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Lobbyist in Brüssel: "Korrupte Politiker werden entsorgt"
AFP

Sein Job hat einen schlechten Ruf, er beeinflusst Politiker im Sinne seines Arbeitgebers. Blöd für ihn, dass Parlamentarier nicht so leicht kaufen lassen wie in "House of Cards". Ein EU-Lobbyist erzählt anonym von seinem Alltag.

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bananenrep 29.04.2015, 12:52
1. Blödsinn ...

ein Lobbxist denkt an die Gesellschaft. Hahaha, in erster Linie muss er an das Unternehmen denken. Die Gesellschaft interessiert die doch nicht. Es geht wie immer um das Geld. Und wenn er nicht für Zigaretten etc. Lobby macht, gibt es noch Schlimmere, ich denke da nur an die Pharmaindustrie. Politiker sind käuflich ? Hahaha. Wo hatte den Herr Schäuble seinen Schwarzgeldkoffer versteckt. ? Gibt es da nicht auch CD aus der Schweiz. Alles eine große Vermischung von Macht. Schon seit den Fuggern so. Aber am

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garfield 29.04.2015, 13:33
2.

Zitat von bananenrep
Blödsinn, ein Lobbyist denkt an die Gesellschaft. Hahaha, in erster Linie muss er an das Unternehmen denken. Die Gesellschaft interessiert die doch nicht. Es geht wie immer um das Geld.
Ja, mir kam der Artikel auch etwas sehr naiv vor. Das Kerlchen ist zwar erst 28, aber ich möchte DEN Lobbyisten mal sehen, der öffentlich NICHT mit dem treuherzigsten Augenaufschlag behauptet, er arbeite auch im Interesse der Gesellschaft. Aber er wäre wahrlich nicht der erste Lobbyist, der "ein netter Kerl" ist und doch nur das Beste für alle will.
Zitat von sysop
Wie kann ich eine Win-win-Situation schaffen
Ja, für sein Unternehmen bzw. seine Branche und die bearbeiteten Politiker stimmt das sicher; dass dabei "die Gesellschaft" beteiligt ist, kann er jemandem erzählen, der sich die Hose mit der Kneifzange anzieht. Schließlich sind es Lobbyisten und Politiker, die definieren, was für "die Gesellschaft" gut ist.
Zitat von sysop
Es gibt in Brüssel für jedes Interesse einen Lobbyisten, der es den Politikern gegenüber vertritt, und wer die besten Argumente hat, gewinnt.
Soso, die "Argumente" machen den Unterschied. Und da gibt es doch böse "Verschwörungstheoretiker", die einen Zusammenhang von Politikerentscheidungen und Spendenhöhe aus der Wirtschaft auszumachen glauben. Da frage ich mich eigentlich, WOFÜR die überhaupt spenden, wenn die Spende dann durch das "bessere Argument" ausgestochen wird. Ach so, aus Dankbarkeit. Hallo, Kneifzange!
Zitat von sysop
in der Vergangenheit sind einige Sachen gelaufen, die ethisch nicht in Ordnung waren. Aber das ist schon lange nicht mehr so. ... Natürlich gibt es korrupte Abgeordnete und Lobbyisten, aber die halten sich meist nicht lange in Brüssel und werden entsorgt.
Ja, mit einer Anschlussverwendung in der begünstigten Wirtschaft.
Zitat von sysop
Es ist einfach ethisch falsch und kriminell, sich als Volksvertreter kaufen zu lassen. Die Politiker durchschauen auch, wenn wir versuchen, sie zu bestechen.
Na, das hoffe ich doch sehr. Wie dumm wäre denn ein Politiker, wenn man ihm erst mit dem Geldbündel vor der Nase rumwedeln muss? So dumme Fauxpas wie mit "jüdischen Vermächtnissen", schwarzen Koffern und verheimlichten Spendern sind einfach nur noch peinlich. Da haben alle Beteiligten gelernt. Das geht heute subtiler ab. Und wo ist das Problem? So lange Spenden aus der Wirtschaft und Drehtüreffekt-Anschlussverwendungen höchst legal sind, kann jedes Land mit Bakschisch-Korruption da nur neidisch werden. Man muss die Korruption einfach nur umbenennen und legalisieren. Dann läuft alles wie geschmiert - im wahrsten Sinne des Wortes.

