zum Thema unschwer zu erkennen ist. Selbstverständlich sind wir Teletubbies äußerst auf Ergonomie bedacht - es geht ja um unsere Bandscheiben, unsere Augen und unser Wohlbefinden.
Theoretisch habe ich eins, bis zu 3 Tage die Woche. Ich nutze es nur möglichst nie, denn ich habe 7 Minuten Arbeitsweg und mag meine Kollegen tatsächlich.

Nur daheim mit der Arbeit ist einfach nur langweilig.

Die 3 Tage könnten alle in unserem Team machen, aber nur eine Kollegin nutzt es regelmäßig jeden Donnerstag.

Hab sie grade mal gefragt ob sie auch brav ihre 7,3h an ihrem Schreibtisch sitzt - sie hat nur schelmisch gegrinst.

Ein anderer Kollege der es auch nur unregelmäßig aber öfter als ich macht hat gesagt den Arbeitsplatz den er damals vorgezeigt hat, den gibt es bei ihm zu Hause gar nicht, das Foto ist bei seinen Eltern aufgenommen worden :)

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moev 08.10.2019, 14:39
22.

Wobei mich dieses Thema grade mal zur selbstkritischen Betrachtung hier im Büro angeregt hat.

Hier sind alle Möbel voll Ergonomie- und Vorschriftsgerecht, aber die ordentlichen Höheneinstellungen und Sitzhaltungen halten bis max. 2 Tage nach dem letzten Durchgang des Ergonomiebeauftragten (keine Ahnung ob die Stelle wirklich so heißt, der läuft halt 2-3x im Jahr mit Betriebsrat und Werksarzt durch die Büros und gibt Tipps), danach hängt dann wieder jeder so im Stuhl wie es ihm/ihr grade passt.

Auf irgendwelche Winkel von Armen und Knien oder Höhe der Monitoroberkante vs. Augenhöhe achtet niemand.

Also kein Wunder das es zu Hause nicht anders ist.

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tepchen 08.10.2019, 15:17
23.

Zitat von k70-ingo
Selbstverständlich sind wir Teletubbies äußerst auf Ergonomie bedacht - es geht ja um unsere Bandscheiben, unsere Augen und unser Wohlbefinden.
So wie im Großraumbüro wo die blendfreie Beleuchtung ausgeschalten wird weil sie blendet?

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Sibylle1969 08.10.2019, 15:23
24. @19 k70-Ingo

Ich habe außer Laptop und Handy alles selbst gekauft, aber schon vor zig Jahren, und alles von der Steuer abgesetzt. Meine jetzige Firma zahlt nur Büromaterialen, also Druckerpapier und Toner. Sonstige Büroausstattung muss ich alles auf eigene Kosten bereitstellen, insbesondere das schnelle Internet, aber das stört mich nicht. Schließlich hatte ich die Kosten dafür auch schon, als ich mich nicht zuhause gearbeitet habe, jetzt kann ich alles von der Steuer absetzen.

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hifimacianer 08.10.2019, 16:36
25.

Meine Frau und ich teilen uns einen HomeOffice Arbeitsplatz. Sie einen Tag, ich einen Tag.
Allerdings ist dies außerhalb der Arbeitszeiten auch unser normaler Schreibtisch.

Homeoffice ist für mich nicht nur eine Zeit-, sondern auch eine Kosteneinsparung.
Ich pendle jeden Tag je 60km zur Arbeit. Durch den einen Tag spare ich mir schon mal eine Tankfüllung im Monat + den Verschleiß des Autos.

Viel wichtiger ist aber die Zeitersparnis.
Ich bin normalerweise zwischen 7:30 und 8:00 Uhr auf der Arbeit, und vor 17:30 Uhr eigentlich nie zu Hause.
An meinem Tag Homeoffice sitze ich um 6 Uhr am Rechner, und kann so bereits (theoretisch) um 14:45 Uhr Feierabend machen. Da ich meine Tochter morgens an dem Tag in die KiTa bringe, arbeite ich dann bis 15:30 Uhr, und habe trotzdem noch 2 Stunden mehr Zeit zur Verfügung als an den anderen Tagen.

