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Lohngleichheit: "Wir sind dazu verpflichtet, diese Unterschiede abzubauen"
DPA

Manuela Schwesigs Gesetzesentwurf zur Lohngerechtigkeit wird von der Koalition stiefmütterlich behandelt. Die Familienministerin ist davon nicht überrascht.

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Chris_SSS 02.06.2016, 17:24
1. gar keine Bürokratie

Klar, ich muss nur als Arbeitgeber die Angestellten nach Tätigkeitsgruppen sortieren, dann Durchschnittswerte bilden und dann den Anwalt drüber schauen lassen, damit ich nicht verklagt werde, wenn die Formulierung der Minderleistung von den Damen anders gesehen wird.

Bei 100 Frauen im Unternehmen kommt Freude auf, denn dann kann ich dafür gleich den 101. Arbeitsplatz schaffen.

Einfacherer Vorschlag, die Damen fragen bei den Kollegen nach, wieviel die verdienen und die Kolegen entscheiden, ob die Damen dies erfahren sollten.

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dhanz 02.06.2016, 17:26
2.

Gibt es eigentlich Tarifverträge, wo Frauen und Männer unterschiedlich bezahlt werden?
Wenn ja: verstößt das nicht gegen Art. 3, 2 GG?

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barbierossa 02.06.2016, 17:28
3. Sachfrage

Was steht denn in dem Gesetzesentwurf drin? Das könnte - zumindest stichpunktartig, bei so einer Meldung schon erwähnt werden.

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bernd.stromberg 02.06.2016, 17:33
4. Zustimmung

Zitat von
Lohngleichheit: "Wir sind dazu verpflichtet, diese Unterschiede abzubauen"
Volle Zustimmung von mir!

Parallel zum gesetzlich festgelegten "Frauenmindestlohn" bei gleicher Qualifikation werden Frauen verpflichtet genauso viele Wochenstunden und Überstunden zu leisten wie Männer, bei gleichzeitig weniger Krankheitstagen.

Ach wäre das toll, all die Emanzen hier auch mal um 17, 18, 19 Uhr noch auf dem Flur rumlaufen zu sehen. Die hauen nur leider um 16 Uhr meist schon ab in den Feierabend.
"Aber die haben ja vielleicht Kinder?!". Ja, aber auch nur einige, nicht alle der Kolleginnen. Und Kinder haben auch männliche Kollegen. Sind die männlichen Kollegen weniger wert oder haben die weniger Recht darauf, Zeit mit ihren Kindern verbringen zu dürfen?

Für mich war Gleichberechtigung immer eine Selbstverständlichkeit und ich habe nie einen Unterschied zwischen Mann und Frau gemacht in meinen jüngeren Jahren.

Aber inzwischen muss ich sagen haben einige Emanzen erfolgreich wieder einen tieferen Graben zwischen die Geschlechter gezogen. Herzlichen Glückwunsch!

Ihr habt eurem Geschlecht ein Bärendienst erwiesen. Wobei ich zum Glück genug intelligente Frauen kenne, die die "Rosinenpickerei" und Vorteilsnahme der Feminist/er/en/innen/in/erinnen als genau das erkennen was es ist: grober Unfug.

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BettyB. 02.06.2016, 17:33
5. Eigentlich unglaublich, aber wohl unvermeidlich

Wer als Frau in Deutschland "gleichbehandelt" werden will, darf natürlich nicht "christlich" wählen und scheinbar tappt Schwesig auch in die Falle, doch selbst ihr Kompromissvorschlag hat kaum eine Chance, die völlig verständliche Einsicht in die Gehälter bleibt den christlichen Schweden somit vorbehalten, vielleicht allein weil es sich mehrheitlich nicht um Katholiken handelt...

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Olaf 02.06.2016, 17:33
6.

Zitat von
SPIEGEL ONLINE: In Koalitionskreisen heißt es, Ihr Vorhaben könnte einem möglichen Deal zur Erbschaftsteuer zum Opfer fallen? Schwesig: Nein, das ist ein Gerücht, das ich nicht bestätigen kann.
Doppelte Verneinung. Sehr verräterisch.

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ludwigmvdr 02.06.2016, 17:34
7. Frau Schwesig

...verdienen sie weniger als ihre Kollegen ? Kennen sie konkret Beschäftigungsverhältnisse, in denen Männer grundsätzlich mehr verdienen als gleichqualifizierte Frauen bei gleich hoher Wochenarbeitszeit ?
Wenn ja, warum gehen sie dann nicht gegen diese Missstände vor, wenn nein, wovon reden sie eigentlich ?
Kennen sie Stellenausschreibungen, bei denen bei gleicher Eignung Männer bevorzugt werden ?
Haben sie in den letzten 10 Jahren mal mit einem Mann gesprochen, der sich erfolgreich auf eine Stellenausschreibung im öffentlichen Dienst beworben hat ? Kennen sie eine männliche Gleichstellungsbeauftragte ?Sind sie Familienministerin oder Frauenministerin ?

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demokritos2016 02.06.2016, 17:40
8. immer die gleiche Leier

Bei welchen Tarifverträgen, in welchen Branchen werden Frauen bei gleicher Ausbildung, Qualifikation, Tätigkeit, gleichen Noten in Zeugnissen und Beurteilungen, gleicher Arbeitszeit (Vollzeit usw.), gleicher Lebensarbeitszeit (also mit oder ohne Unterbrechungen, Babypausen, Erziehungszeiten) usw. unterschiedlich bezahlt? Den Tarifvertrag möchte ich sehen, bisher konnte mir niemand einen solchen zeigen.

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xzeusx 02.06.2016, 17:40
9. -

Ich dachte das Gehalt kann jede(r) selbst verhandeln? Wieso fühlt sich eine Frau unterbezahlt, wenn sie dem Gehalt in der Vertragsverhandlung zugestimmt hat? Entweder sie fühlt sich für ihre Arbeit gerecht entlohnt oder nicht. Daran ändert doch das Gehalt der anderen Mitarbeiter nichts. Und wer sich nicht gerecht entlohnt fühlt, kann entsprechend reagieren, z.B. mit einer Forderung nach mehr Gehalt oder der Kündigung. Wozu muss der Gesetzgeber da nun 'reingrätschen?

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