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Bearhawk 29.04.2015, 13:38
3. Lobbyismus

gehört unter Strafe gestellt! Punkt!

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PowlPoods 29.04.2015, 13:44
4. Welch

schöne Gutenachtgeschichte. Da fragt man sich, welcher Werbekunde SPON dazu genötigt hat, diesen Quark zu veröffentlichen. Da lachen ja sogar die Hühner auf der Stange, wenn sie das lesen.

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lupidus 29.04.2015, 13:44
5.

eine demokratie lebt nunmal vom austausch. dazu gehört auch, dass man sich mit interessenverbänden auseinandersetzt bevor man gesetze verabschiedet, die ganze unternehmen ruinieren. sehen wir es realistisch: die meisten abgeordneten sind lehrer und anwälte. welche ahnung haben die von den problemen der landwirtschaft oder des großhandels. übrigens ist auch greenpeace ein interessenverband...

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Untertan 2.0 29.04.2015, 13:51
6. Nicht korrupt

Natürlich sind Politiker nicht käuflich. Dass sie anschließend nicht selten im Vorstand derjenigen Unternehmen sitzen, deren Interessen sie "berücksichtigt" haben, ist reiner Zufall.

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les2005 29.04.2015, 13:53
7. Falsch

Zitat von Bearhawk
gehört unter Strafe gestellt! Punkt!
Genauso wie Generationen von Schülern immer noch von ihren Lehrern eingetrichtert bekommen, daß Werbung und Verkaufen bös und schädlich ist (weil Lehrer da nur an Waschmittel denken), genauso wir Lobbyismus zu Unrecht pauschal verdammt.

In einer Demokratie und Marktwirtschaft ist es nomal, richtig und völlig legitim, daß man seine Interessen vertritt. Und die Wirtschaft besteht eben NICHT nur aus Konsumartikeln, die jeder kennt und zu denen jeder Laie eine Meinung hat. Da mag man Fernsehwerbung für überflüssig halten.

Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Weniger sichtbar ist der gewaltige Teil der produzierenden oder dienstleistenden Industrie, der mit sehr technischen und erklärungsbedürftigen Produkten zu tun hat. Politiker sind eher selten Fachleute auf diesem Gebiet, müssen aber auch hierfür gesetzliche Regeln erlassen oder anpassen. Also sind sie natürlich auf externen Fachverstand angewiesen und genauso wie einzelne Wähler oder Gruppierungen wie Umweltschützer sich hier einbringen, tun es natürlich auch Hersteller oder Anwender. Beide haben originäres Interesse und sehr oft auch den tiefsten Sachverstand.

Und natürlich wird jeder für seine Interessen werben - das tun Politiker aber ebenso wie Umweltschützer. Keiner ist im Besitz der reinen Wahrheit und keiner ist moralisch über den anderen erhaben. Das sollte man sich vor Augne halten und froh sein, daß in unserer Gesellschaft alle den Mund aufmachen und sich einbringen können.

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habo10 29.04.2015, 13:55
8. Problem nicht verstanden

Vergessen wir mal die Frage ob es "moralischen Lobbyismus" gibt, sie ist unwichtig.
Das Problem ist der Lobbyismus selbst.
Hierdurch können sich die Menschen die das entsprechende Geld haben, das Gehör der Politiker erkaufen. Das ist zutiefst undemokratisch und eines der Hauptprobleme unseres politischen Systems.

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lupidus 29.04.2015, 14:09
9.

Zitat von habo10
Vergessen wir mal die Frage ob es "moralischen Lobbyismus" gibt, sie ist unwichtig. Das Problem ist der Lobbyismus selbst. Hierdurch können sich die Menschen die das entsprechende Geld haben, das Gehör der Politiker erkaufen. Das ist zutiefst undemokratisch und eines der Hauptprobleme unseres politischen Systems.
hierzu könnte man ja die transparenz erhöhen. das ist ja das eigentliche problem, nicht die beteiligung an sich. wenn sie eine bürgerinitiative gründen und genug lärm machen finden sie auch gehör, ganz ohne geldkoffer.

etwas anderes ist es, wenn ein minister neue personalausweise forciert und rein zufällig mit unternehmen verbunden ist, die die dinger herstellen und lesen können. da brauchts keine lobbyisten, da steht man einfach auf der regulären gehaltsliste.

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