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Lohngleichheit von Männern und Frauen: ZDF-Reporterin scheitert vor Gericht
ZDF/ Svea Pietschmann

Eine Reporterin wollte das ZDF zu einer gerechteren Entlohnung zwingen. Doch das Landesarbeitsgericht Berlin hat entschieden: Der Sender muss ihr nicht das gleiche Gehalt zahlen wie männlichen Kollegen.

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Fuxx81 05.02.2019, 14:40
1. Kaum nachweisbar

Es dürfte im Einzefall schwer bis unmöglich sein, festzustellen, warum genau jemand mehr verdient, und jemand anderes weniger.

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horst_se 05.02.2019, 14:43
2. Menschen sind nun mal nicht gleich...nirgendwo.

Entsprechend kann auch ihre Vergütung nicht gleich sein. Anderer Mensch => andere Tätigkeit => andere Vergütung. Alles andere ist unreal...

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Freundschafter 05.02.2019, 14:44
3. Scheinselbständigkeit?

Das Urteil war doch klar! Freiberuflicher Vertrag ist etwas anderes als Arbeitsvertrag! Vielmehr sollte man jetzt bei ZDF und der Klägerin prüfen ob es sich um eine Scheinselbständigkeit handelt!

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gersois 05.02.2019, 14:50
4. Angestellte oder freie Mitarbeiterin?

In früheren Bericht wurde die Klägerin als freie Mitarbeiterin bezeichnet. Als freie Mitarbeiterin bekäme sie ein Honorar und kein Gehalt, ein Honorar, das sie frei aushandeln könnte. Zahlt denn das ZDF für das Arbeitsverhältnis auch Sozialabgaben und führt die Lohnsteuer ab?

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s.burkard 05.02.2019, 14:56
5. @Fuxx81

Genau das Gegenteil ist der Fall. Gottseidank!

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curiosus_ 05.02.2019, 15:04
6. In früherem Bericht?

Zitat von gersois
In früheren Bericht wurde die Klägerin als freie Mitarbeiterin bezeichnet. Als freie Mitarbeiterin bekäme sie ein Honorar und kein Gehalt, ein Honorar, das sie frei aushandeln könnte. Zahlt denn das ZDF für das Arbeitsverhältnis auch Sozialabgaben und führt die Lohnsteuer ab?
Auch hier wird von "Gehalt" (also angestellt) gesprochen und dann angeführt, dass Sie als "freie Mitarbeiterin" kein Auskunftsrecht bzgl. der Gehälter Ihrer Kollegen hätte. Kraut und Rüben wild durcheinander.

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peter.teubner 05.02.2019, 15:05
7. Es ging

doch nicht um Gerechtigkeit, sondern um gleichen Lohn. Das sind verschiedene Sachen. Aber der Kampf für Gerechtigkeit ist natürlich ein Noblerer. Das Gericht hat nun entschieden, dass eine Lohnanhebung nicht gerechtfertigt ist. Ob das gerecht ist oder nicht können wir natürlich nicht beurteilen. Wäre schön, wenn die Journalisten vom SPIEGEL etwas genauer wären.

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schnarchn 05.02.2019, 15:06
8.

Absolut nachvollziehbar. Es ist eine Sauerei, dass Frauen für GLEICHE Tätigkeiten bei GLEICHER Leistung oftmals geringer bezahlt werden als Männer, gar keine Frage. Auch wenn das nur sehr wenige Prozent Differenz sind und nicht die oft diskutieren zweistelligen Werte. Wenn es aber klar nachvollziehbare Gründe gibt, wie hier scheinbar die Berufserfahrung, ist das meiner Meinung nach ein erbärmlicher Versuch dieser Frau sich aufgrund ihrer Geschlechts einen Vorteil zu erklagen. Würde das Gericht hier anderweitig urteilen, dann blieben Arbeitgebern zukünftig immer noch weniger Möglichkeiten ein Gehalt eben auch an Leistung und Erfahrung anzupassen. Aus der Angst vor solchen Klagen würden eben alle das gleiche bekommen. Das freut die Minderleister und vertreibt Highperformer und motivierte Kollegen dann eben ins Ausland.

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Dr. Kilad 05.02.2019, 15:10
9. Kein Recht auf Auskunft, aber Nachweispflicht??

Hier bastelt sich ein Gericht wieder mal sein AG-freundliche Rechtsprechung zusammen. Denn die Frau ist ähnlich der anderen "freien" Mitarbeiter beschäftigt. Der Einwand verfehlt schon deshalb sein Ziel, weil er unterstellt, dass der Gesetzgeber bei freien Mitarbeitern Diskriminierung nicht beseitigen wollte. Dabei ergibt sich mögliche Diskriminierung aus dem GG, weil danach Gleiches gleich behandelt werden muss. Wo ist eine entsprechende Beweisaufnahme des Gerichts? Eine unbewiesene Behauptung reict nicht.

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