Für mich ein absoluter Gewinn.
Kommunikation läuft bei uns ohnehin sehr viel über Skype for Business, Mail, Telefon.
Da macht es kaum einen Unterschied, ob ich zu Hause oder im Büro sitze.

Ich werde nun noch einen zweiten HO-Tag beantragen - wir haben seit 2 Monaten eine neue Betriebsvereinbarung, die das ermöglicht (vorher nur per individueller Entscheidung).

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adissu 08.10.2019, 16:39
26. Mache seit 5 Jahren ausschließlich HomeOffice

da meine Firma in Norddeutschland sitzt und ich im Süden für die Kunden vor Ort stationiert bin. Wenn ich nicht im Home Office bin, bin ich bei Kunden unterwegs oder besuche den Firmenstandort in Norddeutschland. Wenn man sich genug Zeit nimmt, mit den Kollegen auch mal über was privates zu sprechen (also das klassische Kaffeeküchengespräch), dann klappt es auch in der Zusammenarbeit gut. Was ich an Zeit, Nerven und Geld spare ist enorm. Die Kinder sehe ich bei Mittagessen und vom Arbeitsende bis Feierabend dauert es 30 Sekunden. Das funktioniert auch deshalb ganz gut, weil ich ein eigenes Zimmer dafür habe und das lässt sich dann auch steuerlich ganz vernünftig absetzen. Macht jetzt aber nicht die rießen Summe aus.

Wenn ich mal zwei Tage weg bin, beschweren sich die Kinder schon, warum ich so viel weg bin. Wenn ich ihnen dann sage, dass andere Eltern jeden Tag von morgens bis abends weg sind, können sie das gar nicht nachvollziehen...

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Denkerchen 09.10.2019, 10:11
27. ist es Gier oder Neid - oder einfach Unwissen?

Zitat von twike-fahrer
Der Staat bzw die Allgemeinheit kommt für jeden Mehrkilometer auf. Weder für Arbeitgeber noch für Arbeitnehmer ist das ein Anreiz zum arbeitsnahen Wohnen geschweige denn zum HomeOffice.
Nein, der Arbeitnehmer muss nicht auch noch seine Kosten zusätzlich versteuern. Sie könnten schreiben: "der Staat bzw. die Allgemeinheit kriegt nicht auch noch Steuern auf 30Cent/km für den Mehraufwand den der Arbeitnehmer hat, weil er eben auch entfernte Jobs annimmt und den Rest des Aufwandes und seine Zeit dafür herschenkt".
Lt. ADAC sind 30 Cent/gefahrenen km als Kosten viel zu niedrig - und das ist nur das, was sie nicht versteuern müssen - gehen sie von 40% EK-Steuer aus, dann 'spart' der Arbeitnehmer 12 Cent/km - das reicht mit Glück für den Sprit......

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Arktuss 09.10.2019, 15:47
28.

Als Informatiker habe ich tatsächlich arge Schwierigkeiten, einen Arbeitgeber zu finden, der mir mehr als mal "Homeoffice für den Notfall" erlaubt. Also verbringe ich eben 2 Stunden täglich auf der Autobahn.

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kohlwickel 12.10.2019, 09:57
29. @28 exakt

Ich arbeite auch in der IT-Branche und befinde mich in der gleichen Situation. Chef hält nichts von Homeoffice, also quälen sich alle Kollegen täglich über die Autobahn in das Büro.... Deswegen kommt es einem immer wie Hohn vor, wenn Stadtbewohner fordern die Pendlerpauschale zu streichen.

Eine Farce, wenn man bedenkt dass befreundete Banker und Einkäufer im Großhandel ohne Probleme von zu Hause aus arbeiten dürfen.

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